Scham

Scham

Hardback
4.4187
OpferElfriede JelinekMetooSchuld

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Description

„Inès Bayard reißt den Leser aus der Komfortzone.“ (L’Express) Die unfassbare Geschichte einer Vergewaltigung und der Frage, wie eine Frau damit umgeht. Für Leserinnen von Leila Slimani. Maries Leben ist perfekt. Sie ist jung und erfolgreich, ihr Mann ist Anwalt, jetzt wollen die beiden ein Kind. Da passiert das Unfassbare. Marie wird von ihrem Chef auf dem Heimweg brutal vergewaltigt. Und er setzt sie so unter Druck, dass sie niemandem, nicht einmal ihrem Mann, davon erzählt. Die junge französische Autorin Inès Bayard lässt in ihrem eindrucksvollen Debütroman keinen Zweifel: an dem, was geschehen ist, und daran, dass Marie keine Schuld trifft. Und doch müssen wir zusehen, wie Marie der Moment, in dem sie noch Hilfe suchen könnte, entgleitet, wie sie vom Opfer zur Täterin wird … "Scham" ist ein emotional fesselnder Roman, ein Leseereignis, dem man sich nicht entziehen kann.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
224
Price
22.70 €

Author Description

Inès Bayard wurde 1992 in Toulouse geboren, sie lebt jetzt in Berlin. Ihr Debütroman Scham (2020) wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mit dem Prix Fnac und dem Prix Goncourt des Lycéens ausgezeichnet. Zudem stand er auf der Longlist für den Prix Goncourt 2018.

Posts

47
All
4.5

Das ist nichts für schwache Nerven. Ein Roman über die Auswirkungen unbearbeiteter Traumata. Fesselnd und schockierend zugleich.

Das ist nichts für schwache Nerven. Ein Roman über die Auswirkungen unbearbeiteter Traumata. Fesselnd und schockierend zugleich.
5

Erschreckend und mitreißend 😮‍💨

Achtung Triggerwarnung ‼️ Ganz ehrlich, ich wollte dieses Buch mehrere Male gegen die Wand schmeißen 🥺. Ich bin immer noch sehr emotional aufgewühlt und dieses Buch wird mir auch noch Tage danach im Kopf rum spuken 🫣. Um was geht es eigentlich VERGEWALTIGUNG und DEMÜTIGUNG. Es geht um Marie eine Frau die mitten im Leben steht, sie hat einen guten Job, einen Mann und das einzige was fehlt ist ein Kind. Sie wird von ihrem Chef Vergewaltigt und ihr Leben ist eigentlich vorbei……. Marie ist schwanger und die eigentliche Tortour beginnt. Marie ist in diesem Buch nicht nur das Opfer, zudem auch eine Täterin. Scham zeigt den Zerfall einer Frau, die sich in Selbstzweifel und Verachtung begibt, selbst dem Kind gegenüber kann sie keine Liebe zeigen, sondern nur Hass 🥺. Dieses Buch ist zutiefst verstörend und sehr emotional zugleich 😥. Es sind kurze Kapitel und der Schreibstil ist eigentlich perfekt auf diesen Titel, meiner Meinung nach abgestimmt, bedrückend und erniedrigend. Ich finde dieses Buch hervorragend beschrieben, es gibt Eindrücke, wie Menschen denen so etwas schreckliches zustößt, mit dem Erlebten fertig werden können oder auch nicht 😢. Von mir eine absolute Leseempfehlung 🌟🌟🌟🌟🌟+

5

Was für ein heftiges Buch!! Aber soooo wichtig! **Triggerwarnung: Vergewaltigung**

**Triggerwarnung: Vergewaltigung** Marie wird auf den Heimweg von ihrem Chef vergewaltigt! Hier wird auf eine unglaubliche Weise gezeigt, wie das Leben einer Frau komplett durch eine Vergewaltigung zerstört wird! Sehr emotionaler Einblick in den Kopf einer Frau die mit der ganzen Welt zu kämpfen hat! Sehr wichtiges Buch um zu zeigen was eine Vergewaltigung bei einer anderen Person alles anrichten kann.

Das ist mit Abstand das hässlichste Buch was ich jemals gelesen habe. Schockierend, brutal, eiskalt und sehr sehr finster. Wie ein pechschwarzer, niemals endender Tunnel voller Angst, Gewalt und Hoffnungslosigkeit. Nüchtern betrachtet ist Inès Bayard eine großartige Schriftstellerin und auch die gesellschaftskritischen Spitzen wurden wirkungsvoll gesetzt, aber in Summe war mir das alles einfach zu viel! Sehr sehr harte Kost! Lest das Buch bitte nur wenn ihr ein starkes Nervenkostüm und ein stabiles "Mindset" habt.

