Paris Requiem
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Paris, September 1940. Nach drei Monaten unter Nazi-Besatzung kann Inspecteur Eddie Giral eigentlich nicht mehr viel schocken. Denkt er zumindest, bis er auf ein Mordopfer trifft, das eigentlich im Gefängnis sitzen sollte. Giral weiß das deswegen so genau, weil er ihn erst kürzlich selbst eingebuchtet hat …
Dieser Tote ist weder der erste noch der letzte Kriminelle, der aus dem Gefängnis und auf die Straße gelassen wird. Aber wer zieht die Fäden, und warum? Diese Fragen führen Giral von Jazzclubs zu Opernsälen, von alten Flammen zu neuen Freunden, von den Lichtern von Paris zu den dunkelsten Landstrichen und zu der höchst beunruhigenden Erkenntnis, dass man, um das Richtige zu tun, sich manchmal auf die falsche Seite schlagen muss.
Book Information
Author Description
Chris Lloyd studierte Spanisch und Französisch, lebte über 20 Jahre in Katalonien, später in Grenoble, im Baskenland und in Madrid, wo er Englisch unterrichtete und für einen Schulbuchverlag sowie als Reiseschriftsteller arbeitete. Heute lebt er als Übersetzer und Schriftsteller in Südwales.
Posts
Ein atmosphärischer, historischer Kriminalroman
Paris, September 1940. Während die Nazis Paris besetzt haben, wird Inspector Eddie Giral zu einem Mord gerufen. Das Opfer ist ein Sträfling, dessen Lippen zugenäht sind. Warum dieser nicht im Gefängnis ist und seine Strafe absitzt, ist Giral ein Rätsel. Er findet jedoch heraus, dass es sich um eine Verschwörung handelt, an der französische Kriminelle und deutsche Besatzer ihre Finger im Spiel haben. Paris Requiem ist der zweite Teil einer Reihe mit dem Ermittler Eddie Giral. Mir fiel es etwas schwer in die Geschichte reinzukommen. Die Vielzahl der französischen Namen trugen mitunter dazu bei. Das Buch ist trotzdem unabhängig vom Vorgänger lesbar. Dem Autor ist es sehr gut gelungen, die damalige Zeit widerzuspiegeln und diese mit der Kriminalgeschichte zu verknüpfen. Die Geschichte wird mittels Ich - Perspektive, aus der Sicht von Inspector Giral erzählt. Grausame Morde und verschwundene Häftlinge beschäftigen die Ermittler, zudem leidet die Pariser Bevölkerung unter der deutschen Besatzung. Zum Teil empfand ich das Buch etwas verwirrend. Aufgrund der Vielzahl von Protagonisten, die eine Rolle in dem Fall spielten, war auch Konzentration beim Lesen erforderlich. Die relativ kurzen Kapitel haben mir wiederum sehr zugesagt. Trotz gut konstruierter Kriminalgeschichte ist bei mir der Funke für dieses Buch leider nicht so richtig übergesprungen.
