Mornings in Jenin
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Description
OVER A MILLION COPIES SOLD WORLDWIDE
'A powerful and passionate insight into what many Palestinians have had to endure' Michael Palin
'Abulhawa possesses the heart of a warrior' Alice Walker
Palestine, 1948. A mother clutches her baby son as Israeli soldiers march through the village of Ein Hod. In a split second, he is snatched from her arms - and the fate of the Abulheja family is changed forever.
Mornings in Jenin is a devastating novel of love and loss, war and oppression, heartbreak and hope, spanning five countries and four generations of one of the most intractable conflicts of our lifetime.
Readers love Mornings in Jenin
'The most heartbreaking novel I have ever, so far, come to read' Goodreads review, 5 stars
'Within the sadness of its pages glimmers hope for reconciliation and peace' Goodreads reviewer, 5 stars
'The perfect example of how fiction has the power to change and inform us' Goodreads reviewer, 5 stars
'Tragic, powerful, haunting, enlightening, absorbing and devastating' Goodreads reviewer, 5 stars
'It made me weep every few pages, laugh out loud on others . A truly great read' Goodreads reviewer, 5 stars
Book Information
Posts
Was für ein Buch
Bin nach diesem Buch, tatsächlich etwas sprachlos. Am Anfang fand ich es schon eher schwierig in den Verlauf bzw Schreibstil zu kommen. Das hat sich dann aber relativ nach einigen Seiten, schnell gelegt. Dieses Buch hat in mir so einiges ausgelöst. Ich sehe das nun ein wenig mit anderen Augen, was dieses Thema betrifft und es schmerzt einen in der Seele. Ich möchte auch gar nicht so viel schreiben...außer, dass IHR dieses Buch lesen solltet. Es hat mir sehr gefallen und werde wohl von Susan Abulhawa mehr lesen wollen.

Erschütternd und schwer auszuhalten 2010 ist dieser Debütroman von Susan Abulhawa erschienen und 2023 noch mal neu aufgelegt worden. Das Thema, der Nahostkonflikt leider aktueller denn je! Endlich bekommen wir in diesem Buch die Geschichte mal aus palästinensischer Sicht erzählt. Amal‘s Familie wurde mit der Gründung des Staates Israel, wie viele andere Familien auch, aus ihrem Haus im Heimatort vertrieben. Amal selbst wurde im Flüchtlingscamp geboren und konnte später dank guter Noten ein Stipendium für ein Studium in den USA ergattern. In dem Buch erfahren wir ganz konkret, wie die Menschen unter dem Verlust der Heimat leiden, wie der Hass auf beiden Seiten zu einem endlosen Konflikt und einer furchtbaren Gewaltspirale führen. Trotzdem erlebt Amal im Lager eine relativ glückliche Kindheit und empfindet die schwierigen Gegebenheiten und die Armut als normal. Die Menschen geben aufeinander acht und gehen sehr liebevoll miteinander um. Über vier Generationen verfolgen wir die Geschichte der Familie, die immer wieder Repressalien der Israelis erleben muss. Viele Familienmitglieder werden einfach erschossen, so wie Amal‘s Großvater der sich heimlich zurück in sein Heimatdorf schleicht, um seine Orangenbäume zu besuchen. Wenn die israelischen Scharfschützen in das Flüchtlingscamp eindringen und wild auf alles schießen was sich bewegt, weil sie sich für Terroranschläge rächen wollen, ist das kaum aushaltbar und einfach nur erschütternd und traurig. Eine interessante Wendung bekommt das Buch durch ein entführtes arabisches Baby, dass in Israel aufwächst und als junger Mann auf seinen arabischen Bruder trifft. Ich möchte für keine der beiden Seiten Partei ergreifen, ich denke das steht mir auch nicht zu, aber meine Motivation dieses Buch zu lesen, war den Konflikt ein bißchen besser zu verstehen. Die Berichterstattung findet ja meistens aus der Perspektive Israels statt. Ich fand die Geschichte unendlich traurig, aber gut erzählt. Ein bißchen hat mich die sehr blumige, ein wenig schwülstige Sprache gestört, deshalb gibt es einen Stern Abzug. Trotzdem ist das Buch eine große Empfehlung und unbedingt lesenswert.
Aufklärend und herzzerreißend
Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Israel Palästina Konflikt oder mit den Palästina Israel Konflikt oder mit dem Nahostkonflikt, wie so viele es abstrahierend nennen. Und aus welcher Perspektive bzw. welchem Standpunkt heraus, ist es eigentlich nah und ist es eigentlich Osten? Nie war mir, das Leid der Palästinenser so bewusst wie in und nach diesem Buch. Ein zentraler Satz ist mir im Gedächtnis geblieben "Die Palästinenser bezahlen für das Leid, das den Juden in Deutschland angetan wurde."
Verlust von Heimat und Identität einer palästinensischen Familie.
Besonders überzeugt hat mich der historische Einblick in die Entwicklung des Konflikts zwischen Israel und Palästina vom Ende des Zweiten Weltkrieg bis in die frühen 2000er Jahre. In den Medien wird oft nur über aktuelle Ereignisse berichtet, während der größere Zusammenhang fehlt. Das Buch hilft, diesen besser zu verstehen. Eindrücklich ist der Gegensatz zwischen dem Wunsch vieler Juden nach dem Holocaust nach einem eigenen Staat und der Erfahrung vieler Palästinenser von Vertreibung und Heimatverlust. Susan Abulhawa schreibt in einem bildhaften, teils lyrischen Stil, der stark emotional wirkt. Die Erzählung wechselt zwischen ruhigen und sehr gewaltsamen Momenten, wodurch Trauer und Verlust besonders intensiv vermittelt werden. Gleichzeitig ist die Perspektive klar einseitig, was das Buch zwar kraftvoll, aber auch weniger ausgewogen macht. Das Ende hat mich jedoch enttäuscht, es wirkte auf mich stellenweise unrealistisch und weniger glaubwürdig im Vergleich zum restlichen, sehr eindringlichen Teil der Geschichte. Dadurch hat der Schluss für mich etwas an Wirkung verloren.
Oha. Leichte Kost ist etwas anderes. Das Buch zeigt am Schicksal einer palästinensischen Familie die ganze Tragödie dieses Konflikts. Mitsamt der katastrophalen (weil einseitigen) Berichterstattung darüber. Die Geschichte hat mich emotional sehr berührt und mir beim Lesen einiges abverlangt, obwohl ich keinerlei Berührungspunkte mit einer der beiden Kriegsparteien habe.
Jenin im Blumenmonat April: Frühmorgens, bevor die Welt um sie herum erwacht, liest Amals Vater ihr aus den Werken großer Dichter vor. Es sind Momente des Friedens und des Glücks, die Amal ihr Leben lang im Herzen trägt ― ein Leben, das im Flüchtlingslager beginnt, nach Amerika führt und dennoch stets geprägt ist vom scheinbar ausweglosen Konflikt zwischen Israel und Palästina. Über vier Generationen erzählt Susan Abulhawa eine tief berührende Geschichte über den Verlust der Heimat, eine zerrissene Familie und die immerwährende Hoffnung auf Versöhnung.

