Love Alice
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Description
Book Information
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Die Geschichte von Alice und Cherry hat mich überrascht. Oberflächig geht es um Freundschaft und Abenteuer. Aber ist nicht das eigentliche Abenteuer wenn man merkt, dass man mehr für Jemanden empfindet? Das ein oder andere Mal ist man unsicher, was man über die Beziehung der Beiden denken soll. Und auch die anderen Charaktere der kurzlebigen Story sind recht facettenreich aber leider zu kurz angeschnitten. Ich hätte gern mehr von Cherrys Vater Micha erfahren. Oder mehr über Andy und Co und was sie bewegt. Am Ende schwingt die Story sogar noch einmal komplett um. Alles in allem eine nette Geschichte für den Frühling, die ausgebaut werden müsste.
Inhalt: Alice muss ständig umziehen. Ihre Mutter ist Opernsängerin und zieht von einem Aufführungsort zum nächsten. Ihre Tochter muss natürlich mit. So ist es nicht verwunderlich, dass sie keine Freunde hat und sehr einsam ist. Durch einen erneuten Umzug trifft Alice allerdings auf Cherry, ein eigensinniges Mädchen mit verrückten Einfällen. Beide haben es im Leben nicht leicht, doch zusammen überwinden sie ihre Einsamkeit und eine wundervolle, sorglose Freundschaft entsteht. Doch so sorglos soll ihr Leben wohl nicht sein... Meine Meinung: Das Buch hat nur knapp 160 Seiten, weshalb ich zunächst skeptisch war. Ein Buch dessen Klappentext schon verrät, dass es sehr viel um Emotionen geht so dünn zu gestalten, erschien mir doch etwas schwierig. Doch schon beim Lesen wurde schnell klar: Der Roman braucht nicht mehr Seiten. Grund hierfür ist ganz klar die Füller der Emotionen. Es wird keine große Handlung mit ausgefeilten Wendungen benötigt. Kein Konstrukt aus Handlungssträngen. Es geht um die reine Freundschaft zwischen zwei Mädchen, die vom Leben bisher nicht viel erwarten durften. Genau das macht das Buch so fantastisch. Einerseits kann man die zunächst zarte Freundschaft sehen und die Entwicklung miterleben. Es wirkt so rein und natürlich. Nichts wird zu übertrieben dargestellt. Doch neben dieser schönen und zarten Seite der Geschichte, schleicht sich immer eine leicht melancholische Stimmung ein. Mir erging es schon beim Anblick des Covers so. Einerseits schön anzusehen, doch irgendwie schwingt etwas Trauriges mit. Und das wird in der Geschichte auch immer deutlicher, bis etwas passiert, was das Leben der beiden einschneidend verändern soll. Man wird damit konfrontiert, dass das Leben nicht immer gerecht ist. Es wird nichts beschönigt. Ganz passend dazu steht in der Begründung der Jury für den Peter Härtling Preis (welchen dieses Buch gewonnen hat): „Nataly Savina erspart ihren Figuren so wenig wie den Lesern.“ Das kann ich genauso unterschreiben. Die Charaktere fand ich sehr gelungen. Wir haben da zunächst Alice. Aus ihrer Sicht ist die Geschichte geschildert, weshalb man sich vor allem in sie sehr gut hineinversetzen kann. Sie ist ein sehr einsames Mädchen und man kann gut mit ihr fühlen. Manchmal ist sie jedoch sehr eigenartig, was auf den ersten Blick ziemlich befremdlich wirkt, doch in Anbetracht ihres Lebens, der ständigen Einsamkeit und dem Einfluss ihrer exzentrischen Mutter auch wieder nicht. Sie wirkt sehr lieb und ruhig und hat kaum Erfahrungen das „wirkliche“ Leben betreffend. Cherry ist eher das Gegenteil von Alice. Sie ist schlagfertig und wild, macht Karate und hat viele verrückte Ideen. Sie fällt (für mich) unter die Kategorie „Problemkind“ beziehungsweise würde sie wohl so bezeichnet werden. Doch auch sie kann man gut nachvollziehen, da ihr Leben nach und nach immer ein bisschen näher geschildert wurde. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sie in der Freundschaft so zu sagen die Hosen an hat, was ich jedoch ziemlich passend in dieser Situation finde. Der Schreibstil hat mir recht gut gefallen. Die Geschichte ist flüssig zu lesen und die Autorin schafft es, selbst in recht normalen Situationen die Melancholie durchscheinen zu lassen und eine böse Vorahnung aufkommen zu lassen. Der einzige Kritikpunkt den ich habe ist, dass die Geschichte einerseits aus der Sicht von Alice geschrieben ist, andererseits Geschehnisse geschildert werden, die Alice gar nicht wissen kann. Das hat für mich immer eine leichte Unstimmigkeit ergeben, die aber nie lange anhielt. Alles in allem also eine sehr gelungene Geschichte, die einen trotz der wenigen Seiten auf eine Achterbahn der Gefühle mitnimmt. Ich vergebe 4 ½ von 5 Lesezeichen.
