Epilog der Könige - Träume von Feuer: Epischer Auftakt einer neuen High-Fantasyreihe mit Magie, Schwertern, Elben und Romance
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Book Information
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Für Throne of Glass Fans, die es düster mögen
Düstere Träume quälen die junge Barkeeperin Salje. Immer wieder sieht sie ihren Bruder in mysteriösen, fremden Städten, erlebt Kämpfe, Folter und Magie. All das erscheint unerklärlich, denn ihr Bruder verschwand vor Jahren ohne Spur und kehrte nie zurück. Die einzigen, die etwas über seinen Verbleib wissen könnten, sind seine Freunde, seltsame junge Männer, die zurückgezogen leben und doch mehr als ein Geheimnis zu hüten scheinen. Als sich Salje eines Tages ein Herz fasst und die wortkargen Fremden zur Rede stellt, tritt sie damit jedoch Ereignisse los, die ihr Verständnis übersteigen: Ihr Bruder ist am Leben und ihre Träume sind Visionen seines Weges – in einer anderen, gefährlichen Welt. Doch es gibt die Möglichkeit, ihn zu retten, wenn Salje es wagt, die Reise auf sich zu nehmen… Mit dem Auftakt der „Epilog der Könige“-Reihe präsentiert Elisabeth G. Mark eine High Fantasy, wie man sie sich wünscht und mittlerweile nur noch viel zu selten liest. Sie schreckt nicht zurück vor weiten Reisen, moralisch angeknacksten Charakteren und Worldbuilding, das Zeit und Raum braucht, um seine volle Wirkung zu entfalten. Das Buch hätte wirklich mehr Aufmerksamkeit verdient. Die Geschichte beginnt eher ruhig, in der tristen, grauen Realität unserer Welt, in der Salje den alltäglichen Wahnsinn meistert und sich Nacht für Nacht durch Albträume quält, bis sie den Mut aufbringt, die verschwiegenen Zurückgekehrten, ehemalige Freunde ihres Bruders, auf ihre gemeinsame Geschichte anzusprechen. Zunächst wollen diese kaum ein Wort mit ihr wechseln, doch dann erzählen sie ihr eine Geschichte, die zu fantastisch klingt, um wahr zu sein: Dass sie in der Zeit ihres Verschwindens in einer anderen Welt waren, die dem düsteren Mittelalter ähnelt, nur zusätzlich mit Magie und allerlei Gefahren, und dass sie eines Tages zurückgekehrt seien, gegen ihren Willen und ihren Bruder zurücklassen mussten. Salje würde sie für verrückt erklären, wären da nicht ihre Träume und so lässt sie sich tatsächlich auf das halsbrecherische Angebot ein, diese Welt zu bereisen, um ihren Bruder zu retten. Tatsächlich erinnert sie in ihrer sturen Stärke und ihrem Durchhaltevermögen ein wenig an Celaena Sardothien aus Throne of Glass, nur etwas erwachsener. Sie wird trainiert, lernt kämpfen und reiten und ist am Ende beinahe vorbereitet auf ihre Reise in die wundersame Welt. Auch mal etwas Neues, das man im Fantasy-Bereich nicht allzuoft liest. Es wird aber sogar noch besser. Die Autorin legt offenbar Wert auf möglichst realistische Szenarien (von der Magie mal abgesehen) und so haben nicht nur Reisen eine glaubwürdige und beschwerliche Dauer, die Protagonisten gehen sich auch mehrmals waschen und die Protagonistin denkt sogar daran, Menstruationsprodukte einzupacken. Das sind zwar nur Details, aber sie schenken diesem Buch viel. Nun aber zur eigentlichen Reise. Salje wagt sich an der Seite der zurückgekehrten Krieger ins mysteriöse Land Asydiar. Gefahren lauern an jeder Ecke und die Atmosphäre ist mehr als düster. Man kann sich das Land vorstellen wie eine Mischung aus Mittelerde, Narnia und dem „The Witcher“- Universum: groß, wild und brutal. Magie scheint in jedem Winkel dieser Welt zu hausen und sie ist ungezähmt und geheimnisvoll, in vergessenen Wäldern und tiefen Schluchten lauern jahrhundertealte Mysterien. Das ganze Buch lebt von dem Gefühl, das diese fremde Welt auslöst: faszinierte Beklemmung und die Neugier, diese große, unerforschte Welt zu erkunden. Selten hat man beim Lesen noch das Gefühl, dass Autoren beim Schreiben eine noch viel größere und komplexere Welt mit noch mehr unbekannten Wesen und fremden Orten im Kopf hatten, doch hier merkt man: Die Autorin hat noch einiges mit ihren Protagonisten vor und