Hild
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Description
In seventh-century Britain, small kingdoms are merging, frequently and violently. A new religion is coming ashore; the old gods are struggling, their priests worrying. Hild is the king's youngest niece, and she has a glimmering mind and a natural, noble authority. She will become a fascinating woman and one of the pivotal figures of the Middle Ages: Saint Hilda of Whitby.
But now she has only the powerful curiosity of a bright child, a will of adamant, and a way of seeing the world―of studying nature, of matching cause with effect, of observing her surroundings closely and predicting what will happen next―that can seem uncanny, even supernatural, to those around her.
Her uncle, Edwin of Northumbria, plots to become overking of the Angles, ruthlessly using every tool at his disposal: blood, bribery, belief. Hild establishes a place for herself at his side as the king's seer. And she is indispensable―unless she should ever lead the king astray. The stakes are life and death: for Hild, for her family, for her loved ones, and for the increasing numbers who seek the protection of the strange girl who can read the world and see the future.
Hild is a young woman at the heart of the violence, subtlety, and mysticism of the early Middle Ages―all of it brilliantly and accurately evoked by Nicola Griffith's luminous prose. Working from what little historical record is extant, Griffith has brought a beautiful, brutal world to vivid, absorbing life.
Book Information
Posts
Dieses Buch hat mich sprachlich und inhaltlich unglaublich gepackt. "Hild" handelt von der Kindheit und Jugend der titelgebenden Figur, der Heiligen Hilda von Whitby, die es tatsächlich gegeben hat. Da über ihr frühes Leben jedoch fast nichts bekannt ist, imaginiert Nicola Griffith in diesem 600-Seiten Werk, wie Hild aufgewachsen sein könnte, welche Ereignisse sie geprägt und welche Lektionen sie daraus für sich verinnerlicht haben könnte. Umgeben von Machtkämpfen und Intrigen, die teilweise auch ihr eigenes Leben oder das ihrer Liebsten bedrohen, muss Hild sich ihren Platz am königlichen Hofe ihres Onkels sichern und immer wieder dafür kämpfen. Je älter sie wird, desto mehr muss sie sich damit auseinander setzen, wer sie sein möchte und welche Rollen sie einnehmen muss, um sich selbst und die ihr anvertrauten Menschen zu schützen. Mich hat das Buch durch seinen Sprachgebrauch fasziniert, der die Geschichte vor meinem inneren Auge eindrücklich zum Leben erweckt hat. Aber auch das für das Buch zusammengetragene Wissen über Northumbria im siebten Jahrhundert hat mich beeindruckt. Nicola Griffith ist keine Historikerin, hat für dieses Buch jedoch eine umfassende Recherche vorgenommen, die auf jeder Seite zu spüren ist. Zwar bin auch ich keine Historikerin, und kann somit nicht vollständig beurteilen, wie authentisch die Darstellung der Zeit sind, jedoch habe ich als Leserin zu keiner Zeit an der von Griffith präsentierten Welt und Gesellschaft gezweifelt. Besonders gut gefallen hat mir der Fokus auf den alltäglichen Tätigkeiten und Arbeiten, die nötig waren, um das Überleben und den Wohlstand der höfischen Gesellschaft zu sichern. Gerade die traditionell vor allem von Frauen verrichteten Arbeiten - die Textilproduktion durch Weben, Färben und Sticken, aber auch die Verarbeitung von Lebensmitteln und die medizinische Versorgung der Hofgesellschaft, erhalten dabei große Anerkennung und werden durch die Erzählung aufgewertet. Auch wenn das Buch zu großen Teilen aus der Perspektive eines Kindes erzählt wird, hat es viele düstere Stellen und scheut nicht davor zurück die Brutalität der damaligen Zeit zu beleuchten. Gleichzeitig hat Griffith absolut liebenswürdige und glaubhafte Charaktere erschaffen, deren Wohlergehen mir als Leserin ehrlich am Herzen lag. Ich stimme nicht unbedingt mit allen erzählerischen Entscheidungen überein, die die Autorin getroffen hat, bin jedoch nachdrücklich von ihrem Werk beeindruckt. Es gäbe noch so viel mehr über dieses Buch zu sagen, bspw. die Darstellung unterschiedlicher gesellschaftlicher Stände, Sklaverei oder die schleichend größer werdende Einflussnahme des Christentums in der damaligen Zeit. Das würde allerdings den Rahmen dieser Rezension sprengen. Ich werde sicher noch lange an Hild denken und freue mich auch schon auf den Fortsetzungsband Menewood.