5

Dieser Roman hat mich beeindruckt, soviele Emotionen hoch leben lassen und fassungslos zurück gelassen.

Es hat eine enorme Sogwirkunk auf mich gehabt, ich musste wissen wie es dazu kommen konnte was als nächstes passiert und musste das Buch auch zu Seite legen, weil es nur schwer zu ertragen war. Ich hatte das Bedürfnis Marie in den Arm zu nehmen für sie da zu sein und dann wieder rum sie zu schütteln und sie anzuschreien, sie bitten damit aufzuhören. Es ist grandios wie "Ines Bayard es schaft in so eine dünnen Lektüre so viele Emotionen zu transportieren. Ich kann dieses Buch nicht jedem empfehlen, es beinhaltet Themen die nicht leicht zu ertragen sind. Es ist auch sehr düster und drückend geschrieben. Selbst wenn man in einer guten psychischen Verfassung sich befindet, zieht das Buch einen runter.

Dieser Roman hat mich beeindruckt, soviele  Emotionen hoch leben lassen und fassungslos zurück gelassen.
4.5

*Doch wie immer entscheidet das Leben entgegen allen Gefühlen, dass dieser Tag einfach ohne Unterbrechung weitergeht.*

4

"Ihr eingefallenes Gesicht und ihr Blick sind die letzte flehentliche Bitte einer zum Tode Verurteilten."

Eine emotionale Herausforderung. Das Buch nimmt die Eskalation der Handlung im Prolog bereits vorweg. Das beschert einem schon den ersten dicken Kloß im Hals Die Awärtsspirale in die Marie nach dem Vorfall gerät wird, wie alles andere auch, sehr direkt, hart und schonungslos! beschrieben. Ihre Gedanken sind so grauenvoll wie nachvollziehbar. So nachvollziehbar und dennoch abstoßend. Bodenlose Wut, Trauer und Hoffnungslosigkeit gehen Hand in Hand und übertragen sich auch auf den Leser (so ging es mir zumindest), da man der Protagonistin so unglaublich nah ist. Am manchen Stellen löste es eine direkt körperliche Reaktion während des Lesens bei mir aus. Dieses Buch ist sicherlich nicht für jeden zu empfehlen.

5

Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mich so aufgewühlt, erschüttert und bewegt hat.

5

Dieses Buch wird noch lange nachhallen. Schwere Kost

5

Gänsehaut

Schon nach den ersten Seiten ist klar, auf was für einen Abgrund Marie und ihre Familie zusteuern. Nach jeder Seite erwartet man das Ende, aber so wenig wie das Leben geradlinig verläuft, verläuft Maries Leidensweg. Ines Bayard nimmt uns in ihrem Debütroman "Scham" mit in die zerstörerische Gedankenwelt einer Frau, die Schlimmstes leise überstehen musste.

Gänsehaut
5

Auf dem Buch steht was von knallhartem Beitrag zur MeToo-Debatte. Aber es ist so viel mehr. Soviel mehr, dass beim Lesen mehr als einmal die Wut in mir aufgestiegen ist. Denn Bayards Buch und Maries Geschichte ist das Abbild dessen, wie Frauen und Männer noch immer in unserer Gesellschaft zusammen leben, für Frauen würde ich wohl eher sagen, mit Männern zusammen leben müssen. Maries Vergewaltigung dient quasi als Ausgangspunkt, danach zeigt jeder einzelne Satz das Machtgefälle, zeigt die Reduktion der Frau zum Objekt, zeigt, welche Rollen Frauen zu erfüllen haben und was passiert, wenn sie dies nicht tun. Das gesellschaftliche Konstrukt ist gnadenlos, Marie schweigt, denn wie viele Frauen hat sie gelernt, dass Reden alles nur schlimmer macht, selbst unter den Frauen der Familie. Scham ist definitiv eines der Bücher, von denen es nicht genug geben kann. Ich befürchte nur, dass diejenigen, die es nötig hätten, wahrscheinlich nicht zum Kreis der Leser gehören.

5

Schwer in Worte zu fassen

Dieses Buch ist echt keine leichte Kost - Scham, Wut und Hilflosigkeit von Marie sind auch als Leserin sehr deutlich zu spüren. Die Geschichte startet mit dem Ende, der Vergiftung der Familie - und dann wird Stück für Stück aufgedröselt, wie es zu dieser Eskalation kommen konnte. Die Gedanken- und Gefühlswelt von Marie wird schonungslos und direkt beschrieben, vor allem die ungeschönten, ‚hässlichen’ Anteile. Das Buch hat mich mitgenommen und lässt nachdenklich zurück.

