hell. dunkel. Life is a Story - story.one
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für alle, die wissen, wie bitter die Jugend schmeckt oder sich trauen, zu kosten.
ich komme nicht darüber hinweg, hell. dunkel mit dem Strandgut zu vergleichen, weil es so einen komplett anderen Lichteinfall hat: Bitter und düster und etwas ganz Anderes über die Liebe erzählt. Was die beiden Kurzgeschichten auf jeden Fall gemeinsam haben: Den Sog. Ich habe mich durch hell.dunkel gegessen, als hätte ich nur fünf Minuten. hell. dunkel erzählt von der jungen Hanna und beginnt mit dem Ende zuerst, um jegliche Überraschung zu vermeiden und sich dem Mittendrin zu widmen und dann doch in einem Prolog zu enden, der brennt. karla schreibt hier über eine begegnung, die sich ins herz krallt und deutliche spuren hinterlässt. Als Leserin war ich immer in Distanz, ich musste das nicht direkt erleben, was Hanna passierte und fühlte, sondern schaute ihr zu - ein bisschen, wie sie zu Beginn selbst sagt: Wir spulen die VHS-Kassette zurück und schauen uns den Film rückwärts an. Und aus ihrem Film fließt genügend Bitterkeit und Angst, die zeigt: So kann es sein in einer Jugend, in der dir alle raten, dass du so wild nur einmal lebst, so ausgelassen und frei, so jung bist du nie wieder. was die menschen bei diesem rat aber auch vergessen, ist: du brauchst ein netz als jugendliche, jemand, der dich bedingungslos liebt und annimmt, auch im dunkeln, du brauchst jemanden, der dich fängt, um wirklich ausflippen und alles riskieren zu können. Und Hanna hat vielleicht ein Netz, aber eines, deren Löcher fast zu groß sind, um alles zu riskieren. Sie will sich nicht zu sehr verlieren in einer Illusion und gibt sich aber trotzdem hin, weil sie sich nach Liebe sehnt. Und wie wohl alle Jugendlichen danach, gesehen und angenommen zu werden und ohne Handbremse fahren zu dürfen und nicht gegen Wände zu knallen. Ich hätte es ihr so gegönnt. Ich mag die Geschichte gerade deswegen, weil sie die Distanz wahrt und ich mich nicht zu sehr in Hannas Gefühlschaos begeben muss, weil ich zuschauen durfte und verstanden habe, was passiert ist. Es ist sehr pointiert geschrieben, sehr dicht, und jeder Satz sitzt. Und was ich auch sehr mochte, war die Bitterkeit der Jugend. Weil die eben nicht nur schön und traumhaft ist, sondern auch schmerzt und unangenehm sein kann und weil es Jugendliche gibt, die einfach nur froh sind, diesen "Spaß" hinter sich zu bringen. also, das buch ist für alle, die wissen, wie bitter die Jugend schmeckt oder sich trauen, zu kosten.

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für alle, die wissen, wie bitter die Jugend schmeckt oder sich trauen, zu kosten.
ich komme nicht darüber hinweg, hell. dunkel mit dem Strandgut zu vergleichen, weil es so einen komplett anderen Lichteinfall hat: Bitter und düster und etwas ganz Anderes über die Liebe erzählt. Was die beiden Kurzgeschichten auf jeden Fall gemeinsam haben: Den Sog. Ich habe mich durch hell.dunkel gegessen, als hätte ich nur fünf Minuten. hell. dunkel erzählt von der jungen Hanna und beginnt mit dem Ende zuerst, um jegliche Überraschung zu vermeiden und sich dem Mittendrin zu widmen und dann doch in einem Prolog zu enden, der brennt. karla schreibt hier über eine begegnung, die sich ins herz krallt und deutliche spuren hinterlässt. Als Leserin war ich immer in Distanz, ich musste das nicht direkt erleben, was Hanna passierte und fühlte, sondern schaute ihr zu - ein bisschen, wie sie zu Beginn selbst sagt: Wir spulen die VHS-Kassette zurück und schauen uns den Film rückwärts an. Und aus ihrem Film fließt genügend Bitterkeit und Angst, die zeigt: So kann es sein in einer Jugend, in der dir alle raten, dass du so wild nur einmal lebst, so ausgelassen und frei, so jung bist du nie wieder. was die menschen bei diesem rat aber auch vergessen, ist: du brauchst ein netz als jugendliche, jemand, der dich bedingungslos liebt und annimmt, auch im dunkeln, du brauchst jemanden, der dich fängt, um wirklich ausflippen und alles riskieren zu können. Und Hanna hat vielleicht ein Netz, aber eines, deren Löcher fast zu groß sind, um alles zu riskieren. Sie will sich nicht zu sehr verlieren in einer Illusion und gibt sich aber trotzdem hin, weil sie sich nach Liebe sehnt. Und wie wohl alle Jugendlichen danach, gesehen und angenommen zu werden und ohne Handbremse fahren zu dürfen und nicht gegen Wände zu knallen. Ich hätte es ihr so gegönnt. Ich mag die Geschichte gerade deswegen, weil sie die Distanz wahrt und ich mich nicht zu sehr in Hannas Gefühlschaos begeben muss, weil ich zuschauen durfte und verstanden habe, was passiert ist. Es ist sehr pointiert geschrieben, sehr dicht, und jeder Satz sitzt. Und was ich auch sehr mochte, war die Bitterkeit der Jugend. Weil die eben nicht nur schön und traumhaft ist, sondern auch schmerzt und unangenehm sein kann und weil es Jugendliche gibt, die einfach nur froh sind, diesen "Spaß" hinter sich zu bringen. also, das buch ist für alle, die wissen, wie bitter die Jugend schmeckt oder sich trauen, zu kosten.





