Kinderklinik Weißensee – Tage des Lichts: Eine Kinderärztin erforscht die heilende Wirkung des Penicillins (Die Kinderärztin 3)

Kinderklinik Weißensee – Tage des Lichts: Eine Kinderärztin erforscht die heilende Wirkung des Penicillins (Die Kinderärztin 3)

Ebook
4.111

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Book Information

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Format
Ebook
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497
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9.99 €

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Kinderklinik Weißensee - Tage des Lichts von Antonia Blum Buch 3 von 4 Typisch für die Zwanzigerjahre in den Großstädten war ein kosmopolitisches Leben mit hektischem Vergnügen, Tanzen und sexueller Offenheit....

Marlene und Maximilian sind mittlerweile verheiratet und arbeiten gemeinsam in der Kinderklinik Weißensee. Zu ihrem Glück fehlen nur noch eigene Kinder. Emma und Kurt sind auch verheiratet und haben Theodor zwischenzeitlich eine kleine Schwester geschenkt. Kurt arbeitet beim Radio und Emma ist Oberschwester in der Kinderklinik. Antonia Blum nimmt uns mit ins Zeitgeschehen der Jahre 1929 bis 1931 und thematisiert neben den fiktiven, persönlichen Schwierigkeiten der beiden Protagonistinnen auch die Schlagzeilen der damaligen Zeit; die Wirtschaftskrise, steigende Preise, Inflation, der Börsencrash "schwarzer Freitag", Blutmai, Massenarbeitslosigkeit, aufkeimender Judenhass, der Beginn vom Ende der Weimarer Republik und den Aufstieg der NSDAP. Sehr interessant war für mich die Geschichte um die zufällige Entdeckung des Penicillins und dessen Namensgebung. Am Ende des Romans wurde auch das Herz wieder ordentlich bedient und eigentlich könnte die Reihe nun vorbei sein. Ich könnte mich nun zufrieden zurücklehnen und die tolle Reihe Revue passieren lassen. Band 4 knüpft nicht direkt an die Folgejahre an sondern erst nach dem Ende des 2. Weltkrieges. Schauen wir mal, ob mich Band 4, nachdem für mich nach Band 3 eigentlich alles erzählt war, auch noch so catchen kann. Ich lass es euch wissen 😉

3

Eine kleine, entspannte Geschichte für zwischendurch, die aber leider relativ flach und voraussehbar geschrieben ist. Der historische Kontext ist gut eingearbeitet, wobei es dann durch die Geschichte bzw die Handlungsstränge manchmal doch ein weeenig kitschig werden kann. Trotzdem kann man das mal zwischendurch gut lesen.

5

Die Bücher über die Kinderklinik in Weissensee haben mir bislang alle gefallen. Wir begleiten in den Büchern Marlene und Emma über mehrere Jahre. Der dritte Teil spielt am Ende der Weimarer Republik. Wie immer waren die Charaktere sehr schön gezeichnet. Emma und Marlene sind mir total ans Herz gewachsen und es war spannend mitzuerleben, wie sie sich weiterentwickeln. Darüberhinaus bekommt man aber auch viel von den politischen Gegebenheiten der damaligen Zeit mit. Eine Zeit mit hoher Arbeitslosigkeit und Armut. Auch die rechtsradikale Bewegung und den Aufstieg der NSDAP wird dargestellt. Sehr interessant fand ich auch die Entdeckung des Penicillins. Diese Buchreihe ist für jeden der Geschichten über Krankenhäuser mag und die sich für historische Romane interessieren. Von meiner Seite eine ganz große Empfehlung.

5

Wieder einmal ein spannender und interessanter Teil der Weißensee-Reihe

4

Mit „Tage des Lichts“ geht Antonia Blums „Kinderklinik Weißensee“ Reihe in die mittlerweile dritte Runde. Die Schwestern Marlene und Emma sind inzwischen erwachsene Frauen, die mitten im Leben stehen. Es gefällt mir gut, dass wir die Entwicklung der beiden über die Jahre miterleben und es ist toll, welchen weiten Weg die ehemaligen Waisenmädchen bereits gegangen sind. Grundsätzlich finde ich den Schreibstil von Antonia Blum immer sehr bildhaft und leicht zu folgen. Während Band 2 eine deutliche Weiterentwicklung war, ist sie mit dieser neuen Fortsetzung wieder auf den Standard von Band 1 gefallen. Die Autorin hat eine Angewohnheit, ihre Beschreibungen um Adjektive zu ergänzen, die die Sätze teilweise unnatürlich und übertrieben klingen lassen. Außerdem ist ihre Vorliebe für das Wort „vornehm“ erneut aufgeflammt. Die Leute lächeln vornehm, tragen vornehme Kleidung etc. Ich musste manches Mal schmunzeln, weil es in meinen Ohren einfach so sonderbar klingt. „Tage des Lichts“ ist kein literarischer Erguss aber angenehme Unterhaltungsliteratur, bei der ich gut entspannen kann. Sehr interessant finde ich immer wieder auf Neue, die Einblicke in den Stand der Medizin. Dass Erkrankungen wie Mittelohrentzündung oder Keuchhusten damals häufig tödlich endeten ist schockierend. Etwas schade, fand ich, dass beide Schwestern mit Eheproblemen zu kämpfen hatten. Insbesondere die Konflikte zwischen Marlene und Maximilian fand ich nicht ganz passend zur bisherigen Charakterbeschreibung. Maximilian agiert hier zwar durchaus wie ein Mann der damaligen Zeit, aber wir haben ihn bisher etwas fortschrittlicher kennengelernt. Er hat bewusst eine Ärztin geheiratet und Marlene immer unterstützt, deswegen wunderte es mich, dass er plötzlich nur noch eine Gebärmaschine in ihr sah, für die es sich nicht gehört, zu arbeiten. Der Schluss war mir persönlich ein wenig zu viel plötzlicher Friede-Freude-Eierkuchen. Wen ich in diesem Band so richtig ins Herz geschlossen habe, war der ehemalige Hausmeister, mit seinen legendären Zauberauftritten. Sehr interessant waren auch die Parallelen zur heutigen Zeit, wie die hohe Inflation und die Energiekosten. Es ist beängstigend, wie sich manche Dinge wiederholen. Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich „Tage des Lichts“ gerne gelesen habe. Mein bisheriger Favorit aus der Weißensee Reihe bleibt allerdings Band 2. Mit freudiger Überraschung habe ich aus dem Nachwort erfahren, dass noch nicht Schluss ist, sondern dass es ein viertes Buch geben wird, welches in 2024 erscheinen soll.

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