In Liebe, deine Lina: Roman | Der große Familienroman der Bestsellerautorin: Über Heimatliebe, den Wunsch nach Freiheit und die große Liebe (Mühlbach-Saga 1)

In Liebe, deine Lina: Roman | Der große Familienroman der Bestsellerautorin: Über Heimatliebe, den Wunsch nach Freiheit und die große Liebe (Mühlbach-Saga 1)

Ebook
4.318

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Book Information

Main Genre
N/A
Sub Genre
N/A
Format
Ebook
Pages
509
Price
9.99 €

Posts

3
All
4

Sehr berührend

Ich liebe die Romane der Autorin und nach Beenden des Buches wird mir auch wieder klar, warum. Sie schreibt so unaufgeregt, persönlich und dadurch sehr mitreißend und berührend. Wir durften sie begleiten in die Heimat ihrer Oma, die Pfalz , in einer ganz anderen weil so fernen Zeit. Damals war alles noch so viel unschuldiger und oft auch viel wertvoller als heute. Aber auch viel strenger und konservativer. So ist es als alleinstehende Frau natürlich verpönt schwanger zu werden und nicht zu heiraten. Ohne zu viel vom Inhalt zu Spoilern- ich hab mich sehr wohl gefühlt in der Geschichte. Obwohl so anders weil die Werte ganz andere waren irgendwie auch so bekannt- vielleicht durch die eigenen Großeltern. Eine unaufgeregte Story die sich sehr flüssig liest und stets fesselnd bleibt. Sehr berührend- auch wenn mich noch sehr interessiert hätte wie es weitergeht. Volle Weiterempfehlung!!

5

Absolut eindrucksvoll Worum geht’s? Mühlbach Ende des 19. Jahrhunderts: Lina und Albert sind ineinander verliebt, seit man denken kann. Als Lina von ihm schwanger wird, verbieten ihm seine Eltern, sie zu heiraten. Albert kann oder will sich nicht gegen sie durchsetzen und die unehelich schwangere Lina wird von der Dorfgemeinschaft verstoßen. Nur Karl, ein Jugendfreund, steht ihr bei. Meine Meinung: „In Liebe, deine Lina“ (Ullstein Buchverlage, 10/2023) ist der zweite historische Roman, den ich von Barbara Leciejewski lese. Und dieser Roman ist wirklich etwas ganz besonderes. Es ist nicht nur eine Geschichte, sondern die Geschichte der Großeltern der Autorin. Sicher ist vieles Fiktion, aber man merkt am Schreibstil und an den Protagonisten, wieviel Familie und Herz die Autorin hier verarbeitet hat. Die Protagonisten sind tatsächlich wie dem Leben entnommen und besonders Lina, Karl, Charlotte und August sind mir direkt ans Herz gewachsen. In dem Buch verarbeitet die Autorin, wie das Leben damals insbesondere in einem kleinen Dorf in der Oberpfalz war. Strenggläubige Leute, harte Sitten – wer da unverheiratet schwanger wurde, wurde sofort verstoßen. So erging es damals Karls Mutter, die nach einer Vergewaltigung schwanger wurde und der niemand geglaubt hat. Wir müssen miterleben, wie Karl von den anderen Kindern geschnitten wird und wie später Lina dasselbe Schicksal erleidet. Nebenbei verarbeitet die Autorin noch die Arbeiteraufstände, den Kampf der Frauen um Gleichberechtigung und wir müssen noch miterleben, wie der erste Weltkrieg beginnt. Aber die eigentliche Geschichte, die Geschichte von Frau Leciejewskis Großeltern ist einfach absolut ergreifend. Wieviel Liebe kann aus so einer Menge Unglück entstehen! Überhaupt ist das Buch einfach nur wundervoll geschrieben und mir liefen mehrfach die Tränen – ob es jetzt Freudentränen waren oder Tränen des Mitgefühls. Es ist wirklich schwer, meinen Eindruck des Buches in Worte zu fassen, so schön fand ich das Buch und so zu Herzen gehend. Und mit August und Charlotte schreit das Buch geradezu nach einem zweiten Teil. Ob die beiden ihre Eltern werden? Oder doch Aaron? Ich habe schon lang kein so ergreifendes Buch mehr gelesen. Ein Buch, das mich tief bewegt hat und an das ich sicher noch lange denken werde, so real und greifbar waren die Charaktere und ihr Leben und Erleben. Und so sehr hat mich ihre Geschichte berührt. Dieses Buch muss man gelesen haben! Die besten Geschichten schreibt eben doch das Leben. Fazit: Barbara Leciejewski erzählt mit „In Liebe, deine Lina“ die Geschichte ihrer Großeltern. Und diese Geschichte ist wahrhaftig herzergreifend. Man merkt schon am Schreibstil, wieviel Herzblut die Autorin hier verarbeitet. Wie viele Erinnerungen an Erzählungen vielleicht aus ihrer Kindheit. Ich weiß nicht, was Fakt und was Fiktion ist, ich weiß nur eins: Dieses Buch hat mich tief berührt und muss unbedingt gelesen werden! 5 Sterne von mir und ich hoffe sehr, dass wir einen weiteren Band bekommen, in dem wir mehr über Charlotte und August erfahren!

