Im Bann der Freibeuter
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Description
Book Information
Author Description
Johann Christian Lotter studierte Physik in Darmstadt. Er arbeitete zunächst in der Computerentwicklung, dann in der Film- und Fernsehbranche, schließlich in der Videospielindustrie. Zurzeit ist er CTO einer Firma für KI-gestützte Mustererkennung. In der Freizeit schreibt er historische Romane, Sachbücher und SF und unternimmt Reisen in abgelegene Gegenden. Im Web ist er unter books.lotter.org und instagram.com/johann.christian.lotter zu finden.
Posts
Dramatische und fesselnde Reise ins 17. Jahrhundert
Akribisch recherchiert und authentisch geschrieben. Der Leser taucht ein in eine Welt voller Abenteuer, maritimer Spionage und gnadenlosem Überlebenskampf. #Meuterei #Schiffbruch #Piratenleben #Schatzkarte #Liebe #Historienromanen #Abenteuergeschichten à la Fluch der Karibik. Das offene Ende lässt auf eine weitere Ausgabe.
Viele Abenteuer garantiert Lotter fesselt den Leser mit einem ganzen Strauß an Abenteuern, mal auf hoher See mit Freibeutertum, Piraterie, Kaperfahrten auf der Suche nach fetter Beute und dann wieder auch mit Aufenthalten zu Land, mal auf Inseln, dann auch in London und New York. Was für ein wilder Ritt, so liest sich ein richtig guter Abenteuerroman. In flüssiger Sprache, die zudem auch damalig gebräuchliche Begriffe verwendet (was ich sehr schätze), sehr bildgewaltig lässt Lotter die Zeit im 17. Jahrhundert entstehen, so dass ich ganz gefesselt in diese Geschichte rund um den jungen Richard Kreutzner eintauchen konnte. Dieser ist ein belesener Bücherkenner und kein Bergmann. Das will sein Vater aber aus ihm machen, er soll nämlich die Silberminen der Familie weiterführen. Das ist aber nichts für Richard, so dass es kommt, wie es kommen muss, er trifft eine Entscheidung, die ihn tatsächlich auf der Flucht von daheim auf ein Schiff und schließlich an die Seite von William Kidd führt. Zwar nicht ganz freiwillig, damit gehen dann aber seine Abenteuer so richtig los. Bei diesen muss er immer wieder Entscheidungen treffen, die für ihn Folgen habe. Welche Abenteuer dies sind und welche Folgen sie für Richard haben, das möchte ich nicht verraten, denn den Lesegenuss soll der Leser selbst haben. Spannend fand ich neben den erfundenen Personen, dass viele aus der Geschichte überlieferte ebenfalls einbezogen worden sind. Das macht den Roman und die Protagonisten sehr authentisch. Richard ist schon ein wenig ein Hitzkopf, deshalb sind einige seiner Entscheidungen auch eher impulsiv, was die Geschichte natürlich sehr spannend hält. Mir hat das Buch viel Lesespass bereitet und ich empfehle es daher sehr gerne weiter, insbesondere für Abenteuerfans, die Meere, Schiffe und Piraterie mögen. Ich habe auf der Homepage des Autors gesehen, dass die Geschichte um Richard weitererzählt wird und bin schon sehr gespannt darauf.
“Im Bann der Freibeuter” von Johann Christian Lotter, erschienen am 25. September letzten Jahres im emons Verlag, nimmt uns mit auf eine lange Reise ins späte 17. Jahrhundert. Der historische Abenteuerroman, angelehnt an reale Ereignisse, handelt von Träumen, dem Leben und was beide aus uns machen. Unser Protagonist, Richard Kreutzner wächst in Freiberg als Sohn eines tyrannischen Vaters auf, der eine Silbermine besitzt, dessen Leitung er gerne an die nächste Generation weitergeben würde. Leider interessiert sich Richard überhaupt nicht für den Bergbau – er beschäftigt sich lieber mit Büchern. Diese sind es auch, die ihn eines Tages dazu bewegen, fortzulaufen, um Bibliothekar werden. Doch so weit wird es nie kommen, wie wir bereits zum Anfang der Geschichte erfahren, denn die Erzählung beginnt mit der kurz bevorstehenden Hinrichtung unserer Hauptfigur. Ein Dichter, Daniel Defoe, macht es sich zur Aufgabe, Teile seiner Lebensgeschichte niederzuschreiben. Dieser Name dürfte den meisten Lesern etwas sagen. Der Autor bedient sich hier einer wahren Persönlichkeit: Defoe veröffentlichte im 18. Jahrhundert sein berühmtestes Werk “Robinson Crusoe”. Wir begleiten Richard auf seinen haarsträubenden Abenteuern und beobachten, wie er sich immer und immer weiter von seinem eigentlichen Ziel entfernt. Scheint London anfangs nur eine kurze Schiffsfahrt entfernt, soll er letztendlich wirklich dort ankommen – jedoch unter gänzlich anderen Umständen als ursprünglich geplant. Zuvor wird er jedoch viele verschiedene Orte bereisen und unterschiedliche Kulturen kennenlernen, die ihm nicht immer wohl gesonnen sind. Die meiste Zeit segelt er dabei unter dem Kommando des berüchtigten Freibeuters William Kidd und sieht sich auf diese Weise mit den rauen Umgangsformen der Mannschaft und ihrem Aberglauben konfrontiert. Auch Richard selbst bleibt nicht ganz unschuldig, selbst wenn er andere Pläne für seine Zukunft