Liebesgeschichten

Liebesgeschichten

Softcover
3.01

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Description

Vorreiter der russischen Realisten

Die schönsten Liebesgeschichten Iwan S. Turgenjews wieder im Programm: In den einzigartigen Werken ›Asja‹, ›Eine Unglückliche‹ und ›Das Lied der triumphierenden Liebe‹, zeigt der Dichter sein ganzes Können. Selbst zeitlebens ein unglücklich Liebender, vermag er die Feinheiten des großen Gefühls auf unnachahmliche Weise einzufangen.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Short Stories
Format
Softcover
Pages
220
Price
12.40 €

Author Description

Iwan S. Turgenjew, geboren 1818 in Orel, gestorben 1883 bei Paris, studierte Literatur und Philosophie. Er begann zunächst als Lyriker, schrieb dann sechs Romane und zahlreiche Novellen. Turgenjew gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des russischen Realismus und zählt zu den großen europäischen Novellendichtern.

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Unglückliche Liebesgeschichten kann so ein Turgenjew natürlich schreiben. Besonders die 1. Geschichte des Bandes ("Asja") wusste mir zu gefallen. Es entsinnt sich ein knapp 40-45-jähriger Herr einer unerfüllten Liebe, die er in Deutschland fand, als er auf Reisen im Ausland war. Dort lernt er als Russe wiederum Gagin und Asja kennen, scheinbar Geschwister, und freundet sich mit diesen an. Obwohl "Asja" das Ziel des romantischen Interesses sein wird, verbringt der Ich-Erzähler erst einmal wahnwitzig viel Zeit mit Gagin und beschreibt die angenehmen Stunden mit ihm. Das klingt einfach so krass nach "Bromance", das es fast ein bisschen komisch war. Irgendwann erfährt er dann die "tragische Geschichte" der titelgebenden Figur und muss sich seiner eigenen Gefühle für sie bewusst werden. Leider waren die Erzählungen "Die Unglückliche" und "Das Lied der triumphierenden Liebe", die danach folgten einfach so gar nicht meins. Die 2. Geschichte ist eigentlich eine schöne Milieustudie, die definitiv auch Dostojewski hätte schreiben können mit all ihrem Elend. Aber "unglücklich" fand ich eher diese viel zu ausschweifende Länge. Und muss es immer so unendlich viele Rahmenerzählungen geben? Die 3. Geschichte hat eher Novellencharakter und spielt im 16. Jahrhundert in Italien. Vom Setting her sind die Erzählungen also denkbar unterschiedlich angesetzt. Aber auch hier: unglückliche Liebe und ein bisschen gruselige Zauberei, die sich einem nicht so ganz erklärt. Wenn man eines lernt aus Turgenjew'schen Erzählungen und Romanen, dann dass eindeutig die Männer schuld sind, wenn sie ihre eine große Liebe verpassen. Sie sind die passiven, die uneinsichtigen, die dusseligen - die Frauen dagegen sprechen offen über ihre Gefühle. Mehr als einmal wird Puschkins Tatjana aus "Jewgenij Onegin" zum Vergleich bemüht. Das passt natürlich. Und die Männer schauen dann nach 20 Jahren zurück, jeder für sich ein Hagestolz, und man wundert sich, warum es immer nur Missverständnisse gab. Bin nicht der größte Fan von reinen Liebesgeschichten, aber da ich "Asja" auch als Originaltext bei mir habe, war mir zumindest diese Lektüre wichtig und das lohnte sich ja eindeutig! :) Ansonsten rate ich eher zu Turgenjews Romanen "Väter und Söhne" und "Das Adelsnest".

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