Ludwig XVI. und Marie-Antoinette
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18. Jahrhundert - Frankreich - "Mein" Geschichtsthema. Schon seit ich vor fast 10 Jahren "Rosen von Versailles" gelesen habe, interessiere ich mich für die frz. Revolution. Kurz darauf hatten wir das Thema in Geschichte, sogar mein Abitur habe ich über dieses geschichtsträchtige Ereignis geschrieben. Es folgten zahlreiche weitere Romane, die damit zutun haben und gipfelte dieses Jahr darin, selbst den Schauort zu besuchen - Versailles und Paris. Näher kommt man nicht mehr an die Geschichte heran. Louis XVI. war schon immer mein größter Sympathieträger, dem das größte Mitgefühl ausgesprochen werden muss. Er hat immer für das Volk gearbeitet, aber er erbte eine schwere Bürde. Dass die Franzosen all seine guten Taten so verkannten, das gute in ihm nicht sahen, ihn später als "Tyrannen" bezeichnen, lässt mich wütend zurück. Und das zu Zeiten der Aufklärung, in der man seinen Verstand benutzen sollte. Das ganze Volk bekam davon nichts mit, sondern glaubte nur das, was es glauben wollte. Und selbst die neue Verfassung und neue Regeln wurden weiter missachtet - wofür macht man dann das ganze Theater? Cronin fasst all dies sehr gut zusammen, er nimmt aber klar die Pro-König Fraktion ein. Die teile ich mit ihm, aber manchmal kam es mir vor, als wäre er zuuuu positiv. Er stellt die Ereignisse zT sehr positiv dar, wo ich mich eben frage, ob das wirklich so damals aufgefasst wurde. Er wertet aber auch, und wenn, dann an den richtigen Stellen, meiner Meinung nach. Von daher würde ich es immer noch mit einer gewissen Distanz lesen, aber er schildert gut, es ist keinesfalls langweilig. Es ist detailreich, aufklärend und wenn man dieses Buch gelesen hat, muss man endgültig an der Intelligenz des frz. Volkes zweifeln. Wenn man Louis etwas böse wollen würde, würde man sagen, dass sein größter Fehler war, diese "Österreicherin" zu heiraten. Cronin führt aber sehr gut vor, wie fremdenfeindlich die Franzosen GENERELL Österreich gegenüber war. Das ist pure Schikane, Rassimus, wie wir es heute immer noch kennen. Marie Antoinette konnte tun was sie wollte - das Volk hasste sie. Und wenn man das so sieht, war Louis ein Regent über ein Volk voller Idioten. So muss man es einfach sagen, weil jede Tat einfach ein völliger Widerspruch ist und auch seine Hinrichtung einfach GAR NICHTS gebracht hat. Es ist pures Karma (und das an der richtigen Stelle) dass Robespierre, Saint Just und viele weitere Revolutionäre damals ebenfalls unter Madame Guillotine landeten - es zeigt, dass irgendwann Schluss war, dass das Volk doch noch merkte, dass genug Blut vergossen wurde. (Das war es wahrlich). Wer sich für dieses Geschichtsthema interessiert, dem würde ich dieses Buch empfehlen. Hat mir sehr gut gefallen. Ich würde es aber immer noch mit einer gewissen Skepsis lesen, auch wenn er gegenüber anderen Biografien (wie z.B. von Stefan Zweig) wesentlich besser gearbeitet hat. Was mich nur noch gestört hat, war, dass es keine richtige Chronologie hat, sondern der Schwerpunkt auf mehrere Kapitel verlagert hat. Dadurch kam es zu Zeitsprüngen, die gegen Ende aber weniger wurden. Durch dieses Buch lernt man die königliche Familie kennen, man sieht die Hinrichtung praktisch durch Louis Augen, was mich sehr gerührt hat und mit lang herrschenden Gerüchten (wie z.B. "Maries" bekanntes Zitat: Sollen sie doch Kuchen essen) wird reinen Tisch gemacht. Das hat sie nie gesagt. Auch mit solchen Dingen befasst sich Cronin und bringt Licht ins dunkle Kapitel der frz. Geschichte.
