Marlenes Geheimnis

Marlenes Geheimnis

Hardback
4.021
FrauenromanSudetendeutscheSchnaps BrennenGenerationenroman

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Description

Drei Frauen, drei Generationen und ein Geflecht aus Lügen

Marlene hat die Vertreibung aus der Heimat nach dem Krieg längst hinter sich gelassen. Vor mehr als siebzig Jahren begann sie mit ihrer Mutter Eva am Bodensee ein neues Leben. Eine florierende Schnapsbrennerei, die die Früchte der Region verarbeitet, ist ihr ganzer Stolz. Erst als ihre Nichte Nane kurz nach Evas Beerdigung die Aufzeichnungen der Großmutter liest, bricht die Vergangenheit ohne Vorwarnung herein. Und ein lang gehütetes Geheimnis kommt zutage …

Bestsellerautorin Brigitte Riebe ist zurück – mit einem bewegenden Roman über ein deutsches Familienschicksal

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Generational Novels
Format
Hardback
Pages
432
Price
18.73 €

Author Description

Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin und arbeitete zunächst als Verlagslektorin. Sie hat mit großem Erfolg zahlreiche historische Romane veröffentlicht, in denen sie die Geschichte der vergangenen Jahrhunderte wieder lebendig werden lässt. Mit „Marlenes Geheimnis“ widmet sie sich nun der Kriegs-und Nachkriegszeit um 1945. Auch Riebes Familie mütterlicherseits stammt aus Nordböhmen, wo sie wie viele Sudetendeutsche nach dem Ende des Dritten Reichs das Schicksal von Vertreibung und Flucht erlitt. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.

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Brigitte Riebe nimmt uns in Marlenes Geheimnis mit auf ein Zeitreise ins Sudetenland der dreißiger Jahre. Eva wächst dort behütet bei ihren Eltern auf, hat gute Freunde und auch bald die erste große Liebe. All dies wird aber bereits durch den Einmarsch der Nationalsozialisten überschattet und schließlich durch den Krieg. Eva wird mit ihrer Mutter und ihrer Freundin am Ende vertrieben und wir begleiten Sie auf ihrer Flucht durch die Tschechei, Ostdeutschland bis zu ihrem endgültigen Ankunftsort, den Bodensee. All dies wird uns über ihre Aufzeichnungen vermittelt, die sie ihrer Enkelin Nane hinterlassen hat und die nach dem Tod der Großmutter versucht, bei ihrer Tante Marlene einen Neustart für ihr Leben zu finden. In dieser Zeitebene erleben wir auch die Streitigkeiten zwischen Marlene und Nanes Mutter Viktoria, sowie die Probleme Marlenes mit den Nachbarn Bentele. Mir hat dieses Buch gut gefallen, ich habe vieles über die Vertreibung der Sudetendeutschen nach dem zweiten Weltkrieg gelernt. Auch den Teil in der Gegenwart habe ich gerne gelesen, hatte ich dabei doch immer die tolle Landschaft am Bodensee direkt vor meinen Augen. Was mir etwas unverständlich geblieben ist, war der Titel, ich hätte Evas Geheimnis eher verstanden. Auch hätte mir ein ausführlicherer Schluss noch besser gefallen. Aber trotzdem habe ich dieses Buch mit großem Vergnügen gelesen.

