Little Eve - Kind der Schlange

Little Eve - Kind der Schlange

Hardback
3.827

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Description

Alles, was die Kinder kennen, ist die graue Insel Altnaharra, die einsam im dunklen Meer vor der Küste Schottlands liegt.

Neujahr 1921. Sieben verstümmelte Leichen werden in einem uralten Steinkreis auf einer schottischen Insel entdeckt. Die Opfer sind die Kinder eines Naturkults, der von der Otter regiert wird, einem sadistischen Patriarchen. Und das Wort der Otter ist Gesetz.
Vor der Welt verborgen, verehren die Kinder die Große Schlange, die im Ozean wohnt, tanzen im Morgengrauen auf den Felsen und opfern ihr Blut. Die einzige Überlebende des Massakers behauptet, Eve sei die Mörderin. Doch hinter Eves Geschichte verbirgt sich eine dunklere, seltsamere Wahrheit …

Sarah Pinborough: »Großartige Gothic-Fiction.«

Andrew Cowan: »Brillant, wunderbar geschrieben und voller Überraschungen.«

Philip Womack: »Voller dunkler Kraft und eindringlicher, verblüffender Wendungen. Man rätselt und fiebert bis zum Ende mit.«

Catriona Ward zählt zu den großen neuen Talenten im Thriller-Genre. Alle ihre Romane wurden mit angesehenen Literaturpreisen ausgezeichnet. Sie schreibt dunkle, ausgeklügelte Psycho-Dramen mit Figuren, deren brutale Schicksale sie für den Leser geradezu lebendig werden lässt.

Book Information

Main Genre
Thriller
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
384
Price
27.80 €

Author Description

Catriona Ward wurde in Washington, D. C. geboren und wuchs in den USA, Kenia, Madagaskar, Jemen und Marokko auf. Heute lebt sie in England. Ihr Debüt RAWBLOOD (2015) erhielt den British Fantasy Award als bester Horror-Roman des Jahres. LITTLE EVE gewann den Shirley Jackson Award und wieder den British Fantasy Award für den besten Horror-Roman 2019. Catrionas dritter Roman THE LAST HOUSE ON NEEDLESS STREET erschien 2021 und wurde zum Bestseller, der demnächst verfilmt wird. 2022 folgte der ähnlich erfolgreiche Thriller SUNDIAL

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5

"Little Eve" ist ein Roman, der, wenn man sich auf die Story einlassen kann, an die Nieren geht.

Meinung: "Little Eve" von Catriona Ward ist ein Roman, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Die Geschichte handelt von Eve, einer jungen Frau, die in einer Welt voller Geheimnisse und Lügen lebt, von klein auf Manipulationen ausgesetzt und psychischen Missbrauch erfährt, und diese als völlig normal und rechtens empfindet, ist an manchen Stellen schwer zu ertragen. Da sie und die anderen Kinder nicht wissen, das sie einem Kult angehören, ist deren Sicht auf viele Dinge sehr verstörend. Ward's Schreibstil ist ein wenig schnörkelig aber hypnotisch. Sie schafft es, eine Atmosphäre der Unbehaglichkeit zu erzeugen, die den Leser durch den gesamten Roman begleitet. Die Story wird ruhig und langsam erzählt. Der Spannungsbogen setzt erst spät an und steigert sich dann langsam. Die Geschichte wird in zwei Zeitsträngen erzählt. Einmal 1917 und einmal 1946. Obwohl ich schon früh ahnte, worauf das ganze hinausläuft, war ich doch gespannt, warum diese grausame Tat begangen wurde und von wem. Die Geschichte zeigt die dunklen Abgründe, zu der manche Menschen fähig sind, auf und weil man Paralellen zu den uns heute bekannten Sekte ziehen kann, macht es das Thema dann so grausam realistisch. Ward's Umgang mit Themen wie Trauma, Identität und der Suche nach Wahrheit ist dennoch sehr einfühlsam und nachvollziehbar. Fazit; "Little Eve" ist ein Roman, der an die Nieren geht, wenn man sich darauf einlassen kann. 5/6 Sterne

"Little Eve" ist ein Roman, der, wenn man sich auf die Story einlassen kann, an die Nieren geht.
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Keiner Frägt was die Nacht mit mir gemacht hat...

