Gone to the Wolves
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Description
Kip, Leslie, and Kira are outliers-even in the metal scene they love. In arch-conservative Gulf Coast Florida in the late 1980s, just listening to metal can get you arrested, but for the three of them the risk is well worth it, because metal is what leads them to one another.
Different as they are, Kip, Leslie, and Kira form a family of sorts that proves far safer, and more loving, than the families they come from. Together, they make the pilgrimage from Florida's swamp country to the fabled Sunset Strip in Hollywood. But in time, the delicate equilibrium they've found begins to crumble. Leslie moves home to live with his elderly parents; Kip struggles to find his footing in the sordid world of LA music journalism; and Kira, the most troubled of the three, finds herself drawn to ever darker and more extreme strains of metal. On a trip to northern Europe for her twenty-second birthday, in the middle of a show, she simply vanishes. Two years later, the truth about her disappearance reunites Kip with Leslie, who in order to bring Kira home alive must make greater sacrifices than they could ever have imagined.
In his most absorbing and ambitious novel yet, John Wray dives deep into the wild, funhouse world of heavy metal and death cults in the 1980s and '90s. Gone to the Wolves lays bare the intensity, tumult, and thrill of friendship in adolescence-a time when music can often feel like life or death.
Book Information
Posts
Ein Roadmovie der etwas anderen Art 😎.
Metal is forever Es gibt zwar schon jede Menge Biografien von Metal-Musikern, Geschichten über die Szene prägende Bands wie Mötley Crüe oder Judas Priest, aber ein ganzer Roman darüber hat meines Wissens nach Seltenheitswert. Zum Glück hat diese Lücke John Wray mit seinem 2024 im Rowohlt Verlag erschienenen und von Bernhard Robben übersetzten Roman „Unter Wölfen“ geschlossen. Auch wenn der Kreis der Leser:innen eingeschränkt sein dürfte, denn wer sich nicht für die harten Töne begeistern kann, wird wohl auch kaum zu diesem Roman greifen. Und wenn doch, dürften sich viele Nicht Metal-Hörer:innen in ihrer „schlechten“ Meinung über Metal und die diese Musik konsumierenden Menschen „bestätigt“ fühlen, denn John Wray spart nicht damit, liebevoll und immer passend zur Story vorherrschende Klischees in seinen Roman einzubauen *g*. So gibt es zahlreiche Cameo-Auftritte von Bands wie Cannibal Corpse, die frühen Death, Vince Neil von Mötley Crüe oder norwegische Black Metal-Musiker, über deren Gebaren man durchaus kritisch entsetzt sein darf; das aber weiter auszuführen spare ich mir an dieser Stelle. Anyway: wer Metal hört ist (und bleibt) meistens eine Art Außenseiter – ob für Eltern, Familie, Arbeitskolleg:innen etc. Das sollte einem aber herzlich egal sein. Nach dem Motto agieren auch die drei Held:innen des Romans. Kip Norvald, Kira Carson und Leslie Z – alle drei aus mehr oder weniger schwierigen häuslichen bzw. familiären Verhältnissen - lernen sich in den frühen 1980er Jahren in Venice (Florida) kennen. Sind es zunächst Bands wie Death, Cannibal Corpse, Deicide (ja, durch das Namedropping müsst ihr jetzt durch ha ha ha), zu deren Musik sie headbangen, philosophieren und auch lieben, ändert sich mit dem Schauplatz im Roman auch die Musik. Denn im zweiten von drei Abschnitten begleiten wir die drei durch ihre Zeit in Los Angeles mit Bands wie Ratt, Whitesnake, Mötley Crüe, Alice Cooper etc. Kip widmet sich irgendwann sogar beruflich der Szene und verfasst Platten- und Konzertkritiken, während Kira in den legendären Clubs wie dem Palace oder dem Whisky a Go Go kellnert. Der dritte Teil führt dann ins kalte Norwegen, genauer gesagt nach Oslo und Bergen. Kleiner Tipp für die Leser:innen: den „Prolog“ Berlin 1991 nach dem Ende des zweiten Abschnitts noch einmal lesen – erschließt sich dann noch einmal besser! Im Großen und Ganzen hat John Wray mit seinem Roman alles richtig gemacht: er mischt gekonnt CoA mit einer Liebesgeschichte und würzt das Ganze noch mit ein bisschen Thriller-Pfeffer. Zwischendurch verheddert sich der Roman allerdings auch in etwas