Gesammelte Werke. Gesamtausgabe

Gesammelte Werke. Gesamtausgabe

Hardback

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Description

Im fünften Band der Ausgabe der „Gesammelten Werke“ von Gerhard Rühm sind zum ersten Mal vollständig alle Theaterstücke versammelt. Mit dem frühesten Stück „rund und oval“ (1954) beginnend, erscheinen hier alle Ministücke, Hanswurststücke, Dialektstücke, Konversationsstücke, Konzept- und Aktionsstücke, Puppenspiele und Pantomimen, Bearbeitung nach Klabund, Wedekind und Wilde, neueste Stücke über Sacher-Masoch, Giacomo Meyerbeer und Hugo Wolf. Abgedruckt sind ebenfalls die Klassiker „ophelia und die wörter“ (1968), „reisefieber“ (1984) und „winterreise dahinterweise“ (1990) Der Dichterkomponist Gerhard Rühm ist ein Meister der Reduktion. An den Grenzbereichen zur Bildenden Kunst und zur Musik lotet er die Tiefen menschlicher Kommunikation aus. Die Grundlage dafür bildet eine detaillierte Analyse der Mittel und Möglichkeiten der jeweiligen Kunstform - gewissermaßen ihrer Parameter. Rühm befreit die Sprache von ihren gebrauchsbedingten Konventionen, um sie als ästhetisches Material voll verfügbar zu machen und als solches auf den Bewusstseinsstrand der Neuen Musik und Bildenden Kunst zu bringen. Dazu musste sie in ihre strukturellen Teilbereiche und ihre klanglichen Parameter zerlegt werden, die dann als quasi musikalisches Material zur Verfügung standen. Entscheidend sind dabei die Grenzbereiche, an denen sprachliche Eigenschaften als musikalische oder visuelle umdefiniert werden können und umgekehrt. Letztlich ist das zentrale Thema seiner Theaterstücke Kommunikation. Wie das geschieht, ist in jedem Stück neu: manchmal werden nachvollziehbare gestische Ausdrucksqualitäten in ein anderes Medium übertragen, manchmal werden Analogien geschaffen und Interpretationen nahe gelegt, die aus anderen Kontexten hinzugezogen wurden. Spannung entsteht, wenn einzelne Eigenschaften aus dem bekannten Zusammenhang gelöst und ihnen neue Wertigkeiten zugeordnet werden. An dieser Stelle wird erfahrbar, dass nichts selbstverständich ist und alles ebenso gut auch anders sein könnte. Systematisch hat Rühm sich die Grenzbereiche angeeignet: Auditive Poesie - also Texte, die sich erst beim zum Hören erschließen - Texte zum Sehen, Musik zum Hören, Tondichtungen, Visuelle Musik, um nur bruchstückhaft einige Kategorisierungen zu nennen. Es ist schier unerschöpflich, was er alles erfunden hat. In jeder Werkgruppe, ja in jedem Stück erfindet er die Regeln neu und von Stück zu Stück hat sich zu erweisen, was Kunst heute überhaupt sein kann.

Book Information

Main Genre
Poetry & Drama
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
800
Price
81.00 €