Dieses Buch, hat mich tief beeindruckt. Was Kriege anrichten kann, wie die Menschen leiden und von heute auf morgen alles verlieren können. Dies betrifft nicht nur Materiale Dinge, sondern auch die Liesbten Menschen, egal ob Familie, Freunde und auch Partnerin/Partner. Es wird in diesem Buch nix beschönigt, es wird einem auf grausame Weise gezeigt was Krieg alles anrichten kann. Wie Menschen zugrunde gehen und es auch Menschen gibt die trotz aller Umstände und Leid einfach weiter machen. Jeder Charakter in diesem Roman, geht unterschiedlich mit gewissen Situationen um. Mir hat es sehr gefallen, das man nicht nur allein auf die Protagonistin eingeht, sondern auf viele einzelne Personen die mit ihr agieren. Die Autorin hat eine Perspektive gewählt, die mir völlig unbekannt war. Die Palästinensische Seite war mir bist dato völlig unbekannt und mit diesem Buch habe ich ein Einbblick in das Volk Palästina bekommen und ihre Lebensweise. Im Großen und Ganzen empfehle ich dieses Buch und werde mir weitere Werke der Autorin zu Gemüte führen. Auch ist das Thema wieder aktueller denn je. Krieg sollte nie ein Mittel sein
Ein zutiefst ergreifendes Buch
In Form einer Familiensaga, die sich über vier Generationen erstreckt, wird die Geschichte der palästinensischen Familie Abulhija erzählt. Sie ist eingebettet in reale Ereignisse des Nahost-Konflikts. Die Autorin Susan Abulhawa schafft es dabei, die leidvolle Geschichte in einer blumigen bildgewaltigen (mit vielen arabischen Redewendungen gespickten) Sprache zu verpacken, ohne dabei Partei für eine Seite zu ergreifen. Und man fragt sich auf jeder Seite: Warum? Warum wird Rache mit Rache vergolten? Warum so viel Leid? Wann hört das auf?Warum gibt es keine Lösung für diesen unendlichen Konflikt? Das Buch ist erstmals 2006 erschienen, aber angesichts der aktuellen Ereignisse so aktuell wie nie. Mein Herz hat beim Lesen geblutet😥💧 Große Leseempfehlung.
📚 Inhalt Amal lebt als kleines Mädchen in Jenin. Und schon als kleines Mädchen erlebt sie Dinge, die man keinem Menschen wünscht. Neben Momenten des Glücks mit ihrer besten Freundin und ihrem Vater, erlebt sie die Schrecken des Kriegs. Sie wächst in einem Flüchtlingslager auf. Als ihr Bruder verschwindet, geht auch ein Teil ihrer Mutter. Und obwohl sich Amal nichts mehr als Liebe wünscht, kann ihre Mutter ihr diese nicht geben. Ihr Leben führt sie weiter in ein Waisenhaus, bevor Amal in Amerika landet. Dort baut sie sich ein neues, anderes Leben auf. Noch weiss sie nicht, dass sie diese Entscheidung für immer verreissen wird. Entwurzelt, ihrer Identität beraubt, weiss sie nicht mehr, wo sie hin gehört. Doch ihr Schicksal hält noch weitere Tragödien für Amal bereit. 📖 Meinung Ein Buch, das so aktuell ist wie eh und je. Der Konflikt zwischen Palästina und Israel bekommt sehr viel Platz und die Autorin lässt wahre Ereignisse immer wieder mit in die Geschichte einfliessen. Das hat für mich eine andere Art der Verbundenheit mit der Geschichte geschaffen, da ich die Tragik noch mehr fühlen konnte. Amal lernt man während der Geschichte sehr gut kennen. Sie ist natürlich alles andere als perfekt, doch das macht sie so nahbar. Ich hatte den Eindruck, sie zu kennen, mit samt ihren Ecken und Kanten. Amal hat sich echt und real angefühlt. Ich persönlich fand nicht alle ihrer Entscheidungen gut, doch konnte ich ihre Beweggründe nachvollziehen. Und woher soll ich wissen, wie ich reagieren oder handeln würde, hätte ich den Krieg erlebt? Es ist der Autorin wirklich gelungen, Amals Schicksal stellvertretend für die vielen Schicksale kriegsbetroffener Personen aufzuzeigen. Nicht nur die Schrecken des Krieges, sondern auch das ganze «danach» oder in dem Fall besser das «währenddessen». Amal war nicht immer Kriegsgebiet, doch haben sie die Erlebnisse geformt und nie losgelassen. «Während die Welt schlief» ist ein so wahnsinnig passender Titel für dieses Werk. Die Welt schläft noch immer. Es herrscht an so vielen Orten der Welt Krieg und wir schauen weg. Nein, das stimmt nicht einmal, denn viele europäische Länder liefern Waffen. Ich frage mich, wann wir endlich dazu lernen werden. Eine absolute Leseempfehlung, die wirklich ans Herz geht.
"Während die Welt schlief" von Susan Abulhawa ist aber auch kein Buch, das man mal so nebenbei weg liest. Ich musste es öfter beiseite legen. Einmal durchatmen. Es ist die Lebensgeschichte der fiktiven Amal, aber leider keine fiktive Erzählung. "Während die Welt schlief" ist 2006 das erste Mal erschienen, 2025 aber aktueller den je. Leider. Dieses Buch sollte gelesen werden, muss gelesen werden. Auch wenn das Leid schon beim Lesen nur schwer zu ertragen ist.

Wir lernen Amal kennen - mit einem langen Vokal, der für die Hoffnung steht. Die Hoffnung ihrer Eltern wieder in ihre Heimat - nach Einod zurückkehren zu dürfen. Die Hoffnung, das Flüchtlingslager Jenin irgendwann verlassen zu können. Die Hoffnung auf Bildung, die Hoffnung den Tod zu überlisten. Und doch ist irgendwann die Angst zu lieben größer als zu sterben und aus Amal wird Amy. Amy, die versucht zu vergessen, sich selbst verliert und zurückkehrt… Ein Roman voller Wucht, voller Schrecken. Voller Liebe, voller Hoffnung. Auch und gerade jetzt - die Hoffnung auf ein Ende des Krieges!
Tief bewegend und ein Mahnmal für uns alle.
Dieses Buch hallt immer noch in mir nach. „Während die Welt schlief“ ist eine ergreifende, poetische und erschütternde Geschichte über Verlust, Heimat und Widerstand. Susan Abulhawa erzählt das Leben der palästinensischen Protagonistin mit einer Intensität, die tief unter die Haut geht. Besonders bewegt hat mich die historische Dimension – die Vertreibung, der Schmerz und das unaufhörliche Ringen um Würde. Gerade in Anbetracht der aktuellen Lage in Palästina liest sich dieses Buch wie ein Mahnruf, den die Welt nicht überhören sollte. Ein Roman, der einem das Herz bricht und zugleich mit seiner Schönheit fesselt. Fünf Sterne für dieses eindringliche Meisterwerk.
Emotional & erschreckend aktuell
Der Roman zeigt das Leben einer palästinensischen Familie über Generationen hinweg, mitten im endlosen Nahostkonflikt. Die Erzählung macht spürbar, wie normaler Alltag, Träume und Liebe immer wieder von Gewalt und Vertreibung zerrissen werden. Es ist kein Buch, das einfache Antworten gibt oder Schuld verteilt, sondern eines, das die Komplexität des Leids verdeutlicht. Gerade deshalb ist es so wichtig: Es zeigt, dass Rache niemals Heilung bringt, und dass gegenseitiges Zuhören die einzige Chance auf Frieden ist. Es war fast durchgehend aufwühlend und traurig und trotzdem konnte man das Buch kaum aus der Hand legen. Absolute Empfehlung!
Tief bewegend! Ich habe dieses Buch von meiner Großmutter ausgeliehen bekommen, nachdem ich mich mit ihr über Israel, Palästina und den immer weiter schwelenden Konflikt unterhielt. Sie meinte, dieses Buch habe ihr geholfen, einen Einblick in die Geschichte dieses Krieges und die Komplexität des Konfliktes zu bekommen. Von dem, wie ich finde, eher kitschig wirkenden Covers des Buches war ich etwas abgeschreckt und befürchtete einen oberflächlichen und dem Thema nicht gerecht werdenden Roman. Doch ich wurde eines besseren belehrt! Über mehrere Generationen hinweg wird hier die Geschichte einer palästinensischen Familie erzählt, beginnend nach dem zweiten Weltkrieg bis in die 2000er Jahre. Das Ganze in einer wahnsinnigen Tiefe und Eindrücklichkeit. Schonungslos werden die Grausamkeiten des Lebens in einem Flüchtlingslager beschrieben, begleitet von immer wiederkehrenden traumatischen Ereignissen, Unterdrückung, Gewalt und Ungerechtigkeit. Und doch zeigt dieses Buch auch wie tröstlich Liebe, Familie, Freunde und Zusammenhalt sein können. Selbst unter solch grausamen Bedingungen. Sicherlich wird die Geschichte dieses Konfliktes hier eher von einer Seite aus beschrieben und hinsichtlich der Schilderungen der Ungerechtigkeiten zeichnet sich ein starkes Bild von Gut und Böse. Ich habe trotzdem das Gefühl, dass auch ich nun eine besseres Gefühl für diesen Konflikt habe und werde mich nun etwas sachlicher mit dem Thema beschäftigen, um auch die andere Seite mehr zu beleuchten. Sehr empfehlenswert!