Das Cover gestaltet sich düster und dunkel. Meiner Interpretation nach steht dies stellvertretend für die dunkle Zeiten des Krieges, die zum Zeitpunkt der Geschichte herrschten. Es wird ein farbloses Paris dargestellt, das im Gegensatz zu dem Paris steht, was die Stadt in normalen Zeiten verkörpert-Lebensgenuss. Somit wird Paris als Schatten seiner Selbst dargestellt, was sich auf jeden Bereich des Lebens und der Einwohner zu Zeiten der Besetzung übertragen lässt. Das Thema Krieg und dessen Auswirkungen in sämtlichen Bereichen wird sehr gut vermittelt. Durch den Hauptprotagonisten Eddie lernen wir Begriffe wie Besetzung, Rationierung und Ausgangssperre kennen. Und vorallem deren Bedeutung. Durch die vielen Monologe kann man die Gefühle der Menschen damals gut nachfühlen. Insgesamt kann man sagen, dass in diesem Roman nicht die Taten der Auslöser für Gefühle und Konsequenzen sind, sondern andersherum. Durch Gefühle und Gedanken wird eine Stimmung hervorgerufen, die wiederum in geplanten oder auch spontanen Handlungen enden. Auf demselben Weg wird auch die Grundspannung erzeugt. Nicht durch Action, sondern durch Gedanken. Der Schreibstil wird durch viele Monologe des Hauptprotagonisten bestimmt. Dadurch bekommt man ein Gefühl für die derzeitige Stimmung innerhalb von Paris und versteht die Situation vor und während des Krieges. Lt. Eigenrechnung müsste Eddie zwischen 40-45 Jahre alt sein und hat in seinem Leben schon sehr viel, meist negatives, erlebt. Dies prägt ihn und seine Handlungen sehr. Der Schreibstil ist insgesamt flüssig. Aber man muss aufmerksam und zwischen den Zeilen lesen, um den Roman ganz und vorallem die Idee dahinter zu verstehen und damit schätzen zu lernen. Am Bespiel des Ermittlers Eddie erkennt man stellvertretend die Entwicklung einer ganzen Stadt. Irgendwann akzeptieren sie die Situation und passen sich an. Das kann allerdings auch in eine gefährliche Veränderung enden. Insgesamt finde ich persönlich den Ansatz und die Idee sehr interessant, einen Roman zu schreiben, dessen Spannung durch Gedanken erzeugt wird und die Grundstimmung durch reine Monologe und Beschreibungen zu vermitteln. Anfangs dauerte es etwas, bis ich in die Geschichte fand, aber dann hatte sie mich in ihren Bann gezogen. Ein besonderes Buch, bei dem es sich sehr lohnt, am Ball zu bleiben. Wenn man aufmerksam (zwischen) den Zeilen liest wird man mit einem tiefgründigen und so wichtigen Geschichte belohnt. Vom Autor ein mutiges, sehr gut recherchiertes Unterfangen, das er aber grandios umgesetzt hat.
Insgesamt aber ein Kriminalroman den ich empfehlen kann
„Paris Requiem“ von Chris Lloyd erschien am 15.01.2024 und nimmt die Leserschaft auf rund 450 Seiten mit, in das Paris der 1940er Jahre. Das Cover ist ansprechend gestaltet und der Inhalt gut strukturiert. Es ist die Zeit der deutschen Besatzung, der Rationalisierungen - einer insgesamt sehr schweren Zeit. Der Tod eines eigentlich inhaftierten Mannes ruft Inspekteur Eddie Giral auf den Plan. Grundsätzlich hat mich die Thematik wahnsinnig interessiert und ich finde die Story an sich gut. Ich konnte mich zügig in der Handlung orientieren und die einzelnen Charaktere sind verständlich umrissen. Ehrlicherweise muss ich aber gestehen, dass ich mich immer wieder zum Lesen anhalten musste und ungewöhnlich lange Zeit zum Lesen benötigt habe. Ich glaube in dieser Story steckt mehr Potential, als sie hier entfaltet. Insgesamt aber ein Kriminalroman den ich empfehlen kann.
So lala
Ich fand, dass sich das Buch am Anfang sehr gut aufgebaut hat. Die Figuren am Anfang wurden gut beschrieben, allerdings nach gewisser Zeit war ich sehr überfordert wer was mit den Morden zu tun hat und wer welche "Spitznamen" hat. In der Mitte des Buches hat sich die Geschichte meiner Meinung nach auch sehr gezogen... Was für mich auch ein minus Punkt ist, was mir vorher nicht so klar war, dass viele Orte auf französisch beschrieben wird und ich davon leider keine Ahnung habe. Ich denke im Nachhinein hätte ich das Buch nicht gelesen, wenn ich damit gerechnet hätte, obwohl ich Bücher und Filme rund um die Kriegszeiten gerne lese/ schaue...
