Es könnte so einfach sein

Es könnte so einfach sein

Hardback
4.017

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Description

Eine Bestsellerautorin in der jungen Bundesrepublik.
Eine Ehe voller Respekt und Humor. Und das Ringen um Anerkennung einer Frau in männderdominierten Zeiten.


»Liebe. Im Leben geht es um die Liebe zu dem Menschen, neben dem man aufwachen möchte. Beim Schreiben geht es darum, auch mal was anderes als ›Liebe‹ zu schreiben. Zahnpasta. Oder Bettdeckenzipfel. Oder Urvertrauen.«

Ein Sonntag im September 2005: Noch vier Wochen bis zur Wahl der ersten Kanzlerin für Deutschland, nur noch achtundzwanzig Tage für Bestseller-Autorin Vera Albach, um ihren Roman im Rekordtempo zu Ende zu schreiben. Nachdem sie in den 1960-ern mit Heftromanen begonnen und sich in einer Männerwelt durchgesetzt hat, soll dies ihr letztes Buch sein, sie hat es ihrem Mann Leo versprochen. Doch so einfach wie gedacht ist es nicht, das Loslassen. Vielleicht braucht es im echten Leben wie in jedem guten Buch eine kleine Überraschung vor dem großen Glück?

Eine Frau, die es wagt zu träumen, eine Ehe auf Augenhöhe – und eine jahrzehntelange Liebe, getragen von Respekt, Verständnis und einem lebensklugen Humor.

»Die Geschichte einer Frau, die ihr Ziel verfolgt, unbeirrt und unermüdlich. Gestützt von der Liebe eines Mannes, ebenso unbeirrt und unermüdlich. Glück und Erfolg bekommen in diesem bezaubernden Buch eine ganz neue Bedeutung.« GISA PAULY

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
320
Price
23.70 €

Author Description

Anne Handorf ist das Pseudonym von Carla Grosch und Volker Jarck – beide in unterschiedlichen Rollen in der Buchbranche tätig. Ihr erster gemeinsamer Roman »Es könnte so einfach sein« entstand über 564 Kilometer Entfernung hinweg in schönstem Einvernehmen – und erzählt eine mögliche Geschichte über unser Land und darüber, wie Frauen es verändern.

Posts

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Lesenswert

🖋️Rezension: ••Ein bewegender Roman über die Geschichte unserer Mütter und Großmütter – und was ihr Schicksal für unser eigenes Glück bedeutet.•• Viel zu lange hab ich gewartet, das Buch zu lesen. Denn Agnes‘ Geschichte hat mir richtig gut gefallen! Spannend und fesselnd bis zur letzten Seite ! Lilos Charakter hingegen hat mich leider emotional nicht so sehr berührt. Auch die Kapitel zu ihrer Arbeit als Goldschmiedin fand ich teilweise etwas befremdlich - da für mich die Geschichte zwischen ihr und Agnes mehr im Vordergrund stand. Besonders überzeugend ist die düstere, fast beklemmende Atmosphäre, die durch das Schweigen der Charaktere und die unterschwellige Bedrohung erzeugt wird. Am Ende schlage ich das Buch mit den Gedanken zu „wie gut das wir heute leben und wir dankbar können wir sein, für das, was Frauen in den vergangen Jahrzehnten so hart für uns alle erkämpft haben!“ Ein leises, aber intensives Leseerlebnis – voller Geheimnisse, Emotionen und gut gehüteter Wahrheiten.

4

Bräuchte um ins Buch einzufinden aber dann ganz tolle Lektüre

4

Zwei Menschen verfassen gemeinsam online einen Roman und veröffentlichen unter einem Pseudonym. Und dieses Vorgehen hat sogar noch einen gewissen inhaltlichen Bezug zu dem Roman. Dieses Buch erzählt von Vera Albach, einer 1940 geborenen Autorin, die sich an den vorgegebenen Rollenbildern als Frau von Anfang an stört, sich aber nur schwer daraus befreien kann. Wir lernen im Roman die Verlagsbranche zwischen den 70ern und 2000ern kennen und erfahren, wie sich die Rolle der Frau langsam aber stetig wandelt. Auch verschiedene Familienkonflikte spielen eine Rolle und vor allem ihr Schreiben. Das Buch ist leicht lesbar, kommt aber inhaltlich nicht platt daher.