hatte. Anfangs noch entschlossen, eine Anstellung durch die Royal Society zu erhalten, begeht er Gotteslästerung, Mord und Folter schließlich ganz ohne Skrupel. Lotter gelingt es, diese Entwicklung des Protagonisten deutlich spürbar zu machen, ohne, dass diese dabei unrealistisch wirkt, und führt uns so vor Augen, wie aus einem ehrbaren Mann ein waschechter Halunke werden kann. Die Handlung ist dicht und sehr atmosphärisch geschrieben, wirkt aber dennoch nicht wie eine bloße Aneinanderreihung von Szenen, sondern bildet eine spektakuläre Lebensgeschichte ab, die man gerne gespannt beobachtet. Dies mag dem Umstand geschuldet sein, dass der Autor vor der typischen, rauen Ausdrucksweise der Seemänner nicht zurückschreckt und auch Begriffe verwendet, die heute bereits aus dem Sprachgebrauch verschwunden sind. Vorgänge an Bord werden detailliert beschrieben, setzen jedoch etwas Vorwissen oder Recherche voraus, denn viele nautische Fachbegriffe werden nicht erklärt. Doch selbst wenn man nicht jedes unbekannte Wort nachschlägt, kann man der Geschichte trotzdem sehr gut folgen. Lediglich die Vielzahl der Charaktere, welche Richard in den meisten Fällen nur eine Zeit lang begleiten, birgt eine Schwierigkeit. Hier wäre ein Register durchaus hilfreich gewesen, um die Verbindungen zwischen den einzelnen Figuren im Zweifelsfall noch einmal nachlesen zu können. Alles in allem kann ich “Im Bann der Freibeuter” jedem empfehlen, der sich für Piraten interessiert und etwas tiefer in die Materie eintauchen will. Die Handlung überzeugt mit einigen bekannten historischen Persönlichkeiten, aber auch durch den Rhythmus, in dem der Autor Richards Geschichte schildert, sodass kein Abschnitt seines Lebens zu langwierig wird. Trotzdem gelingt es, sich in den Protagonisten hineinzuversetzen und nachzuvollziehen, wie er sich menschlich so stark verändern konnte. Ein Beweis, dass doch niemand vorhersehen kann, wohin uns das Leben führt.
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Johann Christian Lotter studierte Physik in Darmstadt. Er arbeitete zunächst in der Computerentwicklung, dann in der Film- und Fernsehbranche, schließlich in der Videospielindustrie. Zurzeit ist er CTO einer Firma für KI-gestützte Mustererkennung. In der Freizeit schreibt er historische Romane, Sachbücher und SF und unternimmt Reisen in abgelegene Gegenden. Im Web ist er unter books.lotter.org und instagram.com/johann.christian.lotter zu finden.
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Dramatische und fesselnde Reise ins 17. Jahrhundert
Akribisch recherchiert und authentisch geschrieben. Der Leser taucht ein in eine Welt voller Abenteuer, maritimer Spionage und gnadenlosem Überlebenskampf. #Meuterei #Schiffbruch #Piratenleben #Schatzkarte #Liebe #Historienromanen #Abenteuergeschichten à la Fluch der Karibik. Das offene Ende lässt auf eine weitere Ausgabe.
Viele Abenteuer garantiert Lotter fesselt den Leser mit einem ganzen Strauß an Abenteuern, mal auf hoher See mit Freibeutertum, Piraterie, Kaperfahrten auf der Suche nach fetter Beute und dann wieder auch mit Aufenthalten zu Land, mal auf Inseln, dann auch in London und New York. Was für ein wilder Ritt, so liest sich ein richtig guter Abenteuerroman. In flüssiger Sprache, die zudem auch damalig gebräuchliche Begriffe verwendet (was ich sehr schätze), sehr bildgewaltig lässt Lotter die Zeit im 17. Jahrhundert entstehen, so dass ich ganz gefesselt in diese Geschichte rund um den jungen Richard Kreutzner eintauchen konnte. Dieser ist ein belesener Bücherkenner und kein Bergmann. Das will sein Vater aber aus ihm machen, er soll nämlich die Silberminen der Familie weiterführen. Das ist aber nichts für Richard, so dass es kommt, wie es kommen muss, er trifft eine Entscheidung, die ihn tatsächlich auf der Flucht von daheim auf ein Schiff und schließlich an die Seite von William Kidd führt. Zwar nicht ganz freiwillig, damit gehen dann aber seine Abenteuer so richtig los. Bei diesen muss er immer wieder Entscheidungen treffen, die für ihn Folgen habe. Welche Abenteuer dies sind und welche Folgen sie für Richard haben, das möchte ich nicht verraten, denn den Lesegenuss soll der Leser selbst haben. Spannend fand ich neben den erfundenen Personen, dass viele aus der Geschichte überlieferte ebenfalls einbezogen worden sind. Das macht den Roman und die Protagonisten sehr authentisch. Richard ist schon ein wenig ein Hitzkopf, deshalb sind einige seiner Entscheidungen auch eher impulsiv, was die Geschichte natürlich sehr spannend hält. Mir hat das Buch viel Lesespass bereitet und ich empfehle es daher sehr gerne weiter, insbesondere für Abenteuerfans, die Meere, Schiffe und Piraterie mögen. Ich habe auf der Homepage des Autors gesehen, dass die Geschichte um Richard weitererzählt wird und bin schon sehr gespannt darauf.
