Resist! Weich bleiben in harten Zeiten.

Resist! Weich bleiben in harten Zeiten.

Hardback
3.87

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Description

Für einen solidarischen Feminismus

Eine inklusive, niedrigschwellige und trotzdem kritische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen im Patriarchat

Feminismus ist die Superpower des 21. Jahrhunderts! Denn feministische Ideen verbessern das Leben von uns allen, egal welchem Geschlecht wir uns zuordnen. Im Lila Podcast sprechen Laura Lucas, Katrin Rönicke und Lena Sindermann regelmäßig über weibliche Selbstbestimmung, gesellschaftliche Machtverhältnisse und die bitteren Tränen des Patriarchats. In ihrem ersten gemeinsamen Buch versammeln sie jetzt die wichtigsten Erkenntnisse aus ihrer Arbeit: Wie gelingt Gleichberechtigung in Beziehungen? Ist es wirklich ein Ausdruck von Schwäche, Gefühle zu zeigen? Dürfen sich Feminist*innen Botox spritzen lassen? Und können drei weiße cis Frauen intersektionalen Feminismus überhaupt glaubwürdig vertreten?

Dieses Buch ist die Absage an die feministischen Grabenkämpfe der Vergangenheit. Es surft keine Welle mehr, sondern schaut auf den ganzen feministischen Ozean. Es ist ein starkes Plädoyer dafür, Unterschiede anzuerkennen und trotzdem zueinanderzuhalten.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Society & Social Sciences
Format
Hardback
Pages
384
Price
25.50 €

Author Description

Katrin Rönicke hat den Lila Podcast gegründet. Sie schreibt Bücher über Emanzipation und Sex – zuletzt erschien ihre Biografie von »Beate Uhse. Ein Leben gegen Tabus« im Residenz Verlag. 2017 gründete sie zusammen mit Susanne Klingner das Podcastlabel »hauseins«. Seitdem war und ist sie unter anderem bei Audible, Deutschlandfunk Kultur und als Host der »Wochendämmerung« zu hören.

Posts

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All

Satz mit x, war wohl nix (lol)

Der lila Podcast ist mir nur ein Begriff, weil kürzlich eine Podcast-Folge rauskam, in der die Moderatorinnen die K-Frage diskutiert haben. Nämlich ob es denn ein Recht auf ein kinderfreies Leben gäbe. Okay, Provokation ist eine Methode, um Interesse zu generieren - obwohl mir schon allein beim Lesen dieser Frage der Puls schneller schlägt. Die Folge selbst war, anders als die Moderatorinnen es kommunizieren, absolut nicht "varied" in Meinung, denn die Diskussion fand nur unter Müttern statt, um ihrer Frustration über selbstgewählt kinderlosen Frauen Luft zu machen. Es wurden diverse Vorwürfe in den Raum geworfen und Annahmen gemacht, ohne sich je mit Menschen beschäftigt zu haben, die tatsächlich kinderlos sind by choice, und sie wurden zudem zur Zielscheibe und Grund für viele Probleme (im Feminismus und Gesellschaft) genannt. Well, nicht gerade wissenschaftlich oder richtig. Nonetheless, hab ich dieses Buch lesen wollen, weil die Zeiten, in denen wir leben tatsächlich hart sind, und ich mir ein wenig Durchblick gewünscht habe, ein an die Hand genommen werden und gemeinsam kämpfen. Nach 20 Seiten habe ich das Buch letztendlich dann abgebrochen, when Beatrice Frasl entered the Chat.

