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Mord im Planetarium: Nostalgisch-spannender Cosy Crime aus dem Wien der 1920er Jahre mit einem unschlagbaren Ermittlerduo – Historischer Kriminalroman (Ernestine Kirsch und Anton Böck 10)

4.4(6)
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About the book

ISBNB0F4R8MBSM
PublisherEmons Verlag
Publication Date11/11/25
Pages292

Reviews & Ratings

6 ratings

4 reviews

4.4

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  • brillenschlange78
    brillenschlange78

    556 Followers

    4.5

    Spannend, auch in historischer Hinsicht

    Ernestine ergattert in der Arbeiterbücherei Tickets für eine Privatvorstellung im neuen Planetarium von Wien. Zusammen mit der unsympathischen und zutiefst verfeindeten Familie Faber sind Ernestine und ihre kleine Familie dort. Gleich zu Anfang streiten sich die Zwillingsbrüder heftig und nach einem Gerangel stürzt einer von ihnen schwer. Als dieser nach der Vorstellung tot ist, scheint klar zu sein, dass dies auf den Sturz zurückzuführen ist. Als bei der Obduktion aber etwas überraschendes zutage tritt muss Kommissar Erich Felsberg doch ermitteln. Wie immer steht ihm seine Familie, allen voran, Ernestine, tatkräftig zu Seite. Noch undurchsichtiger wird es, als noch ein Mord geschieht, auf völlig andere Weise. Ist es der gleiche Täter oder haben sie es mit verschiedenen zu tun? Und wo sind die Motive? Zugleich dramatisch wird es als nach einem Urteilsspruch die Christlichsozialen und die Sozialisten bei einer Demonstration aufeinander treffen und das Ganze eskaliert. Es fallen auf allen Seiten Schüsse, auch durch die Polizei. Mittendrin Anton, der seine Enkelin und deren Schulfreund sucht, die zum Eis essen gehen wollten. Auch dieser Krimi aus der Reihe hat mir sehr gut gefallen. Diesmal hatte ich keinen Schimmer wer der Täter ist und bin den falschen Fährtenvoll auf den Leim gegangen. Da es sich um historische Krimis in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts handelt, lässt Maly immer wieder wahre Begebenheiten, wie den beginnenden Antisemitismus und wie hier den Straßenkampf der verfeindeten Parteien der jungen Demokratie einfließen. Somit ist es den geschichtlichen Abläufen geschuldet, dass es zum Teil nicht mehr ganz so cozy wie zu Anfang der Reihe ist. Doch so war es nun mal, und mir persönlich gefällt das.

