Frenchman's Creek (Virago Modern Classics)
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Description
Book Information
Posts
Romantik ohne viel Kitsch
Zu Beginn habe ich etwas gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Das liegt aber auch daran, dass das Buch in den 40er geschrieben wurde. Ich mochte die Protagonistin Dona, da sie von der Autorin sehr realistisch gezeichnet wurde. Dona ist eine Frau, die Schwierigkeiten mit der gesellschaftlichen Vorstellung von der Rolle der Frau hat und versucht zu sich selbst zu finden. Zumindest würde ich ihre „Flucht“ nach Navron als Selbstfindungs-Versuch bezeichnen. An der ein oder anderen Stelle kann man ihr Verhalten vielleicht nicht direkt nachvollziehen, aber mit Hinblick auf die gesellschaftlichen Zwänge werden ihre Bedürfnisse und ihre Entscheidungen klarer. Das Buch bekommt von mir dennoch „nur“ drei Sterne, weil ich Klassiker zwar gerne hin und wieder mal lese, diese mich bisher aber nicht umhauen konnten.
"die Bucht des Franzosen" von Daphne du Maurier hat mich begeistert zurückgelassen. Das Buch habe ich bei "Thalia next" entdeckt - allerdings weiß ich nicht mehr, welches ich zuvor eingegeben hatte. Und nachdem es beim letzten Büchershoppen in der lokalen Lieblingsbuchhandlung vorrätig war, musste es einfach mit. Habe es auch recht bald begonnen, allerdings super langsam darin gelesen. Ich wollte jede Seite aufsaugen. Der Schreibstil von du Maurier ist fantastisch, gut zu lesen, sehr einprägsam. Allein deswegen, wird es sicherlich nicht das letzte Buch von ihr gewesen sein. Super authentisch fand ich die Handlungen und Reaktionen der Protagonistin Dona. Sie bricht aus dem belanglosen Adelsdasein aus, flüchtet allein mit den Kindern und dem Kindermädchen auf das Landgut, bricht dabei alle Konventionen. Sie geht leidenschaftliche Abenteuer ein und erfährt dabei Liebe und Freiheit. Für mich hatte dieser Roman einfach alles, alles was ich gerade brauchte. Wahnsinnig starke Geschichte, super Protagonistin und sogar eine Piratenromanze. Für mich also definitiv ein Highlight, das mich über die gesamte Länge begeistern konnte. Ich kann das Buch wirklich weiterempfehlen. Übersetzt von Brigitte Heinrich und Christel Dormagen.
Warum in London mit 'nem langweiligen Ehemann und mit den Baronen abhängen, wenn man in Cornwall mit Piraten Abenteuer erleben kann? 🏴☠️ Dieses Buch, The Frenchman's Creek, war einfach wunderbar!!❤️ Die Geschichte findet in Cornwall statt, was schonmal ein fettes Pluspunkt ist, da Cornwall meine zweite Heimat ist❤️. Ich liebe Cornwall über alles!! Und wer Cornwall kennt, kennt die Mythen und Geschichten über Piraten, Schmuggler etc.. Dieses Buch verbindet diese Geschichten mit Fiktion 😍. Einfach toll gemacht. Man hat sich schnell in die Charaktere verliebt; man fühlte mit Dona mit. Man hat ihre Gefühlswelt verstanden und gehofft, dass sie bekommt, wonach sie sich so sehr sehnt. Diese Liebe, die Dona und der Pirat füreinander haben, ist einfach schön. Und doch, musste ich die letzte Seite des Buchs mehrmals lesen, da ich es nicht glauben konnte. Ich möchte es immer noch nicht glauben, ich kann es nicht. 🙈 Das hat mir das Herz zerrissen. 💔 Damit hätte ich nicht gerechnet.. Ich bin ein bisschen traurig. Das Buch ist definitiv eine Leseempfehlung!!! ❤️
Achtung, Spoiler voraus.