belanglosen Dialogen oder es triefen die „S** & Drugs“-Klischees etwas zu arg aus den Zeilen, weshalb ich auch ab und an etwas mit den Augen gerollt habe. Die meiste Zeit habe ich mich aber köstlich amüsiert, habe während der Lektüre die ein oder andere erwähnte Platte (wieder)entdeckt (hier wäre eine (komplette) Übersicht der im Buch vorkommenden Alben am Ende oder ein QR-Code zu einem Soundtrack interessant gewesen *g*) – von daher sehe ich über die genannten Schwächen gerne hinweg, gebe 4 headbangende Sterne aus und eine Leseempfehlung für alle, die gerne Heavy Metal hören oder Leser:innen, die die Welt des Metals etwas näher kennenlernen möchten. ©kingofmusic
Spannender, gut lesbarer Roman über die Freundschaft dreier Jugendlicher in den 80er-/90er-Jahren, die die Liebe zu Metal verbindet. Fans und Kenner von (Death-/Black-) Metal kommen hier sehr auf ihre Kosten und erfahren vielleicht noch spannende Details zur Geschichte des Genres. Die Charaktere sind divers und authentisch gestaltet. Die Showdown-Szene ließ für mich einige Fragen offen und wirkte etwas übertrieben. Insgesamt lohnenswerte Lektüre, besonders für dunkle Herbsttage und zu passender Musik. 🤟
Ein wilder Roadtrip durch die Metal-Szene der späten 80er und frühen 90ern. In diesem Buch begleiten wir Kip, Lesley und Kira, jeder auf seine Art ein Aussenseiter, durch ihre wilde Jugend. Anfangs befinden wir uns in Venice, Florida. Kip, der bei seiner Grossmutter aufwächst weil sein Vater im Knast sitzt und die Mutter abgehauen ist. Lesley, schwarz, bi-sexuell und mit jüdischen Adoptiveltern. Und Kira, man will gar nicht wissen was ihr Vater ihr des Nachts in der Trailerpark-Siedlung antut. So unterschiedlich die drei auch sind, es vereint sie die Liebe zur Metal Musik. Das Buch ist in drei Teile unterteilt, Death, Glam und Black. Und wer sich ein bisschen mit der Musik auskennt, weiss sofort, wo die jeweilige Handlung spielt. Anfangs in Florida, wo die drei Teenager sich an einem Konzert von Death das erste Mal richtig kennenlernen. Ein Jahr später ziehen sie nach LA, der Hauptstadt des Glamrocks. Kip wird Musikjournalist, Lesley verliert komplett den Halt und Kira rettet Vince Neil das Leben. Nach turbulenten Jahren in LA zieht es die Jugendlichen anfangs der 90er nach Europa, genauer gesagt nach Norwegen. Von da an entwickelt sich das Buch immer mehr Richtung Thriller und es tun sich menschliche Abgründe auf. Ganz klare Lese-Empfehlung meinerseits, vorallem wenn man die Musik mag. Mein Tipp, hört zusätzlich zum lesen noch die entsprechenden Bands, das macht das ganze Erlebnis noch besser!
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Kip, Leslie, and Kira are outliers-even in the metal scene they love. In arch-conservative Gulf Coast Florida in the late 1980s, just listening to metal can get you arrested, but for the three of them the risk is well worth it, because metal is what leads them to one another.
Different as they are, Kip, Leslie, and Kira form a family of sorts that proves far safer, and more loving, than the families they come from. Together, they make the pilgrimage from Florida's swamp country to the fabled Sunset Strip in Hollywood. But in time, the delicate equilibrium they've found begins to crumble. Leslie moves home to live with his elderly parents; Kip struggles to find his footing in the sordid world of LA music journalism; and Kira, the most troubled of the three, finds herself drawn to ever darker and more extreme strains of metal. On a trip to northern Europe for her twenty-second birthday, in the middle of a show, she simply vanishes. Two years later, the truth about her disappearance reunites Kip with Leslie, who in order to bring Kira home alive must make greater sacrifices than they could ever have imagined.
In his most absorbing and ambitious novel yet, John Wray dives deep into the wild, funhouse world of heavy metal and death cults in the 1980s and '90s. Gone to the Wolves lays bare the intensity, tumult, and thrill of friendship in adolescence-a time when music can often feel like life or death.
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Ein Roadmovie der etwas anderen Art 😎.