„Little Eve – Kind der Schlange“ von Catriona Ward ist ein intensiver, atmosphärisch dichter Roman, der mit einer ungewöhnlichen Prämisse und einem unheilvollen Setting besticht. Die Geschichte um eine abgeschottete Gemeinschaft auf einer abgelegenen schottischen Insel ist weniger klassischer Horror als vielmehr ein psychologisches Lehrstück über Macht, Manipulation und den Sog von Kultstrukturen. Ward gelingt es meisterhaft, eine durchweg düstere und beklemmende Stimmung zu erzeugen – jede Seite ist von Geheimnissen, Andeutungen und einem schleichenden Gefühl des Unheils durchdrungen. Besonders interessant ist, wie sie die Mechanismen eines Kults aufzeigt: die totale Kontrolle über Gedanken und Identitäten, die Verklärung des Anführers, die Auflösung der Realität. Allerdings verlangt der Roman seinen Lesern einiges ab. Der Schreibstil ist bewusst verwirrend und verschachtelt, geprägt von unzuverlässigen Erzählerstimmen, die mehr verschleiern als offenbaren. Das erzeugt zwar Spannung, kann aber auch frustrieren – man weiß nie so recht, wem man glauben darf. Hinzu kommen einige Längen im Mittelteil, die den Lesefluss stellenweise bremsen. Auch die Figuren bleiben eher distanziert; Ward interessiert sich weniger für das Wer als für das Warum. Die emotionale Tiefe tritt zugunsten der thematischen Schwere etwas in den Hintergrund. Trotz dieser kleinen Schwächen ist „Little Eve – Kind der Schlange“ ein eindrucksvoll konstruiertes Werk, das lange nachhallt. Wer düstere, komplexe Literatur mag und bereit ist, sich auf ein Spiel aus Wahrheit, Wahn und Täuschung einzulassen, wird hier reich belohnt.

4

Extravagant, aussergewöhnlich. Wer Catriona Ward schätzt, kommt an Little Eve nicht vorbei!

❣️Zitat: " Ich rieche das Blut in meinen Adern. Wir sind aufgerüttelt vom Tod.❣️ Lasst mich direkt loslegen mit einem durchaus extravagantem Buch. Wer Catriona Ward kennt, wird mir zustimmen, dass ihre Schreibe, wie auch ihre Geschichten, tief unter die Haut gehen. Die Autorin nahm mich mit in die 1920'er Jahre. Ich wurde Zeuge eines Kultes, angeführt von einem Mann, der Kinder auf einer Insel zu seinen Gefügten gemacht hat. Welche Methoden hierfür angewandt werden, kann man sich in etwa vorstellen. Wenn ihr es genauer wissen wollt, enthüllt euch das Buch seine Geheimnisse. Ich für meinen Teil habe mit den Kindern in der Dunkelheit gezittert. Unsere Körper duchschüttelt von Angst, aber auch Hoffnung. Ich erfuhr von tiefgreifenden Schicksalen, die mich nicht mehr loslassen wollten. Die Geschichte riss mich, sowie seine Protagonisten, in tiefe Abgründe, jedoch ohne jemals die Hoffnung auf Erlösung zu verlieren. Wir lesen hier ein langsames Buch, getragen durch eine anspruchsvolle Thematik und ein ebenso anspruchsvolles Schreibbild. Eben dieser macht die Story grausam und doch gleichzeitig bildhaft schön, stellenweise träumerisch. Ich verschlang gigantische Broken des Buches, bis am Ende nichts mehr übrig blieb. Aus diesem Grund würde ich Frau Ward's Werk als Pageturner bezeichnen, der jedoch eher in die Kategorie "psychologisches Drama", denn Thriller oder dergleichen einzuordnen gehört. Einzige Kritikpunkte sind die unendlich langen Kapiteln. Zudem wechselt die Autorin zwischen Zeit und Perspektive, ohne dass es gekennzeichnet wäre. Das machte das Lesen leider das ein oder andere Mal etwas anstrengend. Von mir gibt's eine absolute Leseempfehlung 4/5 🐍🐍🐍🐍

Extravagant, aussergewöhnlich. Wer Catriona Ward schätzt, kommt an Little Eve nicht vorbei!
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Sehr empfehlenswert 🖤✨