5

Schonungslos 〰️ Brutal 〰️ Schockierend

Fängt schon so heftig an, dass ich es nach den ersten Seiten fast abgebrochen hätte. Ein Ereignis kann alles zerstören. Der Moment um Hilfe zu suchen entgleitet. SCHAM. Das Opfer wird zum Täter. Absolut krasses Buch ‼️ Leseempfehlung sicherlich nicht für jeden. TW Vergewaltigung

5

Überwältigend, jedoch nichts für schwache Nerven

Marie hat ein nahezu perfektes Leben: sie hat einen gut bezahlten Job, einen liebenden und erfolgreichen Ehemann, eine wohl behütete und glückliche Kindheit, eine tolle Familie. Dieses Glück möchte sie mit einem eigenen Kind krönen doch ehe es dazu kommt wird sie brutal von ihrem Chef vergewaltigt. Dieser setzt sie so unter Druck, dass sie sich niemandem anvertraut. Als sie schließlich schwanger ist beginnt alles zu zerbrechen... Ich war wirklich überwältigt von diesem Buch. Ines Bayard versteht es in ihrem Debüt so präzise, schonungslos und authentisch Maries Gefühlswelt darzulegen, dass es stellenweise wirklich nur schwer zu ertragen ist. Bei "Scham" handelt es sich um eines dieser seltenen und wertvollen Bücher die einen lange beschäftigen und zum Nachdenken anregen. Wirklich empfehlenswert, aber nichts für schwache Nerven!

5

Krasses Buch, als Mutter nicht immer einfach zu lesen.

Scham von Ines Bayard hat mich als Mutter bewegt. Beim Lesen musste ich immer wieder innehalten, weil mich das Buch sehr mitgenommen hat. Manche Stellen waren kaum auszuhalten. Gleichzeitig konnte ich es nicht weglegen. Die Geschichte hat mich festgehalten, auch wenn sie weh tat.

Krasses Buch, als Mutter nicht immer einfach zu lesen.
5

Eine bedrückende Geschichte die keinen Funken Hoffnung schenkt. Die Geschichte macht wütend und bereitet mir Angst. Würde mir auffallen, wenn meiner besten Freundin oder meinen Schwestern so etwas passiert? Dieses Buch hat mich in seinen Bann gezogen. Ich konnte es kaum aus den Händen legen und habe es an einem Tag weggelesen. Es wird mich sicher noch sehr lange beschäftigen.

5

Ich bin sprachlos und zutiefst erschüttert. Ein Buch, das mich mit dem Gefühl der Beklemmung zurück lässt. Ein wichtiges Buch über die dunkle Realität zahlreicher Frauen.

Ich bin sprachlos und zutiefst erschüttert. Ein Buch, das mich mit dem Gefühl der Beklemmung zurück lässt. Ein wichtiges Buch über die dunkle Realität zahlreicher Frauen.
4

Verlag: Wie viele Content Warnings sollen wir für den Titel angeben? Inès Bayard: JA! Finger weg, wenn ihr nichts zu den folgenden Themen lesen wollt: Rape, explizite Gewalt, Gewalt an Kindern, (Wochenbett)Depressionen, Suizid(gedanken), übermäßig detaillierte Beschreibung diverser Körperzustände und -flüssigkeiten. Dieses Buch ist ähnlich heftig wie "My Dark Vanessa", phasenweise (nach meinem Empfinden) sogar noch krasser und noch schwerer auszuhalten. Inès Bayard zeigt am Beispiel ihrer 32jährigen Protagonistin, wie fatal es ist, wenn Opfer von Vergewaltigungen das Gefühl haben, schweigen zu müssen. Die Autorin hat für diesen Roman nach eigener Aussage intensiv in Online-Foren recherchiert, in denen sich betroffene Frauen untereinander austauschen. Die tabulose Genauigkeit, mit der sie nicht nur das Verbrechen selbst, sondern auch seine Langzeitfolgen schildert, wirkt allerdings dermaßen authentisch, dass man sich als Lesende*r durchaus manchmal fragt, wie Inès Bayard so ein Buch schreiben konnte, ohne selbst betroffen zu sein.

4

Aufwühlendes Buch!