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Brigitte Riebe hat es geschafft, den Finger auf einen Wunden Punkt der Geschichte zu legen und diesen in einen atmosphärisch dichten Roman voller Gefühle und Geheimnisse zu packen. Wir befinden uns, historisch gesehen, im Jahre 1938 in der Stadt Reichenberg, die heute Liberec heißt und in Nordböhmen, im Norden Tschechiens liegt. Der Großteil der damaligen Bevölkerung Reichenbergs waren Deutsche oder deutschsprachige Menschen, die, nebst der ungarischen Bevölkerung, nach dem Krieg 1945 enteignet und nach Deutschland vertrieben wurden. Sie mussten ihre tschechische Heimat verlassen und wurden gezwungen, in der Fremde, irgendwo in Deutschland, ein neues Leben anzufangen. In diesem Zeitraum lernen wir die junge Eva kennen, die mit ihrem Tode die Frauen ihrer Familie gezwungen zusammenbringt: Marlene, Vicky und Christiane (Nane); aus Nanes Sicht Tante, Mutter und Nichte. Eva, ein hitziges, gut betuchtes und lebenslustiges junges Mädchen, das nicht unbedingt, schulisch gesehen, das allerklügste war, aber das Herz am richtigen Flecken hatte. Gesegnet mit einem liebevollen Apotheker-Vater und einer ungarischen Sängerin-Mutter, müssen sie, zum großen Leid der Mutter Julika, von Prag nach Reichenberg übersiedeln. Der Kriegsausbruch zerstört Evas Traum von einem Leben mit ihrer tschechischen Jugendliebe Jan und zwingt sie, ihr neues Heim erneut zu verlassen und in eine ungewisse Zukunft nach Deutschland zu gehen. All dies hat Eva in einem Brief an ihre Enkelin Nane festgehalten, den sie nach Evas Tod von Marlene erhält und damit ganz tief in ihre familiäre Vergangenheit reist und einige gut gehütete Geheimnisse aufdeckt. An vielen Stellen war es sehr schmerzlich zu erfahren, welches Leid viele Menschen ertragen mussten und was alles ihnen genommen wurde. Geschickt verwebt die Autorin in ihren Roman reale geschichtliche Personen und Vorkomnisse mit ihren erfundenen Protagonistinnen und Nebencharakteren. Flüssig und gespannt verfolgt man das Leben von Eva, Marlene und auch das ihrer sehr viel jüngeren Schwester Vicky. Denkt man, man sei auf dem richtigen Weg und hätte eine Ahnung was passieren würde, wird man von Brigitte Riebe überrascht, die manch eine unerwartete Wendung eingebaut hat, die die Freude am Buch noch größer werden lies. "Die Zerstörung der Stadt lastete wie ein Bleigewicht auf allen. Schon lange war der Tod nicht mehr etwas, das nur Soldaten anging oder den unzähligen Deportierten bevorstand. Er konnte einfach vom Himmel fallen, jeden Tag, jede Nacht, jede Stunde - und alle vernichten." (Seite 144) Im Handlungsstrang der Gegenwart spielt Nane die Hauptrolle. Ihr bisheriges Leben ist sehr aus den Fugen geraten und das bekommt sie auch gesundheitlich zu spüren. War ihre Kindheit bei ihren Großeltern am Bodensee voller Liebe und Energie, fehlt ihr dies nun zunehmend. Kann sie durch die Rückkehr an den Ort ihrer Kindheit, trotz des traurigen Anlasses, genug Ruhe finden, um sich zu sammeln und neu zu orientieren oder wird der Zwist ihrer Tante mit ihrer Mutter sie noch mehr belasten? Was wäre ein Familien-Geheimnis-Roman mit starken und interessanten Frauencharakteren ohne eine Aussicht auf Liebe? Ohne Kitsch und Schnulze gibt die Geschichte das Leben wieder, sei es vergangenes oder zukünftiges. Denn neben starken Frauen findet man als Leser auch sehr interessante, sympathische und vielfältige männliche Charaktere, die dieses Buch wunderbar abrunden! Gerne bin ich mit Nane auf Entdeckungsreise gegangen, habe vieles über die Vertreibung von Deutschen aus der damaligen Tschechoslowakei gelernt und damit einen Anstoß für eine umfangreichere eigene Recherche bekommen. Ich habe mit Brigitte Riebes Figuren gelitten und mich gefreut und wurde ganz am Ende auch noch überrascht! Und wieder einmal bringt Brigitte Riebe mit ihren Worten auf den Punkt, das auch heute viele in der schweren und vom Weltgeschehen gebäutelten Welt oftmals vergessen: "Sie waren nicht länger Herr Schulz und Frau Maier, sie waren nur noch Flüchtlinge - ein Stempel, der ihnen wie ein Brandmal anhaftete und den sie so schnell nicht mehr loswürden. Das wurde jedem hier klar." (Seite 342) Fazit: Dieser Roman zeigte mir mal wieder, dass ich mich auf die Autorin verlassen kann. Wo "Brigitte Riebe" draufsteht, ist "Brigitte Riebe" drin. Liebhaber von Familiengeschichten, historischen Begebenheiten und die gerne lang gehütete Geheimnise entdecken wollen, müssen bei diesem Roman unbedingt zugreifen!

