Einmal im Jahr für immer

Einmal im Jahr für immer

Softcover
4.37
DepressionClownGegenwartsromanHüpfburg

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Description

Was bedeutet eigentlich Leben? Math ist tot. Und Amelie Red fragt sich, weshalb sie noch weiterleben soll. Wozu den Schein wahren, wenn der Tod so schwer auf ihr lastet? In ihrer Trauer um ihren verstorbenen Ehemann, vergisst Amelie Red, wer sie einst gewesen ist und verliert sich in ihrer eigenen Gedankenwelt. Dann klopft ein Clown unerwartet an ihre Badezimmertür und sprengt ihr Leben mit Abenteuern, die sie nicht erleben will. Ein Clown lässt sich allerdings nicht so einfach ignorieren, schon gar nicht, wenn im eigenen Treppenhaus ein Regenbogen erscheint, eine Hüpfburg im Wohnzimmer thront und sie das Haus nicht mehr durch die Haustür, sondern durch ein Fenster betreten muss.

Book Information

Main Genre
Romance
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
344
Price
9.99 €

Author Description

Sarah Ricchizzi, geb. 22.05.1992, lebt gemeinsam mit Ihrem Mann in Hamm unter Regenbogentreppen und schreibt Geschichten.

Posts

4
All
5

Zusammengefasst Amelie Red hat einen schweren Schicksalsschlag hinter sich, sie zieht sich komplett von der Aussenwelt zurück und suhlt sich in ihrem Schmerz. Niemanden lässt sie mehr an sich heran und ausser dem Lieferservice bekommt sie niemand zu Gesicht. Doch dies ändert sich schlagartig, als plötzlich ein Clown vor ihrer Haustüre steht beziehungsweise in ihr Haus platzt, im Wohnzimmer eine Hüpfburg aufbaut und beschliesst ab jetzt bei ihr zu wohnen. Da ist Chaos vorprogrammiert, doch auch jede Menge Spass und Lebensfreude. Denn wo noch Anfangs alles grau war, spritzt der Clown Farbe hin und was noch still war wird mit Lärm und Leben aufgefüllt. Doch wer ist dieser Clown, der nicht mehr aus ihrem Leben weichen will? Darüber Gedanken gemacht **** Achtung Spoiler **** Am Anfang, als ich den Brief von Math las dachte ich mir; „Hoffentlich wird dies nicht eine Ps. Ich liebe dich Kopie“, doch zum Glück war das nicht so und die Geschichte glänzt mit ihrer ganz eigenen Story. In dieser Art habe ich schon lange kein Buch mehr gelesen und war überrascht, wie sehr mir diese Geschichten gefehlt haben und teilweise war ich so berührt dass ich Amelie am liebsten in den Arm genommen hätte. Doch Amelie möchte kein Mitleid und war für mich somit ein starker Charakter, auch wenn sie sich am Anfang verkrochen hatte fand ich auch diesen Teil besonders wichtig, denn als Leser konnte man mit ihr mitwachsen. Ein grosses Thema in diesem Buch ist die Geschichte, um Math und seine Depression. Auf jeden Fall ein heikles Thema, das jedoch von Sarah so sensibel und verständlich geschildert wurde, dass man es auf irgendeiner Art auch ein wenig nachvollziehen konnte. Dies meine ich jetzt nicht wegen der Art wie sie es geschrieben hat, das wär nämlich grossartig, sondern viel mehr darum weil Depression an sich eine schwierige Sache ist und kaum jemand das wirkliche Ausmass dahinter begreifen kann. Doch im Buch wird nicht nur von Math’s Depression an sich berichtet, sondern auch darüber wie Amelie damit zurechtkommt, dass ihr Mann darunter leidet. Natürlich stellt sie sich immer wieder die Frage, ob sie es nicht verhindern konnte, warum er es getan hatte und ob sie ihm nicht genügt hatte. Dieser Kampf den Amelie mit sich selbst ausfechtet ist wirklich sehr berührend und so konnte ich mir die ein oder andere Träne nicht ganz verkneifen. **** Spoiler Ende **** Gefiel mir sehr Ich mochte den Clown richtig richtig gerne, er war so erfrischend anders und bei manchem Chaos, den er angerichtet hat habe ich zwar im ersten Moment den Kopf geschüttelt aber fand die Idee dann doch ganz grossartig! Gefiel mir nicht An einigen Stellen war mir manche Situation zu vorhersehbar hat aber im grossen und ganzen gar nicht gestört! Schreibstil & Cover Den Schreibstil fand ich wirklich erfrischend und toll nur waren mir manchmal zu viele Wiederholungen drin. So dass ich oft das Gefühl hatte nochmals das selbe zu lesen. Das Cover ist wunderschön, genau so wie auch der Titel. Das Blau ist wirklich sehr passend und hat sogar noch etwas mit dem Inhalt der Geschichte zu tun! Fazit Ein tolles Buch mit einer wundervollen Geschichte in der viel Herz steckt. Ausserdem steckt in diesem Roman auch eine berührende Botschaft, die einem noch lange erhalten bleibt. Kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen! Bewertung Buchlänge ♥♥♥♥♥ (5/5) Schreibstil ♥♥♥♥ (4/5) Botschaft ♥♥♥♥♥ (5/5) Lesevergnügen ♥♥♥♥♥ (5/5)