•• Sie hat sich geschämt. Die Scham, die jede Frau von Anfang bis Ende ihres Lebens nicht loslässt. Immer ist es dieselbe. Die Scham vor dem Körper, der nicht perfekt, nicht rein ist, der von der allgemeinen Moral missbilligt wird.•• ____ Scham ist kein Unterhaltungsbuch. Kein Buch, das Spaß macht oder dazu animiert immer weiter lesen zu wollen. Es ist ein Buch, das anhand seiner Thematik schockiert, aufwühlt und dazu anregt verstehen zu wollen. Die Geschichte von Marie zeigt wie schnell ein scheinbar perfektes Leben zum absoluten Albtraum wird. Wie aus einer jungen, fröhlichen Frau eine Frau wird, die innerlich leidet und einen rasenden Hass auf die Welt entwickelt. Man spürt in jeder Zeile die unfassbare Wut und Hilflosigkeit der Protagonistin, die so gerne ihr inneres Leid mitteilen würde, aber immer wieder den richtigen Punkt „verpasst“ - egal ob aufgrund von eigener Scham oder einem teilnahmslosen, ignoranten Umfeld. Fakt ist: wir erleben wie eine junge Frau sich vollkommen verliert und zerstört. Wie aus einem Opfer, einer Überlebenden… eine Täterin wird. ____ Der Schreibstil der Autorin ist wirklich gewöhnungsbedürftig, weil durch die fast schon dokumentierenden, kurzen Sätze kein richtiger Sog entsteht und es sehr sachlich bleibt - was anhand der Thematik nachvollziehbar ist, aber den Lesefluss stocken ließ. Die Thematik wird in seinen Einzelheiten sehr detailliert und schonungslos dargestellt. Für mich war diese Darstellung teilweise befremdlich, aber gleichzeitig genauso verständlich, weil man die das Leid von Marie so hautnah miterlebt. Im Laufe der Geschichte hat man das Gefühl ihr Schweigen wird immer lauter, ihre Ausweglosigkeit immer verzweifelter. Man ist einfach schockiert davon, wie viel mehr Last auf Maries Schultern abgeladen wird, wie weitreichend die Folgen ihrer Vergewaltigung sind und welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Für mich war Scham, ein einzigartiges, aber teilweise auch sehr schwieriges Buch - auf mehreren Ebenen. Ich will hierfür eigentlich keine Empfehlung aussprechen, jedoch sagen, dass die Thematik verleitet das Buch in die Hand zu nehmen. Es soll gesagt sein, dass diese Aufarbeitung durchaus schwer zu ertragen und aufwühlend ist/sein kann. Lest es also mit einer gewissen Vorsicht.

4.5

Das ist so ein Buch, wo das Gelesene erstmal sacken muss. Die vielen Empfindungen müssen sortiert werden.

5

Was für ein Buch!

Ich habe gerade Scham von Ines Bayard beendet und bin zutiefst gerührt! Für mich war das Buch eine ganz neue Herangehensweise an das Thema Vergewaltigung und deren Folgen. Wir begleiten in der dritten Person die 32 jährige Marie und ihren Mann Laurent. Beide sehr erfolgreich und glücklich. Bis Marie von ihrem Chef vergewaltigt wird. Dies wird detailliert beschrieben und auch, wie Marie damit umgeht und was das für das Ehepaar bedeutet. Für mich war es auch ein gutes Stilmittel, dass das Ende zuerst beschrieben wurde und dann der Weg dorthin. Für mich ist das Buch ein Highlight und war zum Glück auf meiner 24für24 Liste drauf!

Was für ein Buch!
4.5

Ein krasses Buch . Ich muss zugeben , hier bin ich durch viele Emotionen gegangen und alle waren nicht gerade schön aber es macht was mit dir . Es geht um Vergewaltigung und was in der Psyche des Opfers passiert . Schonungslos nimmt die Autorin einen mit . Es wird viel mit Meine dunkle Vanessa verglichen . Thematisch ja aber inhaltlich ist es hier viel schlimmer . Wir sind näher am Opfer dran und erkennen jede einzelne Stufe , die tiefer ins Verderben führt . Triggerwarnungen wurden ausgesprochen. Wenn du mit körperliche Gewalt oder Gewalt an Kindern Probleme hast , greife lieber zu einem anderen Buch . Die Autorin schrieb, sie recherchierte in Foren um authentisch zu bleiben . Ich werde jetzt auf jeden Fall die Augen offener halten.

4

Sehr sehr heftiges Buch! Es fällt mir echt schwer dieses Buch zu bewerten! Ich bin sprachlos! Schwere Kost, nichts für zartbesaitete! Trotzdem wirklich lesenswert!! Dieses Buch wird ein sicherlich länger beschäftigen

4

Schwer zu beurteilen

Schweres Schicksal der Protagonistin, das letztlich in einer Tragödie endet. Unvorstellbar, fühlte sich sehr echt an.

