Nightshade: Book 1

Nightshade: Book 1

Hardback
3.718

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Description

Calla Tor has always known her destiny: After graduating from the Mountain School, she'll be the mate of sexy alpha wolf Ren Laroche and fight with him, side by side, ruling their pack and guarding sacred sites for the Keepers. But when she violates her masters' laws by saving a beautiful human boy out for a hike, Calla begins to question her fate, her existence, and the very essence of the world she has known. By following her heart, she might lose everything--including her own life. Is forbidden love worth the ultimate sacrifice?

Book Information

Main Genre
N/A
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
464
Price
13.75 €

Posts

2
All
5

Mir hat die Geschichte rund um die Alphawölfin Calla und ihr Wolfsrudel sowie um die aufflammende Liebe zu dem Menschen Shay sehr gut gefallen. Eine verbotene Liebe ist zwar, auch und gerade in der Fantasy, nichts Neues, aber es war doch schön geschrieben. Obwohl die Charaktere noch jugendlich sind bzw. am Ende ihrer Jugend stehen, ging es auch viel um erwachsenere Themen, bedingt dadurch, dass Calla an ihrem 18. Geburtstag den gleichaltrigen Alpha Ren heiraten soll, um mit ihm ein neues Rudel anzuführen. Es ging viel um Pflicht, um Dominanz und Unterdrückung (nicht ungewöhnlich in einem Wolfsroman), aber auch darum, sich eben nicht alles diktieren zu lassen und sich seine eigene Meinung zu bilden. Die Geschichte beginnt direkt spannend, als Calla dem Menschen Shay das Leben rettet und ihm dabei ihre wahre Gestalt offenbart. Dass man direkt in die Handlung geworfen wird, hat mir gut gefallen. Zwar gibt es am Anfang einige Begriffe, mit denen man erst mal nicht so viel anfangen kann (Wächter (die Wölfe), Hüter (deren Beschützer bzw. Bosse), Sucher (die bösen Jungs und Mädels)), aber das wird relativ schnell aufgeklärt. Es gibt recht viele Charaktere und einige bleiben farblos, was in der Masse wohl kaum verwundert, dennoch sind die wichtigsten Figuren für mich aus dieser Masse hervorgetreten, um sich gut vor meinem inneren Auge abzuzeichnen. Calla ist eine sehr sympathische und starke Protagonistin. Manchmal war sie zwar etwas weinerlich, aber das lag daran, dass – ohne zu viel zu verraten – in dieser Geschichte einfach ihr gesamtes Weltbild erschüttert wird. Es war schön zu lesen, wie sie Shay immer näherkommt und mit ihm gemeinsam mehr über sich selbst und die Hüter herausfindet. Man merkt beim Lesen, dass Calla eine selbstbewusste Alphawölfin ist und sich niemandem unterwerfen will, auch nicht Ren, für den sie zweifellos etwas empfindet – doch leider wird genau das von ihr erwartet: Ren heiraten, ihn als Alpha (auch) über Callas ehemaliges Rudel herrschen lassen und nur noch hübsch aussehen und die Klappe halten. Ren dürfte sich natürlich als Alpha jede andere Wölfin nehmen, die er begehrt, und Calla sollte sich, wenn gefordert, auch jedem anderen hochrangigen Wächter oder Hüter hingeben, aber sie selbst soll doch bitte nicht auf die Idee kommen, für sich zu denken. Ja, einiges davon erscheint normal angesichts dessen, dass die Wächter zur Hälfe Wölfe sind, aber sie sind eben auch zur Hälfe Mensch und ich konnte beim Lesen total verstehen, dass Shay alles daransetzt, Calla davon zu überzeugen, dass dieses vorherbestimmte Leben nichts für sie ist. Manchmal war es etwas anstrengend, zu lesen, wie sehr Calla die Augen vor der Wahrheit verschließt, aber mit der Zeit begreift sie immer mehr, und es war schön, diesen Prozess zu lesen. Shay war im Übrigen auch ein durch und durch toller Charakter. Manchmal war er süß und schüchtern, dann aber auch wieder sehr selbstbewusst. Er steht zu seiner Meinung und hat nicht mal Angst, Ren direkt herauszufordern, was wohl ein wenig lebensmüde ist, aber er ist auch verdammt liebenswürdig. Ich fand es ein wenig schade, dass Shay direkt im ersten Band von Calla in einen Wächter = Wolf verwandelt wird. Mir hat gerade die Tatsache, dass er ein Mensch (wenn auch ein besonderer) ist und somit Calla unterlegen und mal nicht über alle Maßen stark, gut gefallen. Meist ist es in Fantasy ja so, dass die Protagonistin stark ist, der männliche Protagonist aber auch ziemlich viel drauf hat – das ist zweifellos cool, aber Shays Vorzug war hier eben, dass er, wenn er den Wächtern auch körperlich unterlegen ist, dafür jedoch intellektuell sehr auffallend ist und einfach einen großen Gerechtigkeitssinn hat. Als Wolf ist er nun immer noch toll, aber das, was die Beziehung der beiden für mich vorher so besonders machte, ist damit weg. Mir hätte es besser gefallen, wäre er ggf. erst im zweiten oder gar dritten Band verwandelt worden. Ein wenig übertrieben und nervig fand ich die Tatsache, dass Calla permanent sexuell erregt ist, sobald man sie auch nur mit dem kleinen Finger streift. Sie ist noch Jungfrau und ich kann mir vorstellen, dass sich, wenn alle permanent davon reden, dann man bis zur Vereinigung (mit Ren) rein bleiben soll, eine gewisse Spannung und Neugier aufbaut, gerade weil Ren ständig um sie herumstreicht und sich ungern an diese Regel hält. Dennoch reagiert sie sowohl bei Rens als auch bei Shays Berührungen so extrem, dass wirklich jedes Mal beschrieben ist, wie sie sich irgendwo festkrallen muss, um nicht auf den Boden zu fallen … vor lauter Erregung? Das war wirklich etwas zu viel. Ansonsten ist das Buch aber, auch sprachlich, nicht sonderlich sexuell und auf jeden Fall auch für jüngere Leser empfehlenswert. Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Er war nicht zu einfach, aber auch nicht zu komplex und ließ sich angenehm lesen. An manchen Stellen hätten Orte, Räume etc. etwas besser beschrieben werden können, da ich manchmal ein wenig Schwierigkeiten hatte, mir die Umgebung vorzustellen, aber es war auch nicht zu extrem. Zum Ende wurde es wirklich spannend und das Buch hört mit einem fiesen Cliffhanger auf, nach dem man unbedingt wissen will, wie es weitergeht. Für mich ein schöner Auftakt einer Trilogie mit sympathischen Protagonisten und einer spannenden, wenn auch nicht ganz und gar neuen Handlung. Für Band 2 und 3 gibt es auf jeden Fall noch viel zu erfahren, daher bin ich gespannt, was noch so auf mich zukommt. Da ich meine Kritikpunkte nicht allzu schwer gewichte, gebe ich dem Buch 4,5 von 5 Sternen.

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