4

Okay. Puh. Ich überlege teilweise noch immer, was ich von diesem Buch halten soll. Irgendwie lässt es mich mit gemischten Gefühlen zurück. Ich glaube "Einmal im Jahr für immer" hat mich durch seinen, doch etwas anderen, Klappentext für sich gewinnen können. Es klingt emotional, fantastisch. Einfach nach einer interessanten Story. Doch bekommt man die auch? Den Schreibstil fand ich sehr angenehm, flüssig, emotional, aber auch manchmal etwas anstrengend durch gewissen verschachtelte Stellen. Über die Seiten fliegt man aber trotzdem, was vielleicht aber auch an der etwas verqueren Situation in der Story liegt. Alles beginnt mit einem Brief. Einen Abschiedsbrief von Math an Amelie. Danach schalten wir in die Zukunft, in der es Math nicht mehr gibt. Wir erleben eine junge Frau, die ihren über alles geliebten Mann verloren und sich aufgegeben hat. Das Leben scheint für Amelie nicht mehr lebenswert und ich muss gestehen, dass mir das die Träne in die Augen getrieben hat. Ich verstehe das Tief in dem sie hängt und das sie immer weiter runter zieht. Wofür soll sie denn weiterleben, wenn Math ihr Lebensmittelpunkt war? Und dann kommt da plötzlich dieser Clown in ihr Leben oder das was davon übrig ist geplatzt und stellt es absolut auf den Kopf. Er versucht sie aus der Reserve zu locken. Ich fand den ja zu Beginn echt anstrengend, liegt aber auch daran, dass ich kein großer Fan von Clowns bin, aber er entwickelt sich zu einem echten Sympathieträger. Normal kann jeder und genau das zeigt dieses Buch. Die Geschichte ist anders, verrückt und emotional. Eine wahre Gefühlsachterbahn. Man erlebt sie fast genauso wie Amelie. Zumindest ist es der Autorin wunderbar gelungen, deren Gefühle rüber zu bringen. Sie ist ein absolut authentischer und sympathischer Charakter, den man einfach nur lieben kann und den man gaaaaanz fest umarmen möchte. Fazit Ich finde den Themenhintergrund wichtig, aber auch wenn es emotional war und mich überzeugen konnte, fehlte mir der letzte Funke der mich restlos begeistern konnte. Dies könnte durchaus eine Geschichte sein, die das Leben schreibt, aber ich bezweifle, dass dann Clowns vorkommen würden.  Der Clown Aspekt bringt auf jeden Fall einen interessanten Faktor ins Spiel, den man nicht ignorieren kann. Auf jeden Fall lesenswert. Daher 4 Sterne von mir, für dieses ungewöhnliche und emotionale Story.

4

Ich fand es sehr gut, wie die Themen Depression, Suizid und Schuld inklusive der Trauerphasen beschrieben wurden - und das zwischen den urkomisch-chaotischen Taten eines Clowns! Die einzigen beiden Mankos für mich persönlich: Der Nachname der Protagonistin wurde unverhältnismäßig oft genutzt, obwohl es unnötig war dem vollem Namen zu nutzen. Da rollen sich mir auch bei anderen Autoren, die es ähnlich halten, die Zehennägel hoch … Und das zweite: das Ende! (Ich meine hier speziell das Kapitel „Einen Nachtrag“!) Ja, ich verstehe die Intention der Autorin. Aber nachdem die Protagonistin sich so hart zurück ins Leben gekämpft hat mit diesem letzten Kapitel das Buch zu beenden hinterlässt mich auf eine nicht gute Art leer. Vor allem sie letzten Einträge, bei dem ein herber Schlag nach dem nächsten kommt. Ich mag düstere, realistische Enden! Aber mach diesem emotionalen Ritt wäre das letzte Kapitel nicht nötig gewesen - auch gerade für die Leser, die vielleicht Trost in diesem Buch suchen und in den letzten drei Seiten statt Hoffnung Niedergeschlagenheit finden.