der Schauplatz ist mindestens vielversprechend. Die Handlung ebenfalls: Eine Mischung aus klassischer Heldenreise und hirnrissiger Befreiungsaktion, mit einer verkorksten Found Family im Rahmen einer Dark Fantasy. Häufig fühlt man beim Lesen die Inspiration von Geschichten wie dem Herrn der Ringe oder auch den wiederkehrenden goldenen Königen von Narnia, doch das Buch hat auch genügend eigene Geschichte zu bieten. Ja, es gibt auch eine Liebesgeschichte in diesem Buch. Sie ist allerdings absolut nicht zentral, spielt in der Handlung natürlich eine Rolle, aber keine tragende. Sie spinnt sich bereits zu Beginn und schimmert immer mal wieder durch und wird garantiert in den Nachfolgebänden weiter wichtig sein, sie nimmt aber kaum Raum ein, vor allem nicht mit hirnlosem Geschmachte und ewigem Eiertanz. Die Protagonisten benehmen sich meistens wie Erwachsene, dementsprechend angenehm war dieser Teil des Buches. In der Geschichte geht es immer wieder auch um Trauma und den Kampf mit inneren Dämonen und auch das spiegelt die Liebesgeschichte recht reflektiert wieder, auch wenn das Buch eben doch recht düster, immer wieder brutal und auch blutig ist. Es ist eben absolut kein Romantasy sondern Dark (High) Fantasy, die auch Romance enthält. In erster Linie geht es eben darum, Saljes Bruder zu befreien, dann um Macht und ihren Preis, um Freiheit und Krieg und am Ende um die Frage, ob man nicht für die Menschen und Wesen dieses fremden Landes kämpfen sollte, weil eine ganz andere Bedrohung am Horizont heraufzieht. Es werden noch viele Geheimnisse angeteasert, das meiste bleibt aber offen, immerhin ist das Buch ja auch erst der Auftakt einer (vermutlich) fünfteiligen Reihe. So endet das Buch dann auch auf einem miesen Cliffhanger. Wenn die Geschichte dieses Niveau halten kann und die Brücke schlägt zwischen langem Spannungsbogen, einer vielseitigen Handlung, intensivem Worldbuilding und den Dynamiken zwischen den doch relativ zahlreichen Protagonisten, dann hat diese Reihe das Potenzial, zu einem düsteren Fantasy-Highlight zu werden.

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1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
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Für Throne of Glass Fans, die es düster mögen
Düstere Träume quälen die junge Barkeeperin Salje. Immer wieder sieht sie ihren Bruder in mysteriösen, fremden Städten, erlebt Kämpfe, Folter und Magie. All das erscheint unerklärlich, denn ihr Bruder verschwand vor Jahren ohne Spur und kehrte nie zurück. Die einzigen, die etwas über seinen Verbleib wissen könnten, sind seine Freunde, seltsame junge Männer, die zurückgezogen leben und doch mehr als ein Geheimnis zu hüten scheinen. Als sich Salje eines Tages ein Herz fasst und die wortkargen Fremden zur Rede stellt, tritt sie damit jedoch Ereignisse los, die ihr Verständnis übersteigen: Ihr Bruder ist am Leben und ihre Träume sind Visionen seines Weges – in einer anderen, gefährlichen Welt. Doch es gibt die Möglichkeit, ihn zu retten, wenn Salje es wagt, die Reise auf sich zu nehmen… Mit dem Auftakt der „Epilog der Könige“-Reihe präsentiert Elisabeth G. Mark eine High Fantasy, wie man sie sich wünscht und mittlerweile nur noch viel zu selten liest. Sie schreckt nicht zurück vor weiten Reisen, moralisch angeknacksten Charakteren und Worldbuilding, das Zeit und Raum braucht, um seine volle Wirkung zu entfalten. Das Buch hätte wirklich mehr Aufmerksamkeit verdient. Die Geschichte beginnt eher ruhig, in der tristen, grauen Realität unserer Welt, in der Salje den alltäglichen Wahnsinn meistert und sich Nacht für Nacht durch Albträume quält, bis sie den Mut aufbringt, die verschwiegenen Zurückgekehrten, ehemalige Freunde ihres Bruders, auf ihre gemeinsame Geschichte anzusprechen. Zunächst wollen diese kaum ein Wort mit ihr wechseln, doch dann erzählen sie ihr eine Geschichte, die zu fantastisch klingt, um wahr zu sein: Dass sie in der Zeit ihres Verschwindens in einer anderen Welt waren, die dem düsteren Mittelalter ähnelt, nur zusätzlich mit