Aufgrund der aktuellen Situation in Israel und Palästina habe ich dieses Buch nochmals gelesen und es war genau so gut, herzzerreisend und brutal wie beim ersten Mal. Ich kann all jenen die die Situation dort begreifen wollen die Lektüre dieses Buches empfehlen. Eventuell hilft es dem einen oder anderen diesen Konflikt, der seit 75 Jahren in Palästina herrscht, zu verstehen. Ich möchte die Gräueltaten der Hamas nicht schönreden, genauso wenig sollte man über diesselben Gräueltaten der Zionisten in Israel schweigen. Das Buch erzählt eine ergreifende Familiensaga über 4 Generationen hinweg. Vom Leben im eigenen Land über die Besetzung Palästinas durch die Israelis bis ins Exil in Philadelphia verfolgen wir die verschiedenen Mitglieder dieser Familie in dieser schonungslos ehrlichen Geschichte voller Gewalt, Folter und Tod. Nicht nur einmal musste ich bei der Lektüre schwer schlucken, innehalten und reflektieren. #freepalestine🇵🇸
Eines der bewegendsten Bücher, die ich bisher gelesen habe.
„Vertreibung, Angst, Leben in der Hölle auf Erden, Tod“ beschreibt diesen historischen Roman, der vom Nah- Ost- Konflikt berichtet, sehr gut. In dem Buch handelt es sich um eine fesselnde Familiengeschichte aus dem 20. Jahrhundert. In der schwierigen Zeit, die diese Menschen, aus vier Generationen, durchleben, fiebert man bis zum Ende mit, dass vielleicht doch noch eine, wenigstens halbwegs positive Wendung nimmt, doch man erfährt, was Krieg für jeden Einzelnen bedeutet.

Inhalt: Ein Hod, 1948. Die Zionisten rufen den Staat Israel aus und vertreiben gewaltvoll ihre Bewohner, darunter Amals Eltern. Ihr Leben beginnt im Flüchtlingslager in Jenin. Ihr Bruder ist verschwunden, die Mutter höchst traumatisiert. Amal erlebt schon früh, was Krieg, Todesangst und Verlust, aber auch Freundschaft und Liebe bedeuten. Susan Abulhawa berichtet in „Während die Welt schlief“ über den scheinbar endlosen Konflikt zwischen Israel und Palästina. 1941-2002. Eine Geschichte über vier Generationen ohne Happy End. Meine Meinung: Ich weiß, ich weiß, “never judge a book by its cover”. Doch was soll ich sagen? Ich hab‘s doch getan. Und dafür sollte mich wirklich schämen, denn Susan Abulhawa hat mich umgehauen. Mit der Intensität und Eindringlichkeit der Beschreibungen sowie mit den Worten, die sie wählt, lässt sie mich vollkommen beeindruckt zurück. Während des Lesens konnte ich durch Amals Augen sehen und mit ihrem Herzen lieben. Ich konnte nachempfinden, wie sie selbst auf die härtesten Schicksalsschläge, die alle Schlag auf Schlag auf sie einprasseln, kühl und distanziert reagiert. Wie sie ihre Vergangenheit abstreifen möchte. Wie jeder Schicksalsschlag zu weiteren unterdrückten Empfindungen und zu Zurückgezogenheit in sich selbst führt. Wie selbst die Liebe unerwünscht ist. Ich konnte all das fühlen. „Während die Welt schlief“ geht direkt ins Herz. Es schmerzt, macht Hoffnung und rührte mich zu Tränen. Jede Generation ist auf ihre Weise traumatisiert. Sie sind zwar physisch anwesend, doch psychisch am Ende. Sie überleben vielmehr, als dass sie leben. Ich würde mir von Herzen wünschen, dass die Geschichte bloß der regen Fantasie der Autorin entsprungen ist, doch ist es so verdammt nah an der Realität. Der Konflikt ist noch lange nicht beigelegt und bis dahin werden noch viele Leben so aussehen und ausgehen wie das von Amal. Fazit: Absolute und uneingeschränkte Leseempfehlung! Bitte lest es - und legt Taschentücher bereit!
Bei diesem Buch werde ich auf eine ⭐️-Bewertung verzichten! Ich habe diesen Roman innerhalb eines Bücherkreises gelesen, von allein hätte ich wahrscheinlich eher nicht danach gegriffen. Das Original erschien im Jahr 2006. Als das Taschenbuch erschienen schrieb man auf die Rückseite: Ein großartiges Buch über Frieden, Krieg und Hoffnung. Davon ist in der heutigen Zeit leider nur der Krieg zwischen Israel, der Hamas und Palästina übrig. Der Roman erzählt von einer glücklichen Familie in Palästina inmitten ihrer Olivenhaine. Wenn man sich verabschiedet sagt man nicht einfach Tschüss, sondern "Allah schenke dir sein Lächeln und schütze dich, solange du lebst, mein Sohn". Dann kam das Jahr 1948 und mit ihm Al Nakba, das Unglück und damit die Vertreibung arabischer Palästinenser aus ihren Dörfern. Unglaublich bewegend und erschütternd beschreibt die Autorin das Geschehen und die Jahre und Jahrzehnte danach. Ständige Angst immer wieder aufwallende Kämpfe. Willkürlich wird auf Kinder, Frauen und Männer geschossen. Aber auch immer wieder der unglaublich liebevolle und Wertschätzung Umgang untereinander. Die Familie wird auseinander gerissen. Als Vater und Mutter sterben wird Amal erst in einem Waisenhaus untergebracht und dann mit einem Stipendium in die USA geschickt. "Doch welche Fassade ich mir auch aufbaute, ich gehörte auf ewig zu dieser palästinensischen Nation der Vertriebenen, zu denen, ohne Heimat, ohne Würde, ohne Ehre." Über Jahrzehnte und vier Generationen beschreibt der Roman dieKonflikte zwischen den israelischen Juden und der palästinensischen Bevölkerung. Teile des Buches sind poetisch schön, erschreckend schrecklich und zwischendurch leider plötzlich in sehr einfacher Sprache und langatmig. Was dieses Buch auf jeden Fall in allen Frauen aus unserem Bücherkreis bewirkt hat, ist, sich eingehender mit der jetzigen und der vergangenen Lage in dieser, so umkämpften Region, zu beschäftigen. Beschämt stellten wir fest, wie wenig wir darum wissen. Die Autorin selbst ist Mitbegründerin der, nicht unumstrittenen, BDS (Boycott, Divestment and Sanctions), welche den israelischen Staat wirtschaftlich, kulturell und politisch isolieren möchte und auch nicht vor drastischen Maßnahmen zurück schreckt. Auch mit der Äußerung über Wolodymyr Selensky, er wäre ein "Nazi fördernder Zionist" hat sie sich bei einigen unbeliebt gemacht. Nichts desto trotz bin ich unglaublich froh dieses Buch gelesen zu haben und so ging es allen aus unserem Kreis. Auch Khalil Gibran wurde mir wieder in Erinnerung gebracht, den ich früher schon sehr gerne gelesen habe.

Sprachlos
So ein mitreißendes Buch habe ich lange nicht mehr gelesen. Nichts für schwache Nerven… Konnte die Taschentücher ab dem letzten Drittel eigentlich nicht mehr aus der Hand legen… so eine unglaubliche bewegende Geschichte und leider ist Krieg ja in manchen Ländern noch allgegenwärtig… Einfach grausam… Die Message des Buches ist, trotz all der Verbrechen, dass die Liebe siegt.