5

>>Jeder ist Kapitän seines eigenen Boots und steuert sein Geheimnis, so behände er kann. ...<< „Scham“ von Ines Bayard ist ein Roman, der mich tief bewegt hat. Hier wird die Geschichte von Marie erzählt, die vom Opfer zum Täter wird und Ines Bayard nimmt hier kein Blatt vor den Mund. Sie holt den Leser hier ganz klar und deutlich, roh, kalt und doch bis ins Mark erschütternd aus seiner Komfortzone. Das ist für mich teilweise gar nicht so leicht zu verdauen gewesen aber umso wichtiger war es einmal den Spiegel vorgehalten zu bekommen, wie sehr doch der Einzelne ignoriert und übergangen werden kann. Maries Ausweglosigkeit und die damit verbundenen Folgen haben für mich Spuren hinterlassen...

4

Widerlich

Scham von Inès Bayard erzählt unbeschönigt die Vergewaltigung von Marie und die Folgen für sie und ihr Umfeld. Beschreibt, wie sie mundtot gemacht wird, welche Ängste sie durchlebt, wieso sie sich nicht anvertraut. Schockiert las ich Seite für Seite, konnte nicht fassen, wie sie im Dramadreieck von Opfer, zu Täterin und versuchter Retterin und schliesslich endgültig zur Täterin wird. Inès Bayard lässt tief in die dunklen Abgründe der Menschen blicken, ihre Sprache ist direkt und hart. Ich kann Marie nicht verstehen aber ich bin nicht sie. Wird sie zur Täterin, weil sie sich nicht anvertraut hat? Wäre alles anders gekommen, hätte sie mit ihrem Arzt, ihrer Mutter, Schwester und oder ihrem Mann gesprochen? Viele unbeantwortete Fragen hinterlässt dieses Buch bei mir. Eines sehe ich klarer, Frauen müssen laut werden, erzählen, was ihnen widerfährt. Und alle müssen zuhören, wirklich zuhören.

5

Was für ein Buch... gerade eben habe ich es beendet und versuche nun, meine Gedanken etwas zu ordnen und zu strukturieren, um sie halbwegs nachvollziehbar niederzuschreiben. Die Verkäuferin in der Buchhandlung hat mir das Buch ans Herz gelegt mit der Aussage, es sei ein echtes ‚Aufreger-Buch‘. Nun ja, die Prämisse des Buches alleine beinhaltet ein Thema, das einfach unangenehm ist. Nie zuvor war die Autonomie der Frau so wichtig und wurde derart großgeschrieben, die VerfechterInnen der ‚Me-Too-Kampagnen‘ gefeiert und das Thema Vergewaltigung so offen thematisiert wie derzeit. Was nicht nur gut, sondern notwendig ist. Trotzdem ist es für Betroffene oder auch für den Umkreis von betroffenen Personen dadurch keineswegs einfach geworden, sobald ein derartiger Fall persönliche Dimensionen annimmt. Inès Bayard erzählt in ‚Scham‘ von einer jungen Frau, der ebensolches widerfahren ist und die auf allen Wegen versucht, nach dieser Tat nicht nur zu überleben, sondern auch weiterzuleben und dabei von einer allesumfassenden Ohnmacht begleitet wird. Es ist die Geschichte eines Opfers, das zum Täter wird, wobei dieser Weg schonungslos ehrlich beschrieben wird und die Autorin ihren Finger nicht nur auf, sondern in die Wunde der LeserInnen legt. Riesengroße Empfehlung meinerseits!

5

Schonungslos & sprachgewaltig!

Ein großartiges, sprachgewaltiges, schonungsloses und sehr eindrückliches Buch, das einen sprachlos zurücklässt... Das Buch muss man erst einmal verdauen. Keine leichte Kost und dennoch einfach großartig, wie es der Autorin gelungen ist, so schonungslos und offen über das Tabuthema Vergewaltigung zu schreiben! Sie nimmt kein Blatt vor den Mund. Schon der Prolog ist so eindringlich und erschreckend, das man gleich von Seite 1 an gefesselt ist und erfahren will, was Marie zu dieser Tat geführt hat. Im Grund genommen ist der Prolog das Ende der Geschichte und danach wird aufgearbeitet, wie es dazu kam. Es geht um die Scham und das Schweigen nach einer Vergewaltigung. Wir begleiten Marie dabei, wie sie alleine versucht in den Alltag zurückzufinden und dabei tiefste Wut auf ihre Mitmenschen verspürt, die keine Veränderung an ihr wahrnehmen. Sie kann sich niemanden anvertrauen und muss diese schrecklichen Ereignisse für sich selbst verarbeiten. Wir begleiten Marie auf dem Weg vom Opfer zu Täterin. Das Ende hinterlässt mich ebenso sprachlos wie der Anfang. Das gesamte Buch ist so sprachgewandt geschrieben. Emotional, fesselnd, schonungslos. Absolut großartig! Ein wuchtiger (Tippfehler, aber das passt auch) und wichtiger Beitrag zur MeToo-Debatte. Ein so schmales Buch, das so tiefgründig und „schwer“ ist. Große Triggerwarnung geht raus! Die brutale Vergewaltigungsszene wird sehr explizit beschrieben, sowie darauffolgende Sexszenen, die Marie immer wieder an die Tat zurückerinnern.