4

Da ich die bewegende Art zu schreiben der Autorin sehr gern mag und dieser Roman gleichzeitig für mich ein Stück Heimat und Kindheitserinnerung vermittelt, wollte ich den Roman unbedingt lesen. Sanft, unaufgeregt und voller Gefühl und Emotionen wird hier das Leben einer jungen, impulsiven und fröhlichen Frau geschildert, der als Halbwaise die richtige Aufklärung fehlt und aufgrund einer dummen Unachtsamkeit von den Bewohnern ihres Dorfes gemieden und abgestraft wird. Ohne Arbeit, fehlendes Geld und der eh schon vorhandenen Armut und Alberts Zerrissenheit zwischen elterlichen Forderungen, drohender Enterbung und Feigheit bleibt ihr nichts anderes übrig, als mit ihrer kleinen Tochter das Angebot von Karl anzunehmen. Und dieser Karl ist in meinen Augen wirklich ein tapferer, verständnisvoller und verantwortungsbewusster Mensch, den man sofort ins Herz schließt und der selbst miterlebt hat, wie verletzend Vorurteile und festgefahrene Meinungen sein können und wie chancenlos man ist. Das neue Leben, das sie in Bremen beginnen, wird schön umschrieben. Für mich gleichzeitig ein Stück Kindheitserinnerung, an alte bekannte Orte, Sehenswürdigkeiten geführt zu werden und zu sehen, wie beide versuchen, das Beste aus ihrer nicht ganz unkomplizierten Situation zu machen. Karl kämpft um Lina und seine Adoptivtochter, während man einen intensiven Einblick in die Gefühlswelten erhält. Dabei sind ihnen ihre neuen Freunde eine Hilfe, die für Ablenkung einer völlig anderen Lebensweise als Lina es gewohnt ist sorgen, jedoch gibt es auch so manches Erlebnis, was einem die Tränen in die Augen treibt. Zumal Charlotte, je größer sie wird, Fragen stellt und es sich nicht vermeiden lässt, Kontakt zum Vater zu haben. Auch hier hat sie einen Kinderfreund, den jungen August, mit dem sie durch die enge Freundschaft zwischen ihren Eltern große Unterstützung erhält. Es hat eine Weile gedauert, bis ich in die Geschichte gefunden habe. Anfangs war Lina für mich sehr sprunghaft, oberflächlich und arglos und es hat mir dieses gewisse Gefühl und Verständnis gefehlt. Während Karl mein Herz von Anfang an erobert hat, dauerte es bei Lina, weil sie oft egoistisch, stur und fordernd auftrat, was immer mal wieder durchblitzte. Zudem war auch das Verhalten ihres Bruders Walter für mich nicht ganz verständlich und akzeptabel, Umstände hin oder her. Zeitweise hätte ich mir insgesamt ein klein wenig mehr Spannung und Abwechslung gewünscht, an einigen Stellen zog sich das Buch und einige Abläufe wiederholten sich. Es ist auf jeden Fall anders als von den bisherigen Büchern gewohnt, auch wenn ich zum Schluss dann doch ziemlich mit den Tränen kämpfen musste, weil mich die besondere Verbindung zwischen Karl und Charlotte sehr berührt hat und ihr Zwiespalt großartig umschrieben wurde. Das Ende wirkt etwas abrupt, lässt einiges an Fragen offen, aber es gibt ja einen Folgeband, auf den ich mich trotz einiger kleiner Kritikpunkte dennoch sehr freue. Ein Buch, das sehr emotional über folgenreiche Entscheidungen und Handlungen erzählt und auf sanfte, bewegende Weise zeigt, dass es immer Menschen gibt, die in Not da sind und einem helfen, die Stürme des Lebens zu überwinden und einem helfen, den Platz im Herzen eines anderen zu finden.

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