Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Band 5: Der Erzählungen erster Teil
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Jorge Luis Borges wurde 1899 in Buenos Aires geboren und starb 1986 in Genf. Sein erster Gedichtband erschien 1923. Borges erhielt zahlreiche internationale Ehrungen. Sein Gesamtwerk erscheint im Carl Hanser Verlag.
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Jorge Luis Borges bricht die Realität und macht sprach- und fassungslos!
Wo soll man nur anfangen, so ein Werk auch nur annähernd zusammenzufassen und jemandem näher zu bringen, der Borges noch nie gelesen hat, geschweige denn von ihm gehört hat. Ich wage mich es zu versuchen... Unverständlicherweise genießt Jorge Luis' Borges keine große Beliebtheit und Bekanntschaft in Deutschland, weswegen seine Werke kaum oder nur sehr schwer zu bekommen sind. (Wer jetzt schon neugierig geworden ist solle sich auf allen gängigen Gebrauchtportalen Suchaufträge abspeichern für "Die Fiktionen" & "Das Aleph", denn die Werke werden nicht mehr gedruckt und waren nur in geringen Auflagen erhältlich, dahe teilweise schwer zu finden oder nur zu horrenden Preisen!). Allerdings lohnt sich ein oder mehrere Blicke in das Werk Borges'. Es gab vermutlich nur wenige so belesene und gebildete Menschen; eine Geschichte von ihm zu lesen ist wie unzählige andere Geschichten gleichzeitig zu lesen. Borges liest man auch nicht nebenbei, in der Bahn oder so. Man muss sich Zeit nehmen und diese braucht man auch. Seine Geschichten sind oft nicht länger als 10 Seiten, mehr braucht er nicht um deine Vorstellungskraft einmal auf den Kopf zu stellen und dich lange darüber nachdenken lassen. Oftmals brauche ich 20-30 Minuten für eine nur wenige Seiten lange Geschichte, muss manche Passagen oder manchmal die ganze Erzählung nochmal neu lesen, damit es sich mir auch annähernd erschließt. Und dann entdeckt man beim zweiten Mal wieder gänzlich neue Aspekte. Und beim dritten Mal wieder - und so weiter und sofort. Eines der Lieblingsthemen Borges ist "Das Labyrinth" und oftmals lesen sich seine Geschichten genauso, wie ein Labyrinth. Erst weiß man gar nicht so Recht wo man ist und wo man hinsoll, gelangt man jedoch endlich zum Ende der Geschichte erschließt sich einem teilweise der Weg bis dorthin - aber auch nur teilweise. Der Band enthielt drei Einzelbände, welche auch im Fischer Verlag einzelnd erschienen sind. Da würde ich empfehlen auf die Universalgeschichte der Niedertracht zu verzichten, da er das sehr früh geschrieben hat und seinen Stil noch nicht gefunden hat. Aber ab den "Fiktionen" blüht er auf und obwohl die Universalgeschichte maximal 3,5 Sterne von mir bekommen hätte, bekommt das Buch insgesamt die vollen 5 Sterne. Zu unglaublich gut sind dafür die anderen beiden Bücher. Jorge Luis Borges hat es wie bisher kein Autor zuvor (nicht einmal mein bis dato Liebster Autor Haruki Murakami) geschafft mich derart in den Bann zu ziehen und zu faszinieren, sodass ich nicht nur das komplette Werk erschließen möchte, sondern auch alles über die Person dahinter. Borges war zudem so vielschaffend, dass tatsächlich nur ein kleiner Teil seines Oeuvres Fiktionale Geschichten sind. Er war auch ein begnadeter Essayist und Dichter - alles auf allerhöchstem Niveau. Und alles will, werde und muss ich nun entdecken - aber ich freue mich sehr darauf! Nicht umsonst bezeugen einige der größten Autoren unserer Zeit (Gabriel Garcia Marquez, Umberto Eco oder Roberto Bolano, um nur einige Namen zu nennen), dass es ihre Werke ohne Borges nie gegeben hätte und er für sie einer der größten Schaffenden aller Zeiten war. Man muss dazu sagen, dass es schon recht anspruchsvolle Literatur ist, wenn auch nicht unmöglich Zugang dazu zu finden. Wem das eventuell für den Anfang zu ambitioniert ist, dem empfehlen ich die Geschichten von Ted Chiang. Ich finde seine Geschichten haben etwas von Borges' Stil und Wirkungskraft an sich, sind allerdings wesentlich einfacher geschrieben und haben durch die vielen Sci-Fi-Elemente zudem einen moderneren, leichter zugänglichen Touch. Abschließend bleibt mir nur zu sagen: Lesen, Lesen, Lesen! Man liest hier nicht einfach ein Buch, das hier geht weit darüber hinaus!
Hach, wie ich diesen blinden argentinischen Bibliothekar liebe. Wer sonst hat so viele interessante, faszinierende und zum Nachdenken anregende Ideen, Bilder, Symbole. Steine von einem indischen Berg, die sich der Mathematik verweigern und die ein Blau haben, das man nur im Traum sehen kann? Ein Buch, das keinen Anfang und kein Ende hat? Ein Mann, der Shakespeares Gedächtnis hat? Ein Mann, der sein zwanzig Jahre älteres Ich trifft und sie darüber diskutieren, wer hier wen träumt oder ob beide träumen? So dope. Dazu lief: Caroline Polachek - "Desire, I want to turn into you". Was ein exzellentes Album!
