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“Fate of the Sun King” von Nisha J. Tuli ist der 3. Band der „Die Artefakte von Ouranos“-Tetralogie. Bereits die ersten beiden Bände dieser Reihe bestachen nicht unbedingt durch ihre Originalität. Nun habe ich allerdings zwischen „Rule of the Aurora King“ und „Fate of the Sun King“ den „Fehler“ gemacht, „Das Reich der sieben Höfe“ von Sarah J. Maas zu lesen. Und siehe da – Frau Tuli hat ordentlich abgekupfert. Bitte glaubt mir, dass ich so etwas nicht leichtfertig sage, denn nichts hasse ich mehr, als dass alle Fantasybücher in einen Topf geworfen und miteinander vergleichen werden. Es finden sich immer Parallelen, wiederkehrende Motive, beliebte Sagen und Mythen, die häufig adaptiert werden. Das ist auch vollkommen legitim. „Die Artefakte von Ouranos“ hingegen liefern einfach zu wenig Eigenständiges, um darüber hinwegzusehen, dass ganze Handlungsstränge und Charaktere 1:1 mit den Büchern anderer namhafter Autorinnen dieses Genres ausgetauscht werden könnten. Ich gehe nicht so weit, es als Plagiat zu bezeichnen, aber viel fehlt dafür nun auch nicht mehr. Erstaunlicherweise ist dies allerdings mein größter Kritikpunkt, denn davon abgesehen ist „Fate of the Sun King“ der bislang beste Band dieser Reihe. Obwohl dies nun das Buch ist, in dem das schicksalhafte Pärchen nach langem hin und her Sex hat, ist es gleichzeitig das Buch, das sich am wenigsten wie ein Porno liest. Ist das nicht herrlich paradox? All der aufgestaute Druck ist weg, nun kann sich die Autorin endlich auf die eigentliche Geschichte konzentrieren – hurra! Erneut wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt, darunter wieder ein zweiter Handlungsstrang, der in der Vergangenheit spielt. Wie auch schon in „Rule of the Aurora King“ sind diese Rückblenden das eigentlich Interessante. Diese beschreiben nämlich, was es mit Zerra wirklich auf sich hat und wie die Artefakte entstanden sind. Spannend, spannend. Gabriels Perspektive ist ein ebenso unerwartetes Geschenk. Seine Erzählstimme ist so sarkastisch, dass selbst die tragische Hintergrundgeschichte des Sonnenkönigs amüsant rüberkommt. Lor und Nadir haben für mich auch weiterhin keinerlei Chemie, aber seit die Seelenverwandschaftskatze aus dem Sack ist, ist ihre Beziehung signifikant weniger problematisch geworden. Auch Lors Geschister, deren Namen ich schon wieder vergessen habe, bekommen etwas mehr Raum und damit etwas mehr Substanz. Zu wenig, zu spät, würden böse Zungen behaupten, aber es ist zumindest etwas. Fazit: Nisha J. Tulis „Fate of the Sun King” ist zwar immer noch unnötig „spicy“, liefert aber endlich auch mal eine Fantasygeschichte ab. Diese ist zwar in ihrem Grundgerüst eine wilde Mischung aus verschiedenen anderen bekannten Geschichten, ist jedoch zumindest dank der Artefakte interessant genug, damit ich auch den finalen Band lesen möchte. Innerhalb der Reihe für mich zwar der beste Band, insgesamt aber lediglich durchschnittliche Romantasy. 3/5 Sterne.
Oct 17, 2024
“Fate of the Sun King” von Nisha J. Tuli ist der 3. Band der „Die Artefakte von Ouranos“-Tetralogie. Bereits die ersten beiden Bände dieser Reihe bestachen nicht unbedingt durch ihre Originalität. Nun habe ich allerdings zwischen „Rule of the Aurora King“ und „Fate of the Sun King“ den „Fehler“ gemacht, „Das Reich der sieben Höfe“ von Sarah J. Maas zu lesen. Und siehe da – Frau Tuli hat ordentlich abgekupfert. Bitte glaubt mir, dass ich so etwas nicht leichtfertig sage, denn nichts hasse ich mehr, als dass alle Fantasybücher in einen Topf geworfen und miteinander vergleichen werden. Es finden sich immer Parallelen, wiederkehrende Motive, beliebte Sagen und Mythen, die häufig adaptiert werden. Das ist auch vollkommen legitim. „Die Artefakte von Ouranos“ hingegen liefern einfach zu wenig Eigenständiges, um darüber hinwegzusehen, dass ganze Handlungsstränge und Charaktere 1:1 mit den Büchern anderer namhafter Autorinnen dieses Genres ausgetauscht werden könnten. Ich gehe nicht so weit, es als Plagiat zu bezeichnen, aber viel fehlt dafür nun auch nicht mehr. Erstaunlicherweise ist dies allerdings mein größter Kritikpunkt, denn davon abgesehen ist „Fate of the Sun King“ der bislang beste Band dieser Reihe. Obwohl dies nun das Buch ist, in dem das schicksalhafte Pärchen nach langem hin und her Sex hat, ist es gleichzeitig das Buch, das sich am wenigsten wie ein Porno liest. Ist das nicht herrlich paradox? All der aufgestaute Druck ist weg, nun kann sich die Autorin endlich auf die eigentliche Geschichte konzentrieren – hurra! Erneut wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt, darunter wieder ein zweiter Handlungsstrang, der in der Vergangenheit spielt. Wie auch schon in „Rule of the Aurora King“ sind diese Rückblenden das eigentlich Interessante. Diese beschreiben nämlich, was es mit Zerra wirklich auf sich hat und wie die Artefakte entstanden sind. Spannend, spannend. Gabriels Perspektive ist ein ebenso unerwartetes Geschenk. Seine Erzählstimme ist so sarkastisch, dass selbst die tragische Hintergrundgeschichte des Sonnenkönigs amüsant rüberkommt. Lor und Nadir haben für mich auch weiterhin keinerlei Chemie, aber seit die Seelenverwandschaftskatze aus dem Sack ist, ist ihre Beziehung signifikant weniger problematisch geworden. Auch Lors Geschister, deren Namen ich schon wieder vergessen habe, bekommen etwas mehr Raum und damit etwas mehr Substanz. Zu wenig, zu spät, würden böse Zungen behaupten, aber es ist zumindest etwas. Fazit: Nisha J. Tulis „Fate of the Sun King” ist zwar immer noch unnötig „spicy“, liefert aber endlich auch mal eine Fantasygeschichte ab. Diese ist zwar in ihrem Grundgerüst eine wilde Mischung aus verschiedenen anderen bekannten Geschichten, ist jedoch zumindest dank der Artefakte interessant genug, damit ich auch den finalen Band lesen möchte. Innerhalb der Reihe für mich zwar der beste Band, insgesamt aber lediglich durchschnittliche Romantasy. 3/5 Sterne.
Oct 17, 2024