“Im Bann der Freibeuter” von Johann Christian Lotter, erschienen am 25. September letzten Jahres im emons Verlag, nimmt uns mit auf eine lange Reise ins späte 17. Jahrhundert. Der historische Abenteuerroman, angelehnt an reale Ereignisse, handelt von Träumen, dem Leben und was beide aus uns machen. Unser Protagonist, Richard Kreutzner wächst in Freiberg als Sohn eines tyrannischen Vaters auf, der eine Silbermine besitzt, dessen Leitung er gerne an die nächste Generation weitergeben würde. Leider interessiert sich Richard überhaupt nicht für den Bergbau – er beschäftigt sich lieber mit Büchern. Diese sind es auch, die ihn eines Tages dazu bewegen, fortzulaufen, um Bibliothekar werden. Doch so weit wird es nie kommen, wie wir bereits zum Anfang der Geschichte erfahren, denn die Erzählung beginnt mit der kurz bevorstehenden Hinrichtung unserer Hauptfigur. Ein Dichter, Daniel Defoe, macht es sich zur Aufgabe, Teile seiner Lebensgeschichte niederzuschreiben. Dieser Name dürfte den meisten Lesern etwas sagen. Der Autor bedient sich hier einer wahren Persönlichkeit: Defoe veröffentlichte im 18. Jahrhundert sein berühmtestes Werk “Robinson Crusoe”. Wir begleiten Richard auf seinen haarsträubenden Abenteuern und beobachten, wie er sich immer und immer weiter von seinem eigentlichen Ziel entfernt. Scheint London anfangs nur eine kurze Schiffsfahrt entfernt, soll er letztendlich wirklich dort ankommen – jedoch unter gänzlich anderen Umständen als ursprünglich geplant. Zuvor wird er jedoch viele verschiedene Orte bereisen und unterschiedliche Kulturen kennenlernen, die ihm nicht immer wohl gesonnen sind. Die meiste Zeit segelt er dabei unter dem Kommando des berüchtigten Freibeuters William Kidd und sieht sich auf diese Weise mit den rauen Umgangsformen der Mannschaft und ihrem Aberglauben konfrontiert. Auch Richard selbst bleibt nicht ganz unschuldig, selbst wenn er andere Pläne für seine Zukunft hatte. Anfangs noch entschlossen, eine Anstellung durch die Royal Society zu erhalten, begeht er Gotteslästerung, Mord und Folter schließlich ganz ohne Skrupel. Lotter gelingt es, diese Entwicklung des Protagonisten deutlich spürbar zu machen, ohne, dass diese dabei unrealistisch wirkt, und führt uns so vor Augen, wie aus einem ehrbaren Mann ein waschechter Halunke werden kann. Die Handlung ist dicht und sehr atmosphärisch geschrieben, wirkt aber dennoch nicht wie eine bloße Aneinanderreihung von Szenen, sondern bildet eine spektakuläre Lebensgeschichte ab, die man gerne gespannt beobachtet. Dies mag dem Umstand geschuldet sein, dass der Autor vor der typischen, rauen Ausdrucksweise der Seemänner nicht zurückschreckt und auch Begriffe verwendet, die heute bereits aus dem Sprachgebrauch verschwunden sind. Vorgänge an Bord werden detailliert beschrieben, setzen jedoch etwas Vorwissen oder Recherche voraus, denn viele nautische Fachbegriffe werden nicht erklärt. Doch selbst wenn man nicht jedes unbekannte Wort nachschlägt, kann man der Geschichte trotzdem sehr gut folgen. Lediglich die Vielzahl der Charaktere, welche Richard in den meisten Fällen nur eine Zeit lang begleiten, birgt eine Schwierigkeit. Hier wäre ein Register durchaus hilfreich gewesen, um die Verbindungen zwischen den einzelnen Figuren im Zweifelsfall noch einmal nachlesen zu können. Alles in allem kann ich “Im Bann der Freibeuter” jedem empfehlen, der sich für Piraten interessiert und etwas tiefer in die Materie eintauchen will. Die Handlung überzeugt mit einigen bekannten historischen Persönlichkeiten, aber auch durch den Rhythmus, in dem der Autor Richards Geschichte schildert, sodass kein Abschnitt seines Lebens zu langwierig wird. Trotzdem gelingt es, sich in den Protagonisten hineinzuversetzen und nachzuvollziehen, wie er sich menschlich so stark verändern konnte. Ein Beweis, dass doch niemand vorhersehen kann, wohin uns das Leben führt.










