Plasma

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Hardback
4.01

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Description

Neugierig, formbewusst, beweglich: Helmut Kraussers Gedichte spielen auf allen Feldern der Lyrik. Ihm gelingt die lässige Beschreibung einer Straßenszene so sicher wie das sehnsüchtige Liebesgedicht, das Aufblitzen eines Sprachspiels ebenso wie Zeilen von überwältigend schönem Ernst. „Zwischen H. C. Artmann und Robert Gernhardt, dem Sprachvirtuosen und dem Parodisten der Virtuosität" (Neue Zürcher Zeitung) verfügt Helmut Krausser über das ganze Instrumentarium der Poesie, er holt die klassischen Formen so selbstverständlich in die Gegenwart, als seien sie heute entstanden. So groß die Bandbreite seiner Lyrik ist, so markant bleibt Helmut Kraussers poetische Stimme: rebellisch und fein, abgebrüht und empfindlich, gebrüllt oder geflüstert – „es ist das Vergnügen des Lesers, diese literarische Maschinerie in Betrieb zu sehen" (Frankfurter Allgemeine Zeitung).

Book Information

Main Genre
Poetry & Drama
Sub Genre
Modern Poetry (post 1900)
Format
Hardback
Pages
110
Price
18.40 €

Author Description

Helmut Krausser, geboren 1964, lebt in Berlin. Bei DuMont erschienen neben dem Gedichtband ›Plasma‹ (2007), ›Verstand und Kürzungen‹ (2014), die Romane ›Eros‹ (2006), ›Die kleinen Gärten des Maestro Puccini‹ (2008), ›Einsamkeit und Sex und Mitleid‹ (2009) ›Die letzten schönen Tage‹ (2011) und ›NIcht ganz schlechte Menschen‹ (2012) sowie die Tagebücher ›Substanz‹ (2010) und ›Deutschlandreisen‹ (2014) und der Kriminalroman ›Aussortiert‹ (DuMont Taschenbuch 2011). Seine Romane ›Der große Bagarozy‹

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Helmut Krausser!!!!!!! Holdes Fräulein, darf ichs wagen, Ihnen gradheraus zu sagen, daß Ihre aufgesetzte Verve mich schon den ganzen Abend nervt? Bitte, wen soll das betören - wenn Sie zucken, innen brodeln zu Scheißmusik, die Bauern hören, beim Kraut&Rübenfelder odeln, spastisch tanzen, um zu zeigen, wie lebendig, lebenslustig Sie doch sind. Und Ihr zu schrilles Lachen, wenn Bübchen mager Witze machen, der tiefe Schlitz in Ihrem Kleid wirkt kaum erotisch, mehr zerlumpt, verrät, daß Ihre Schenkel breit geraten sind, die Knie zu plump. Nach jedem Schluck das Glas aufs Blech zu knallen, peng, kokett und frech den Barmann in die Backe zwicken, als müsse der Sie doch mal ficken. Und das An-Ihrem-Freund-Rumsaugen, beim Küssen, bringt mich glatt zum Rasen. Als müßten Sie vor aller Augen seiner Zunge einen blasen. Bei Kackgesichtern wie dem seinen ist jeder Kuss Analsex, meinen Sie im Ernst, das kickt und rockt? Tut es nicht. Das stickt und stockt. Wie lasziv Sie immer steppen Beifall haschen von ein paar korrupten hochnotgeilen Deppen, am Ende wird doch offenbar: Ihr Leben ist banal und leer, ein flüchtig Lichtlein, ephemer, Tand und Talmi, Schund und Plunder, retten kann Sie nur ein Wunder. Hier bin ich.

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