5

Meine Meinung Geschichte Eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Wie macht man weiter, nachdem der liebste Mensch nicht mehr am leben ist? Die Protagonistin Amelie Red weiß es nicht. Doch wer es weiß, ist der Clown, der plötzlich in ihrem Haus steht. Ohne Ankündigung. Ein Thema, welches schwer auf der Brust liegt, gepaart mit Witz und Humor durch den Clown. Ein Buch, welches mit mir gespielt hat, wie mit einem Flummi. Auf und ab. Trauer und Freude. Bereits am Anfang wird man mit der Härte und Emotionalität des Buches konfrontiert. Dabei ist alles so realitätsnah beschrieben, dass mein Herz nicht aufhören wollte, die Geschichte zu inhalieren. Meine Neugier war geweckt. Wohin möchte das Buch mich führen? Daraufhin muss man einige Seiten lang stark bleiben. Durch emotionale Beschreibungen wird man, zusammen mit Amelie Red, in ein Loch aus Emotionen gezogen. Solange, bis der Clown auftaucht. Hier beginnt der auswegslose Kreis der Emotions-Achterbahn. Man möchte aussteigen, doch man kann es nicht. Man wird mitgerissen von der wilden Fahrt. Den untrüglich witzigen und einzigartigen Einfällen des Clowns. Stück für Stück entwickelt sich Protagonistin Amelie und selten habe ich eine Veränderung eines Protagonisten so stark mitfühlen können. Es ist keine von-jetzt-auf-gleich-Veränderung, sondern verläuft über einen realistischen Zeitraum. Fehlen dürfen natürlich nicht die Geheimnisse und Höhepunkte eines Buches. Dieser kam bei mir schon kurz nach der Hälfte. Und obwohl ich das Gefühl hatte, das Finale gelesen zu haben, so konnte ich nicht aufhören. So wollte ich unbedingt noch das Ende wissen. Und die Autorin fand immer wieder neue Informationen, die aufgedeckt werden wollten, neue Streiche des Clowns, die jeder mal gerne in der Realität nachmachen wollen würde. Als ich dann dachte, dem Ende nahe zu sein, sprengt die Autorin mit einer Art Epilog meine Gefühlsgrenze. Innerhalb weniger Seiten zerriss sie mein Innerstes und ließ mich fassungslos zurück. Ich weine selten bei einem Buch, doch nun muss ich mich outen: Ich habe es getan. Das Ende hat mich komplett emotional aufgewühlt. Doch mit Beendigung des Buches, fand ich keine Ruhe. Der Inhalt klang noch lange in mir nach. Es regte an, nachzudenken. Was ist passiert? Wie sieht es im richtigen Leben aus? Wie geht es Leuten wie Amelie und wie kann man ihnen helfen? Wie geht man mit Schmerzen um? Was bringt uns dazu zu leben? Charaktere In erster Linie liest man von Amelie und dem Clown. Amelie's Emotionen sind das ganze Buch über präsent. Ihr Schmerz gerät nie in Vergessenheit und dieser Realismus lässt alle Emotionen nochmal lebendiger erscheinen. Mit Hilfe des Clowns entwickelt sie sich. Dabei gefiel mir sehr gut, wie langsam diese Entwicklung von statten ging. Oftmals liest man von einer 180 Grad Wendung, doch im richtigen Leben ist dem nicht so. Man entwickelt sich langsam. Mit den Situationen, die gerade passieren. Zudem gefiel mir Amelie's Art zurückzuschlagen. Der Clown provoziert sie oft, doch Amelie lässt sich nicht klein kriegen. Der Clown war ein Charakter, den man auf lange Zeit noch vermissen wird. Er hat eine lockere, fröhliche Art, doch gleichzeitig hat man das Gefühl, dass er Amelie und einem selbst bis auf den Grund der Seele blicken kann. Ihn hat das Leben gezeichnet und genau das macht ihn so fröhlich. Er hat immer die passenden Worte und Aktionen gefunden Schreibstil & Sichtweise Selten nimmt mich ein Schreibstil emotional so mit. Selten lese ich ein Buch, welches so unzensiert, knallhart wahr ist. Dem Schreibstil ist eine Menge zu verdanken. Hier wurden Gedanken und Gefühle perfekt formuliert, die für viele schwer in Worte zu fassen sind. So perfekt, dass mir des Öfteren Tränen in die Augen stiegen und ich letzten Endes eingerollt, weinend auf dem Bett lag. Geschrieben wurde das Buch aus der Perspektive eines auktorialen Erzählers. In erster Linie werden Amelie's Gedanken und Gefühle beschrieben, doch zwischendurch wird kurz zu dem Clown abgeschweift. Cover & Titel Das Cover ist schlicht und doch sehr auffällig. Die blaue Farbe findet sowohl im Buch, als auch in der Bedeutung einen Platz. Blau ist die Farbe des Meeres, der mit vielen Tränen assoziiert werden kann. Die Farbe Blau entspannt und wirkt beruhigend. Den inneren Frieden finden. Sie kann die Unendlichkeit und auch Unsterblichkeit ausdrücken. Auch den Titel finde ich schön gewählt. Zwar findet er im Buch nur bedingt anklang, war aber dann in wenigen Situationen und im Gesamtwerk sehr wichtig. Zitat "Ihr war nicht bewusst gewesen, wie träge ich das Fundament ihres Lebens aufgebaut hatte, wenn ein paar Worte dazu bereit wären, es zu zerstören." - Position 2103 Fazit Ein Buch, welches einen Wort für Wort immer mehr einnimmt und emotional komplett aufwühlt. Es ist tiefgründig, spricht ein weit verbreitetes Thema an und nimmt einen mit auf eine Reise der Selbstfindung. Absolut empfehlenswert. Tränen-Effekt garantiert!

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