3

Eine schöne Geschichte, die sich zum Ende hin etwas in die Länge zieht

3.5

Die Autorin das Porträt einer Frau, die gleichermaßen stark wie verletzlich ist. Vera Albach, Bestsellerautorin kurz vor ihrem letzten Manuskript, kämpft nicht nur mit Deadlines, sondern auch mit den großen Fragen des Lebens - Loslassen, Neuanfangen und der unverrückbaren Bedeutung von Liebe. Der Roman spielt in einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs und verwebt geschickt politische Atmosphäre mit persönlichen Herausforderungen. Besonders berührend ist die Darstellung von Veras beruflichem Werdegang. Eine Frau, die in den 1960ern in einer von Männern dominierten Branche ihren Weg geht, sich behauptet und dabei zu einer starken literarischen Stimme wird. Diese Passagen inspirieren und zeigen eindrucksvoll, wie viel Mut und Beharrlichkeit hinter einer erfolgreichen Karriere stecken. Gleichzeitig scheut das Buch nicht vor den leisen Tönen zurück. Veras private Zweifel, ihre Konflikte und die langjährige, reife Beziehung zu ihrem Mann Leo verleihen der Geschichte emotionale Tiefe. Die Ehe auf Augenhöhe, getragen von Respekt und Humor, wirkt authentisch und nahbar. Gerade in diesen Momenten fällt es leicht, mit Vera mitzufühlen, ihre Diskrepanzen, ihr Ringen mit dem eigenen Anspruch und dem Abschied von einem Lebenswerk sind universal nachvollziehbar. Das Buch fließt ruhig dahin, ohne große Dramatik, aber mit viel Wärme. Die Sprache wechselt zwischen poetischen Reflexionen und bodenständigen, alltagsnahen Szenen. Dadurch entfaltet sich eine Erzählung, die weniger auf Spannung als auf Menschlichkeit setzt. Ich brauchte ein wenig Zeit, um in die Geschichte rein zu kommen, aber alles in allem ist es ein solider, berührender Roman über das Schreiben, das Lieben und das Leben. Eine Geschichte, die besonders durch ihre starke Hauptfigur überzeugt, gerade weil sie uns daran erinnert, dass hinter jedem großen Glück oft eine kleine Überraschung steckt.

4

Ein Buch über Familie, Altern und Dinge beenden gewürzt mit solidem Feminismus, der sogar für Menschen, die nicht gendern Verständlich sein sollte.

5

Ein warmherziger Roman über Mut, Gleichberechtigung und Partnerschaft auf Augenhöhe – leicht zu lesen, inspirierend und klug.

Anne Handorf (Pseudonym) erzählt die Geschichte einer Frau, die ihren eigenen Weg geht – als Autorin, Ehefrau und als Frau in einer Zeit, in der Gleichberechtigung noch lange nicht selbstverständlich war. Der Roman ist leicht zu lesen, zugleich tiefgründig und inspirierend. Er beleuchtet Themen wie Feminismus, Paarbeziehungen auf Augenhöhe und die Frage, wie Frauen ihren Platz in einer von Männern dominierten Welt behaupten können. Besonders schön ist, wie persönliche und gesellschaftliche Aspekte ineinandergreifen und wie man ganz nebenbei Einblicke in die Welt des Schreibens und der Verlagsbranche erhält. Die Figuren wirken lebendig, die Dialoge authentisch, und immer wieder finden sich Sätze, die lange nachhallen. Auch wenn die Vielzahl an Charakteren und Informationen manchmal etwas viel erscheint, bleibt der Roman insgesamt warm, bewegend und voller Denkanstöße. 𝙵𝚊𝚣𝚒𝚝: Ein kluger, atmosphärischer Roman über Mut, Selbstbestimmung und Partnerschaft – und darüber, dass das Leben selten einfach, aber immer erzählenswert ist.