Magie und allerlei Gefahren, und dass sie eines Tages zurückgekehrt seien, gegen ihren Willen und ihren Bruder zurücklassen mussten. Salje würde sie für verrückt erklären, wären da nicht ihre Träume und so lässt sie sich tatsächlich auf das halsbrecherische Angebot ein, diese Welt zu bereisen, um ihren Bruder zu retten. Tatsächlich erinnert sie in ihrer sturen Stärke und ihrem Durchhaltevermögen ein wenig an Celaena Sardothien aus Throne of Glass, nur etwas erwachsener. Sie wird trainiert, lernt kämpfen und reiten und ist am Ende beinahe vorbereitet auf ihre Reise in die wundersame Welt. Auch mal etwas Neues, das man im Fantasy-Bereich nicht allzuoft liest. Es wird aber sogar noch besser. Die Autorin legt offenbar Wert auf möglichst realistische Szenarien (von der Magie mal abgesehen) und so haben nicht nur Reisen eine glaubwürdige und beschwerliche Dauer, die Protagonisten gehen sich auch mehrmals waschen und die Protagonistin denkt sogar daran, Menstruationsprodukte einzupacken. Das sind zwar nur Details, aber sie schenken diesem Buch viel. Nun aber zur eigentlichen Reise. Salje wagt sich an der Seite der zurückgekehrten Krieger ins mysteriöse Land Asydiar. Gefahren lauern an jeder Ecke und die Atmosphäre ist mehr als düster. Man kann sich das Land vorstellen wie eine Mischung aus Mittelerde, Narnia und dem „The Witcher“- Universum: groß, wild und brutal. Magie scheint in jedem Winkel dieser Welt zu hausen und sie ist ungezähmt und geheimnisvoll, in vergessenen Wäldern und tiefen Schluchten lauern jahrhundertealte Mysterien. Das ganze Buch lebt von dem Gefühl, das diese fremde Welt auslöst: faszinierte Beklemmung und die Neugier, diese große, unerforschte Welt zu erkunden. Selten hat man beim Lesen noch das Gefühl, dass Autoren beim Schreiben eine noch viel größere und komplexere Welt mit noch mehr unbekannten Wesen und fremden Orten im Kopf hatten, doch hier merkt man: Die Autorin hat noch einiges mit ihren Protagonisten vor und der Schauplatz ist mindestens vielversprechend. Die Handlung ebenfalls: Eine Mischung aus klassischer Heldenreise und hirnrissiger Befreiungsaktion, mit einer verkorksten Found Family im Rahmen einer Dark Fantasy. Häufig fühlt man beim Lesen die Inspiration von Geschichten wie dem Herrn der Ringe oder auch den wiederkehrenden goldenen Königen von Narnia, doch das Buch hat auch genügend eigene Geschichte zu bieten. Ja, es gibt auch eine Liebesgeschichte in diesem Buch. Sie ist allerdings absolut nicht zentral, spielt in der Handlung natürlich eine Rolle, aber keine tragende. Sie spinnt sich bereits zu Beginn und schimmert immer mal wieder durch und wird garantiert in den Nachfolgebänden weiter wichtig sein, sie nimmt aber kaum Raum ein, vor allem nicht mit hirnlosem Geschmachte und ewigem Eiertanz. Die Protagonisten benehmen sich meistens wie Erwachsene, dementsprechend angenehm war dieser Teil des Buches. In der Geschichte geht es immer wieder auch um Trauma und den Kampf mit inneren Dämonen und auch das spiegelt die Liebesgeschichte recht reflektiert wieder, auch wenn das Buch eben doch recht düster, immer wieder brutal und auch blutig ist. Es ist eben absolut kein Romantasy sondern Dark (High) Fantasy, die auch Romance enthält. In erster Linie geht es eben darum, Saljes Bruder zu befreien, dann um Macht und ihren Preis, um Freiheit und Krieg und am Ende um die Frage, ob man nicht für die Menschen und Wesen dieses fremden Landes kämpfen sollte, weil eine ganz andere Bedrohung am Horizont heraufzieht. Es werden noch viele Geheimnisse angeteasert, das meiste bleibt aber offen, immerhin ist das Buch ja auch erst der Auftakt einer (vermutlich) fünfteiligen Reihe. So endet das Buch dann auch auf einem miesen Cliffhanger. Wenn die Geschichte dieses Niveau halten kann und die Brücke schlägt zwischen langem Spannungsbogen, einer vielseitigen Handlung, intensivem Worldbuilding und den Dynamiken zwischen den doch relativ zahlreichen Protagonisten, dann hat diese Reihe das Potenzial, zu einem düsteren Fantasy-Highlight zu werden.