LESEEMPFEHLUNG Ich hatte anfangs echt Schwierigkeiten das Buch zu lesen, weshalb es auch so lange gedauert hat es durchzulesen. Ich muss einfach zugeben, dass die ersten Kapitel die sich um die Zeit vor der Protagonistin Amal dreht sehr langatmig & nur semi spannend waren. Ich musste mich echt durchkämpfen, um es nicht abzubrechen. & ich bin froh, dass ich es geschafft habe. Ein Buch über Palästina & Israel aus der Sichtweise von Palästina. Sehr emotional und erschreckend. Leider gibt es trotzdem von mir nur 4 statt 5 Sterne, weil ich doch einige Kritikpunkte habe & ich anfangs wie gesagt wirklich dachte, das Buch sei ein Fehlgriff (2 Sterne) Kritik Nr. 1 - Der Judenhass in diesem Buch, den die Charaktere deutlich aussprechen & hervorbringen. Ich finde, dass die Autorin das Buch so geschrieben hat, als würde sie die Leser davon überzeugen wollen, dass es bei dem ganzen Krieg etc um Religion geht - Juden gegen Moslems. Dabei wissen so ziemlich alle, die sich intensiver mit dem Krieg etc dort befasst haben, dass es KEIN Krieg der Religionen ist. Außerdem kommt viel zu oft folgende Message rüber: Die Juden alle böse (nein, nicht die Israelis sondern richtig die Juden) , die Amis auch alle super böse. Kritik Nr. 2 - irgendwie schreibt mir die Autorin viel viel viel zu trocken. Da passiert so viel schlimmes in dem Buch & trotzdem wird Hoffnung, Liebe etc groß thematisiert , aber viel zu trocken. Man muss sich als Leser schon sehr auf das Buch konzentrieren um trotz allem auch diese Liebe & Hoffnung von der die Charaktere sprechen auch beim lesen zu spüren, eben wegen diesem eher trockenen Schreibstil. Trotz allem finde ich, dass jeder dieses Buch lesen sollte & mir ist bewusst, dass viele meine Kritikpunkte nicht verstehen werden. Das ist aber MEINE ehrliche Meinung zu dem Buch.
Man muss tatsächlich in der richtigen „Stimmung“ sein um das Buch zu lesen. Ich musste es mehrfach aus der Hand legen - zwischendrin ein neues Buch lesen - um es dann weiterlesen zu können. Auch wenn man es nicht unbedingt „in einem Rutsch“ durchlesen kann, würde ich trotzdem jemandem nahelegen das Buch zu lesen. Ich habe bisher, ehrlicherweise, nicht viel über das Thema gewusst, noch darüber nachgedacht und finde gerade dass das Buch deshalb für Menschen wie mich super geeignet ist. Trotzdem nur drei von fünf Sternen, da ich zwischendrin den Handlungssträngen und Charakteren nur schwer folgen konnte. Lesenswert ist es allerdings allemal!

5 Sterne Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal beim Lesen eines Romans so viel gelernt habe. Der Nahost-Konflikt war für mich immer einfach nur ein Wort, weit weg von meinem Verständnis, meiner Komfortzone und meinem Interesse. Doch jetzt, nach Beenden dieses Buches, ist es ein gewaltiger Ansturm von Bildern und Gefühlen. Für mich zählt es ganz klar zu den wichtigsten Büchern, die ich je gelesen habe. Lieblingszitat: "Es gibt keinen Ort, an den sie fliehen kann in diesem Land, in dem sogar Schatten entwurzelt werden."
Danke für den zutiefst berührenden Einblick in die Geschichte Palästinas und zum ersten Mal einen Blick auf die über Generationen hinweg weitergegebene Liebe zur Familie und zur Natur, den Zorn, die Furcht seine Heimat zu verlieren, den Zauber der Religion und der Kultur. Einen Blick darauf, dass Bäume mehr Geschichte wahren als alte Gemäuer. „Seit Generationen pflügen Menschen die Erde um, […] um Unsterblichkeit zu erlangen, indem sie Besitz ergreifen von einer unsterblichen Welt, […]“
Ein tief tief trauriges, schreckliches, lehrreiches Buch über den Nah-Ost-Konflikt, welches ich nur eingeschränkt weiterempfehlen würde.
Eine palästinensische Familiengeschichte, die nach dem zweiten Weltkrieg ansetzt und den Nah-Ost-Konflikt bis in die 2000er hinein darstellt, aus palästinensischer Perspektive. Zum historischen sowie politischen Inhalt möchte ich möglichst wertfrei nur so viel schreiben: In diesem Nah-Ost-Konflikt gibt es kein Schwarz/Weiß, kein Gut/Böse. Es ist immer lohnend möglichst viele Perspektiven nachvollziehen zu können. Mir als Deutscher war die palästinensische Perspektive auf die Geschichte Israels bislang nur sehr oberflächlich klar. Der vorliegende Roman hat hier etwas Licht ins Dunkel gebracht, was mir nun hilft, die Gegenwart besser zu verstehen. Daher bin ich froh, das Buch gelesen zu haben. Literarisch hat es mich jedoch über die volle Länge nicht wirklich überzeugen können. Die politische Botschaft des Buches stand über der Romankonstruktion. Ein tief tief trauriges, schreckliches, lehrreiches Buch über den Nah-Ost-Konflikt, welches ich nur eingeschränkt weiterempfehlen würde.
Unterhaltsame Pro-Palästina-Propaganda
Für wen ist dieses Buch geeignet? + Fans von einseitiger Betrachtung: die Autorin ist judenfeindlich gesinnt, und so liest sich auch das Buch: die Juden sind durchweg die, die zuerst angreifen, und die Palästinenser immer die, die reagieren. Dass die Palästinenser die Friedensangebote ausgeschlagen haben, wurde komplett weggelassen. + Alle, die gern die Pro Palästina Seite besser verstehen möchten. Die Aufschaukelung von Hass wird ausführlich dargestellt. Stichwort: Sie fürchteten die Liebe mehr als den Tod. + Alle, die keine historische Korrektheit erwarten, Fiktion von Realität trennen können und einfach nur gut unterhalten werden möchten: die Geschichte ist frei erfunden. + Alle, die weinen möchten: das Buch ist sehr mitreißend, rührend und teils poetisch geschrieben. Man empfindet automatisch Mitleid mit den Opfern. + Leser, die mit im Absatz wechselnden Erzählweisen gut klarkommen. Für wen ist dieses Buch nicht geeignet? + Alle, die eine neutrale Sichtweise auf den Konflikt erhoffen: der Klappentext führt hier in die Irre. Dieses Buch ist ganz klar darauf ausgelegt, Mitleid mit den Opfern aka den Palästinensern zu bekommen und Wut gegen die bösen Juden zu schüren. Für eine neutrale Sichtweise sollten andere Werke und Geschichtsbücher herangezogen werden. + Leser, die wissen wollen, warum die Palästinenser die Juden bereits vor 1948 gehasst haben: Dies wird hier genannt, aber nicht erklärt - man hätte dazu besser noch zwei Generationen in die Erzählung einbauen können, es wäre sicher interessant gewesen, das Buch mit dem ersten Weltkrieg und dem osmanischen Reich zu starten, um auch mehr über die Beduinen und die Haschimiten sowie den Einfluss weiterer dort lebender Araber zu erfahren. Angeblich haben die Haschimiten die Palästinenser verraten, aber mehr wurde hier nicht über die Bündnisse verraten. + Alle, die gerne mehr über Queerness in Palästina erfahren wollen: Hier wird gar nichts darüber erwähnt. + Alle, die wissen möchten, woher diese Märtyrer-Idee oder diese Ehren-Verteidigung eigentlich herkommt: ohne den Ursprung dieser Denkweise zu kennen, ist es doch schwer nachvollziehbar, warum man jemand anderem Gewalt antun muss, um seine Ehre wiederherzustellen. + Alle, die eine ausführliche Sicht der Widerstandskämpfer suchen: Hauptaugenmerk liegt hier auf einer unschuldigen Frau, die stets als Zivilist und Familienmitglied unterwegs ist und gar keinen Einblick in die internen politisch-widerständischen Organisationen bekommen hat, im Gegensatz zu ihrem Bruder, bei dem Erzählungen darüber allerdings zu kurz kommen, um sich ein Bild zu machen. Sprich über PLO, Hizbollah, Fatah und die Autonomiebehörde sowie den Iran und die Muslimbruderschaft erfährt man rein gar nichts.
