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Die globale Zunahme von Migrationsbewegungen führt vermehrt zum Aufeinandertreffen von Menschen, die in unterschiedlichsten Kulturen sozialisiert wurden und deren Wertvorstellungen folglich voneinander abweichen können. Das Strafrecht sieht sich dabei verschiedentlich mit der Frage konfrontiert, inwiefern es den fremden kulturellen Hintergrund einer beschuldigten Person berücksichtigen soll. Sind dabei vom Einzelnen Anpassungsleistungen zu erwarten oder ist Integration eine Bringschuld der Gesellschaft?
In seiner Studie zeigt Tom Frischknecht anhand forensischer Beispiele systematisch auf, in welchen Bereichen des Strafrechts kulturelle Differenzen zu beachten sind. Der fremdkulturelle Hintergrund eines Beschuldigten kann dabei zu einem Strafausschluss führen oder als Faktor der Strafzumessung von Bedeutung sein. Dies wird anhand der dogmatischen Voraussetzungen individueller strafrechtlicher Verantwortlichkeit und unter Rückgriff auf den Strafzweck der positiven Generalprävention eingehend begründet und erläutert. Als Bezugspunkt dient unter anderem das Rechtsinstitut der 'cultural defense', das vorwiegend in den USA entwickelt wurde und als beispielhafter Versuch gilt, Kulturfremdheit im Recht angemessen Rechnung zu tragen.
ISBN9783258074337
PublisherHaupt Verlag
Publication Date11/19/08
Pages409
Main GenreSpecialized Books
Sub GenreLaw
FormatSoftcover
LanguageGerman
Price74.10 €
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