Die Protagonistin Alice ist 14 Jahre alt und verhält sich auch dem Alter entsprechend. Im Mittelpunkt der Story stehen immer wieder Konflikte des Erwachsenwerdens und der Entwicklung sowie erste Erfahrungen, darunter auch Liebe. Trotz des Alters verhält sich Alice aber nicht naiv, zwar ist sie wiederholt trotzig, allerdings ist das bei der exzentrischen, überheblichen Diva-Manier ihrer Mutter durchaus nachvollziehbar. Alice steht zu sich selbst und zeigt neben ihrem Übermut auch Vernunft. Sie war mir sympathisch. Bei ihrer Mutter war das schon ein wenig schwieriger. Ich habe bereits ihre Diven-Art erwähnt, manchmal kam sie mir ziemlich egozentrisch und arrogant vor, dennoch wird bemüht, hier auch positive Seiten aufzuzeigen und die enge Beziehung zwischen Alice und ihrer Mutter wird wiederholt aufgegriffen. Dennoch wurde ich bis zum Schluss nicht wirklich mit der Mutter warm. Auch Cherry ist kein Charakter, der leicht zu lieben ist, da auch sie viele Ecken und Kanten hat, dennoch verbirgt sich dahinter ein liebenswertes, ja, verletzliches Mädchen, das man wie Alice irgendwie gern haben muss. Das Büchlein hat nur 160 Seiten und meiner Meinung nach hätte man teilweise noch mehr daraus machen können. So scheint mir die Entstehung der Freundschaft zwischen Cherry und Alice komplett entgangen zu sein, das Ende kam mir zu rasch abgehandelt vor und bei vielen Nebencharakteren wird eine Vielschichtigkeit und weitere Rolle angedeutet, die dann aber nicht ausgearbeitet wird, sodass ich bei einigen das Gefühl hatte, dass da noch was fehlt. Bei dem Hauptteil selbst würde ich allerdings behaupten, dass eine höhere Seitenzahl der Geschichte nur geschadet hätte. Durch den Prolog werden düstere Vorahnungen erweckt, sodass das ganze Buch über trotz der eigentlich eher lockeren Story eine unterschwellige Spannung herrscht und diesbezüglich waren die Entwicklungen auch relativ vorhersehbar, was aber nicht weiter störte, da die Thematik dahinter an sich ziemlich ernst ist. Dennoch hätte man auch hier mehr darauf eingehen können. Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen Cherry und Alice, bei der die Mädchen sich auch über die Grenzen der Freundschaft hinaus tasten. Die Beziehung wird emotionell, berührend und lebendig dargestellt, sodass es Spaß machte, ihrem Verlauf zu folgen. Fazit: Lebendige, außergewöhnliche Beziehung zweier Mädchen, infolge der geringen Seitenzahl hätten einige Bereiche noch besser ausgearbeitet werden können
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Die Geschichte von Alice und Cherry hat mich überrascht. Oberflächig geht es um Freundschaft und Abenteuer. Aber ist nicht das eigentliche Abenteuer wenn man merkt, dass man mehr für Jemanden empfindet? Das ein oder andere Mal ist man unsicher, was man über die Beziehung der Beiden denken soll. Und auch die anderen Charaktere der kurzlebigen Story sind recht facettenreich aber leider zu kurz angeschnitten. Ich hätte gern mehr von Cherrys Vater Micha erfahren. Oder mehr über Andy und Co und was sie bewegt. Am Ende schwingt die Story sogar noch einmal komplett um. Alles in allem eine nette Geschichte für den Frühling, die ausgebaut werden müsste.