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OVER A MILLION COPIES SOLD WORLDWIDE
'A powerful and passionate insight into what many Palestinians have had to endure' Michael Palin
'Abulhawa possesses the heart of a warrior' Alice Walker
Palestine, 1948. A mother clutches her baby son as Israeli soldiers march through the village of Ein Hod. In a split second, he is snatched from her arms - and the fate of the Abulheja family is changed forever.
Mornings in Jenin is a devastating novel of love and loss, war and oppression, heartbreak and hope, spanning five countries and four generations of one of the most intractable conflicts of our lifetime.
Readers love Mornings in Jenin
'The most heartbreaking novel I have ever, so far, come to read' Goodreads review, 5 stars
'Within the sadness of its pages glimmers hope for reconciliation and peace' Goodreads reviewer, 5 stars
'The perfect example of how fiction has the power to change and inform us' Goodreads reviewer, 5 stars
'Tragic, powerful, haunting, enlightening, absorbing and devastating' Goodreads reviewer, 5 stars
'It made me weep every few pages, laugh out loud on others . A truly great read' Goodreads reviewer, 5 stars
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Was für ein Buch
Bin nach diesem Buch, tatsächlich etwas sprachlos. Am Anfang fand ich es schon eher schwierig in den Verlauf bzw Schreibstil zu kommen. Das hat sich dann aber relativ nach einigen Seiten, schnell gelegt. Dieses Buch hat in mir so einiges ausgelöst. Ich sehe das nun ein wenig mit anderen Augen, was dieses Thema betrifft und es schmerzt einen in der Seele. Ich möchte auch gar nicht so viel schreiben...außer, dass IHR dieses Buch lesen solltet. Es hat mir sehr gefallen und werde wohl von Susan Abulhawa mehr lesen wollen.

Erschütternd und schwer auszuhalten 2010 ist dieser Debütroman von Susan Abulhawa erschienen und 2023 noch mal neu aufgelegt worden. Das Thema, der Nahostkonflikt leider aktueller denn je! Endlich bekommen wir in diesem Buch die Geschichte mal aus palästinensischer Sicht erzählt. Amal‘s Familie wurde mit der Gründung des Staates Israel, wie viele andere Familien auch, aus ihrem Haus im Heimatort vertrieben. Amal selbst wurde im Flüchtlingscamp geboren und konnte später dank guter Noten ein Stipendium für ein Studium in den USA ergattern. In dem Buch erfahren wir ganz konkret, wie die Menschen unter dem Verlust der Heimat leiden, wie der Hass auf beiden Seiten zu einem endlosen Konflikt und einer furchtbaren Gewaltspirale führen. Trotzdem erlebt Amal im Lager eine relativ glückliche Kindheit und empfindet die schwierigen Gegebenheiten und die Armut als normal. Die Menschen geben aufeinander acht und gehen sehr liebevoll miteinander um. Über vier Generationen verfolgen wir die Geschichte der Familie, die immer wieder Repressalien der Israelis erleben muss. Viele Familienmitglieder werden einfach erschossen, so wie Amal‘s Großvater der sich heimlich zurück in sein Heimatdorf schleicht, um seine Orangenbäume zu besuchen. Wenn die israelischen Scharfschützen in das Flüchtlingscamp eindringen und wild auf alles schießen was sich bewegt, weil sie sich für Terroranschläge rächen wollen, ist das kaum aushaltbar und einfach nur erschütternd und traurig. Eine interessante Wendung bekommt das Buch durch ein entführtes arabisches Baby, dass in Israel aufwächst und als junger Mann auf seinen arabischen Bruder trifft. Ich möchte für keine der beiden Seiten Partei ergreifen, ich denke das steht mir auch nicht zu, aber meine Motivation dieses Buch zu lesen, war den Konflikt ein bißchen besser zu verstehen. Die Berichterstattung findet ja meistens aus der Perspektive Israels statt. Ich fand die Geschichte unendlich traurig, aber gut erzählt. Ein bißchen hat mich die sehr blumige, ein wenig schwülstige Sprache gestört, deshalb gibt es einen Stern Abzug. Trotzdem ist das Buch eine große Empfehlung und unbedingt lesenswert.
Aufklärend und herzzerreißend
Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Israel Palästina Konflikt oder mit den Palästina Israel Konflikt oder mit dem Nahostkonflikt, wie so viele es abstrahierend nennen. Und aus welcher Perspektive bzw. welchem Standpunkt heraus, ist es eigentlich nah und ist es eigentlich Osten? Nie war mir, das Leid der Palästinenser so bewusst wie in und nach diesem Buch. Ein zentraler Satz ist mir im Gedächtnis geblieben "Die Palästinenser bezahlen für das Leid, das den Juden in Deutschland angetan wurde."
Verlust von Heimat und Identität einer palästinensischen Familie.
Besonders überzeugt hat mich der historische Einblick in die Entwicklung des Konflikts zwischen Israel und Palästina vom Ende des Zweiten Weltkrieg bis in die frühen 2000er Jahre. In den Medien wird oft nur über aktuelle Ereignisse berichtet, während der größere Zusammenhang fehlt. Das Buch hilft, diesen besser zu verstehen. Eindrücklich ist der Gegensatz zwischen dem Wunsch vieler Juden nach dem Holocaust nach einem eigenen Staat und der Erfahrung vieler Palästinenser von Vertreibung und Heimatverlust. Susan Abulhawa schreibt in einem bildhaften, teils lyrischen Stil, der stark emotional wirkt. Die Erzählung wechselt zwischen ruhigen und sehr gewaltsamen Momenten, wodurch Trauer und Verlust besonders intensiv vermittelt werden. Gleichzeitig ist die Perspektive klar einseitig, was das Buch zwar kraftvoll, aber auch weniger ausgewogen macht. Das Ende hat mich jedoch enttäuscht, es wirkte auf mich stellenweise unrealistisch und weniger glaubwürdig im Vergleich zum restlichen, sehr eindringlichen Teil der Geschichte. Dadurch hat der Schluss für mich etwas an Wirkung verloren.
Oha. Leichte Kost ist etwas anderes. Das Buch zeigt am Schicksal einer palästinensischen Familie die ganze Tragödie dieses Konflikts. Mitsamt der katastrophalen (weil einseitigen) Berichterstattung darüber. Die Geschichte hat mich emotional sehr berührt und mir beim Lesen einiges abverlangt, obwohl ich keinerlei Berührungspunkte mit einer der beiden Kriegsparteien habe.
Jenin im Blumenmonat April: Frühmorgens, bevor die Welt um sie herum erwacht, liest Amals Vater ihr aus den Werken großer Dichter vor. Es sind Momente des Friedens und des Glücks, die Amal ihr Leben lang im Herzen trägt ― ein Leben, das im Flüchtlingslager beginnt, nach Amerika führt und dennoch stets geprägt ist vom scheinbar ausweglosen Konflikt zwischen Israel und Palästina. Über vier Generationen erzählt Susan Abulhawa eine tief berührende Geschichte über den Verlust der Heimat, eine zerrissene Familie und die immerwährende Hoffnung auf Versöhnung.

Dieses Buch, hat mich tief beeindruckt. Was Kriege anrichten kann, wie die Menschen leiden und von heute auf morgen alles verlieren können. Dies betrifft nicht nur Materiale Dinge, sondern auch die Liesbten Menschen, egal ob Familie, Freunde und auch Partnerin/Partner. Es wird in diesem Buch nix beschönigt, es wird einem auf grausame Weise gezeigt was Krieg alles anrichten kann. Wie Menschen zugrunde gehen und es auch Menschen gibt die trotz aller Umstände und Leid einfach weiter machen. Jeder Charakter in diesem Roman, geht unterschiedlich mit gewissen Situationen um. Mir hat es sehr gefallen, das man nicht nur allein auf die Protagonistin eingeht, sondern auf viele einzelne Personen die mit ihr agieren. Die Autorin hat eine Perspektive gewählt, die mir völlig unbekannt war. Die Palästinensische Seite war mir bist dato völlig unbekannt und mit diesem Buch habe ich ein Einbblick in das Volk Palästina bekommen und ihre Lebensweise. Im Großen und Ganzen empfehle ich dieses Buch und werde mir weitere Werke der Autorin zu Gemüte führen. Auch ist das Thema wieder aktueller denn je. Krieg sollte nie ein Mittel sein
Ein zutiefst ergreifendes Buch
In Form einer Familiensaga, die sich über vier Generationen erstreckt, wird die Geschichte der palästinensischen Familie Abulhija erzählt. Sie ist eingebettet in reale Ereignisse des Nahost-Konflikts. Die Autorin Susan Abulhawa schafft es dabei, die leidvolle Geschichte in einer blumigen bildgewaltigen (mit vielen arabischen Redewendungen gespickten) Sprache zu verpacken, ohne dabei Partei für eine Seite zu ergreifen. Und man fragt sich auf jeder Seite: Warum? Warum wird Rache mit Rache vergolten? Warum so viel Leid? Wann hört das auf?Warum gibt es keine Lösung für diesen unendlichen Konflikt? Das Buch ist erstmals 2006 erschienen, aber angesichts der aktuellen Ereignisse so aktuell wie nie. Mein Herz hat beim Lesen geblutet😥💧 Große Leseempfehlung.