Ich hatte mir so viel von diesem Buch erhofft, und wurde zu Ende doch ein bisschen enttäuscht. Vielleicht waren meine Erwartungen nach der grandiosen ersten Hälfte des Buchs zu hoch. Die erste Hälfte hat mich fantastisch unterhalten, sie las sich wie ein historischer Liebesroman, verwoben - immerhin sprechen wir hier immer noch von Daphne Du Maurier- mit scharfzüngiger Gesellschaftskritik. Dazu kommt eine ordentliche Portion Abenteuer, knisternde Chemie zwischen den Charakteren und überhaupt- Dona! Ich liebe Dona, jedenfalls die der ersten Hälfte. Arrogant und gelangweilt, mit einer scharfen Beobachtungsgabe und einer ebenso scharfen Redegewandheit. Die Dialoge in diesem Buch sind wunderbar doppeldeutig und ich weiß nicht, wann ich bei der Lektüre eines Buchs so regelmäßig lachend das Buch zuklappen musste. Ich mochte, dass sie ihre Kinder in Obhut des Kindermädchens lässt, um mit der Crew ein Schiff zu klauen, ich mochte, dass sie sich der möglichen Konsequenzen bewusst ist, es aber trotzdem durchzieht. Ich mag Narrative, in denen Mütter ihre eigene Agenda durchziehen und nicht die ihrer Kinder. Dieses Konzept scheint auch noch 2022 revolutionär zu sein, denn die beiden Rezensionen, die ich bisher zu dem Buch las, wünschten sich mehr Fokus auf Donas Rolle als Mutter. Gibt es solche Geschichten aber nicht schon genug? (Außerdem würde ich behaupten, dass Dona einen Mann umbringt, weil er ihren Sohn zum Schreien bringt und - jedenfalls interpretier ich das Ende so- wegen ihrer Kinder letztendlich nicht mit auf La Mouette geht, ist Charakterisierung von ihr als Mutter genug). Ab der Mitte de Buches fing ich allerdings an, mich zu langweilen. Die Beziehung zwischen Dona und dem Priaten war mir zu rehäugig. Dona ist immer noch clever, eigensinnig und selbstbestimmt, aber jetzt ist sie es für den Piraten, und weniger für sich selbst. Der Eindruck entstand jedenfalls bei mir. Ich hätte es schöner gefunden, wenn der Pirat nicht so eindeutig der Katalysator für ihre Entwicklung gewesen wäre. Weniger Schwärmerei, dafür mehr "Du hast das Abenteuer, das ich will. Dass ich dich anziehend finde, ist ein Bonus". Minuspunkt ist ebenfalls die rassistische Beschreibung eines Crew-Mitglieds. Pluspunkt dagegen ist William. Wir lieben William! Ich bin also hin- und hergerissen und werde wohl noch länger über das Buch und seine Bewertung nachdenken.
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Romantik ohne viel Kitsch
Zu Beginn habe ich etwas gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Das liegt aber auch daran, dass das Buch in den 40er geschrieben wurde. Ich mochte die Protagonistin Dona, da sie von der Autorin sehr realistisch gezeichnet wurde. Dona ist eine Frau, die Schwierigkeiten mit der gesellschaftlichen Vorstellung von der Rolle der Frau hat und versucht zu sich selbst zu finden. Zumindest würde ich ihre „Flucht“ nach Navron als Selbstfindungs-Versuch bezeichnen. An der ein oder anderen Stelle kann man ihr Verhalten vielleicht nicht direkt nachvollziehen, aber mit Hinblick auf die gesellschaftlichen Zwänge werden ihre Bedürfnisse und ihre Entscheidungen klarer. Das Buch bekommt von mir dennoch „nur“ drei Sterne, weil ich Klassiker zwar gerne hin und wieder mal lese, diese mich bisher aber nicht umhauen konnten.
"die Bucht des Franzosen" von Daphne du Maurier hat mich begeistert zurückgelassen. Das Buch habe ich bei "Thalia next" entdeckt - allerdings weiß ich nicht mehr, welches ich zuvor eingegeben hatte. Und nachdem es beim letzten Büchershoppen in der lokalen Lieblingsbuchhandlung vorrätig war, musste es einfach mit. Habe es auch recht bald begonnen, allerdings super langsam darin gelesen. Ich wollte jede Seite aufsaugen. Der Schreibstil von du Maurier ist fantastisch, gut zu lesen, sehr einprägsam. Allein deswegen, wird es sicherlich nicht das letzte Buch von ihr gewesen sein. Super authentisch fand ich die Handlungen und Reaktionen der Protagonistin Dona. Sie bricht aus dem belanglosen Adelsdasein aus, flüchtet allein mit den Kindern und dem Kindermädchen auf das Landgut, bricht dabei alle Konventionen. Sie geht leidenschaftliche Abenteuer ein und erfährt dabei Liebe und Freiheit. Für mich hatte dieser Roman einfach alles, alles was ich gerade brauchte. Wahnsinnig starke Geschichte, super Protagonistin und sogar eine Piratenromanze. Für mich also definitiv ein Highlight, das mich über die gesamte Länge begeistern konnte. Ich kann das Buch wirklich weiterempfehlen. Übersetzt von Brigitte Heinrich und Christel Dormagen.