4.5

Hat mir gut gefallen - hartes Thema 🫣

Die Erzählung geht bis unter die Haut und hat mich teilweise wirklich zerstört Über das Ende will ich gar nicht reden 😣 Hat sich gelohnt kindle read

5

So brutal, grausam, schmerzhaft und schonungslos - und dennoch in weiten Teilen so nachvollziehbar und dadurch so herzzerreißend und tragisch. "Scham" ist eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe und eines, das ich sicher so schnell nicht vergessen werde.

5

"Scham" von Inès Bayard stand lange auf meiner Wunschliste. Allein das Cover hat mich gefesselt und lange nicht losgelassen - jetzt habe ich es endlich gekauft und direkt gelesen. Die Geschichte habe ich besonders bewusst und langsam gelesen. Für mich waren es viele Eindrücke, viele Emotionen zu verarbeiten, und auch ein wichtiges, packendes Thema. Wir begleiten Marie und ihren Mann, und ihr zunächst perfektes Leben. Den Kinderwunsch, eine Vergewaltigung und ihre Folgen. Lügen, Loyalität und ein besonderes Familiendrama. Inès Bayard hat einen tiefgründigen und ehrlichen Schreibstil, das Lesen, trotz der Schwere, fiel mir auf keiner Seite schwer. Die Geschichte der jungen Familie ist bedrückend, fesselnd und wird mich ziemlich sicher lange Zeit beschäftigen. Die Geschichte kommt sachlich daher, löst aber so viele Emotionen in mir aus. Von mir gibt es eine eingeschränkte Leseempfehlung. Es ist sicherlich nicht für jede:n das richtige Buch, mir hat es sehr viel gegeben und es hat mich begeistert und zugleich sprachlos zurückgelassen. Aus dem Französischen übersetzt von Theresa Benkert. TW: Vergewaltigung

5

Der Roman von Inès Bayard beginnt mit einem krassen Einstieg: mitten hinein in die Tragödie. Ist nach einem solchen Anfang auf dem Höhepunkt überhaupt noch Luft nach oben? Die Antwort lautet: Ja! Schockierende Schilderungen der Tat und die Offenlegung Maries Gefühlswelt verdeutlichen, dass hier kein Blatt vor den Mund genommen wird und Leser*innen nicht verschont werden. Obwohl es „nur“ ein Roman ist, liest sich „Scham“ wie ein Thriller. Kurze Kapitel, meistens geschrieben aus Maries Sicht, geben tiefe Einblicke in ihre Psyche. Ich habe verstanden, warum Marie nichts unternimmt. Warum sie sich nicht an die Polizei wendet oder sich nicht ihren engsten Vertrauten öffnen kann. Ihre Scham und die Angst vor der typischen Opferrolle sind ihr zuwider. Trotzdem wollte ich sie anschreien und ihr sagen, dass sie es tun soll. Auch ihren Weg vom Opfer zur Täterin habe ich mit Fassungslosigkeit verfolgt. Die Figuren in Maries Umfeld waren ebenfalls gut ausgearbeitet und wirkten authentisch. Aber auch hier stellte sich mir die Frage, warum niemand etwas von Maries Vergewaltigung mitbekommen hat. Wieso merkt niemand, wie schlecht es ihr geht? Oder will es vielleicht niemand wahrhaben? Das Ende hat einen sehr bitteren Beigeschmack. Maries Schicksal und ihre Entwicklung hätte vielleicht an vielen Stellen verhindert oder umgelenkt werden können. Aber so lässt das Buch die Leser*innen schockiert, machtlos und betroffen zurück.

5

Es fühlt sich komisch an, dieses Buch zu bewerten, weil es einfach eine so furchtbare Geschichte ist. Aber eben auch eine, die einen krass aus der Komfortzone holt, sehr bewegt und mitnimmt. Ich musste es oft beiseite legen und kurz Luft holen. Der Schreibstil ist schlicht, aber mitreißend, die kurzen, einfachen Sätze transportieren gleichzeitig Maries Emotionen und lassen Platz für die eigenen. Es tut weh, es schockiert und ist, glaube ich, sehr wichtig.

