Flight of a Maori Goddess (The Sea of Freedom Trilogy Book 3)
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Grandioser Abschluss der Neuseeland-Saga
Mit Beginn des 20. Jahrhunderts ziehen Veränderungen auf, die auch die altbekannten Familien aus Band 1 und 2 nicht unbehelligt lassen. Während Atamarie sich für die neuen Technologien und vor allem das Fliegen interessiert und in dem jungen Erfinder Richard einen Seelenverwandten wähnt, schwärmt ihre Freundin Roberta für den charismatischen Arzt Kevin Drury. Der ist allerdings anderweitig liiert und als das Folgen hat ‚flüchtet‘ er nach Südafrika um auf Seiten der Engländer im Burenkrieg zu kämpfen … Sarah Lark flicht ihre Geschichte um die Familien und Freunde von Kathleen und Michael weiter und es ist sehr hilfreich, dass sich im Vorsatz ein Stammbaum befindet, denn manchmal kann man schon den Überblick verlieren. Das Augenmerk liegt jetzt auf der dritten Generation, hauptsächlich von Lizzies und Michaels Sohn Kevin und ihrer Enkeltochter Atamarie. Letztere studiert Ingenieurswesen und träumt davon Flugzeuge zu bauen, während sie sich in den schwierigen jungen Erfinder Richard Pearse (den es tatsächlich gab) verliebt. Diese Liebe ist überschattet von seinen manisch-depressiven Phasen und die Autorin zeigt hier sehr eindrücklich, welchen Schwierigkeiten psychisch kranke Menschen ausgesetzt waren, für deren Erkrankungen es weder einen Namen noch Verständnis gab. Auch die vom Verstand und nicht von Gefühl gesteuerte Atamarie macht hier nicht unbedingt eine Ausnahme; was Shirley ihr am Ende vorwirft, ist nicht ganz unberechtigt. Für mich einfach unglaublich großartig, weil Larks Figuren durch ihre Schwächen und Fehler so echt wirken. Noch mehr zeigt sich das bei Kevin Drury. Die Geschichte von ihm, Juliet und Doortje ist mit Sicherheit die komplexeste aller drei Bände. Alle drei agieren im moralischen Graubereich und gerade mit Doortjes offen gelebtem Rassismus ist schwer klarzukommen. Am Schluss ist es dann aber Kevin, der mir ein wenig zu leicht davonkommt - der hätte ruhig noch ein bisschen leiden dürfen. Sarah Lark ist für mich eine späte Entdeckung, aber lieber spät als nie, denn mir wäre mit der Kauri-Trilogie definitiv etwas entgangen und sie ist für mich jetzt schon ein Jahreshighlight. Wenn ich einen klitzekleinen Wunsch zur Perfektion der Reihe hätte, dann nur der, dass vielleicht eine der Frauen einmal die Erfahrung gemacht hätte, dass zum erfüllten Leben nicht zwingend der perfekte Mann (oder Frau) gehört. Vielleicht gerade im zweiten Teil, wo es ja viel um die Suffragetten-Bewegung ging, hätte es sehr gut zu Matariki und ihrem Lebensentwurf gepasst. Aber egal, auch so tut mir ein bisschen das Herz weh, diese wunderbaren Figuren jetzt hinter mir lassen zu müssen …
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Grandioser Abschluss der Neuseeland-Saga
Mit Beginn des 20. Jahrhunderts ziehen Veränderungen auf, die auch die altbekannten Familien aus Band 1 und 2 nicht unbehelligt lassen. Während Atamarie sich für die neuen Technologien und vor allem das Fliegen interessiert und in dem jungen Erfinder Richard einen Seelenverwandten wähnt, schwärmt ihre Freundin Roberta für den charismatischen Arzt Kevin Drury. Der ist allerdings anderweitig liiert und als das Folgen hat ‚flüchtet‘ er nach Südafrika um auf Seiten der Engländer im Burenkrieg zu kämpfen … Sarah Lark flicht ihre Geschichte um die Familien und Freunde von Kathleen und Michael weiter und es ist sehr hilfreich, dass sich im Vorsatz ein Stammbaum befindet, denn manchmal kann man schon den Überblick verlieren. Das Augenmerk liegt jetzt auf der dritten Generation, hauptsächlich von Lizzies und Michaels Sohn Kevin und ihrer Enkeltochter Atamarie. Letztere studiert Ingenieurswesen und träumt davon Flugzeuge zu bauen, während sie sich in den schwierigen jungen Erfinder Richard Pearse (den es tatsächlich gab) verliebt. Diese Liebe ist überschattet von seinen manisch-depressiven Phasen und die Autorin zeigt hier sehr eindrücklich, welchen Schwierigkeiten psychisch kranke Menschen ausgesetzt waren, für deren Erkrankungen es weder einen Namen noch Verständnis gab. Auch die vom Verstand und nicht von Gefühl gesteuerte Atamarie macht hier nicht unbedingt eine Ausnahme; was Shirley ihr am Ende vorwirft, ist nicht ganz unberechtigt. Für mich einfach unglaublich großartig, weil Larks Figuren durch ihre Schwächen und Fehler so echt wirken. Noch mehr zeigt sich das bei Kevin Drury. Die Geschichte von ihm, Juliet und Doortje ist mit Sicherheit die komplexeste aller drei Bände. Alle drei agieren im moralischen Graubereich und gerade mit Doortjes offen gelebtem Rassismus ist schwer klarzukommen. Am Schluss ist es dann aber Kevin, der mir ein wenig zu leicht davonkommt - der hätte ruhig noch ein bisschen leiden dürfen. Sarah Lark ist für mich eine späte Entdeckung, aber lieber spät als nie, denn mir wäre mit der Kauri-Trilogie definitiv etwas entgangen und sie ist für mich jetzt schon ein Jahreshighlight. Wenn ich einen klitzekleinen Wunsch zur Perfektion der Reihe hätte, dann nur der, dass vielleicht eine der Frauen einmal die Erfahrung gemacht hätte, dass zum erfüllten Leben nicht zwingend der perfekte Mann (oder Frau) gehört. Vielleicht gerade im zweiten Teil, wo es ja viel um die Suffragetten-Bewegung ging, hätte es sehr gut zu Matariki und ihrem Lebensentwurf gepasst. Aber egal, auch so tut mir ein bisschen das Herz weh, diese wunderbaren Figuren jetzt hinter mir lassen zu müssen …




