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Die relativ freie Wortstellung innerhalb des deutschen Mittelfeldes ist ein Bereich der Sprache, in dem die Variation in der Wortstellung selten zu strikt ungrammatischen Strukturen führt, sondern sich die unterschiedlichen Abfolgen graduell in ihrer Akzeptabilität unterscheiden. In der linguistischen Forschung wird diese Gradualität oft auf die Interaktion verschiedener, nicht-absoluter Abfolgetendenzen zurückgeführt. Dabei wird jedoch meist nur auf schriftsprachliche oder konstruierte Daten Bezug genommen und die Rolle der Abfolgetendenzen in der spontanen, gesprochenen Sprache weitgehend vernachlässigt. Diese Arbeit soll diese Lücke schließen und untersucht anhand von selbst erhobenem Datenmaterial sowohl gesprochener als auch geschriebener Sprache derselben Sprecher, inwiefern medialitätsbedingte Unterschiede in den Abfolgetendenzen zu verzeichnen sind. Um der Frage nachzugehen, inwieweit Akzeptabilität auch mit Frequenzphänomenen zusammenhängt, führt die Autorin ebenfalls eine Akzeptabilitätsstudie mit denselben Probanden durch. Dabei stellt sich heraus, dass die gesprochene Sprache nicht, wie oft angenommen, von mehr Abweichungen geprägt ist, sondern dass die in der Literatur angenommenen Abfolgetendenzen hier den stärksten Einfluss haben.
ISBN9783868217148
PublisherWVT Wissenschaftlicher Verlag Trier
Publication Date09/08/17
Pages208
Main GenreSpecialized Books
Sub GenreLanguages
FormatSoftcover
LanguageGerman
Price28.30 €
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