»Opa war kein Nazi«
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Description
Was wird in Familien "ganz normaler" Deutscher über Nationalsozialismus und Holocaust überliefert? Die Autoren haben in Familiengesprächen und Interviews untersucht , was Deutsche aus der NS-Vergangenheit erinnern, wie sie darüber sprechen und was davon an die Kinder- und Enkelgenaration weitergegeben wird.
Book Information
Author Description
Harald Welzer, geboren 1958, ist Sozialpsychologe. Er ist Direktor von FUTURZWEI. Stiftung Zukunftsfähigkeit und des Norbert-Elias-Centers für Transformationsdesign an der Europa-Universität Flensburg. In den Fischer Verlagen sind von ihm u. a. erschienen: »Täter. Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden«, »Klimakriege. Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird«, »Alles könnte anders sein. Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen«, »Nachruf auf mich selbst. Die Kultur des Aufhörens« und – gemeinsam mit Richard David Precht – »Die vierte Gewalt. Wie Mehrheitsmeinung gemacht wird, auch wenn sie keine ist«. Seine Bücher sind in 21 Ländern erschienen.
Posts
Dieses Buch ist eine Untersuchung, bei der Familien- und Einzelinterviews der Kriegsgenerationen, sowie den zwei Nachfolgegenerationen ausgewertet wurden. Zwar liest es sich an manchen Stellen etwas sperrig - es wurde ja eben für ein wissenschaftliches Publikum verfasst, aber die Erkenntnisse sind erstaunlich. Und gleichzeitig nicht überraschend, wenn man in einer deutschen Familie aufgewachsen ist und einem viele der Narrative vertraut vorkommen. Im Grunde geht es darum, wie Kinder und Enkel Erinnerung konstruieren und so die Täterschaft der eigenen Verwandtschaft, "des lieben Opa", umschreiben. So kommt es zu bekannten Umdeutungen, die wir heute auch kennen, dass Deutsche sich in ihren Erzählungen als Opfer darstellen und sich dabei der Bilder des Holocaust bedienen. Jedenfalls hat mich dieses Buch jetzt noch mehr angeregt, mal auf Nachforschung in meiner eigenen Familie zu gehen.
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Was wird in Familien "ganz normaler" Deutscher über Nationalsozialismus und Holocaust überliefert? Die Autoren haben in Familiengesprächen und Interviews untersucht , was Deutsche aus der NS-Vergangenheit erinnern, wie sie darüber sprechen und was davon an die Kinder- und Enkelgenaration weitergegeben wird.
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Harald Welzer, geboren 1958, ist Sozialpsychologe. Er ist Direktor von FUTURZWEI. Stiftung Zukunftsfähigkeit und des Norbert-Elias-Centers für Transformationsdesign an der Europa-Universität Flensburg. In den Fischer Verlagen sind von ihm u. a. erschienen: »Täter. Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden«, »Klimakriege. Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird«, »Alles könnte anders sein. Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen«, »Nachruf auf mich selbst. Die Kultur des Aufhörens« und – gemeinsam mit Richard David Precht – »Die vierte Gewalt. Wie Mehrheitsmeinung gemacht wird, auch wenn sie keine ist«. Seine Bücher sind in 21 Ländern erschienen.
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Dieses Buch ist eine Untersuchung, bei der Familien- und Einzelinterviews der Kriegsgenerationen, sowie den zwei Nachfolgegenerationen ausgewertet wurden. Zwar liest es sich an manchen Stellen etwas sperrig - es wurde ja eben für ein wissenschaftliches Publikum verfasst, aber die Erkenntnisse sind erstaunlich. Und gleichzeitig nicht überraschend, wenn man in einer deutschen Familie aufgewachsen ist und einem viele der Narrative vertraut vorkommen. Im Grunde geht es darum, wie Kinder und Enkel Erinnerung konstruieren und so die Täterschaft der eigenen Verwandtschaft, "des lieben Opa", umschreiben. So kommt es zu bekannten Umdeutungen, die wir heute auch kennen, dass Deutsche sich in ihren Erzählungen als Opfer darstellen und sich dabei der Bilder des Holocaust bedienen. Jedenfalls hat mich dieses Buch jetzt noch mehr angeregt, mal auf Nachforschung in meiner eigenen Familie zu gehen.