Metal is forever Es gibt zwar schon jede Menge Biografien von Metal-Musikern, Geschichten über die Szene prägende Bands wie Mötley Crüe oder Judas Priest, aber ein ganzer Roman darüber hat meines Wissens nach Seltenheitswert. Zum Glück hat diese Lücke John Wray mit seinem 2024 im Rowohlt Verlag erschienenen und von Bernhard Robben übersetzten Roman „Unter Wölfen“ geschlossen. Auch wenn der Kreis der Leser:innen eingeschränkt sein dürfte, denn wer sich nicht für die harten Töne begeistern kann, wird wohl auch kaum zu diesem Roman greifen. Und wenn doch, dürften sich viele Nicht Metal-Hörer:innen in ihrer „schlechten“ Meinung über Metal und die diese Musik konsumierenden Menschen „bestätigt“ fühlen, denn John Wray spart nicht damit, liebevoll und immer passend zur Story vorherrschende Klischees in seinen Roman einzubauen *g*. So gibt es zahlreiche Cameo-Auftritte von Bands wie Cannibal Corpse, die frühen Death, Vince Neil von Mötley Crüe oder norwegische Black Metal-Musiker, über deren Gebaren man durchaus kritisch entsetzt sein darf; das aber weiter auszuführen spare ich mir an dieser Stelle. Anyway: wer Metal hört ist (und bleibt) meistens eine Art Außenseiter – ob für Eltern, Familie, Arbeitskolleg:innen etc. Das sollte einem aber herzlich egal sein. Nach dem Motto agieren auch die drei Held:innen des Romans. Kip Norvald, Kira Carson und Leslie Z – alle drei aus mehr oder weniger schwierigen häuslichen bzw. familiären Verhältnissen - lernen sich in den frühen 1980er Jahren in Venice (Florida) kennen. Sind es zunächst Bands wie Death, Cannibal Corpse, Deicide (ja, durch das Namedropping müsst ihr jetzt durch ha ha ha), zu deren Musik sie headbangen, philosophieren und auch lieben, ändert sich mit dem Schauplatz im Roman auch die Musik. Denn im zweiten von drei Abschnitten begleiten wir die drei durch ihre Zeit in Los Angeles mit Bands wie Ratt, Whitesnake, Mötley Crüe, Alice Cooper etc. Kip widmet sich irgendwann sogar beruflich der Szene und verfasst Platten- und Konzertkritiken, während Kira in den legendären Clubs wie dem Palace oder dem Whisky a Go Go kellnert. Der dritte Teil führt dann ins kalte Norwegen, genauer gesagt nach Oslo und Bergen. Kleiner Tipp für die Leser:innen: den „Prolog“ Berlin 1991 nach dem Ende des zweiten Abschnitts noch einmal lesen – erschließt sich dann noch einmal besser! Im Großen und Ganzen hat John Wray mit seinem Roman alles richtig gemacht: er mischt gekonnt CoA mit einer Liebesgeschichte und würzt das Ganze noch mit ein bisschen Thriller-Pfeffer. Zwischendurch verheddert sich der Roman allerdings auch in etwas belanglosen Dialogen oder es triefen die „S** & Drugs“-Klischees etwas zu arg aus den Zeilen, weshalb ich auch ab und an etwas mit den Augen gerollt habe. Die meiste Zeit habe ich mich aber köstlich amüsiert, habe während der Lektüre die ein oder andere erwähnte Platte (wieder)entdeckt (hier wäre eine (komplette) Übersicht der im Buch vorkommenden Alben am Ende oder ein QR-Code zu einem Soundtrack interessant gewesen *g*) – von daher sehe ich über die genannten Schwächen gerne hinweg, gebe 4 headbangende Sterne aus und eine Leseempfehlung für alle, die gerne Heavy Metal hören oder Leser:innen, die die Welt des Metals etwas näher kennenlernen möchten. ©kingofmusic
Spannender, gut lesbarer Roman über die Freundschaft dreier Jugendlicher in den 80er-/90er-Jahren, die die Liebe zu Metal verbindet. Fans und Kenner von (Death-/Black-) Metal kommen hier sehr auf ihre Kosten und erfahren vielleicht noch spannende Details zur Geschichte des Genres. Die Charaktere sind divers und authentisch gestaltet. Die Showdown-Szene ließ für mich einige Fragen offen und wirkte etwas übertrieben. Insgesamt lohnenswerte Lektüre, besonders für dunkle Herbsttage und zu passender Musik. 🤟
Ein wilder Roadtrip durch die Metal-Szene der späten 80er und frühen 90ern. In diesem Buch begleiten wir Kip, Lesley und Kira, jeder auf seine Art ein Aussenseiter, durch ihre wilde Jugend. Anfangs befinden wir uns in Venice, Florida. Kip, der bei seiner Grossmutter aufwächst weil sein Vater im Knast sitzt und die Mutter abgehauen ist. Lesley, schwarz, bi-sexuell und mit jüdischen Adoptiveltern. Und Kira, man will gar nicht wissen was ihr Vater ihr des Nachts in der Trailerpark-Siedlung antut. So unterschiedlich die drei auch sind, es vereint sie die Liebe zur Metal Musik. Das Buch ist in drei Teile unterteilt, Death, Glam und Black. Und wer sich ein bisschen mit der Musik auskennt, weiss sofort, wo die jeweilige Handlung spielt. Anfangs in Florida, wo die drei Teenager sich an einem Konzert von Death das erste Mal richtig kennenlernen. Ein Jahr später ziehen sie nach LA, der Hauptstadt des Glamrocks. Kip wird Musikjournalist, Lesley verliert komplett den Halt und Kira rettet Vince Neil das Leben. Nach turbulenten Jahren in LA zieht es die Jugendlichen anfangs der 90er nach Europa, genauer gesagt nach Norwegen. Von da an entwickelt sich das Buch immer mehr Richtung Thriller und es tun sich menschliche Abgründe auf. Ganz klare Lese-Empfehlung meinerseits, vorallem wenn man die Musik mag. Mein Tipp, hört zusätzlich zum lesen noch die entsprechenden Bands, das macht das ganze Erlebnis noch besser!