📚 Inhalt Amal lebt als kleines Mädchen in Jenin. Und schon als kleines Mädchen erlebt sie Dinge, die man keinem Menschen wünscht. Neben Momenten des Glücks mit ihrer besten Freundin und ihrem Vater, erlebt sie die Schrecken des Kriegs. Sie wächst in einem Flüchtlingslager auf. Als ihr Bruder verschwindet, geht auch ein Teil ihrer Mutter. Und obwohl sich Amal nichts mehr als Liebe wünscht, kann ihre Mutter ihr diese nicht geben. Ihr Leben führt sie weiter in ein Waisenhaus, bevor Amal in Amerika landet. Dort baut sie sich ein neues, anderes Leben auf. Noch weiss sie nicht, dass sie diese Entscheidung für immer verreissen wird. Entwurzelt, ihrer Identität beraubt, weiss sie nicht mehr, wo sie hin gehört. Doch ihr Schicksal hält noch weitere Tragödien für Amal bereit. 📖 Meinung Ein Buch, das so aktuell ist wie eh und je. Der Konflikt zwischen Palästina und Israel bekommt sehr viel Platz und die Autorin lässt wahre Ereignisse immer wieder mit in die Geschichte einfliessen. Das hat für mich eine andere Art der Verbundenheit mit der Geschichte geschaffen, da ich die Tragik noch mehr fühlen konnte. Amal lernt man während der Geschichte sehr gut kennen. Sie ist natürlich alles andere als perfekt, doch das macht sie so nahbar. Ich hatte den Eindruck, sie zu kennen, mit samt ihren Ecken und Kanten. Amal hat sich echt und real angefühlt. Ich persönlich fand nicht alle ihrer Entscheidungen gut, doch konnte ich ihre Beweggründe nachvollziehen. Und woher soll ich wissen, wie ich reagieren oder handeln würde, hätte ich den Krieg erlebt? Es ist der Autorin wirklich gelungen, Amals Schicksal stellvertretend für die vielen Schicksale kriegsbetroffener Personen aufzuzeigen. Nicht nur die Schrecken des Krieges, sondern auch das ganze «danach» oder in dem Fall besser das «währenddessen». Amal war nicht immer Kriegsgebiet, doch haben sie die Erlebnisse geformt und nie losgelassen. «Während die Welt schlief» ist ein so wahnsinnig passender Titel für dieses Werk. Die Welt schläft noch immer. Es herrscht an so vielen Orten der Welt Krieg und wir schauen weg. Nein, das stimmt nicht einmal, denn viele europäische Länder liefern Waffen. Ich frage mich, wann wir endlich dazu lernen werden. Eine absolute Leseempfehlung, die wirklich ans Herz geht.
"Während die Welt schlief" von Susan Abulhawa ist aber auch kein Buch, das man mal so nebenbei weg liest. Ich musste es öfter beiseite legen. Einmal durchatmen. Es ist die Lebensgeschichte der fiktiven Amal, aber leider keine fiktive Erzählung. "Während die Welt schlief" ist 2006 das erste Mal erschienen, 2025 aber aktueller den je. Leider. Dieses Buch sollte gelesen werden, muss gelesen werden. Auch wenn das Leid schon beim Lesen nur schwer zu ertragen ist.

Wir lernen Amal kennen - mit einem langen Vokal, der für die Hoffnung steht. Die Hoffnung ihrer Eltern wieder in ihre Heimat - nach Einod zurückkehren zu dürfen. Die Hoffnung, das Flüchtlingslager Jenin irgendwann verlassen zu können. Die Hoffnung auf Bildung, die Hoffnung den Tod zu überlisten. Und doch ist irgendwann die Angst zu lieben größer als zu sterben und aus Amal wird Amy. Amy, die versucht zu vergessen, sich selbst verliert und zurückkehrt… Ein Roman voller Wucht, voller Schrecken. Voller Liebe, voller Hoffnung. Auch und gerade jetzt - die Hoffnung auf ein Ende des Krieges!
Tief bewegend und ein Mahnmal für uns alle.
Dieses Buch hallt immer noch in mir nach. „Während die Welt schlief“ ist eine ergreifende, poetische und erschütternde Geschichte über Verlust, Heimat und Widerstand. Susan Abulhawa erzählt das Leben der palästinensischen Protagonistin mit einer Intensität, die tief unter die Haut geht. Besonders bewegt hat mich die historische Dimension – die Vertreibung, der Schmerz und das unaufhörliche Ringen um Würde. Gerade in Anbetracht der aktuellen Lage in Palästina liest sich dieses Buch wie ein Mahnruf, den die Welt nicht überhören sollte. Ein Roman, der einem das Herz bricht und zugleich mit seiner Schönheit fesselt. Fünf Sterne für dieses eindringliche Meisterwerk.
Emotional & erschreckend aktuell
Der Roman zeigt das Leben einer palästinensischen Familie über Generationen hinweg, mitten im endlosen Nahostkonflikt. Die Erzählung macht spürbar, wie normaler Alltag, Träume und Liebe immer wieder von Gewalt und Vertreibung zerrissen werden. Es ist kein Buch, das einfache Antworten gibt oder Schuld verteilt, sondern eines, das die Komplexität des Leids verdeutlicht. Gerade deshalb ist es so wichtig: Es zeigt, dass Rache niemals Heilung bringt, und dass gegenseitiges Zuhören die einzige Chance auf Frieden ist. Es war fast durchgehend aufwühlend und traurig und trotzdem konnte man das Buch kaum aus der Hand legen. Absolute Empfehlung!
Tief bewegend! Ich habe dieses Buch von meiner Großmutter ausgeliehen bekommen, nachdem ich mich mit ihr über Israel, Palästina und den immer weiter schwelenden Konflikt unterhielt. Sie meinte, dieses Buch habe ihr geholfen, einen Einblick in die Geschichte dieses Krieges und die Komplexität des Konfliktes zu bekommen. Von dem, wie ich finde, eher kitschig wirkenden Covers des Buches war ich etwas abgeschreckt und befürchtete einen oberflächlichen und dem Thema nicht gerecht werdenden Roman. Doch ich wurde eines besseren belehrt! Über mehrere Generationen hinweg wird hier die Geschichte einer palästinensischen Familie erzählt, beginnend nach dem zweiten Weltkrieg bis in die 2000er Jahre. Das Ganze in einer wahnsinnigen Tiefe und Eindrücklichkeit. Schonungslos werden die Grausamkeiten des Lebens in einem Flüchtlingslager beschrieben, begleitet von immer wiederkehrenden traumatischen Ereignissen, Unterdrückung, Gewalt und Ungerechtigkeit. Und doch zeigt dieses Buch auch wie tröstlich Liebe, Familie, Freunde und Zusammenhalt sein können. Selbst unter solch grausamen Bedingungen. Sicherlich wird die Geschichte dieses Konfliktes hier eher von einer Seite aus beschrieben und hinsichtlich der Schilderungen der Ungerechtigkeiten zeichnet sich ein starkes Bild von Gut und Böse. Ich habe trotzdem das Gefühl, dass auch ich nun eine besseres Gefühl für diesen Konflikt habe und werde mich nun etwas sachlicher mit dem Thema beschäftigen, um auch die andere Seite mehr zu beleuchten. Sehr empfehlenswert!