Warum in London mit 'nem langweiligen Ehemann und mit den Baronen abhängen, wenn man in Cornwall mit Piraten Abenteuer erleben kann? 🏴☠️ Dieses Buch, The Frenchman's Creek, war einfach wunderbar!!❤️ Die Geschichte findet in Cornwall statt, was schonmal ein fettes Pluspunkt ist, da Cornwall meine zweite Heimat ist❤️. Ich liebe Cornwall über alles!! Und wer Cornwall kennt, kennt die Mythen und Geschichten über Piraten, Schmuggler etc.. Dieses Buch verbindet diese Geschichten mit Fiktion 😍. Einfach toll gemacht. Man hat sich schnell in die Charaktere verliebt; man fühlte mit Dona mit. Man hat ihre Gefühlswelt verstanden und gehofft, dass sie bekommt, wonach sie sich so sehr sehnt. Diese Liebe, die Dona und der Pirat füreinander haben, ist einfach schön. Und doch, musste ich die letzte Seite des Buchs mehrmals lesen, da ich es nicht glauben konnte. Ich möchte es immer noch nicht glauben, ich kann es nicht. 🙈 Das hat mir das Herz zerrissen. 💔 Damit hätte ich nicht gerechnet.. Ich bin ein bisschen traurig. Das Buch ist definitiv eine Leseempfehlung!!! ❤️
Achtung, Spoiler voraus.
Ich hatte mir so viel von diesem Buch erhofft, und wurde zu Ende doch ein bisschen enttäuscht. Vielleicht waren meine Erwartungen nach der grandiosen ersten Hälfte des Buchs zu hoch. Die erste Hälfte hat mich fantastisch unterhalten, sie las sich wie ein historischer Liebesroman, verwoben - immerhin sprechen wir hier immer noch von Daphne Du Maurier- mit scharfzüngiger Gesellschaftskritik. Dazu kommt eine ordentliche Portion Abenteuer, knisternde Chemie zwischen den Charakteren und überhaupt- Dona! Ich liebe Dona, jedenfalls die der ersten Hälfte. Arrogant und gelangweilt, mit einer scharfen Beobachtungsgabe und einer ebenso scharfen Redegewandheit. Die Dialoge in diesem Buch sind wunderbar doppeldeutig und ich weiß nicht, wann ich bei der Lektüre eines Buchs so regelmäßig lachend das Buch zuklappen musste. Ich mochte, dass sie ihre Kinder in Obhut des Kindermädchens lässt, um mit der Crew ein Schiff zu klauen, ich mochte, dass sie sich der möglichen Konsequenzen bewusst ist, es aber trotzdem durchzieht. Ich mag Narrative, in denen Mütter ihre eigene Agenda durchziehen und nicht die ihrer Kinder. Dieses Konzept scheint auch noch 2022 revolutionär zu sein, denn die beiden Rezensionen, die ich bisher zu dem Buch las, wünschten sich mehr Fokus auf Donas Rolle als Mutter. Gibt es solche Geschichten aber nicht schon genug? (Außerdem würde ich behaupten, dass Dona einen Mann umbringt, weil er ihren Sohn zum Schreien bringt und - jedenfalls interpretier ich das Ende so- wegen ihrer Kinder letztendlich nicht mit auf La Mouette geht, ist Charakterisierung von ihr als Mutter genug). Ab der Mitte de Buches fing ich allerdings an, mich zu langweilen. Die Beziehung zwischen Dona und dem Priaten war mir zu rehäugig. Dona ist immer noch clever, eigensinnig und selbstbestimmt, aber jetzt ist sie es für den Piraten, und weniger für sich selbst. Der Eindruck entstand jedenfalls bei mir. Ich hätte es schöner gefunden, wenn der Pirat nicht so eindeutig der Katalysator für ihre Entwicklung gewesen wäre. Weniger Schwärmerei, dafür mehr "Du hast das Abenteuer, das ich will. Dass ich dich anziehend finde, ist ein Bonus". Minuspunkt ist ebenfalls die rassistische Beschreibung eines Crew-Mitglieds. Pluspunkt dagegen ist William. Wir lieben William! Ich bin also hin- und hergerissen und werde wohl noch länger über das Buch und seine Bewertung nachdenken.