5

Seit dem ich Lucinda Riley fr mich entdeckt habe, habe ich eine kleine Vorliebe fr Geschichten um Familiengeheimnisse, die vorzugsweise auf verschiedenen Zeitebenen spielen. Als ich dann das neue Buch von Brigitte Riebe entdeckt habe, war sofort klar, dass Marlenes Geheimnis genau meinen Geschmack treffen knnte. Wir begleiten Nane, die in ihren Heimatort zurckkehrt und dort auf ihre Familie und alte Freunde trifft. Dort angekommen, erhlt sie Aufzeichnungen ihrer Gromutter. Durch diese Aufzeichnungen werden wir mit in die Vergangenheit genommen und erfahren wie es der Familie zu Kriegsbeginn erging. Die Familie wurde aus dem Sudetenland vertrieben und die Autorin schafft es dieses sensible Thema sehr einfhlsam und feinfhlig zu beschreiben. Doch auch in der gegenwrtigen Zeitebene schafft es die Autorin eine Familie zu zeichnen, die sich durch so manche Umstnde voneinander entfernt hat. Unsere gegenwrtige Hauptfigur Nane macht keine leichte Zeit durch, und man merkt frmlich wie sie langsam wieder etwas Halt findet. Beide Handlungsstrnge werden abwechselnd erzhlt und ich knnte nicht sagen, welche Zeitebene ich interessanter fand, denn beide hatten ihren Reiz. Brigitte Riebe hat, wie oben schon erwhnt, eine sehr einfhlsame Art auch grausame Dinge zu schildern, auerdem kann man durch ihre sehr bildhafte Sprache sehr gut in das Geschehen eintauchen. Ihr Schreibstil liest sich sehr flssig und lebendig. Die Geschichte hat mich emotional sehr berhrt, vor allem die grausamen und nicht beschnigten Erlebnisse aus der Kriegszeit beziehungsweise Nachkriegszeit. Letztlich knnte man dem Buch wohl auch den Titel Geheimnis mehrerer Generationen geben, denn im Endeffekt hngt in der Familiengeschichte natrlich alles zusammen. Fr mich war Marlenes Geheimnis ein rundum gelungener Familienroman, der berhrt und auch nachdenklich macht.