Aufgrund der aktuellen Situation in Israel und Palästina habe ich dieses Buch nochmals gelesen und es war genau so gut, herzzerreisend und brutal wie beim ersten Mal. Ich kann all jenen die die Situation dort begreifen wollen die Lektüre dieses Buches empfehlen. Eventuell hilft es dem einen oder anderen diesen Konflikt, der seit 75 Jahren in Palästina herrscht, zu verstehen. Ich möchte die Gräueltaten der Hamas nicht schönreden, genauso wenig sollte man über diesselben Gräueltaten der Zionisten in Israel schweigen. Das Buch erzählt eine ergreifende Familiensaga über 4 Generationen hinweg. Vom Leben im eigenen Land über die Besetzung Palästinas durch die Israelis bis ins Exil in Philadelphia verfolgen wir die verschiedenen Mitglieder dieser Familie in dieser schonungslos ehrlichen Geschichte voller Gewalt, Folter und Tod. Nicht nur einmal musste ich bei der Lektüre schwer schlucken, innehalten und reflektieren. #freepalestine🇵🇸
Eines der bewegendsten Bücher, die ich bisher gelesen habe.
„Vertreibung, Angst, Leben in der Hölle auf Erden, Tod“ beschreibt diesen historischen Roman, der vom Nah- Ost- Konflikt berichtet, sehr gut. In dem Buch handelt es sich um eine fesselnde Familiengeschichte aus dem 20. Jahrhundert. In der schwierigen Zeit, die diese Menschen, aus vier Generationen, durchleben, fiebert man bis zum Ende mit, dass vielleicht doch noch eine, wenigstens halbwegs positive Wendung nimmt, doch man erfährt, was Krieg für jeden Einzelnen bedeutet.

Inhalt: Ein Hod, 1948. Die Zionisten rufen den Staat Israel aus und vertreiben gewaltvoll ihre Bewohner, darunter Amals Eltern. Ihr Leben beginnt im Flüchtlingslager in Jenin. Ihr Bruder ist verschwunden, die Mutter höchst traumatisiert. Amal erlebt schon früh, was Krieg, Todesangst und Verlust, aber auch Freundschaft und Liebe bedeuten. Susan Abulhawa berichtet in „Während die Welt schlief“ über den scheinbar endlosen Konflikt zwischen Israel und Palästina. 1941-2002. Eine Geschichte über vier Generationen ohne Happy End. Meine Meinung: Ich weiß, ich weiß, “never judge a book by its cover”. Doch was soll ich sagen? Ich hab‘s doch getan. Und dafür sollte mich wirklich schämen, denn Susan Abulhawa hat mich umgehauen. Mit der Intensität und Eindringlichkeit der Beschreibungen sowie mit den Worten, die sie wählt, lässt sie mich vollkommen beeindruckt zurück. Während des Lesens konnte ich durch Amals Augen sehen und mit ihrem Herzen lieben. Ich konnte nachempfinden, wie sie selbst auf die härtesten Schicksalsschläge, die alle Schlag auf Schlag auf sie einprasseln, kühl und distanziert reagiert. Wie sie ihre Vergangenheit abstreifen möchte. Wie jeder Schicksalsschlag zu weiteren unterdrückten Empfindungen und zu Zurückgezogenheit in sich selbst führt. Wie selbst die Liebe unerwünscht ist. Ich konnte all das fühlen. „Während die Welt schlief“ geht direkt ins Herz. Es schmerzt, macht Hoffnung und rührte mich zu Tränen. Jede Generation ist auf ihre Weise traumatisiert. Sie sind zwar physisch anwesend, doch psychisch am Ende. Sie überleben vielmehr, als dass sie leben. Ich würde mir von Herzen wünschen, dass die Geschichte bloß der regen Fantasie der Autorin entsprungen ist, doch ist es so verdammt nah an der Realität. Der Konflikt ist noch lange nicht beigelegt und bis dahin werden noch viele Leben so aussehen und ausgehen wie das von Amal. Fazit: Absolute und uneingeschränkte Leseempfehlung! Bitte lest es - und legt Taschentücher bereit!
Bei diesem Buch werde ich auf eine ⭐️-Bewertung verzichten! Ich habe diesen Roman innerhalb eines Bücherkreises gelesen, von allein hätte ich wahrscheinlich eher nicht danach gegriffen. Das Original erschien im Jahr 2006. Als das Taschenbuch erschienen schrieb man auf die Rückseite: Ein großartiges Buch über Frieden, Krieg und Hoffnung. Davon ist in der heutigen Zeit leider nur der Krieg zwischen Israel, der Hamas und Palästina übrig. Der Roman erzählt von einer glücklichen Familie in Palästina inmitten ihrer Olivenhaine. Wenn man sich verabschiedet sagt man nicht einfach Tschüss, sondern "Allah schenke dir sein Lächeln und schütze dich, solange du lebst, mein Sohn". Dann kam das Jahr 1948 und mit ihm Al Nakba, das Unglück und damit die Vertreibung arabischer Palästinenser aus ihren Dörfern. Unglaublich bewegend und erschütternd beschreibt die Autorin das Geschehen und die Jahre und Jahrzehnte danach. Ständige Angst immer wieder aufwallende Kämpfe. Willkürlich wird auf Kinder, Frauen und Männer geschossen. Aber auch immer wieder der unglaublich liebevolle und Wertschätzung Umgang untereinander. Die Familie wird auseinander gerissen. Als Vater und Mutter sterben wird Amal erst in einem Waisenhaus untergebracht und dann mit einem Stipendium in die USA geschickt. "Doch welche Fassade ich mir auch aufbaute, ich gehörte auf ewig zu dieser palästinensischen Nation der Vertriebenen, zu denen, ohne Heimat, ohne Würde, ohne Ehre." Über Jahrzehnte und vier Generationen beschreibt der Roman dieKonflikte zwischen den israelischen Juden und der palästinensischen Bevölkerung. Teile des Buches sind poetisch schön, erschreckend schrecklich und zwischendurch leider plötzlich in sehr einfacher Sprache und langatmig. Was dieses Buch auf jeden Fall in allen Frauen aus unserem Bücherkreis bewirkt hat, ist, sich eingehender mit der jetzigen und der vergangenen Lage in dieser, so umkämpften Region, zu beschäftigen. Beschämt stellten wir fest, wie wenig wir darum wissen. Die Autorin selbst ist Mitbegründerin der, nicht unumstrittenen, BDS (Boycott, Divestment and Sanctions), welche den israelischen Staat wirtschaftlich, kulturell und politisch isolieren möchte und auch nicht vor drastischen Maßnahmen zurück schreckt. Auch mit der Äußerung über Wolodymyr Selensky, er wäre ein "Nazi fördernder Zionist" hat sie sich bei einigen unbeliebt gemacht. Nichts desto trotz bin ich unglaublich froh dieses Buch gelesen zu haben und so ging es allen aus unserem Kreis. Auch Khalil Gibran wurde mir wieder in Erinnerung gebracht, den ich früher schon sehr gerne gelesen habe.

Sprachlos
So ein mitreißendes Buch habe ich lange nicht mehr gelesen. Nichts für schwache Nerven… Konnte die Taschentücher ab dem letzten Drittel eigentlich nicht mehr aus der Hand legen… so eine unglaubliche bewegende Geschichte und leider ist Krieg ja in manchen Ländern noch allgegenwärtig… Einfach grausam… Die Message des Buches ist, trotz all der Verbrechen, dass die Liebe siegt.