    Jan 17, 2026

  • larifunkel
    larifunkel

    10 Followers

    4.0

    Ein neuer Fall für Ernestine und Anton

    In ihrem nunmehr elften Fall ermitteln die pensionierte Lehrerin Ernestine Kirsch und der Apotheker im Ruhestand Anton Böck im Wien des Jahres 1927. Das erste Planetarium außerhalb von Deutschland macht Station in Wien und die Begeisterung in der Bevölkerung ist riesig. Ernestine ist es gelungen Karten für die gesamte Familie (ausgenommen natürlich Baby Juli) zu bekommen. Auch der Freund von Antons Enkelin Rosa ist eingeladen und die beiden freuen sich schon mächtig auf den Ausflug. Auf dem Gelände angekommen bestaunen sie zuerst die verschiedenen Ausstellungspavillons bevor es dann in die Vorstellung geht. Beim Empfang vor dem Vortrag werden sie Zeugen eines Streits zwischen zwei Brüdern und es kommt zu Handgreiflichkeiten. Am Schluss der Vorstellung die alle sehr genossen haben wird einer der Brüder tot in seinem Sessel gefunden. Ernestine, neugierig wie immer beginnt sofort, sehr zum Missfallen von Kommissar Erich Felsberg. Und auch Anton ist nicht sonderlich erpicht darauf wieder in einen Mordfall hineingezogen zu werden... Dieses Buch ist um einiges ernster als die letzten Bände. Neben dem eigentlichen Kriminalfall spielt das politische Klima eine immer größer werdende Rolle. Neben den Aufständen nach dem Schattendorf Prozess die schließlich im Brand des Justizpalasts gipfelten werden die Ressentiments gegen Juden wieder stark thematisiert. Mit dem heutigen Wissen um die damaligen Geschehnisse bin ich sehr gespannt wie die Autorin es auflösen wird wie es mit dem jüdischen Kriminalkommissar Erich und seiner Familie weitergeht. Beate Maly hat den damals herrschenden Zeitgeist sehr gut eingefangen. Dank ihrer atmosphärischen und bildhaften Sprache kann man sich als Leser sehr gut in das Wien der damaligen Zeit hineinversetzen. Die große Politik fängt nun an, sich auch in der Familie von Ernestine und Anton auszuwirken. Anton der seiner Tochter nun wieder in der Apotheke hilft da diese mit dem Baby ziemlich ausgelastet ist missfällt es sehr das Ernestine die jetzt ehrenamtlich in einer Arbeiterbibliothek arbeitet durch die Beschäftigung mit der Politik zunehmend ihre Fröhlichkeit und ihren Optimismus verliert. Diese Zwischenmenschlichen Konflikte beschreibt die Autorin sehr einfühlsam. Auch das Familienleben der Böcks wird sehr lebendig beschrieben so dass man sich in dieser Patchwork Familie fast zuhause fühlt. Und bei aller Politik und allen Gedanken kommt der eigentliche Kriminalfall nicht zu kurz. Dieser ist toll konstruiert und sehr gut durchdacht. Und obwohl ich diesmal von Anfang an eine Ahnung hatte wer der Mörder sein konnte war ich fasziniert davon wie sich die ganze Geschichte nach und nach vor mir entfaltete. Ich mag diese Reihe sehr und habe auch diesen Band sehr gerne gelesen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle Fans von historischen Krimis.

    Ein neuer Fall für Ernestine und Anton

    Jan 4, 2026

  • faultierchen86
    faultierchen86

    44 Followers

    5.0

    Mit „Mord im Planetarium“ präsentiert Beate Maly bereits den zehnten Teil der Reihe um Anton und Ernestine, die gemeinsam Krimifälle im Wien der 1920er Jahre lösen. Aber eines sei schon vorab gesagt, die Geschichten sind in sich geschlossen und können auch unabhängig voneinander gelesen werden. Denn ohne, dass ich die anderen Geschichten bislang kenne, habe ich mich sehr gut in der Geschichte zurechtgefunden. Das erste Planetarium Österreichs wird 1927 in Wien eröffnet. Das können sich auch Ernestine und Anton zusammen mit ihrer Familie nicht entgehen lassen. Doch als das Licht nach der Vorstellung wieder angeht, ist einer der Besucher tot. Schnell wird klar, dass er nicht eines natürlichen Todes gestorben sein kann. Noch vor der Vorstellung kam es zu einer Rangelei zwischen den beiden Faber-Brüdern. Der eine angesehener Arzt, der andere Inhaber einer Stofffabrik. Schnell trifft Ernestine bei ihren Nachforschungen auf die dunklen Geheimnisse in der Familie. Und dann ereignet sich auch noch ein weiterer Mord, dem der zweite Faber-Bruder zum Opfer fällt. Doch was steckt wirklich dahinter? Die Autorin entführt den Leser gekonnt in das Wien der 20er Jahre und erzählt eine unterhaltsame Geschichte, die auch mit einer ordentlichen Portion Wiener Schmäh brilliert. Unheimliche und rätselhafte Morde und auch der aufkeimende Nationalsozialismus trüben zwar die Stimmung, doch kann man als Leser nicht anders, als am Ball zu bleiben. Denn eines kann auch Euch schon verraten, der Fall kann nicht einfach gelöst werden! Aber man stellt sich auch die Frage, ob und wie sich der Nationalsozialismus noch in den folgenden Bänden auf das Leben von Ernestine, Anton und ihrer Familie auswirken wird. Ich fand die Schreibweise der Autorin und die Figuren wirklich sympathisch, sodass ich definitiv mehr von ihnen lesen möchte.

    Dec 24, 2025

3 of 4 reviews

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