✧ 𝐙𝐢𝐭𝐚𝐭: „Das Wort ‚Schwester‘ war auf der Insel verboten. Aber das waren wir. Vielleicht werde ich nie die Antwort auf meine Frage erhalten. Ich werde nie wissen, ob mir vergeben wird.“ ✧ 𝐌𝐞𝐢𝐧 𝐋𝐞𝐬𝐞𝐞𝐢𝐧𝐝𝐫𝐮𝐜𝐤: Ein unfassbar atmosphärischer und spannender Roman, der mich wirklich nicht losgelassen hat. Es war von Anfang an mysteriös und düster, und ich habe jede Seite genossen und werde wohl noch viel darüber nachdenken. Ich kam anfangs sehr langsam voran, da der Schreibstil teilweise sehr poetisch war. Aber irgendwann war ich komplett drin, und mir hat die Sprache richtig gut gefallen, weil sie so zu der Geschichte und der Zeit passt, in der sie spielt. Das Buch ist allerdings auch ziemlich verstörend. Vieles war wirklich hart zu ertragen, wobei die schlimmsten Dinge eigentlich nichtmal explizit geschildert wurden. Und doch hat ganz genau gewusst, welche Grausamkeiten sich auf Altnaharra zugetragen haben müssen… Little Eve hat mir unheimlich gut gefallen. Ich habe mit den Beteiligten gezittert - vor Angst und vor Kälte, habe gerätselt und auf das Beste gehofft. Die Wahrheit liegt aber wie so oft, irgendwo zwischen gut und böse. Empfehle ich sehr gerne weiter! 🖤🖤🖤🖤 ✧ 𝐊𝐥𝐚𝐩𝐩𝐞𝐧𝐭𝐞𝐱𝐭: 𝐴𝑙𝑙𝑒𝑠, 𝑤𝑎𝑠 𝑑𝑖𝑒 𝐾𝑖𝑛𝑑𝑒𝑟 𝑘𝑒𝑛𝑛𝑒𝑛, 𝑖𝑠𝑡 𝑑𝑖𝑒 𝑔𝑟𝑎𝑢𝑒 𝐼𝑛𝑠𝑒𝑙 𝐴𝑙𝑡𝑛𝑎ℎ𝑎𝑟𝑟𝑎, 𝑑𝑖𝑒 𝑒𝑖𝑛𝑠𝑎𝑚 𝑖𝑚 𝑑𝑢𝑛𝑘𝑙𝑒𝑛 𝑀𝑒𝑒𝑟 𝑣𝑜𝑟 𝑑𝑒𝑟 𝐾ü𝑠𝑡𝑒 𝑆𝑐ℎ𝑜𝑡𝑡𝑙𝑎𝑛𝑑𝑠 𝑙𝑖𝑒𝑔𝑡. Neujahr 1921. Sieben verstümmelte Leichen werden in einem uralten Steinkreis auf einer schottischen Insel entdeckt. Die Opfer sind die Kinder eines Naturkults, der von der Otter regiert wird, einem sadistischen Patriarchen. Und das Wort der Otter ist Gesetz. Vor der Welt verborgen, verehren die Kinder die Große Schlange, die im Ozean wohnt, tanzen im Morgengrauen auf den Felsen und opfern ihr Blut. Die einzige Überlebende des Massakers behauptet, Eve sei die Mörderin. Doch hinter Eves Geschichte verbirgt sich eine dunklere, seltsamere Wahrheit …