LESEEMPFEHLUNG Ich hatte anfangs echt Schwierigkeiten das Buch zu lesen, weshalb es auch so lange gedauert hat es durchzulesen. Ich muss einfach zugeben, dass die ersten Kapitel die sich um die Zeit vor der Protagonistin Amal dreht sehr langatmig & nur semi spannend waren. Ich musste mich echt durchkämpfen, um es nicht abzubrechen. & ich bin froh, dass ich es geschafft habe. Ein Buch über Palästina & Israel aus der Sichtweise von Palästina. Sehr emotional und erschreckend. Leider gibt es trotzdem von mir nur 4 statt 5 Sterne, weil ich doch einige Kritikpunkte habe & ich anfangs wie gesagt wirklich dachte, das Buch sei ein Fehlgriff (2 Sterne) Kritik Nr. 1 - Der Judenhass in diesem Buch, den die Charaktere deutlich aussprechen & hervorbringen. Ich finde, dass die Autorin das Buch so geschrieben hat, als würde sie die Leser davon überzeugen wollen, dass es bei dem ganzen Krieg etc um Religion geht - Juden gegen Moslems. Dabei wissen so ziemlich alle, die sich intensiver mit dem Krieg etc dort befasst haben, dass es KEIN Krieg der Religionen ist. Außerdem kommt viel zu oft folgende Message rüber: Die Juden alle böse (nein, nicht die Israelis sondern richtig die Juden) , die Amis auch alle super böse. Kritik Nr. 2 - irgendwie schreibt mir die Autorin viel viel viel zu trocken. Da passiert so viel schlimmes in dem Buch & trotzdem wird Hoffnung, Liebe etc groß thematisiert , aber viel zu trocken. Man muss sich als Leser schon sehr auf das Buch konzentrieren um trotz allem auch diese Liebe & Hoffnung von der die Charaktere sprechen auch beim lesen zu spüren, eben wegen diesem eher trockenen Schreibstil. Trotz allem finde ich, dass jeder dieses Buch lesen sollte & mir ist bewusst, dass viele meine Kritikpunkte nicht verstehen werden. Das ist aber MEINE ehrliche Meinung zu dem Buch.
Man muss tatsächlich in der richtigen „Stimmung“ sein um das Buch zu lesen. Ich musste es mehrfach aus der Hand legen - zwischendrin ein neues Buch lesen - um es dann weiterlesen zu können. Auch wenn man es nicht unbedingt „in einem Rutsch“ durchlesen kann, würde ich trotzdem jemandem nahelegen das Buch zu lesen. Ich habe bisher, ehrlicherweise, nicht viel über das Thema gewusst, noch darüber nachgedacht und finde gerade dass das Buch deshalb für Menschen wie mich super geeignet ist. Trotzdem nur drei von fünf Sternen, da ich zwischendrin den Handlungssträngen und Charakteren nur schwer folgen konnte. Lesenswert ist es allerdings allemal!

5 Sterne Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal beim Lesen eines Romans so viel gelernt habe. Der Nahost-Konflikt war für mich immer einfach nur ein Wort, weit weg von meinem Verständnis, meiner Komfortzone und meinem Interesse. Doch jetzt, nach Beenden dieses Buches, ist es ein gewaltiger Ansturm von Bildern und Gefühlen. Für mich zählt es ganz klar zu den wichtigsten Büchern, die ich je gelesen habe. Lieblingszitat: "Es gibt keinen Ort, an den sie fliehen kann in diesem Land, in dem sogar Schatten entwurzelt werden."
Danke für den zutiefst berührenden Einblick in die Geschichte Palästinas und zum ersten Mal einen Blick auf die über Generationen hinweg weitergegebene Liebe zur Familie und zur Natur, den Zorn, die Furcht seine Heimat zu verlieren, den Zauber der Religion und der Kultur. Einen Blick darauf, dass Bäume mehr Geschichte wahren als alte Gemäuer. „Seit Generationen pflügen Menschen die Erde um, […] um Unsterblichkeit zu erlangen, indem sie Besitz ergreifen von einer unsterblichen Welt, […]“
Ein tief tief trauriges, schreckliches, lehrreiches Buch über den Nah-Ost-Konflikt, welches ich nur eingeschränkt weiterempfehlen würde.
Eine palästinensische Familiengeschichte, die nach dem zweiten Weltkrieg ansetzt und den Nah-Ost-Konflikt bis in die 2000er hinein darstellt, aus palästinensischer Perspektive. Zum historischen sowie politischen Inhalt möchte ich möglichst wertfrei nur so viel schreiben: In diesem Nah-Ost-Konflikt gibt es kein Schwarz/Weiß, kein Gut/Böse. Es ist immer lohnend möglichst viele Perspektiven nachvollziehen zu können. Mir als Deutscher war die palästinensische Perspektive auf die Geschichte Israels bislang nur sehr oberflächlich klar. Der vorliegende Roman hat hier etwas Licht ins Dunkel gebracht, was mir nun hilft, die Gegenwart besser zu verstehen. Daher bin ich froh, das Buch gelesen zu haben. Literarisch hat es mich jedoch über die volle Länge nicht wirklich überzeugen können. Die politische Botschaft des Buches stand über der Romankonstruktion. Ein tief tief trauriges, schreckliches, lehrreiches Buch über den Nah-Ost-Konflikt, welches ich nur eingeschränkt weiterempfehlen würde.
Unterhaltsame Pro-Palästina-Propaganda
Für wen ist dieses Buch geeignet? + Fans von einseitiger Betrachtung: die Autorin ist judenfeindlich gesinnt, und so liest sich auch das Buch: die Juden sind durchweg die, die zuerst angreifen, und die Palästinenser immer die, die reagieren. Dass die Palästinenser die Friedensangebote ausgeschlagen haben, wurde komplett weggelassen. + Alle, die gern die Pro Palästina Seite besser verstehen möchten. Die Aufschaukelung von Hass wird ausführlich dargestellt. Stichwort: Sie fürchteten die Liebe mehr als den Tod. + Alle, die keine historische Korrektheit erwarten, Fiktion von Realität trennen können und einfach nur gut unterhalten werden möchten: die Geschichte ist frei erfunden. + Alle, die weinen möchten: das Buch ist sehr mitreißend, rührend und teils poetisch geschrieben. Man empfindet automatisch Mitleid mit den Opfern. + Leser, die mit im Absatz wechselnden Erzählweisen gut klarkommen. Für wen ist dieses Buch nicht geeignet? + Alle, die eine neutrale Sichtweise auf den Konflikt erhoffen: der Klappentext führt hier in die Irre. Dieses Buch ist ganz klar darauf ausgelegt, Mitleid mit den Opfern aka den Palästinensern zu bekommen und Wut gegen die bösen Juden zu schüren. Für eine neutrale Sichtweise sollten andere Werke und Geschichtsbücher herangezogen werden. + Leser, die wissen wollen, warum die Palästinenser die Juden bereits vor 1948 gehasst haben: Dies wird hier genannt, aber nicht erklärt - man hätte dazu besser noch zwei Generationen in die Erzählung einbauen können, es wäre sicher interessant gewesen, das Buch mit dem ersten Weltkrieg und dem osmanischen Reich zu starten, um auch mehr über die Beduinen und die Haschimiten sowie den Einfluss weiterer dort lebender Araber zu erfahren. Angeblich haben die Haschimiten die Palästinenser verraten, aber mehr wurde hier nicht über die Bündnisse verraten. + Alle, die gerne mehr über Queerness in Palästina erfahren wollen: Hier wird gar nichts darüber erwähnt. + Alle, die wissen möchten, woher diese Märtyrer-Idee oder diese Ehren-Verteidigung eigentlich herkommt: ohne den Ursprung dieser Denkweise zu kennen, ist es doch schwer nachvollziehbar, warum man jemand anderem Gewalt antun muss, um seine Ehre wiederherzustellen. + Alle, die eine ausführliche Sicht der Widerstandskämpfer suchen: Hauptaugenmerk liegt hier auf einer unschuldigen Frau, die stets als Zivilist und Familienmitglied unterwegs ist und gar keinen Einblick in die internen politisch-widerständischen Organisationen bekommen hat, im Gegensatz zu ihrem Bruder, bei dem Erzählungen darüber allerdings zu kurz kommen, um sich ein Bild zu machen. Sprich über PLO, Hizbollah, Fatah und die Autonomiebehörde sowie den Iran und die Muslimbruderschaft erfährt man rein gar nichts.
























