Description
Paris, September 1940. Nach drei Monaten unter Nazi-Besatzung kann Inspecteur Eddie Giral eigentlich nicht mehr viel schocken. Denkt er zumindest, bis er auf ein Mordopfer trifft, das eigentlich im Gefängnis sitzen sollte. Giral weiß das deswegen so genau, weil er ihn erst kürzlich selbst eingebuchtet hat …
Dieser Tote ist weder der erste noch der letzte Kriminelle, der aus dem Gefängnis und auf die Straße gelassen wird. Aber wer zieht die Fäden, und warum? Diese Fragen führen Giral von Jazzclubs zu Opernsälen, von alten Flammen zu neuen Freunden, von den Lichtern von Paris zu den dunkelsten Landstrichen und zu der höchst beunruhigenden Erkenntnis, dass man, um das Richtige zu tun, sich manchmal auf die falsche Seite schlagen muss.
Book Information
Author Description
Chris Lloyd studierte Spanisch und Französisch, lebte über 20 Jahre in Katalonien, später in Grenoble, im Baskenland und in Madrid, wo er Englisch unterrichtete und für einen Schulbuchverlag sowie als Reiseschriftsteller arbeitete. Heute lebt er als Übersetzer und Schriftsteller in Südwales.
Posts
Ein atmosphärischer, historischer Kriminalroman
Paris, September 1940. Während die Nazis Paris besetzt haben, wird Inspector Eddie Giral zu einem Mord gerufen. Das Opfer ist ein Sträfling, dessen Lippen zugenäht sind. Warum dieser nicht im Gefängnis ist und seine Strafe absitzt, ist Giral ein Rätsel. Er findet jedoch heraus, dass es sich um eine Verschwörung handelt, an der französische Kriminelle und deutsche Besatzer ihre Finger im Spiel haben. Paris Requiem ist der zweite Teil einer Reihe mit dem Ermittler Eddie Giral. Mir fiel es etwas schwer in die Geschichte reinzukommen. Die Vielzahl der französischen Namen trugen mitunter dazu bei. Das Buch ist trotzdem unabhängig vom Vorgänger lesbar. Dem Autor ist es sehr gut gelungen, die damalige Zeit widerzuspiegeln und diese mit der Kriminalgeschichte zu verknüpfen. Die Geschichte wird mittels Ich - Perspektive, aus der Sicht von Inspector Giral erzählt. Grausame Morde und verschwundene Häftlinge beschäftigen die Ermittler, zudem leidet die Pariser Bevölkerung unter der deutschen Besatzung. Zum Teil empfand ich das Buch etwas verwirrend. Aufgrund der Vielzahl von Protagonisten, die eine Rolle in dem Fall spielten, war auch Konzentration beim Lesen erforderlich. Die relativ kurzen Kapitel haben mir wiederum sehr zugesagt. Trotz gut konstruierter Kriminalgeschichte ist bei mir der Funke für dieses Buch leider nicht so richtig übergesprungen.