Sehr empfehlenswert 🖤✨
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Willkommen zum #𝕗𝕖𝕤𝕥𝕒𝕗𝕣𝕚𝕕𝕒𝕪 (unbezahlte Werbung) Heute mit meiner Meinung zu: Little Eve – Kind der Schlange - Thriller / Autorin: Catriona Ward / @festaverlag Klappentext / Inhalt: Alles, was die Kinder kennen, ist die graue Insel Altnaharra, die einsam im dunklen Meer vor der Küste Schottlands liegt. Neujahr 1921. Sieben verstümmelte Leichen werden in einem uralten Steinkreis auf einer schottischen Insel entdeckt. Die Opfer sind die Kinder eines Naturkults, der von der Otter regiert wird, einem sadistischen Patriarchen. Und das Wort der Otter ist Gesetz. Vor der Welt verborgen, verehren die Kinder die Große Schlange, die im Ozean wohnt, tanzen im Morgengrauen auf den Felsen und opfern ihr Blut. Die einzige Überlebende des Massakers behauptet, Eve sei die Mörderin. Doch hinter Eves Geschichte verbirgt sich eine dunklere, seltsamere Wahrheit … Hier geht’s zum Buch: https://www.festa-verlag.de/little-eve-kind-der-schlange.html Dort findet ihr auch eine Leseprobe Little Eve war mein zweites Buch der Autorin und ich bin mal wieder absolut begeistert. Zu Beginn fand ich die Zeilen noch etwas verwirrend und fast schon unverständlich, aber nach ein paar Seiten war ich bereits so in der Geschichte gefangen das ich immer wissen wollte wie es nun weiter geht. Catriona Ward schreibt eingängig und sehr ergreifend, die Themen sind hart und brutal – auf einer psychischen Ebene. So entwickelt sich auch Little Eve zu einem Psycho Drama voller schrecklicher Momente, die mich haben des öfteren schlucken lassen. Die einzelnen Figuren, die Umgebung von Altnaharra und die teils wirklich heftige Thematik machen Little Eve fast schon zu einem Pageturner. Allerdings hat die Autorin es nicht so mit kurzen Kapiteln, die sind hier wie gewohnt eher lang und erzählen die Geschichte in einer Zeitspanne von 1917 bis 1946. Es ist kein blutiger Thriller, sondern basiert auf Themen wie M*ssbrauch und Manipulation. Was ist Wahn, was ist Wirklichkeit ? Wer ist Täter, wer ist Opfer ? Diese Fragen stellt man sich hier als Leser nicht nur einmal. Fazit: Ein absolut fantastisches Buch – was mich total begeistern konnte. 5 von 5🐍🐍🐍🐍🐍

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Wieder ein gelungenes Werk !

Eve lebt mit ihren Schwestern auf einer Insel vom Meer umgeben, in einer Burg. Es gibt Regeln zu befolgen, denn die Regel der Otter, des sogenannten Onkels, sind Gesetz. So müssen sie hin und wieder ihr Blut opfern, im kalten Meer schwimmen und das Essen ist streng rationiert, so das sie dauerhaft kurz vorm verhungern sind. Eines Morgens werden ihre Leichen gefunden und es gibt nur eine überlebende. Was ist passiert? Die Geschichte springt zwischen verschiedenen Zeiten. Die Gegenwart: in der wir das Leben der Überlebenden verfolgen und der Vergangenheit: in dieser wir tiefe Einblicke in das Leben der Sekte bzw. des Naturkultes bekommen. Stück für Stück setzt sich das Puzzle zusammen damit am Ende der Leser, das ganze Bild offenbart bekommt. Für mich war dieses Buch etwas ruhiger in seiner Gesamtheit, doch nicht weniger spannend. Denn gerade die Thematik des Kultes hat mich überaus fasziniert. Die Regeln die die Mädchen dulden mussten und zu wieviel leid sie im Stande sind zu ertragen. Das alles mit einer kalten , nassen und düsteren Atmosphäre unterlegt, mit dem üblichen, flüssigen Schreibstil und gut ausgearbeiteten Charakteren , hat das Buch zu einem gelungenen Lesevergnügen gemacht.