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In diesem Roman gibt es zwei Handlungsstränge. Einer führt die Leser ins Sudetenland, wo man mit Eva, ihrer Familie, ihrer Freundin Molly und ihrem geliebten Jan die Zeit des 2. Weltkriegs und danach erlebt. Hier erfährt man den Krieg mit seinen Schrecken und seine Folgen aus Sicht der Menschen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden, weil die Tschechen die verhassten Deutschen nicht mehr in ihrem Land haben wollten. Ich muss gestehen, dass mir die Ereignisse aus diesem Blickwinkel bisher fremd waren, umso stärker hat mich der Roman hier berührt, denn die Charaktere sind so detailliert gezeichnet, die Schicksale der Menschen so eindringlich dargestellt, dass man sich dem einfach nicht entziehen kann. Brigitte Riebe hat ihre fiktiven Figuren in ein nur allzu reales Umfeld gestellt, und was sie da erlebten, macht mich betroffen. Der zweite Handlungsfaden verläuft in der Gegenwart. Marlene Auberlin führt am Bodensee, nach dem Tod ihrer Mutter Eva, das Familienunternehmen, eine gut gehende Schnapsbrennerei, weiter. Nach Evas Beerdigung übergibt Marlene ihrer Nichte Nane, die zur Trauerfeier angereist ist, einen Umschlag mit dem Vermächtnis der Großmutter. Als Nane die Aufzeichnungen liest, wird sie mit mehreren tragischen Familiengeheimnissen konfrontiert. An ihr ist es nun, Licht in das Dunkel der Vergangenheit zu bringen und einiges zu klären. Nane, die bei ihrer Ankunft mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, findet hier, in ihrer alten Heimat zu einer neuen Sichtweise ihres Lebens und ihrer Familie. Sie begegnet Menschen, denen sie vertrauen kann und die sehr wichtig für sie werden. Die Ruhe, Schönheit und Klarheit des Bodensees helfen ihr, die Vergangenheit ihrer Familie aufzuarbeiten und Entscheidungen zu treffen, die ihr weiteres Leben stark beeinflussen werden. Beide Handlungsebenen haben mich fasziniert und sehr berührt. Vor allem bei der Schilderung von Evas dramatischer Vergangenheit musste ich oft schlucken. Die Autorin hat gründlich recherchiert und in ihrem Roman nichts übertrieben oder aufgebauscht, denn die Wahrheit war schrecklich genug, und ähnliche Schicksale wie die hier geschilderten gab es zuhauf. Ich habe schon einige Romane von Brigitte Riebe gelesen, die mir sehr gefallen haben, aber ich finde, mit dieser fesselnden Familiengeschichte hat sie sich selbst übertroffen. Hat man einmal mit dem Buch begonnen, so fällt es sehr schwer, es zwischendurch aus der Hand zu legen, denn Evas, Marlenes und Nanes Geschichte lässt einen nicht mehr los. Vieles, was die Zukunft der Protagonisten angeht, bleibt offen, aber im positiven Sinn, und ich denke, am Ende können wir unsere lieb gewonnenen Helden beruhigt sich selbst überlassen, denn sie werden das, was auf sie zukommt, gemeinsam meistern. In Gedanken werde ich sicher noch oft bei Nane und ihren Lieben weilen, zu stark hat mich diese großartige Geschichte mit all ihren Schicksalen berührt.

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In Marlenes Geheimnis wird nicht nur die Geschichte der Titelgebenden Figur erzählt, sondern vor allem die ihrer Mutter Eva. Eva hat ihrer Enkeltochter Nane ein Schriftstück hinterlassen, in dem sie über ihre Lebensgeschichte berichtet auch der verstorbene Großvater des Nachbarn hat einige Tagebucheinträge hinterlassen, wodurch die Vergangenheit lebendig wird. Als Leser wechselt man zwischen den Kapiteln zwischen den verschiedenen Zeitebenen hin und her. Auf der einen Seite stehen die Berichte von Eva über ihre Vergangenheit im Sudetenland und der nach Kriegsende folgenden Vertreibung und auf der anderen Seite Nane, die sich durch die Aufzeichnungen ihrer Großmutter liest und so einige Geheimnisse aufdeckt. Vor allem die Erzählungen der Vergangenheit gingen mir sehr nah. Alle Charaktere waren unglaublich gut entwickelt und hatten ihre Ecken und Kanten. Als Historikerin hat Brigitte Riebe sehr gut Recherchearbeit geleistet und ich musste immer wieder an Aussagen meiner Urgroßmutter denken, die auch zu denen Vertriebenen zählte. Ein empfehlenswerter Roman über Liebe, Familie, Krieg, Vertreibung und Neuanfang.

