Rainbirds

Rainbirds

Hardback
3.817
SchuleMagischer RealismusGeschwisterPolitiker

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Description

Ren Ishido hat gerade seinen Abschluss an der Universität von Tokio gemacht, als er die Nachricht vom plötzlichen Tod seiner älteren Schwester erhält. Keiko wurde in einer regnerischen Nacht auf dem Weg nach Hause erstochen, und es gibt keine Anhaltspunkte für diese Tat. Bestürzt reist Ren nach Akakawa, um die Sachen seiner Schwester zu ordnen, die er seit Jahren nicht gesehen hat. Mit Keiko, die von einem Tag auf den anderen der Heimatstadt Tokio und der ganzen Familie den Rücken kehrte, verband ihn in der Kindheit eine enge Beziehung. Inzwischen erscheint ihm das Leben seiner Schwester so mysteriös wie ihr unerklärlicher Tod. Doch dann wird Ren kurioserweise die nun vakante Stelle an der Schule angeboten, in der Keiko unterrichtete, und er kann auch ihr Zimmer im Haus eines enigmatischen Politikers übernehmen, das sie kostenlos bewohnte mit der Auflage, dessen ans Bett gefesselter kranker Frau jeden Tag ein Stunde vorzulesen. Ren lässt sich auf beides ein, in der Hoffnung, das Leben seiner Schwester besser zu verstehen und herauszufinden, was in jener regnerischen Nacht geschah. Als er sich in die rebellische Studentin Rio verliebt, steigen Erinnerungen auf. Und dann sind da immer wieder diese Träume, in denen ihm ein kleines Mädchen mit Zöpfen unbedingt etwas sagen möchte ... »Ein Roman, in dem nicht ein Wort zu viel steht und der einen dennoch packt und nicht mehr loslässt.« PUBLISHERS WEEKLY

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
320
Price
20.60 €

Posts

5
All

Sehr gut und spannend geschrieben. Japanische Kultur ist gut beschrieben

3.5

Unaufgeregt, mit japanischem Flair

„Rainbirds“ erzählt die Geschichte von Ren, einem jungen Mann aus Tokio, dessen ältere Schwester Keiko ermordet wird. Nach Keikos gewaltsamem Tod begibt sich Ren nach Akakawa, wo seine Schwester zuletzt gelebt hatte. Dort beginnt er ihre Angelegenheiten zu regeln und stößt dabei ein ums andere Mal auf Bruchstücke aus Keikos Leben. Begleitet von der Frage, wer seine Schwester ermordete und vor allem auch warum, folgt er Hinweisen und Informationen und erfährt so nach und nach immer mehr über Keiko und somit letztlich auch über sich selbst. Clarissa Goenawan erzählt diese Geschichte sehr nüchtern, minimalistisch und unaufgeregt. Einschläge von magischem Realismus geben dem Ganzen eine leicht surreale Atmosphäre, die teils sehr an japanische Literatur erinnert. Der Plot an sich ist in meinen Augen nicht unbedingt ausgefallen oder besonders einfallsreich, noch ist Ren ein außergewöhnlicher Charakter. Ich fand seine Persönlichkeit eher wenig ausgeprägt und nicht wirklich greifbar. Das Buch lebt jedoch von seiner besonderen Stimmung und Atmosphäre und so konnte es mich zwar nicht immer vollkommen abholen, aber war trotzdem absolut lesenswert. Wer hier einen Thriller, Krimi oder Ähnliches erwartet, wird wohl eher enttäuscht werden und auch die Vergleiche mit Murakami hinken für mich ein wenig, wobei ich mir vorstellen kann, woher diese rühren… Dieses Buch ist für dich, wenn du ruhige Geschichten im japanischen Stil magst, eine leicht mystische Atmosphäre genießt und es gut aushalten kannst, wenn eigentlich nicht viel passiert.

