Frost

Frost

Hardback
3.811

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Description

Visceral, raw, singular, and distinctive, Frost is the story of a friendship between a young man at the beginning of his medical career and a painter who is entering his final days.

A writer of world stature, Thomas Bernhard combined a searing wit and an unwavering gaze into the human condition. Frost follows an unnamed young Austrian who accepts an unusual assignment. Rather than continue with his medical studies, he travels to a bleak mining town in the back of beyond, in order to clinically observe the aged painter, Strauch, who happens to be the brother of this young man’s surgical mentor. The catch is this: Strauch must not know the young man’s true occupation or the reason for his arrival. Posing as a promising law student with a love of Henry James, the young man befriends the mad artist and is caught up among an equally extraordinary cast of local characters, from his resentful landlady to the town’s mining engineers.

This debut novel by Thomas Bernhard, which came out in German in 1963 and is now being published in English for the first time, marks the beginning of what was one of the twentieth century’s most powerful, provocative literary careers.

Book Information

Main Genre
N/A
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
352
Price
N/A

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2
All
2

1,5⭐️ Die qualvollsten 26 literarischen Tage meines Lebens. Auf über 300 Seiten erlebe ich zu ca. 80% die verbal diarrhötische, sprunghafte und voller Verachtung triefende Weltsicht des Malers Strauch. Eigentlich genau mein Beuteschema. Misanthropie hier bin ich! Bernhard scheint in seinem Debüt der Ansicht zu sein: "Viel hilft viel": Er wemst so alles an Themen rein was geht: Dummheit, Einfältigkeit, Sexualtrieb, Schulsystem, Arbeitsrecht, Kraftwerksbau, Frauen, Essen, Tiere, Schlachthäuser, Reisen, Wissenschaft, Raubbau an der Natur, Kirche, Kommunismus, der Tod.... Mit etwa 60 Jahren auf dem Buckel, können die Themen bei mir nicht mehr wirklich zünden. "Ach, erzähl mir was Neues". Hinzukommend wählt er einen Stil der Wiederholung. Ob nun in Dialogen oder Monologen Strauchs, wird dieselbe Erkenntnis in mehreren Sätzen, teils über 2 Seiten hinweg, wiedergekäut. Das macht die Sache extrem ermüdend. Ermüdend, weil ich die Sprache zudem als furchtbar angestaubt, altbacken und dröge empfinde. Den grotesken, witzigen Sarkasmus oder Zynismus Bernhards, kann ich hier beim besten Willen nicht erkennen. Mir waberte ständig das Bild dieser biedern Nachrichtensprecher im Geiste herum. Hatte bereits aus [b:Holzfällen: Eine Erregung|1726630|Holzfällen Eine Erregung|Thomas Bernhard|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1187451651l/1726630._SY75_.jpg|1588962] einige Passagen gelesen, bzw. ein tolles Video dazu gesehen, das mir klar vor Augen führte wie cool Bernhard schreibt und mich in der Annahme zurück ließ, dass ich diesen Autoren lieben würde. Fail für Frost! Die restlichen ca. 20% des Buches bestehen aus einer dezenten Art Plot: die Wirtin und ihr Leben wird etwas beleuchtet, ein paar Spaziergänge, einer wird mit nem Schlitten überfahren, der Medizinstudent denkt ein bisschen nach und natürlich die Briefe zum Schluss. Ich fand das einfach nur stinklangweilig und lame aufgemacht. Diese Umdichtung des Vater-Unsers war der Tiefpunkt. Bernhard berichtet dieses plotähnliche Etwas nur weg. Dazu Absolutismen en masse und Dualismus. Wissenschaft/Vernunft vs. sensible Künstlerseele. Hier dürfen sich Freunde von Kritik der Vernunft nach Adorno und Horkheimer freuen. Selbst sprachlich verfällt er in diesen Dualismus: uninspirierte, berichthafte, spröde Schreibe vs. philosophisch, intellektuelle Metabetrachtungen, wirre Bilder und Vergleiche, die sprachlich so verschwurbelt werden, dass ich in den meisten Fällen nicht wusste, was er damit sagen will und zu Nonsens Gefasel zerfallen, das ganz wichtig klingt. Aber, da ist ja noch die Frost-Analogie! Diese könnte das Buch aufwerten, wenn man den Frost mit dem Tod gleichsetzten möchte und ihn als Abtötungsprozess versteht. Kann ich nun leider auch nicht mitgehen, da Frost für mich etwas reinigendes, geistklärendes besitzt. Frost macht Leben und Vitalität sichtbar. Mir drängt sich das Bild eines dampfenden Pferdekörpers auf. Wer schon mal bei -10 Grad joggen war, weiß wovon ich spreche. Um noch etwas versöhnlich zu sein, möchte ich 2 Zitate bzw. Gedanken anhängen, die mir gefallen haben: "Ausgeschlafene Frühaufsteher empfänden die Welt als vor dem Wahnsinn sicher" "...sah ein wie sinnlos es ist, sich einem Gedankengang ganz und gar hinzugeben, in dem Glauben nicht umkommen zu müssen darin. Nicht daran zu ersticken"

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Krankheit schreiben.

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