Es fing eigentlich richtig gut an und ich dachte der wird so bleiben.
Aber dieses ständige Hin und her zwischen den beiden war schon mega anstrengend.
Zum Ende hin wurde es etwas besser und ein klein wenig Spannung kam dazu, aber vom Hocker gerissen hat mich die Geschichte nicht wirklich.
Jan 4, 2026
3.0
Hmmmmmm
Es fing eigentlich richtig gut an und ich dachte der wird so bleiben.
Aber dieses ständige Hin und her zwischen den beiden war schon mega anstrengend.
Zum Ende hin wurde es etwas besser und ein klein wenig Spannung kam dazu, aber vom Hocker gerissen hat mich die Geschichte nicht wirklich.
»Ich empfinde etwas für dich. Ich spüre es nur nicht.«
My Soul to Take von Annie Waye** ist eines dieser Bücher, die man fast im Vorbeigehen verschlingt, während das eigene Urteil noch unschlüssig danebensteht und sich denkt: Warte… wie genau fühle ich mich eigentlich gerade? Die Seiten fliegen, die Spannung trägt, die Figuren ziehen hinein und trotzdem bleibt am Ende dieses schwer greifbare Gefühl zwischen „Das war richtig gut“ und „Da hätte noch mehr weh tun dürfen“.
Kassie als Protagonistin funktioniert hervorragend. Sie steht an einem emotionalen Tiefpunkt, ohne dabei zur reinen Projektionsfläche zu werden. Ihre Unsicherheiten, ihre Sehnsucht nach Halt und ihre schleichende Abhängigkeit fühlen sich unangenehm real an, gerade weil sie nicht sofort als Gefahr erkannt werden. Kieran ist dabei genau das, was Dark Romantasy verspricht: faszinierend, manipulativ, übermächtig und mit einer Dunkelheit ausgestattet, die nicht romantisiert wird, sondern bewusst bedrohlich bleibt. Seine Kontrolle ist kein sexy Accessoire, sondern ein scharfes Messer, das langsam, aber sehr gezielt geführt wird.
Interessant ist, dass ausgerechnet Nick für mich die größere Red Flag war. Während Kieran offen gefährlich ist und nie etwas anderes vorgibt zu sein, wirkt Nick wie die Sorte Mensch, die sich selbst für den Guten hält, dabei aber Grenzen ebenso konsequent überschreitet. Diese Konstellation verstärkt das Unbehagen der Geschichte enorm und macht deutlich, dass Gefahr nicht immer dort lauert, wo sie am lautesten angekündigt wird.
Die Dark-Romantasy-Elemente, insbesondere das Glücksspielmotiv und die damit verbundene übernatürliche Komponente, funktionieren als tragendes Gerüst der Handlung sehr gut. Macht, Kontrolle und Verlust der Selbstbestimmung werden nicht nur thematisch, sondern strukturell in die Story eingebaut. Gleichzeitig hatte ich stellenweise das Gefühl, dass das Buch emotional auf Nummer sicher bleibt. Alles ist sauber komponiert, logisch aufgebaut und atmosphärisch dicht, aber der letzte Schlag in die Magengrube bleibt aus. Es kratzt an dunklen Abgründen, springt aber selten kopfüber hinein.
Der Schreibstil ist flüssig, zugänglich und sorgt dafür, dass man ohne Reibung durch die Geschichte gleitet. Annie Waye versteht es, Spannung aufzubauen und Szenen klar zu zeichnen, ohne sich in überladenen Beschreibungen zu verlieren. Gerade deshalb liest sich das Buch so schnell. Am Ende bleibt für mich eine gut ausgearbeitete Dark Romantasy mit starken Figuren, spannender Grundidee und deutlichem Sog, die mich sehr gut unterhalten hat, aber emotional nicht ganz so tief verankert ist, wie sie es hätte sein können. Kein Fehlgriff, kein Highlight, sondern ein solides, düsteres Dazwischen.