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18. Jahrhundert - Frankreich - "Mein" Geschichtsthema. Schon seit ich vor fast 10 Jahren "Rosen von Versailles" gelesen habe, interessiere ich mich für die frz. Revolution. Kurz darauf hatten wir das Thema in Geschichte, sogar mein Abitur habe ich über dieses geschichtsträchtige Ereignis geschrieben. Es folgten zahlreiche weitere Romane, die damit zutun haben und gipfelte dieses Jahr darin, selbst den Schauort zu besuchen - Versailles und Paris. Näher kommt man nicht mehr an die Geschichte heran. Louis XVI. war schon immer mein größter Sympathieträger, dem das größte Mitgefühl ausgesprochen werden muss. Er hat immer für das Volk gearbeitet, aber er erbte eine schwere Bürde. Dass die Franzosen all seine guten Taten so verkannten, das gute in ihm nicht sahen, ihn später als "Tyrannen" bezeichnen, lässt mich wütend zurück. Und das zu Zeiten der Aufklärung, in der man seinen Verstand benutzen sollte. Das ganze Volk bekam davon nichts mit, sondern glaubte nur das, was es glauben wollte. Und selbst die neue Verfassung und neue Regeln wurden weiter missachtet - wofür macht man dann das ganze Theater? Cronin fasst all dies sehr gut zusammen, er nimmt aber klar die Pro-König Fraktion ein. Die teile ich mit ihm, aber manchmal kam es mir vor, als wäre er zuuuu positiv. Er stellt die Ereignisse zT sehr positiv dar, wo ich mich eben frage, ob das wirklich so damals aufgefasst wurde. Er wertet aber auch, und wenn, dann an den richtigen Stellen, meiner Meinung nach. Von daher würde ich es immer noch mit einer gewissen Distanz lesen, aber er schildert gut, es ist keinesfalls langweilig. Es ist detailreich, aufklärend und wenn man dieses Buch gelesen hat, muss man endgültig an der Intelligenz des frz. Volkes zweifeln. Wenn man Louis etwas böse wollen würde, würde man sagen, dass sein größter Fehler war, diese "Österreicherin" zu heiraten. Cronin führt aber sehr gut vor, wie fremdenfeindlich die Franzosen GENERELL Österreich gegenüber war. Das ist pure Schikane, Rassimus, wie wir es heute immer noch kennen. Marie Antoinette konnte tun was sie wollte - das Volk hasste sie. Und wenn man das so sieht, war Louis ein Regent über ein Volk voller Idioten. So muss man es einfach sagen, weil jede Tat einfach ein völliger Widerspruch ist und auch seine Hinrichtung einfach GAR NICHTS gebracht hat. Es ist pures Karma (und das an der richtigen Stelle) dass Robespierre, Saint Just und viele weitere Revolutionäre damals ebenfalls unter Madame Guillotine landeten - es zeigt, dass irgendwann Schluss war, dass das Volk doch noch merkte, dass genug Blut vergossen wurde. (Das war es wahrlich). Wer sich für dieses Geschichtsthema interessiert, dem würde ich dieses Buch empfehlen. Hat mir sehr gut gefallen. Ich würde es aber immer noch mit einer gewissen Skepsis lesen, auch wenn er gegenüber anderen Biografien (wie z.B. von Stefan Zweig) wesentlich besser gearbeitet hat. Was mich nur noch gestört hat, war, dass es keine richtige Chronologie hat, sondern der Schwerpunkt auf mehrere Kapitel verlagert hat. Dadurch kam es zu Zeitsprüngen, die gegen Ende aber weniger wurden. Durch dieses Buch lernt man die königliche Familie kennen, man sieht die Hinrichtung praktisch durch Louis Augen, was mich sehr gerührt hat und mit lang herrschenden Gerüchten (wie z.B. "Maries" bekanntes Zitat: Sollen sie doch Kuchen essen) wird reinen Tisch gemacht. Das hat sie nie gesagt. Auch mit solchen Dingen befasst sich Cronin und bringt Licht ins dunkle Kapitel der frz. Geschichte.