4

Düster, atmosphärisch, beklemmend, Slow-Burn…

Nachdem „Das letzte Haus in der Needless Street“ im vergangenen Jahr ein richtiges Highlight für mich war, musste ich unbedingt das neue Buch von Catriona Ward lesen. Dies hat sie vor der „Needless Street“ geschrieben, wurde jetzt aber erst vom Festa-Verlag ins Deutsche versetzt. „Zeit ist wie im Regen stehen. All die Momente. Ich kann nicht jeden Regentropfen mit den Händen greifen.“ (S.104) 1921 werden auf einer Insel nahe Inverness 4 Leichen gefunden, rituell angeordnet in einem Steinkreis. Ein Mann lebte dort, mit zwei Frauen und mehreren Kindern. Sie folgten einem Kult und beteten die Schlange an, die die Welt von den Verdorbenen reinigen soll. Schnell ist die Schuldige gefunden und der Fall wird Ad Acta gelegt. Doch wenn man sich die Beweislage genauer anschaut, gibt es ein paar Ungereimtheiten. Was ist damals wirklich auf der Insel passiert? In Rückblenden begleiten wir Eve, eine der auf der Insel lebenden Mädchen und diejenige, die 3 Jahre später für die grausame Tat verantwortlich gemacht wird. Auch springen wir zeitlich in die Jahre nach dem Unglück und die Perspektive wechselt immer zu verschiedenen beteiligten Personen. In den Rückblicken lernen wir das „Leben“ auf der Insel kennen, bzw. den deutlichen Missbrauch, der mit den Kindern und Frauen dort betrieben wird. Ich finde es immer sehr erschreckend, wie psychischer Missbrauch funktioniert; wie Kinder, die kein anderes Leben kennen, Bestrafungen hinnehmen und Dinge tun, für die „Liebe“ eines Menschen und dem hier vermittelten „Glauben“ gerecht zu werden. S. 209: „In unseren Köpfen und Herzen ist „Onkel“ der Name für „Zuhause“.“ Das ist oft nicht einfach zu lesen und lässt einen mit einem bedrückenden, ekelerregenden und abscheulichen Gefühl zurück. Dies ist kein Thriller der durch Action lebt, sondern der den Leser ganz langsam hineinzieht und bei dem die Spannung sich immer weiter aufbaut, je näher wir auf das Ende zusteuern. Catriona Wards Schreibstil ist atmosphärisch beklemmend und man kann sich der Geschichte nicht mehr entziehen, auch wenn sie noch so schrecklich ist. Ich klammerte mich an jeden Strohhalm, der sich auftat und womöglich zu einer Rettung beitrug, obwohl ich wusste, dass die Geschichte nicht gut enden kann. Catriona Ward hat ein unglaubliches Talent, diese Art von Psychothriller zu schreiben. Definitiv nicht für Jeden etwas, man muss schon wissen, dass man sich hier auf harten Tobak einlässt und man auch mit einem Slow-Burn-Thriller zu tun hat. Ich muss zugeben, dass „Little Eve“ für mich nicht ganz an die „Needless Street„ herankommt; das war einfach noch verworrener und unglaublicher! Allerdings hat Ward „Little Eve“ davor geschrieben, insofern zeigt sich hier auch die starke Entwicklung der Autorin. Mich hat „Little Eve“ so gefesselt und in den Bann gezogen, dass ich es innerhalb von 2 Tagen durchgelesen hatte. Aufgrund dem Vergleich zur „Needless Street“ vergebe ich hier 4 Sterne und spreche eine Empfehlung für all jene aus, die gerne Hardcore-Thriller lesen! Ich freue mich sehr, dass der Festa-Verlag auch die anderen Bücher der Autorin übersetzen wird und werde diese definitiv lesen!