Inhalt: Alice muss ständig umziehen. Ihre Mutter ist Opernsängerin und zieht von einem Aufführungsort zum nächsten. Ihre Tochter muss natürlich mit. So ist es nicht verwunderlich, dass sie keine Freunde hat und sehr einsam ist. Durch einen erneuten Umzug trifft Alice allerdings auf Cherry, ein eigensinniges Mädchen mit verrückten Einfällen. Beide haben es im Leben nicht leicht, doch zusammen überwinden sie ihre Einsamkeit und eine wundervolle, sorglose Freundschaft entsteht. Doch so sorglos soll ihr Leben wohl nicht sein... Meine Meinung: Das Buch hat nur knapp 160 Seiten, weshalb ich zunächst skeptisch war. Ein Buch dessen Klappentext schon verrät, dass es sehr viel um Emotionen geht so dünn zu gestalten, erschien mir doch etwas schwierig. Doch schon beim Lesen wurde schnell klar: Der Roman braucht nicht mehr Seiten. Grund hierfür ist ganz klar die Füller der Emotionen. Es wird keine große Handlung mit ausgefeilten Wendungen benötigt. Kein Konstrukt aus Handlungssträngen. Es geht um die reine Freundschaft zwischen zwei Mädchen, die vom Leben bisher nicht viel erwarten durften. Genau das macht das Buch so fantastisch. Einerseits kann man die zunächst zarte Freundschaft sehen und die Entwicklung miterleben. Es wirkt so rein und natürlich. Nichts wird zu übertrieben dargestellt. Doch neben dieser schönen und zarten Seite der Geschichte, schleicht sich immer eine leicht melancholische Stimmung ein. Mir erging es schon beim Anblick des Covers so. Einerseits schön anzusehen, doch irgendwie schwingt etwas Trauriges mit. Und das wird in der Geschichte auch immer deutlicher, bis etwas passiert, was das Leben der beiden einschneidend verändern soll. Man wird damit konfrontiert, dass das Leben nicht immer gerecht ist. Es wird nichts beschönigt. Ganz passend dazu steht in der Begründung der Jury für den Peter Härtling Preis (welchen dieses Buch gewonnen hat): „Nataly Savina erspart ihren Figuren so wenig wie den Lesern.“ Das kann ich genauso unterschreiben. Die Charaktere fand ich sehr gelungen. Wir haben da zunächst Alice. Aus ihrer Sicht ist die Geschichte geschildert, weshalb man sich vor allem in sie sehr gut hineinversetzen kann. Sie ist ein sehr einsames Mädchen und man kann gut mit ihr fühlen. Manchmal ist sie jedoch sehr eigenartig, was auf den ersten Blick ziemlich befremdlich wirkt, doch in Anbetracht ihres Lebens, der ständigen Einsamkeit und dem Einfluss ihrer exzentrischen Mutter auch wieder nicht. Sie wirkt sehr lieb und ruhig und hat kaum Erfahrungen das „wirkliche“ Leben betreffend. Cherry ist eher das Gegenteil von Alice. Sie ist schlagfertig und wild, macht Karate und hat viele verrückte Ideen. Sie fällt (für mich) unter die Kategorie „Problemkind“ beziehungsweise würde sie wohl so bezeichnet werden. Doch auch sie kann man gut nachvollziehen, da ihr Leben nach und nach immer ein bisschen näher geschildert wurde. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sie in der Freundschaft so zu sagen die Hosen an hat, was ich jedoch ziemlich passend in dieser Situation finde. Der Schreibstil hat mir recht gut gefallen. Die Geschichte ist flüssig zu lesen und die Autorin schafft es, selbst in recht normalen Situationen die Melancholie durchscheinen zu lassen und eine böse Vorahnung aufkommen zu lassen. Der einzige Kritikpunkt den ich habe ist, dass die Geschichte einerseits aus der Sicht von Alice geschrieben ist, andererseits Geschehnisse geschildert werden, die Alice gar nicht wissen kann. Das hat für mich immer eine leichte Unstimmigkeit ergeben, die aber nie lange anhielt. Alles in allem also eine sehr gelungene Geschichte, die einen trotz der wenigen Seiten auf eine Achterbahn der Gefühle mitnimmt. Ich vergebe 4 ½ von 5 Lesezeichen.