5

Ein Roman über das Schreiben, die Liebe und den Mut von Frauen, die ihren Platz in der Welt suchen. Anne Handorf ist das Pseudonym von Carla Grosch und Volker Jarck, die beide in der Buchbranche tätig sind. Ihr gemeinsames Debüt entstand über 564 Kilometer Entfernung hinweg. Worum geht’s genau? September 2005: Noch vier Wochen bis zur Wahl der ersten Kanzlerin, und Bestsellerautorin Vera Albach will ihr letztes Buch beenden – ein Versprechen an ihren Mann Leo. In Rückblenden erfahren wir, wie sie in den 1960er-Jahren als junge Frau in einer männerdominierten Verlagswelt Fuß fasst, mit Heftromanen beginnt und sich langsam einen Namen macht. Es ist eine Geschichte über das Altern, über Liebe auf Augenhöhe und über eine Frau, die schreibt. Unbeirrt, unermüdlich, getragen von Humor, Disziplin und dem unerschütterlichen Glauben an sich selbst. Meine Meinung Dieses Buch hat mich wirklich überrascht, im allerbesten Sinn. Ich habe die Lektüre erst ein wenig vor mir hergeschoben, dann hat sie mich völlig gepackt. „Es könnte so einfach sein“ ist ein Roman, in dem man sich sofort zu Hause fühlt: warm, leise und gleichzeitig voller Leben. Mit feinem Humor, aber auch mit melancholischen Zwischentönen, zeichnet Handorf das Bild einer Zeit, in der Frauen zwar unentbehrlich waren, aber kaum eigene Stimmen hatten. Die Rückständigkeit einer Welt, die nach dem Krieg wieder von Männern besetzt wurde, wird mit spürbarer Sanftheit, aber großer Klarheit beschrieben. Besonders stark fand ich die Szenen, in denen Vera sich gegen männliche Verleger behaupten muss: „Der Leser da draußen verlangt nicht nach Büchern von Frauen. Ende der Diskussion.“ (S. 84) Und trotzdem schreibt sie weiter, Schritt für Schritt, bis sie ihren eigenen Namen auf einem Buchcover sieht. Die wechselnden Zeitebenen zwischen Vergangenheit und Gegenwart geben der Geschichte Tiefe und Leichtigkeit zugleich. Ich mochte, wie sich beide Zeitschienen am Ende berühren und zeigen, dass das Ringen um Selbstbestimmung nie aufhört. Themen wie Familienbande, Geschwisterbeziehungen, Freundschaft, Altern und weibliche Selbstverwirklichung verweben sich zu einem fein gezeichneten Generationenporträt. „Frauen können, wollen und sollen alles sein dürfen, was sie sich wünschen.“ (S. 240), dieser Satz bringt die Essenz des Romans auf den Punkt. Es geht nicht um Rebellion, sondern um Gleichberechtigung im Kleinen: um Respekt, Vertrauen und das Recht, Entscheidungen zu treffen, sei es im Beruf, der Ehe oder den Wunsch nach (oder gegen) Kinder. Der Schreibstil ist flüssig und sehr zugänglich. Besonders gefallen hat mir der liebevolle Dialogwitz zwischen Vera und Leo. Man spürt, dass hier zwei Autor:innen schreiben, die Menschen verstehen. Die Mischung aus Ernst, Leichtigkeit und Zeitkolorit erinnert an gute alte Familienromane, aber mit einem modernen, feministischen Blick. Fazit Ein feinfühliger, lebenskluger Roman über Frauen, die schreiben, lieben und ihren Weg gehen. Perfekt für alle, die Geschichten mit Herz, Haltung und historischem Tiefgang mögen. Wer nach lautem Feminismus sucht, wird hier eher leise überrascht, aber genau darin liegt die Stärke dieses Buches. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Danke an lovelybooks.de und den C.Bertelsmann Verlag für das Rezensionsexemplar.

3

Eine Frau geht beharrlich ihren Weg!

„Es könnte so einfach“ wurde geschrieben von Carla Grosch und Volker Jarck (Pseudonym Anne Handorf). In dem Roman geht es um die Höhen und Tiefen im Leben der Protagonistin Vera. Vera ist Schriftstellerin. Die Geschichte hat zwei Zeitebenen. Wir erfahren in Rückblicken, wie es Vera in der männerdominierten Buchbranche erging. In den 70er Jahre durften zum Beispiel ihre Bücher nur unter einem männlichen Pseudonym veröffentlicht werden. Eine Frau als Autorin war undenkbar. Die andere Zeitebene spielt um 2005. Eine Frau wird zum ersten Mal Kanzlerin. Dieses Ereignis wird mehrmals im Buch hervorgehoben. Wahrscheinlich haben die Autoren das Jahr 2005 als zweite Zeitebene gewählt, um die Bedeutsamkeit hervorzuheben: Endlich ändert sich etwas. Auch eine Frau hat das Zeug und wird gesehen! Die Geschichte um Vera, die beharrlich ihren Weg geht, ist gut geschrieben. Sie ist selbstbewusst und schaffte es in der männerdominierten Buchbranche Fuß zu fassen. Vera führt seit Jahrzehnten eine glückliche und gleichberechtigte Ehe. Die Figur „Leo“, ihren Ehemann, finde ich allerdings etwas lasch dargestellt. Er kommt für mich als Pantoffelheld rüber. Die kleinen und großen Familiendramen sind etwas vorhersehbar. Die eingestreuten Textpassagen, die zeigen, wie Vera an ihrem letzten großen Roman arbeitet, fand ich nach einiger Zeit störend. Ich habe sie dann nur noch überflogen.

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