Fette Welt

Fette Welt

Softcover
2.65
ForscherStadtstreicherLiebesgeschichteSchizophrenie

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Description

Hagen Trinker, Penner und Poet, wird durch fatale Ereignisse aus der schiefen Bahn geworfen. Zu den Prüfungen, die ihm das Leben abverlangt, gehört ein Job in einem Bestattungsinstitut. - Herodes bringt Babys um und bezeichnet sich selbst als «Forscher der Stille». Auf ihn ist ein hohes Kopfgeld ausgesetzt. Judith, sechzehn Jahre alt, ist von zu Hause ausgerissen und setzt erst einmal zu einer Bruchlandung an.
Wie hängen diese und andere Figuren zusammen? Wer verliebt sich in wen, und wer will wem Böses? Wo die Oper Wirklichkeit und die Realität Simulation wird; weshalb Horror und Märchen so nahe beieinanderliegen; warum Agonie und Ekel so komisch sein können - Fette Welt ist die Antwort.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Miscellaneous
Format
Softcover
Pages
316
Price
16.50 €

Author Description

Helmut Krausser, geboren 1964 in Esslingen, schrieb Romane, Erzählungen, Theaterstücke, Tagebücher und Opernlibretti. Er veröffentlicht zudem Beiträge und Publikationen in Zeitungen und Zeitschriften und verfasst Musikaufzeichnungen und Hörspiele. Zwei seiner Romane wurden bereits verfilmt. Für seinen Roman «Melodien» wurde er mit dem Tukan-Preis der Stadt München ausgezeichnet.Helmut Krausser ist verheiratet und lebt in Rom und Potsdam.

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2,5 Sterne Für 1-2 Bierlängen ist Krausser durchaus eine anregende Abendbekanntschaft. Danach wird's Zeit weiter zu ziehen. Das Buch startet stark. Der harte, unelegante Stil, mit kurzen Sätzen, die in den Beton drücken, passt hervorragend zum Setting. Ich mochte den Humor und die Tragik. Die Rückblenden in die Kindheit bilden einen wunderbaren sprachlichen und stilistischen Kontrast, zu den abgeranzten, auf Schmutz und Körperlichkeit reduzierten Gegenwartsteil. Nach 50% bricht dieses Konzept für mich völlig in sich zusammen. Krausser strudelt im nihilistischen Dreck vor sich hin. Der Witz wird schal, die Story ist bereits ausgelutscht. In der zweiten Hälfte häufen sich Szenen die nur noch lächerlich und albern wirken. Die literarischen Bezüge und merkwürdigen poetischen Anwandlungen mit Opernallüren funktionieren für mich null. Sie streuen Kultur-/ und Bildungs-Badezusatz in eine vollgeschissene Badewanne. Das Ende bricht mit dem Nihilismus und setzt Hagen in einer neuen elefantösen Identität frei. Man muss wohl die Teile davor gelesen haben, um zu verstehen was damit auf sich hat. Kurzum, das Buch handelt vom Dreck, in dem Subjektivierung nur durch Körperlichkeit, Sexualität erfahren wird. Der Rest der Identität hat sich vor lauter Gestank schon verflüchtigt. Gestalten die keine gesellschaftliche Akzeptanz erfahren. Da wird mal herrlich das "Saubermann-Image" wortwörtlich genommen. Gut dass die Judith nicht so eine ist und den Hagen sauber leckt.

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