Düster, atmosphärisch, beklemmend, Slow-Burn…
5

Das letzte Werk von Catriona Ward hat mur richtig gut gefallen. Weshalb ich mich auch sehr auf "Little Eve" gefreut habe, aber gleichzeitig auch sehr skeptisch war, weil ich nicht wusste, was mich da erwarten würde. Jetzt am Ende, bin ich wahnsinnig froh es gelesen zu haben, auch wenn es verdammt harte Kost ist, die nicht so einfach an einem vorübergeht. Der Schreibstil der Autorin ist überaus fesselnd und einnehmend. Die Atmosphäre ist sehr düster und beklemmend.  Eve steht hier im Fokus, dabei erfahren wir auch ihre Perspektive, aber nicht nur. Was die Handlung sehr abwechslungsreich gemacht hat. Eve ist eine sehr starke Protagonistin, die mir wirklich unter die Haut ging. Ihr Mut ist unglaublich und auch wenn sich alles gegen sie verschworen hat, so steht Eve immer noch stolz erhobenen Hauptes da. Daneben lernen wir noch weitere Charaktere kennen, die sehr interessant gestaltet sind. Besonders Chief Inspector Black hat mich wirklich beeindruckt und nicht einen Moment losgelassen.  Der Einstieg war bereits sehr nervenaufreibend und zugleich unglaublich verstörend. Ein Massenmord - doch wer ist der Täter? Ein Name ist schnell gefunden, doch kann es tatsächlich wahr sein? Diese Geschichte spielt sich auf unterschiedlichen Zeitebenen ab. Sie beginnt 1917 und endet 1946. Um für das Ganze ein besseres Gefühl zu bekommen, erzählt uns Eve quasi ihre Geschichte von damals und diese ist wirklich extrem heftig. Dabei hat Catriona Ward eine sehr feinfühlige und fantastische Art, das Ganze in Worte zu fassen. Wir erleben hier eine seltsame Gruppierung, die nach ihrem eigenen Glauben lebt. Das muss an sich nicht schlecht sein. Aber hier hat es tiefgreifende Konsequenzen.  Dabei scheint alles fast zu schön um wahr zu sein. Doch zwischen all den fantastischen Elementen, beginnt man zu hinterfragen, was hier wirklich abläuft und das hat mich wirklich überrollt. Die Autorin thematisiert hier enorm sensible und wichtige Themen. Sie erschüttern, machen wütend und gleichzeitig so unfassbar hilflos. Man möchte schreien, aber man kann es nicht. Man ist in einer Taubheit gefangen, die kein Ende nehmen will. Ein Glaube ist extrem gefährlich.  Man glaubt so lange daran, bis es letztendlich wahr wird. Puh. Anders kann ich mir diese Skrupellosigkeit und die extrem tiefen Abgründe nicht erklären. Bösartigkeit in ihrer brutalsten Form. Da ist so viel Schmerz, Tragik, Wut, Angst und Verzweiflung.  Man erlebt diese Menschen, sieht wie sie gefangen sind. Sieht aber auch, dass sie sich daraus nicht lösen können. Denn was würde mit Ihnen in der richtigen Welt passieren? Könnten sie überhaupt überleben?  Wir erleben hier Missbrauch in unterschiedlichen Stadien. Aus menschlicher Hinsicht kaum zu ertragen. Es lässt das Herz unglaublich bluten.   Dabei zeigt uns die Autorin aber auch sehr intensiv die psychologischen Aspekte auf. Denn diese sind nicht nur extrem beängstigend. Sie sind auch elementar mit dem Ursprung verbunden.  Die Autorin zeigt nicht nur, wie manipulativ, berechnend und brutal Menschen sein können. Sondern auch, wie leicht es sich bei anderen Menschen anwenden lässt. Die Grundthematik hat mich schon immer fasziniert. Und hier lernt man das Ganze besser zu verstehen und zu analysieren.  Begreifen kann man es dennoch nicht. Das können nur Menschen, die es selbst erlebt haben. Mich hat diese Geschichte seelisch und moralisch sehr fertig gemacht. Denn es gibt nichts, was es nicht gibt. Und das ist das erschreckende daran.  Wenn man begreift, wie massiv in das Gehirn eingegriffen wird, ist es schon zu spät. Catriona Ward hat es unglaublich gut ausgearbeitet. Ich ziehe meinen Hut davor. Sie beeindruckt mit Menschlichkeit und Wärme. Knallt uns aber gleichzeitig eine skrupellose und berechnende Welt vor die Füße.  Auch wenn die Spannung eher unterschwellig zu spüren ist und es eher leise als laut ist. So ist es ununterbrochen spannend und nervenaufreibend.  Es hinterlässt Spuren bei dir, ob du willst oder nicht. Ich bin einfach nur tief beeindruckt und sprachlos.  Unbedingt lesen.  Fazit: Bereits mit ihrem letzten Werk konnte mich Catriona Ward tief beeindrucken.  "Little Eve" schlägt das Ganze jedoch um Längen. Es ist verdammt harte Kost und sicher nicht für jeden etwas. Besonders, da es um Kinder geht. Dieses Buch hinterlässt Spuren in dir, ob du willst oder nicht. Beklemmend, verstörend und tragisch. Unbedingt lesen. 