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In seventh-century Britain, small kingdoms are merging, frequently and violently. A new religion is coming ashore; the old gods are struggling, their priests worrying. Hild is the king's youngest niece, and she has a glimmering mind and a natural, noble authority. She will become a fascinating woman and one of the pivotal figures of the Middle Ages: Saint Hilda of Whitby.
But now she has only the powerful curiosity of a bright child, a will of adamant, and a way of seeing the world―of studying nature, of matching cause with effect, of observing her surroundings closely and predicting what will happen next―that can seem uncanny, even supernatural, to those around her.
Her uncle, Edwin of Northumbria, plots to become overking of the Angles, ruthlessly using every tool at his disposal: blood, bribery, belief. Hild establishes a place for herself at his side as the king's seer. And she is indispensable―unless she should ever lead the king astray. The stakes are life and death: for Hild, for her family, for her loved ones, and for the increasing numbers who seek the protection of the strange girl who can read the world and see the future.
Hild is a young woman at the heart of the violence, subtlety, and mysticism of the early Middle Ages―all of it brilliantly and accurately evoked by Nicola Griffith's luminous prose. Working from what little historical record is extant, Griffith has brought a beautiful, brutal world to vivid, absorbing life.
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Dieses Buch hat mich sprachlich und inhaltlich unglaublich gepackt. "Hild" handelt von der Kindheit und Jugend der titelgebenden Figur, der Heiligen Hilda von Whitby, die es tatsächlich gegeben hat. Da über ihr frühes Leben jedoch fast nichts bekannt ist, imaginiert Nicola Griffith in diesem 600-Seiten Werk, wie Hild aufgewachsen sein könnte, welche Ereignisse sie geprägt und welche Lektionen sie daraus für sich verinnerlicht haben könnte. Umgeben von Machtkämpfen und Intrigen, die teilweise auch ihr eigenes Leben oder das ihrer Liebsten bedrohen, muss Hild sich ihren Platz am königlichen Hofe ihres Onkels sichern und immer wieder dafür kämpfen. Je älter sie wird, desto mehr muss sie sich damit auseinander setzen, wer sie sein möchte und welche Rollen sie einnehmen muss, um sich selbst und die ihr anvertrauten Menschen zu schützen. Mich hat das Buch durch seinen Sprachgebrauch fasziniert, der die Geschichte vor meinem inneren Auge eindrücklich zum Leben erweckt hat. Aber auch das für das Buch zusammengetragene Wissen über Northumbria im siebten Jahrhundert hat mich beeindruckt. Nicola Griffith ist keine Historikerin, hat für dieses Buch jedoch eine umfassende Recherche vorgenommen, die auf jeder Seite zu spüren ist. Zwar bin auch ich keine Historikerin, und kann somit nicht vollständig beurteilen, wie authentisch die Darstellung der Zeit sind, jedoch habe ich als Leserin zu keiner Zeit an der von Griffith präsentierten Welt und Gesellschaft gezweifelt. Besonders gut gefallen hat mir der Fokus auf den alltäglichen Tätigkeiten und Arbeiten, die nötig waren, um das Überleben und den Wohlstand der höfischen Gesellschaft zu sichern. Gerade die traditionell vor allem von Frauen verrichteten Arbeiten - die Textilproduktion durch Weben, Färben und Sticken, aber auch die Verarbeitung von Lebensmitteln und die medizinische Versorgung der Hofgesellschaft, erhalten dabei große Anerkennung und werden durch die Erzählung aufgewertet. Auch wenn das Buch zu großen Teilen aus der Perspektive eines Kindes erzählt wird, hat es viele düstere Stellen und scheut nicht davor zurück die Brutalität der damaligen Zeit zu beleuchten. Gleichzeitig hat Griffith absolut liebenswürdige und glaubhafte Charaktere erschaffen, deren Wohlergehen mir als Leserin ehrlich am Herzen lag. Ich stimme nicht unbedingt mit allen erzählerischen Entscheidungen überein, die die Autorin getroffen hat, bin jedoch nachdrücklich von ihrem Werk beeindruckt. Es gäbe noch so viel mehr über dieses Buch zu sagen, bspw. die Darstellung unterschiedlicher gesellschaftlicher Stände, Sklaverei oder die schleichend größer werdende Einflussnahme des Christentums in der damaligen Zeit. Das würde allerdings den Rahmen dieser Rezension sprengen. Ich werde sicher noch lange an Hild denken und freue mich auch schon auf den Fortsetzungsband Menewood.