Feb 5, 2026
4.0
»Ich empfinde etwas für dich. Ich spüre es nur nicht.«
My Soul to Take von Annie Waye** ist eines dieser Bücher, die man fast im Vorbeigehen verschlingt, während das eigene Urteil noch unschlüssig danebensteht und sich denkt: Warte… wie genau fühle ich mich eigentlich gerade? Die Seiten fliegen, die Spannung trägt, die Figuren ziehen hinein und trotzdem bleibt am Ende dieses schwer greifbare Gefühl zwischen „Das war richtig gut“ und „Da hätte noch mehr weh tun dürfen“.
Kassie als Protagonistin funktioniert hervorragend. Sie steht an einem emotionalen Tiefpunkt, ohne dabei zur reinen Projektionsfläche zu werden. Ihre Unsicherheiten, ihre Sehnsucht nach Halt und ihre schleichende Abhängigkeit fühlen sich unangenehm real an, gerade weil sie nicht sofort als Gefahr erkannt werden. Kieran ist dabei genau das, was Dark Romantasy verspricht: faszinierend, manipulativ, übermächtig und mit einer Dunkelheit ausgestattet, die nicht romantisiert wird, sondern bewusst bedrohlich bleibt. Seine Kontrolle ist kein sexy Accessoire, sondern ein scharfes Messer, das langsam, aber sehr gezielt geführt wird.
Interessant ist, dass ausgerechnet Nick für mich die größere Red Flag war. Während Kieran offen gefährlich ist und nie etwas anderes vorgibt zu sein, wirkt Nick wie die Sorte Mensch, die sich selbst für den Guten hält, dabei aber Grenzen ebenso konsequent überschreitet. Diese Konstellation verstärkt das Unbehagen der Geschichte enorm und macht deutlich, dass Gefahr nicht immer dort lauert, wo sie am lautesten angekündigt wird.
Die Dark-Romantasy-Elemente, insbesondere das Glücksspielmotiv und die damit verbundene übernatürliche Komponente, funktionieren als tragendes Gerüst der Handlung sehr gut. Macht, Kontrolle und Verlust der Selbstbestimmung werden nicht nur thematisch, sondern strukturell in die Story eingebaut. Gleichzeitig hatte ich stellenweise das Gefühl, dass das Buch emotional auf Nummer sicher bleibt. Alles ist sauber komponiert, logisch aufgebaut und atmosphärisch dicht, aber der letzte Schlag in die Magengrube bleibt aus. Es kratzt an dunklen Abgründen, springt aber selten kopfüber hinein.
Der Schreibstil ist flüssig, zugänglich und sorgt dafür, dass man ohne Reibung durch die Geschichte gleitet. Annie Waye versteht es, Spannung aufzubauen und Szenen klar zu zeichnen, ohne sich in überladenen Beschreibungen zu verlieren. Gerade deshalb liest sich das Buch so schnell. Am Ende bleibt für mich eine gut ausgearbeitete Dark Romantasy mit starken Figuren, spannender Grundidee und deutlichem Sog, die mich sehr gut unterhalten hat, aber emotional nicht ganz so tief verankert ist, wie sie es hätte sein können. Kein Fehlgriff, kein Highlight, sondern ein solides, düsteres Dazwischen.
Mich hat der Klappentext neugierig gemacht. Ich fand das Buch am Anfang auch direkt fesselnd. Der Romance-Anteil war für stimmig und teilweise nachvollziehbar......zumindest bis 80 % des Buches. Dann fing es an, mit dem Fantasy-Part wirr und unglaubwürdig zu werden. Schade,aber durch die letzten 20% hab ich mich echt gequält.
Mar 18, 2026
4.0
Mich hat der Klappentext neugierig gemacht. Ich fand das Buch am Anfang auch direkt fesselnd. Der Romance-Anteil war für stimmig und teilweise nachvollziehbar......zumindest bis 80 % des Buches. Dann fing es an, mit dem Fantasy-Part wirr und unglaubwürdig zu werden. Schade,aber durch die letzten 20% hab ich mich echt gequält.