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5

Darf ich vorstellen: Mein Lesehighlight aus dem Monat März und bereits mein zweites Buch von Autorin Catriona Ward. 1921 werden auf der Insel Altnaharra, die vor der Küste Schottlands liegt, mehrere verstümmelte Leichen in einem uralten Steinkreis gefunden. Die Opfer sind Kinder eines Naturkults, der von einem sadistischen Mann namens “Onkel“ angeführt wird – und sein Wort war schon immer Gesetz. Vor den Einwohnern der nahe gelegenen Ortschaften verborgen, beten sie zu der Großen Schlange, die sie vor den Verdorbenen reinigen soll und bereiten sich auf das Ende der Welt vor. 
Die einzige Überlebende behauptet, Eve, ihre Schwester, sei die Mörderin. Doch hinter dieser Geschichte steckt mehr, als nur eine grausame Wahrheit. Die Geschichte spielt sich auf unterschiedlichen Zeitebenen ab. Sie beginnt 1917 und endet 1946, wobei wir in diversen Rückblenden das Leben und den fanatisch schrecklichen Alltag von Evelyn und den anderen vermeintlichen Familienmitgliedern kennenlernen. 
Das ist oft nicht einfach zu ertragen, zumal Catriona Ward durch ihr unglaubliches Schreibtalent eine ganz besondere Art besitzt, ihre eigenen Regeln der Realität zu schaffen und den Leser dadurch in einen atmosphärischen Sog zieht. 
Auch ihre Charaktere haben eine enorme Tiefe, die sich durch die vielschichtige Handlung beinahe von den Seiten lösen und gleichzeitig fühlt man sich durch die geschilderten Ereignisse angeekelt, überrollt, aber auch wie hypnotisiert. 
Da ist so viel Wut, Taubheit, Schmerz, Angst, Verzweiflung und Erkenntnis in Eve und ihren Geschwistern, dass man sich oft fragt, wie sie es überhaupt bis hierhin geschafft haben und auch der “angedeutete“ Missbrauch der Mädchen und jungen Frauen spinnt sich im Kopf weiter, bis es kaum noch zu ertragen ist. Die Autorin zeigt hier deutlich, wie manipulativ Menschen sein können und leider auch, wie leicht sich gerade Kinder davon beeinflussen lassen. Ich bin noch immer beeindruckt und fasziniert von “Little Eve: Kind der Schlange“. 
Gothic-Horror-Leseempfehlung - beklemmend, mystisch und düster!

4

Anders als erwartet, aber dennoch fesselnd. Die Geschichte zeigt einmal mehr, wie wir an Dingen festhalten, von denen wir wissen, dass sie nicht gut für uns sind, einfach, weil wir es nicht anders kennen.

5

Sehr lesenswert. Ein spannendes, düsteres Puzzle mit einigen unvorhergesehenen Wendungen.

Spoilerfreie Rezension Nach „Das letzte Haus in der Needless Street“ – mein persönliches Highlight letztes Jahr – hatte ich natürlich große Erwartungen an das neue Buch von Catriona Ward... und ich wurde nicht enttäuscht. Little Eve war, genau wie der andere Roman, ein komplexes, düsteres Puzzle mit kaum vorhersehbaren Wendungen, dessen komplette Lösung sich wieder erst ganz am Schluss offenbart hat. Die Stimmung hat mir fast noch besser gefallen als bei „Das letzte Haus in der Needless Street“, obwohl ich dieses Mal länger brauchte, um mich in die Geschichte reinzulesen. Die Geschichte spielt im Norden Schottlands im frühen 19. Jahrhundert auf einer Insel, geschützt nicht durch Mauern sondern durch das Meer und die Gezeiten selbst, der einzige Zugang zur Insel verschlossen durch ein eisernes Tor über dessen Schlüssel „die Otter“ selbst wacht. Der Patriarch, der über die kleine Gruppe auf der Insel herrscht, bedient sich komplexer Methoden, um seine Schäfchen zu kontrollieren und an sich und die Insel zu binden. Eines Tages kommt es zu einem furchtbaren Massaker mit nur einer Überlebenden, die die grausame Geschichte zu vergessen versucht. Doch manche Schrecken kann man nicht aus dem Gedächtnis streichen... Die ganze Story ist recht verworren und düster, was aber genau so gewollt ist. Während der gesamten Zeit, dachte ich immer wieder, ich wüsste, was der Twist der Geschichte ist und wie sich das Puzzle am Ende zusammensetzt, aber ich lag dann doch recht weit daneben (zumindest mit den meisten Enthüllungen). Catriona Wards Schreibstil gefällt mir sehr gut. Es gelingt ihr leicht eine angespannte und unheilvolle Atmosphäre zu erschaffen, in die der Leser rein gesogen wird und das ohne zu viel ausformulierte Gewalt oder Blutvergießen. Sie spielt mit den Erwartungen und Emotionen ihres Publikums und schafft es so, die Spannung bis zum Ende aufrecht zu halten. Ich bin schon ganz gespannt, welches ihrer Bücher als nächstes auf Deutsch veröffentlicht wird und kann es kaum erwarten, mich in weitere Romane von ihr zu stürzen.

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