4.5

Die ersten fünfzig Seiten haben es wirklich in sich, da Marie brutal vergewaltigt wird von ihrem Chef und dies in meinen Augen auch sehr detailliert dargestellt wird. Da hatte ich echt schon Tränen in den Augen vor Wut und Hass und ich mir einfach vorstellen kann wie viele Frauen in solch einer Situation sind und Männer ihre Machtposition ausnutzen. Schon beim Schreiben dieser Rezension merk ich wieder wie meine Emotionen hochkochen. Danach befindet man sich auf eine sehr emotionalen und intensive Reise, da man Maries Gedanken und Gefühle sehr stark nachempfinden kann. Scham, Schuldgefühle und der starke Wunsch nach Hilfe spielen in diesem Buch eine große Rolle. Einerseits möchte Marie Hilfe, möchte, dass jemand merkt was mit ihr geschehen ist, schafft es jedoch nicht sich zu überwinden. Andererseits bemerkt weder die Familie noch der eigene Ehemann den leisen Hilfeschrei und Maries Veränderung. Tatsächlich wird da auch noch weggesehen, was mich auch so sehr wütend gemacht hat, wieso bei gewissen Momenten nicht einmal nachgefragt wurde statt es einfach hinzunehmen. Da Marie keinen Ausweg findet und keine andere Wahl hat, wird sie vom Opfer zur Täterin , was am Anfang der Geschichte schon verraten wird, jedoch am Ende dennoch einen schockiert zurücklässt. Ich kann euch sagen, dass das Buch sehr schonungslos ist und eindrucksvoll zeigt, was gewisse Erlebnissen aus Menschen machen können und diese es nicht schaffen aus dem Strudel der Zweifel und Scham wieder ins normale Leben zurückzukehren. Das Buch ist defintiv lesenswert und ich spreche trotz der Thematik eine Leseempfehlung aus, da es einfach wichtig ist.

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5

Das Buch lässt mich sprachlos und schockiert zurück. Es hat mich auf der einen Seite sehr gefesselt- ich konnte es kaum aus der Hand legen. Auf der anderen Seite kamen auch Wut und Entsetzen auf und es hat mich noch einige Zeit beschäftigt. Es handelt von einer Frau, die Opfer einer Vergewaltigung wird und den emotionalen und psychischen Auswirkungen auf sie. Insbesondere die Beziehungsgestaltung zu ihrer Familie ist sehr drastisch beschrieben. Ich halte es für ein sehr wichtiges Buch, möchte an dieser Stelle aber auch eine Triggerwarnung aussprechen, da das Thema und vor allem die Beschreibungen sehr belastend sein können.

5

📚 Inhalt Maries Leben ist perfekt. Sie ist jung und erfolgreich, hat einen tollen Mann, den sie liebt, der ebenfalls erfolgreich in seinem Job ist. Jetzt fehlt nur noch ein Kind. Gemeinsam und voller Vorfreude beschliessen sie, mit der Kinderplanung zu starten und Marie setzt die hormonelle Verhütung ab. Und dann wird Marie von ihrem Chef vergewaltigt. Traumatisiert und voller Scham traut sie sich nicht, über das Erlebnis zu reden. Zusätzlich wird sie noch von ihrem Chef massiv unter Druck gesetzt. Marie entgleitet die Kontrolle über ihr Leben und sie verpasst den Moment, indem sie hätte reden sollen. Und so wird sie vom Opfer zur Täterin. 📖 Meinung Nie hätte ich mit einer solchen Wucht gerechnet, als ich den Roman in der Bücherbrocky gefunden habe. Dort treffe ich immer wieder auf verborgene Schätze und das war auch so mit «Scham». Dieser Roman ist hart und alles andere als leicht zu lesen. Hautnah erleben wir mit, wie Maries Leben zerstört wird. Alles. Sie selbst und alles drum herum. Ich kann ehrlich gar nicht zu viel sagen, da ich sonst viel zu viel vom Plot verrate, aber die Entwicklung die Marie durchmacht ist schlimm und widerlich. Ich habe mich oft geekelt, mit ihr und über sie. Das hat mich selbst belastet, denn sie ist das eigentliche Opfer. Doch was sie nach der Vergewaltigung erlebt, kann und möchte ich mir nicht vorstellen. Das Buch ist wirklich nichts für schwache Nerven, aber es bespricht so unfassbar wichtige Themen. Als Frau ist man ständig der Gefahr einer Vergewaltigung ausgeliefert und jeder könnte der Täter sein. Ein wichtiges Buch, dass unbedingt mehr Aufmerksamkeit bekommen sollte. Ich möchte es gerne weiter empfehlen, aber man muss wissen, auf was man sich einlässt.

