Herztier
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Description
Book Information
Author Description
Herta Müller wurde 1953 in einem deutschsprachigen Dorf im Banat/Rumänien geboren. Nach einem Publikationsverbot und Repressionen durch den Geheimdienst Securitate konnte sie 1987 nach Berlin ausreisen, wo sie auch heute lebt. Zu ihren bekanntesten Werken gehören die Romane »Atemschaukel« und »Der Fuchs war damals schon der Jäger«, die Prosabände »Niederungen« und »Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt«, der Essayband »Der König verneigt sich und tötet«. Ihre berühmten Gedicht-Collagen sind u. a. gesammelt in »Die blassen Herren mit den Mokkatassen«, »Vater telefoniert mit den Fliegen« und »Im Heimweh ist ein blauer Saal«. Für ihren Roman »Herztier‹ wurde sie 1998 mit dem Impac Dublin Literary Award ausgezeichnet, dem weltweit höchstdotierten Literaturpreis für ein einzelnes Werk. Nach zahlreichen weiteren Ehrungen erhielt sie 2009 den Nobelpreis für Literatur.
Posts
Anstrengend
Wenn man den Buchrücken liest, könnte man eine interessante Geschichte, innerhalb einer dunklen Zeit Rumäniens erwarten. Zum Teil ist das auch so. Man spürt die Atmosphäre der Zeit. Aber nur sehr oberflächlich. Der Schreibstil ist derart anstrengend und kombiniert mit einem so verwirrendem narrativen roten Faden. Innerhalb von Absätzen wechselt die Zeit, mal ist man in der Vergangenheit, mal in der Zukunft. Stellenweise wusste ich nicht mal was was ist und wo man gerade ist. Mal ist ein Protagonist gestorben, im nächsten Absatz wieder da, es ist zum verrückt werden. Gesprochenes wird nicht gekennzeichnet, beispielsweise mit Anführungszeichen. Daran gewöhnt man sich jedoch sehr schnell. Emotional Tief geht das Buch überhaupt nicht. Ereignisse werden schnell mal untergebracht vermischt mit belanglosem. Zwischenmenschliche Gefühle kommen nicht zur Geltung. Hier wird so viel Wert auf den Schreibstil gelegt, das alles andere zu kurz kommt. Leider empfand ich den Schreibstil eher gezwungen und anstrengend. Schade, potenzial wäre da gewesen. Es hat kein Spaß gemacht zu lesen.

Ein Buch,das mir auf den ersten Seiten noch spröde und bruchstückhaft erschien.Je weiter ich es las, desto mehr überzeugte es mich gerade durch seine kurzen und lakonischen Sätze, durch die es gelingt die gedrückte Stimmung und Hoffnungslosigkeit innerhalb eines Unterdrückungssystem sprachlich darzustellen. Von daher für mich ein sprachliches und darstellungsmäßiges Meisterwerk. Der Autorin gelingt es mit knappen Sätzen ein beklemmendes Szenario darzustellen ohne zu überzeichnen, sondern im Gegenteil es schonungslos zu sezieren. Ein lesenswertes Buch.
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Herta Müller wurde 1953 in einem deutschsprachigen Dorf im Banat/Rumänien geboren. Nach einem Publikationsverbot und Repressionen durch den Geheimdienst Securitate konnte sie 1987 nach Berlin ausreisen, wo sie auch heute lebt. Zu ihren bekanntesten Werken gehören die Romane »Atemschaukel« und »Der Fuchs war damals schon der Jäger«, die Prosabände »Niederungen« und »Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt«, der Essayband »Der König verneigt sich und tötet«. Ihre berühmten Gedicht-Collagen sind u. a. gesammelt in »Die blassen Herren mit den Mokkatassen«, »Vater telefoniert mit den Fliegen« und »Im Heimweh ist ein blauer Saal«. Für ihren Roman »Herztier‹ wurde sie 1998 mit dem Impac Dublin Literary Award ausgezeichnet, dem weltweit höchstdotierten Literaturpreis für ein einzelnes Werk. Nach zahlreichen weiteren Ehrungen erhielt sie 2009 den Nobelpreis für Literatur.
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Anstrengend
Wenn man den Buchrücken liest, könnte man eine interessante Geschichte, innerhalb einer dunklen Zeit Rumäniens erwarten. Zum Teil ist das auch so. Man spürt die Atmosphäre der Zeit. Aber nur sehr oberflächlich. Der Schreibstil ist derart anstrengend und kombiniert mit einem so verwirrendem narrativen roten Faden. Innerhalb von Absätzen wechselt die Zeit, mal ist man in der Vergangenheit, mal in der Zukunft. Stellenweise wusste ich nicht mal was was ist und wo man gerade ist. Mal ist ein Protagonist gestorben, im nächsten Absatz wieder da, es ist zum verrückt werden. Gesprochenes wird nicht gekennzeichnet, beispielsweise mit Anführungszeichen. Daran gewöhnt man sich jedoch sehr schnell. Emotional Tief geht das Buch überhaupt nicht. Ereignisse werden schnell mal untergebracht vermischt mit belanglosem. Zwischenmenschliche Gefühle kommen nicht zur Geltung. Hier wird so viel Wert auf den Schreibstil gelegt, das alles andere zu kurz kommt. Leider empfand ich den Schreibstil eher gezwungen und anstrengend. Schade, potenzial wäre da gewesen. Es hat kein Spaß gemacht zu lesen.

Ein Buch,das mir auf den ersten Seiten noch spröde und bruchstückhaft erschien.Je weiter ich es las, desto mehr überzeugte es mich gerade durch seine kurzen und lakonischen Sätze, durch die es gelingt die gedrückte Stimmung und Hoffnungslosigkeit innerhalb eines Unterdrückungssystem sprachlich darzustellen. Von daher für mich ein sprachliches und darstellungsmäßiges Meisterwerk. Der Autorin gelingt es mit knappen Sätzen ein beklemmendes Szenario darzustellen ohne zu überzeichnen, sondern im Gegenteil es schonungslos zu sezieren. Ein lesenswertes Buch.