Die Protagonistin Alice ist 14 Jahre alt und verhält sich auch dem Alter entsprechend. Im Mittelpunkt der Story stehen immer wieder Konflikte des Erwachsenwerdens und der Entwicklung sowie erste Erfahrungen, darunter auch Liebe. Trotz des Alters verhält sich Alice aber nicht naiv, zwar ist sie wiederholt trotzig, allerdings ist das bei der exzentrischen, überheblichen Diva-Manier ihrer Mutter durchaus nachvollziehbar. Alice steht zu sich selbst und zeigt neben ihrem Übermut auch Vernunft. Sie war mir sympathisch. Bei ihrer Mutter war das schon ein wenig schwieriger. Ich habe bereits ihre Diven-Art erwähnt, manchmal kam sie mir ziemlich egozentrisch und arrogant vor, dennoch wird bemüht, hier auch positive Seiten aufzuzeigen und die enge Beziehung zwischen Alice und ihrer Mutter wird wiederholt aufgegriffen. Dennoch wurde ich bis zum Schluss nicht wirklich mit der Mutter warm. Auch Cherry ist kein Charakter, der leicht zu lieben ist, da auch sie viele Ecken und Kanten hat, dennoch verbirgt sich dahinter ein liebenswertes, ja, verletzliches Mädchen, das man wie Alice irgendwie gern haben muss. Das Büchlein hat nur 160 Seiten und meiner Meinung nach hätte man teilweise noch mehr daraus machen können. So scheint mir die Entstehung der Freundschaft zwischen Cherry und Alice komplett entgangen zu sein, das Ende kam mir zu rasch abgehandelt vor und bei vielen Nebencharakteren wird eine Vielschichtigkeit und weitere Rolle angedeutet, die dann aber nicht ausgearbeitet wird, sodass ich bei einigen das Gefühl hatte, dass da noch was fehlt. Bei dem Hauptteil selbst würde ich allerdings behaupten, dass eine höhere Seitenzahl der Geschichte nur geschadet hätte. Durch den Prolog werden düstere Vorahnungen erweckt, sodass das ganze Buch über trotz der eigentlich eher lockeren Story eine unterschwellige Spannung herrscht und diesbezüglich waren die Entwicklungen auch relativ vorhersehbar, was aber nicht weiter störte, da die Thematik dahinter an sich ziemlich ernst ist. Dennoch hätte man auch hier mehr darauf eingehen können. Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen Cherry und Alice, bei der die Mädchen sich auch über die Grenzen der Freundschaft hinaus tasten. Die Beziehung wird emotionell, berührend und lebendig dargestellt, sodass es Spaß machte, ihrem Verlauf zu folgen. Fazit: Lebendige, außergewöhnliche Beziehung zweier Mädchen, infolge der geringen Seitenzahl hätten einige Bereiche noch besser ausgearbeitet werden können