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Jorge Luis Borges wurde 1899 in Buenos Aires geboren und starb 1986 in Genf. Sein erster Gedichtband erschien 1923. Borges erhielt zahlreiche internationale Ehrungen. Sein Gesamtwerk erscheint im Carl Hanser Verlag.
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Jorge Luis Borges bricht die Realität und macht sprach- und fassungslos!
Wo soll man nur anfangen, so ein Werk auch nur annähernd zusammenzufassen und jemandem näher zu bringen, der Borges noch nie gelesen hat, geschweige denn von ihm gehört hat. Ich wage mich es zu versuchen... Unverständlicherweise genießt Jorge Luis' Borges keine große Beliebtheit und Bekanntschaft in Deutschland, weswegen seine Werke kaum oder nur sehr schwer zu bekommen sind. (Wer jetzt schon neugierig geworden ist solle sich auf allen gängigen Gebrauchtportalen Suchaufträge abspeichern für "Die Fiktionen" & "Das Aleph", denn die Werke werden nicht mehr gedruckt und waren nur in geringen Auflagen erhältlich, dahe teilweise schwer zu finden oder nur zu horrenden Preisen!). Allerdings lohnt sich ein oder mehrere Blicke in das Werk Borges'. Es gab vermutlich nur wenige so belesene und gebildete Menschen; eine Geschichte von ihm zu lesen ist wie unzählige andere Geschichten gleichzeitig zu lesen. Borges liest man auch nicht nebenbei, in der Bahn oder so. Man muss sich Zeit nehmen und diese braucht man auch. Seine Geschichten sind oft nicht länger als 10 Seiten, mehr braucht er nicht um deine Vorstellungskraft einmal auf den Kopf zu stellen und dich lange darüber nachdenken lassen. Oftmals brauche ich 20-30 Minuten für eine nur wenige Seiten lange Geschichte, muss manche Passagen oder manchmal die ganze Erzählung nochmal neu lesen, damit es sich mir auch annähernd erschließt. Und dann entdeckt man beim zweiten Mal wieder gänzlich neue Aspekte. Und beim dritten Mal wieder - und so weiter und sofort. Eines der Lieblingsthemen Borges ist "Das Labyrinth" und oftmals lesen sich seine Geschichten genauso, wie ein Labyrinth. Erst weiß man gar nicht so Recht wo man ist und wo man hinsoll, gelangt man jedoch endlich zum Ende der Geschichte erschließt sich einem teilweise der Weg bis dorthin - aber auch nur teilweise. Der Band enthielt drei Einzelbände, welche auch im Fischer Verlag einzelnd erschienen sind. Da würde ich empfehlen auf die Universalgeschichte der Niedertracht zu verzichten, da er das sehr früh geschrieben hat und seinen Stil noch nicht gefunden hat. Aber ab den "Fiktionen" blüht er auf und obwohl die Universalgeschichte maximal 3,5 Sterne von mir bekommen hätte, bekommt das Buch insgesamt die vollen 5 Sterne. Zu unglaublich gut sind dafür die anderen beiden Bücher. Jorge Luis Borges hat es wie bisher kein Autor zuvor (nicht einmal mein bis dato Liebster Autor Haruki Murakami) geschafft mich derart in den Bann zu ziehen und zu faszinieren, sodass ich nicht nur das komplette Werk erschließen möchte, sondern auch alles über die Person dahinter. Borges war zudem so vielschaffend, dass tatsächlich nur ein kleiner Teil seines Oeuvres Fiktionale Geschichten sind. Er war auch ein begnadeter Essayist und Dichter - alles auf allerhöchstem Niveau. Und alles will, werde und muss ich nun entdecken - aber ich freue mich sehr darauf! Nicht umsonst bezeugen einige der größten Autoren unserer Zeit (Gabriel Garcia Marquez, Umberto Eco oder Roberto Bolano, um nur einige Namen zu nennen), dass es ihre Werke ohne Borges nie gegeben hätte und er für sie einer der größten Schaffenden aller Zeiten war. Man muss dazu sagen, dass es schon recht anspruchsvolle Literatur ist, wenn auch nicht unmöglich Zugang dazu zu finden. Wem das eventuell für den Anfang zu ambitioniert ist, dem empfehlen ich die Geschichten von Ted Chiang. Ich finde seine Geschichten haben etwas von Borges' Stil und Wirkungskraft an sich, sind allerdings wesentlich einfacher geschrieben und haben durch die vielen Sci-Fi-Elemente zudem einen moderneren, leichter zugänglichen Touch. Abschließend bleibt mir nur zu sagen: Lesen, Lesen, Lesen! Man liest hier nicht einfach ein Buch, das hier geht weit darüber hinaus!
Hach, wie ich diesen blinden argentinischen Bibliothekar liebe. Wer sonst hat so viele interessante, faszinierende und zum Nachdenken anregende Ideen, Bilder, Symbole. Steine von einem indischen Berg, die sich der Mathematik verweigern und die ein Blau haben, das man nur im Traum sehen kann? Ein Buch, das keinen Anfang und kein Ende hat? Ein Mann, der Shakespeares Gedächtnis hat? Ein Mann, der sein zwanzig Jahre älteres Ich trifft und sie darüber diskutieren, wer hier wen träumt oder ob beide träumen? So dope. Dazu lief: Caroline Polachek - "Desire, I want to turn into you". Was ein exzellentes Album!





