Gott hassen
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Description
Book Information
Author Description
Jenny Hval, geboren 1980 in Oslo, hat Kreatives Schreiben und Performance in Melbourne, Australien studiert. 2006 ist ihre erste EP »Cigars« erschienen. Seither hat sie fast ein Dutzend Platten aufgenommen, die mit allen wichtigen nordischen Musikpreisen ausgezeichnet wurden. Zuletzt erschien ihr Roman »Perlenbrauerei« bei MÄRZ.
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Ich notiere: "Ich hasse Gott" . Was für eine arrogante Aussage, aber ich habe einen arroganten Charakter ("Ich" - ist das nicht auch nur ein anderes Wort für "Gott" ?). Im Jahr 1990 hasse ich Gott.
Sehr lange bin ich jetzt an diesem Buch gesessen. Ich musste es mehrmals neu beginnen, weil ich es mehrmals abgebrochen hab. Gar nicht mal, weil es schlecht ist, sondern weil es so eigen ist. Jenny Hval beschreibt in ihrem Roman eine Kindheit, ein Aufwachsen, ein Erwachsenwerden in mitten von Hass im Süden Norwegens. Selbsthass, Hass auf die Trostlosigkeit, Hass auf amerikanische Schreibkurse, Hass auf das Wertesystem, Hass auf die Objektifizierung durch Männer. Hass auf Rassismus, Sexismus und Faschismus. Hass darauf Zuflucht im Black Metal zu finden, was aber nur eine absolute chauvenistische Männerdomäne ist. Der Roman ist feministisch, aggressiv, wirr, radikal. Und fesselnd und klug, wenn man es schafft am Ball zu bleiben und an den Ketten entlang zu ziehen. Und teilweise einfach ungeheuerlich faszinierend, gerade wenn es in nahezu surrealistische Bildsprache abgeleitet.
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Jenny Hval, geboren 1980 in Oslo, hat Kreatives Schreiben und Performance in Melbourne, Australien studiert. 2006 ist ihre erste EP »Cigars« erschienen. Seither hat sie fast ein Dutzend Platten aufgenommen, die mit allen wichtigen nordischen Musikpreisen ausgezeichnet wurden. Zuletzt erschien ihr Roman »Perlenbrauerei« bei MÄRZ.
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Ich notiere: "Ich hasse Gott" . Was für eine arrogante Aussage, aber ich habe einen arroganten Charakter ("Ich" - ist das nicht auch nur ein anderes Wort für "Gott" ?). Im Jahr 1990 hasse ich Gott.
Sehr lange bin ich jetzt an diesem Buch gesessen. Ich musste es mehrmals neu beginnen, weil ich es mehrmals abgebrochen hab. Gar nicht mal, weil es schlecht ist, sondern weil es so eigen ist. Jenny Hval beschreibt in ihrem Roman eine Kindheit, ein Aufwachsen, ein Erwachsenwerden in mitten von Hass im Süden Norwegens. Selbsthass, Hass auf die Trostlosigkeit, Hass auf amerikanische Schreibkurse, Hass auf das Wertesystem, Hass auf die Objektifizierung durch Männer. Hass auf Rassismus, Sexismus und Faschismus. Hass darauf Zuflucht im Black Metal zu finden, was aber nur eine absolute chauvenistische Männerdomäne ist. Der Roman ist feministisch, aggressiv, wirr, radikal. Und fesselnd und klug, wenn man es schafft am Ball zu bleiben und an den Ketten entlang zu ziehen. Und teilweise einfach ungeheuerlich faszinierend, gerade wenn es in nahezu surrealistische Bildsprache abgeleitet.