5

Ein poetischer Roman über die Suche nach Wahrheit – wunderschön erzählt und ein absolutes Highlight! Zugegeben, als ich den Klappentext von Clarissa Goenawans “Rainbirds”, das als Liebesgeschichte promoted wird, das erste Mal gelesen habe, dachte ich mir “Klingt ja ganz nett”. Ich bin kein Fan von Liebesgeschichten und dementsprechend groß war die Angst vor einer Enttäuschung, doch als ich neulich dann endlich zu diesem Buch gegriffen habe, konnte ich es kaum aus der Hand legen, so hat es mich berührt und begeistert! Was für ein Volltreffer! Doch nun ein paar Worte zum Inhalt: Es geht um den jungen Ren, der nach Akakawa reist – die Stadt, in der seine Schwester Keiko bis zuletzt gelebt hat. Bis sie ermordet wurde. Für ihn bricht eine Welt zusammen, denn seine gutmütige Schwester könnte sich doch niemandem zum Feind machen. Also bemüht er sich, herauszufinden, was genau passiert ist, und lernt dabei Seiten von Keiko kennen, die er so nicht erwartet hätte und die nicht ins Bild von der ehrgeizigen, introvertierten und fürsorglichen Schwester passen… "Zuerst war noch alles wie gewohnt. Ich telefonierte mit meiner Schwester. […] Sie stellte Frage um Frage, doch in meiner Ungeduld, das Gespräch hinter mich zu bringen, gab ich nur einsilbige Antworten. Aber dann zerfiel sie vor meinen Augen und wurde zu Asche." Clarissa Goenawans “Rainbirds” konnte mich direkt mit den ersten Zeilen abholen, sodass ich bis zur letzten Seite an ihren Lippen (bzw. Buchstaben) hing. Ren, der eigentlich nur Keikos Angelegenheiten regeln wollte, verirrt sich immer tiefer in einem Wald aus Geschichten über seine Schwester, die er anscheinend nie wirklich gekannt hat – zumindest nicht mehr, seit sie überstürzt aus dem Elternhaus ausgezogen ist. Während Rens Mutter dies mit einem kalten “Du bist mein einziges Kind” abtut, hält er selbst einen zumindest mehr oder weniger regelmäßigen Telefonkontakt mit Keiko aufrecht. Dass sie nun so plötzlich aus seinem Leben verschwand, kann er nicht verkraften. Angekommen in Akakawa scheinen sich die Zufälle um Ren auch zu häufen und bringen ihn mit einigen Personen zusammen, die seine Schwester kannten. Die Autorin spinnt durch die knapp 370 Seiten einen Faden, der sich immer weiter zuzieht, bis wir uns ein Bild von den tatsächlichen Ereignissen machen können. Der Weg dahin ist glücklicherweise kein klassisches Whodunit (wir befinden uns ja immer noch in einem Roman), aber einige Krimi-Elemente blitzen hier und dort hervor, was “Rainbirds” zu einer kuriosen Genre-Mischung macht. Teils Liebesgeschichte, teils Krimi und teils Thriller, treiben wir als Leser durch den Roman und staunen beim Anblick dieser poetischen Sprache und der kulturellen Elemente, die uns Japan näher bringen, und Grübeln über diese ausgearbeiteten, sehr realistischen Charaktere – wer hätte Keiko Schlechtes wünschen können, wer vermag es, einer so jungen Frau gewaltsam das Leben zu nehmen? Es bleibt bis zum Ende spannend – nicht im konventionellen Sinn, denn Clarissa Goenawan zeichnet eine sehr ruhige, leise Erzählsprache aus, die einen verzaubert und die Seiten sich wie von selbst umblättern. Fazit: Wie ihr vielleicht herauslesen konntet, bin ich schwer angetan von diesem Buch und hoffe darauf, sehr bald wieder etwas von ihr lesen zu dürfen. Den Thiele Verlag kannte ich bis zu diesem Roman tatsächlich noch nicht, werde aber nun mit Argusaugen das Herbstprogramm anschauen und bin gespannt, ob ich noch so eine Perle von Literatur entdecken kann. Für jeden, der asiatische Literatur an sich mag, ist “Rainbirds” von Clarissa Goenawan auf jeden Fall zu empfehlen, aber auch Bücherwürmern, die noch keine größeren Berührungspunkte mit Literatur aus Fernost haben, kann ich diesen Roman ans Herz legen. Mehr unter: https://killmonotony.de/buecher/rezension/eine-perle-rainbirds-von-clarissa-goenawan