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✨ Rezension ✨ Resist! | Katrin Rönicke, Lena Siedermann, Laura Lucas | Leykam | 384 Seiten | ⭐️⭐️⭐️⭐️ Wer den Lila Podcast (den größten, deutschsprachigen feministischen Podcast) kennt, kennt auch die drei Autorinnen. Was sonst Teil ihrer Podcast Welt ist, wurde jetzt in einem tollen Buch zusammen gefasst. Sie berichten in 10 Kapiteln über Feminismus und all seine Aspekte. Das Patriarchat, Sprache, Rassismus und den Rechtsruck, Sexualität, Klassismus, Kapitalismus, Ableismus, Schönheitsideale, Antisemituismus sowie Biologische Aspekte. Hier wird also super viel abgedeckt. Dabei wird Feminismus nicht als fertig oder fehlerfrei beschrieben, sondern als sich stets weiter entwickelnd und das es ok ist, solange wir alle ständig dazu lernen, offen für Dialoge sind und Feminismus intersektional denken. Das Buch ist nicht zwingend für Einsteiger geeignet, sondern ehr, wenn ihr euch schon mit den Themen bekannt gemacht habt. Nicht jedes Kapitel ist super einfach zugänglich und einige Zusammenhänge durchaus komplex. Für mich war es aber wieder eine bereichernde Lektüre, die meinen Horizont wieder ein Stück erweitert hat. Von mir also eine Empfehlung!

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"Wir leben in harten Zeiten. Zeiten, in denen feministische Errungenschaften nicht nur angegriffen, sondern aktiv zurückgedrängt werden." (S. 11) Wusstet ihr, dass es im Schwedischen bereits seit den 1960er-Jahren non-binäre Pronomen gibt? Was meint ihr, wie groß die Empörung darüber in der schwedischen Bevölkerung ist? Und was denkt ihr, wie Thomas, Michael und Jutta reagieren würden, wenn Deutschland diesem Beispiel folgt? Was meint ihr, wer bessere Politik macht: ein emotionaler Mann oder eine rationale Frau? Und wofür steht in dieser Frage eigentlich Donald Trump? Macht es euch Angst, wenn euer Partner vor Eifersucht tobt oder findet ihr es irgendwie auch ein bisschen romantisch? Wer profitiert, wenn Armut vererbt wird und was hat das mit "Broligarchie" zu tun? Warum weint das Patriarchat, wenn Frauen sich mögen? Und wie kann es sein, dass all diese Fragen in ein einziges Buch passen? Die Autorinnen dieses Buches möchten mir und uns allen einen neuen Weg aufzeigen, wie wir "weich bleiben in harten Zeiten". Hingucken - erkennen - überwinden. Das soll die Formel sein, die wir brauchen, so die Hosts des "Lila Podcasts". Eingeladen sind übrigens auch die Männer, denn Feminismus bedeutet nicht Männerhass! Der moderne Feminismus ist intersektional. Es geht um Solidarität zugunsten aller und besonders der weniger Privilegierten. Feminismus heißt außerdem Klassenkampf und Teilhabe, also, andere - im besten Fall alle - mitzudenken. Es ist ein Studium Generale auf rund 300 Seiten, das unter anderem die Disziplinen Psychologie, Linguistik, Politik, Ökonomie und Biologie behandelt. Und um eine Antwort auf all die Eingangsfragen zu geben, genügt ein einziges Wort: Ambiguitätstoleranz. Das ist es, was Katrin Rönicke, Lena Sindermann und Laura Lucas uns mit auf den Weg geben wollen: "die Fähigkeit einander widersprechende Wahrheiten nebeneinander stehenlassen zu können und [...] das Unbehagen über diesen Widerspruch auszuhalten." Ehrlicherweise gelingt mir das nur selten. Tagtäglich balle ich die Fäuste, spüre, wie mein Puls steigt und ich möchte schreien, wenn ich Nachrichten höre, mich durchs Netz klicke oder einfach nur mit offenen Augen durch die Welt gehe. Viele Male musste ich mich während des Lesens zum Durchatmen ermahnen, weil die Wut trotz allem nicht ausblieb und es dennoch ja darum gehen soll, die Fassung zu bewahren. Aber das heißt nicht "Klappe halten und lieb sein", sondern sich seiner Emotionen bewusst werden. Wir erinnern uns: hingucken - erkennen - überwinden. Schreibt euch doch auch ein in dieses kleine Studium.

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