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Kurzbeschreibung: Drei Frauen, drei Generationen und ein Geflecht aus Lügen Marlene hat die Vertreibung aus der Heimat nach dem Krieg längst hinter sich gelassen. Vor mehr als siebzig Jahren begann sie mit ihrer Mutter Eva am Bodensee ein neues Leben. Eine florierende Schnapsbrennerei, die die Früchte der Region verarbeitet, ist ihr ganzer Stolz. Erst als ihre Nichte Nane kurz nach Evas Beerdigung die Aufzeichnungen der Großmutter liest, bricht die Vergangenheit ohne Vorwarnung herein. Und ein lang gehütetes Geheimnis kommt zutage... *Quelle* Zur Autorin: Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin und arbeitete zunächst als Verlagslektorin. Sie hat mit großem Erfolg zahlreiche historische Romane veröffentlicht, in denen sie die Geschichte der vergangenen Jahrhunderte wieder lebendig werden lässt. Mit Marlenes Geheimnis widmet sie sich nun der Kriegs- und Nachkriegszeit um 1945. Auch Riebes Familie mütterlicherseits stammt aus Nordböhmen, wo sie wie viele Sudetendeutsche nach dem Ende des Dritten Reichs das Schicksal von Vertreibung und Flucht erlitt. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München. Meinung: Brigitte Riebe ist vor allem für ihre historischen Romane bekannt, jedoch unter dem Pseudonym Teresa Simon auch für die beiden Romane Die Frauen der Rosenvilla und Die Holunderschwestern, die ich begeistert gelesen habe. Die 34-jährige Christiane "Nane" Auberlin lebt in Frankfurt. Zur Beerdigung ihrer Großmutter Eva kehrt sie an den Bodensee zurück. Ein Burn-Out im Anfangsstadium macht ihr zu schaffen, da sie in ihrem Job nicht glücklich ist. Sie hofft, dass sie in der großmütterlichen Heimat, die sie als Kind in ihren Ferien besucht hat, Abstand gewinnen und sich neu orientieren kann. Von ihrer Tante Marlene erhält sie am Tag der Beerdigung einen Umschlag ihrer Großmutter, der ein Notizbuch enthält. In diesem hat Eva ihre Lebensgeschichte aufgeschrieben, die so manche Überraschung bereithält. Brigitte Riebe hat mit Marlenes Geheimnis einen fesselnden Roman ersonnen, der auf zwei Zeitebenen spielt. Für solche Bücher bin ich ja immer zu haben und auch dieses hat mir wieder sehr gut gefallen. Zum einen lernt man hier Christiane, die Enkelin von Eva, kennen, die mit ihrem momentanen Leben alles andere als zufrieden ist und sich durch die Rückkehr an den Bodensee über einiges bewusst wird, in welche Richtung ihr Leben fortan zu gehen hat. Zum anderen erfährt man in Rückblenden, in denen Christiane die Lebensgeschichte ihrer Großmutter Eva liest, was in der Zeit zwischen 1938 und 1953 passiert ist. Hier lernt der Leser Eva kennen, ihre Familie, ihre erste große Liebe, ihre beste Freundin und auch das Mädchen Leni, Christianes Tante. Zentrales Thema ist die nach dem 2. Weltkrieg einsetzende Vertreibung der Sudetendeutschen aus der Tschechoslowakei und wie es dazu kam. Dies schildert Brigitte Riebe sehr anschaulich, ohne ins Kitschige abzudriften. Da auch ich Enkelin eines Vertriebenen bin, aber mein Großvater zu Lebzeiten nie sehr viel über dieses dunkle Kapitel in seiner Vergangenheit erzählt hat, habe ich doch einiges aus dieser Geschichte für mich mitnehmen können. Die Charaktere haben mir durchweg gut gefallen, vor allem natürlich Eva, die eine charakterstarke Frau ist und trotz allem, was sie erleidet, nie den Mut verliert. Auch Christiane, ihre Enkelin, ist eine Person, deren Probleme ich gut nachvollziehen konnte. Tante Marlene war mir zwar anfangs recht unsympathisch, aber zum Schluss hin, wenn man ihre ganz eigene Geschichte kennt, erfährt man auch, warum und muss sie einfach ins Herz schließen. Für mich ist Marlenes Geheimnis wiederum eine gut gelungene Familiengeschichte mit Geheimnissen, die nach und nach aufgedeckt werden und die man durch Brigitte Riebes anschaulichen Schreibstil sehr schnell gelesen hat. Die zwei Zeitebenen, die sich abwechseln, tun dazu ihr übriges. Daher freue ich mich schon auf ihren nächsten Roman unter ihrem Pseudonym Teresa Simon, Die Oleanderfrauen, der im Januar 2018 erscheinen wird. Fazit: Für Leser, die Lucinda Riley und Geschichten auf zwei Zeitebenen lieben, ein unbedingter Lesetipp! Brigitte Riebe schreibt diese Art Romane nämlich genauso perfekt wie ihr irisches Pendant: Ein fesselnder Familienroman mit charakterstarken Frauen und einem lebensprägenden Schicksal.

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