4.5

Ein Buch außerhalb der Komfortzone, erschütternd und aufwühlend.

3

Die kernaussage der Geschichte ist furchtbar und traurig keine Frage... Durchaus kann man Marie verstehen, dass sie keinen anderen Ausweg fand... Mit wem Schreibstil konnte ich überhaupt nichts anfangen...

4

Eine heftige Geschichte, bei der man viel mitfühlt und die wie ein Autounfall ist. Man kann nicht wegsehen, obwohl sie tragisch ist.

4

Ein schonungsloses, eindringliches und brutales Buch, welches Leser*innen an die emotionale Grenze bringt.

Inès Bayard versetzt Dich in eine ungewöhnliche Situation, denn Du kennst bereits in den ersten Seiten das Ende, dass einfach schmerzlich ist, wenn Du das Buch zu Ende gelesen hast. Du lernst Marie und Laurent kennen, die ein Bilderbuch leben. Gute Jobs, tolle Wohngegend und bereit sind ihre Beziehung auf ein weiteres Level zu heben. Doch dann läuft alles nicht nach dem Drehbuch und Marie‘s Welt gerät aus den Fugen. Eindringlich, brutal, schonungslos und ohne Rücksicht auf Verluste versetzt Dich die Autorin in die Situation von Marie, aber Marie schweigt. Es tut einfach auf jeder Seite weh zu lesen, in welchem Gefühlskarussell Marie sich befindet, welche Gefühle und Gedanken Marie durchlebt und wie sie versucht mit den Folgen des traumatisierten Erlebnisses fertig zu werden, die in einem brutalen Entscheidungskampf enden. Für mich war es ein eindringliches Buch, welches schmerzvoll die Gesellschaft und Marie’s Famile widerspiegelt. Denn sieht denn wirklich niemand, was Marie wiederfanden ist? 𝖥𝖠𝖹𝖨𝖳 Ein schonungsloses, eindringliches und brutales Buch, welches Leser*innen an die emotionale Grenze bringt. Achtung! Das Buch sollte wirklich nur von Leser*innen gelesen, die sich für das Thema gewappnet fühlen. 4 | 5 Sterne ☆ ……………………. Liebe Grüße, Jeanette.

Ein schonungsloses, eindringliches und brutales Buch, welches Leser*innen an die emotionale Grenze bringt.
5

Wow Wow Wow

Absolut nachvollziehbar wie es der Protagonistin ergangen ist. Wie hätten wir wohl gehandelt? Super geschrieben, dass man sich gut in sie hineinversetzen kann.

4

3,5* Ein sehr bewegendes Buch, dass sehr gut die Abgründe der Psyche zeigt. Ich moc das Buch viel lieber als ich es erwartet habe, der Schreibstil war sehr leicht zu lesen und man flog nur so durch die Seiten.

4.5

Durch das Stilelement des neutralen Ezählers, wird eine gewisse Distanz bewahrt. Dennoch bin ich erschüttert, fasziniert und wütend. Und obwohl ich dem Roman nur4,5 Sterne gegeben habe, wird mir dieses Buch noch lange im Gedächtnis bleiben, denn ich habe einen enormen redebedarf, den ich leider nicht stillen kann. Lest das Buch? Und möglichst nicht allein

4

Ich weiß nicht wie ich dieses Buch bewerten sollte.

3

Vorsicht. Dieses Buch ist krass. Sehr sehr krass. Definitiv nichts für schwache Gemüter. Meiner Meinung nach hätte auf jeden Fall eine Triggerwarnung ins Buch gehört, obwohl man durch den Klappentext schon weiß, dass es um Vergewaltigung geht. Aber es wird so viel mehr behandelt, so viele Grausamkeiten in allen Details. Erweiterter Suizid, Kindesvernachlässigung, Körperverletzung, Depression... Die Liste ist endlos. Der Schreibstil war allerdings sehr beeindruckend und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass ich "Scham" nicht abgebrochen habe. Eine gnadenlose Geschichte, durch welche die Autorin den Leser in die dunkelsten Abgründe der menschlichen Seele blicken lässt.

5

Schockierend, packend, tief bewegend Man fühlt sich in der Abwärtsspirale der Protagonistin gefangen und würde sie am liebsten schütteln, ihr helfen aufzuwachen und auszubrechen Trotzdem versteht man auch ihren Schmerz, ihre Hilflosigkeit, ihre Wut Ein großartiger, wenn auch schmerzhafter Roman

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