Das Cover gestaltet sich düster und dunkel. Meiner Interpretation nach steht dies stellvertretend für die dunkle Zeiten des Krieges, die zum Zeitpunkt der Geschichte herrschten. Es wird ein farbloses Paris dargestellt, das im Gegensatz zu dem Paris steht, was die Stadt in normalen Zeiten verkörpert-Lebensgenuss. Somit wird Paris als Schatten seiner Selbst dargestellt, was sich auf jeden Bereich des Lebens und der Einwohner zu Zeiten der Besetzung übertragen lässt. Das Thema Krieg und dessen Auswirkungen in sämtlichen Bereichen wird sehr gut vermittelt. Durch den Hauptprotagonisten Eddie lernen wir Begriffe wie Besetzung, Rationierung und Ausgangssperre kennen. Und vorallem deren Bedeutung. Durch die vielen Monologe kann man die Gefühle der Menschen damals gut nachfühlen. Insgesamt kann man sagen, dass in diesem Roman nicht die Taten der Auslöser für Gefühle und Konsequenzen sind, sondern andersherum. Durch Gefühle und Gedanken wird eine Stimmung hervorgerufen, die wiederum in geplanten oder auch spontanen Handlungen enden. Auf demselben Weg wird auch die Grundspannung erzeugt. Nicht durch Action, sondern durch Gedanken. Der Schreibstil wird durch viele Monologe des Hauptprotagonisten bestimmt. Dadurch bekommt man ein Gefühl für die derzeitige Stimmung innerhalb von Paris und versteht die Situation vor und während des Krieges. Lt. Eigenrechnung müsste Eddie zwischen 40-45 Jahre alt sein und hat in seinem Leben schon sehr viel, meist negatives, erlebt. Dies prägt ihn und seine Handlungen sehr. Der Schreibstil ist insgesamt flüssig. Aber man muss aufmerksam und zwischen den Zeilen lesen, um den Roman ganz und vorallem die Idee dahinter zu verstehen und damit schätzen zu lernen. Am Bespiel des Ermittlers Eddie erkennt man stellvertretend die Entwicklung einer ganzen Stadt. Irgendwann akzeptieren sie die Situation und passen sich an. Das kann allerdings auch in eine gefährliche Veränderung enden. Insgesamt finde ich persönlich den Ansatz und die Idee sehr interessant, einen Roman zu schreiben, dessen Spannung durch Gedanken erzeugt wird und die Grundstimmung durch reine Monologe und Beschreibungen zu vermitteln. Anfangs dauerte es etwas, bis ich in die Geschichte fand, aber dann hatte sie mich in ihren Bann gezogen. Ein besonderes Buch, bei dem es sich sehr lohnt, am Ball zu bleiben. Wenn man aufmerksam (zwischen) den Zeilen liest wird man mit einem tiefgründigen und so wichtigen Geschichte belohnt. Vom Autor ein mutiges, sehr gut recherchiertes Unterfangen, das er aber grandios umgesetzt hat.
Insgesamt aber ein Kriminalroman den ich empfehlen kann
„Paris Requiem“ von Chris Lloyd erschien am 15.01.2024 und nimmt die Leserschaft auf rund 450 Seiten mit, in das Paris der 1940er Jahre. Das Cover ist ansprechend gestaltet und der Inhalt gut strukturiert. Es ist die Zeit der deutschen Besatzung, der Rationalisierungen - einer insgesamt sehr schweren Zeit. Der Tod eines eigentlich inhaftierten Mannes ruft Inspekteur Eddie Giral auf den Plan. Grundsätzlich hat mich die Thematik wahnsinnig interessiert und ich finde die Story an sich gut. Ich konnte mich zügig in der Handlung orientieren und die einzelnen Charaktere sind verständlich umrissen. Ehrlicherweise muss ich aber gestehen, dass ich mich immer wieder zum Lesen anhalten musste und ungewöhnlich lange Zeit zum Lesen benötigt habe. Ich glaube in dieser Story steckt mehr Potential, als sie hier entfaltet. Insgesamt aber ein Kriminalroman den ich empfehlen kann.
So lala
Ich fand, dass sich das Buch am Anfang sehr gut aufgebaut hat. Die Figuren am Anfang wurden gut beschrieben, allerdings nach gewisser Zeit war ich sehr überfordert wer was mit den Morden zu tun hat und wer welche "Spitznamen" hat. In der Mitte des Buches hat sich die Geschichte meiner Meinung nach auch sehr gezogen... Was für mich auch ein minus Punkt ist, was mir vorher nicht so klar war, dass viele Orte auf französisch beschrieben wird und ich davon leider keine Ahnung habe. Ich denke im Nachhinein hätte ich das Buch nicht gelesen, wenn ich damit gerechnet hätte, obwohl ich Bücher und Filme rund um die Kriegszeiten gerne lese/ schaue...