4

Melancholischer Roman über die Liebe, das Leben und einen Mord. Wer asiatische Autoren mag, wird Rainbirds lieben! *** In dem Buch geht es um den jungen Ren, der nach dem unverhofften Tod seiner Schwester deren Angelegenheiten regeln muss. Keiko brach mit der Familie vor langer Zeit und Ren versucht verzweifelt seiner Schwester und ihrem rätselhaften Leben noch ein letztes Mal nahe zu kommen. Überraschungspost – man kann Glück und Pech haben. Man freut sich IMMER! Ich zumindest. Teilweise sind Bücher dabei die richtig toll sind. Dieses Buch hat mich mit einem tollen Packet überrascht: Essstäbchen, japanischer Kirschblüten-Tee, ein interessantes Buch! Da flippe ich ja eh schon aus. Ich will ehrlich sein, ich kann die Geschichte nicht so richtig in Worte fassen – und das ist sehr positiv. Ein bisschen Roman mit einem Hauch Liebe, aber auch der Mord an Keiko steht im Raum. Nicht alles hängt zusammen. Ren entdeckt die Familiengeschichte seines Vermieters, lernt verschiedenste Menschen kennen und irgendwie hat alles mit seiner Schwester zu tun, aber nie mit dem Mord an ihr (oder doch ein kleines bisschen). Wie ihr seht, schwer zu beschreiben… Man muss ihn einfach erwähnen, den Klang der Geschichte. Eine bessere Beschreibung mag mir beim besten Willen nicht einfallen. Asiatische Autoren erzählen mit einer anderen Stimme als das viele westliche Autoren tun. Auch in Rainbirds wird die Geschichte ruhig erzählt. Auch wenn ‚Ermittlungen‘ im nichts verlaufen gibt es keinen Überfluss an emotionalen Ausbrüchen. Diese besondere Art des Erzählens muss man mögen. Ich persönlich war begeistert. Das Buch entschleunigt. Lässt einen in eine Welt irgendwo hinter Tokyo abtauchen und hüllt einen ein in die höfliche aber distanzierte asiatische Art. Einen Negativpunkt habe ich. Das Ende. Hier möchte ich nicht zu viel verraten, denn ich bin sicher einige wollen das Buch erst noch lesen. Der Schluss konnte mich nicht befriedigen. Es war mir schlichtweg nicht genug. Hier kommt vielleicht der ‚westliche Geschmack‘ durch… Ich hätte mir 20 Seiten mehr gewünscht und eine Antwort auf all meine Fragen. Doch vielleicht ist es in diesem Buch wie im wahren Leben, es gibt eben nicht auf jede Frage eine zufriedenstellende Antwort.

i really liked 'rainbirds' despite a few minor flaws. thinking objectively about this book, there are some things i'm not sure about. for example, i have no idea what to think about seven stars' and ren's relationship, or about the solution to the murder case; sure, all those secrets about all those people were connected to that but in comparison, the murder felt a little uninteresting and weak. a few small things bothered me quite a bit though: 1) ren SERIOUSLY expects his girlfriend to just take him back after not speaking to her for 6 months? really? 2) he threw money into the fire?? 3) i reallyreally disliked jin. why are men like this. god i still have to give this book 4 stars though because i loved reading it. after a very slow start, it became super captivating and i enjoyed the lonely, dreamy, cold atmosphere. the setting (japanese small town) fascinated me a lot and in between reading sessions i kept wondering about the story's outcome.

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