Eine Jugend in Deutschland
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Description
Book Information
Author Description
Ernst Toller, geboren am 1. Dezember 1893 in Samotschin (Bromberg), gestorben am 22. Mai 1939 in New York. Sein literarisches Schaffen steht in engem Zusammenhang mit seinem politischen Wirken. Als Pazifist mit revolutionär-sozialistischer Einstellung beteiligte er sich nach dem Krieg 1918 am Umsturz in Bayern und war an der Gründung der Münchner Räterepublik beteiligt. Besonders bedeutend sind sein Bühnenwerke. Wichtige Werke: "Die Wandlung" (1919), "Masse Mensch" (1921), "Der deutsche Hinkemann" (1923), "Hoppla, wir leben!" (1927).
Posts
Diese Autobiographie von Ernst Hugo Toller - deutscher Schriftsteller jüdischer Herkunft ; Dramatiker, Politiker und linkssozialistischer Revolutionär - hat mir ein Thema näher gebracht, welches mir zwar im Ansatz bekannt aber in diesem Umfang nicht klar war: Die Zeit zwischen dem ersten Weltkrieg und der Weimarer Republik. Ja, ich wusste, dass die Monarchie abgeschafft wurde, dass es die Novemberrevolution gab und dass die Weimarer Republik ausgerufen wurde; das ganze Ausmaß war mir jedoch nicht bekannt. Ich wusste nichts über die Räterepublik, nichts von den Kämpfen die in Bayern stattfanden, nichts von hunderten von Toten, die friedlich ein gerechteres System in Deutschland einführen wollten - jenseits eines sinnlosen Krieges. Wer - wie ich - diesen Teil der deutschen Geschichte noch nicht oder nicht ausführlich genug kennt, dem empfehle ich diese Autobiographie, die - wie der Titel verrät - eine Kindheit und Jugend in Deutschland Anfang des 20. Jahrhunderts beschreibt; und einem die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe dieser Zeit näher bringt. Dem Leser fällt dabei auch auf, dass gewisse politische Strömungen lange im Hintergrund schwelen und zu einem Feuer werden können, welches sich dann nur noch schwer löschen lässt! Unterstützt wird die Lektüre durch die Artikel bei WIKIPEDIA, die man erhält, wenn man NOVEMBERREVOLUTION und/oder ERNST HUGO TOLLER eingibt. Von mir 5/5
Die Münchner Räterepublik aus Insidersicht. Dieser sehr dünne aber dichte Erfahrungsbericht Ernst Tollers ist zwar nicht frei von Schönfärberei und Parteinahme, dafür in der Beschreibung der Geschehnisse sehr interessant. Das ist dann der Unterschied zu einem Sachbuch zu dem Thema. Dessen muss man sich bewusst sein. Auch an Selbstreflexion mangelt es nicht. So weiß Toller um seinen privilegierten familiären Hintergrund genauso wie um die Parareligiösität des Kommunismus. Unterm Strich ein gutes Zeitdokument .
Zeitgeschichte
Ernst Toller, deutscher Schriftsteller und Politiker, beschriebt in „Eine Jugend in Deutschland“ sein Erwachsenwerden. In seinem autobiographischen Werk beschreibt Ernst Toller seine Kindheit, seinen Einsatz im ersten Weltkrieg sowie seine Zeit in der Münchner Räterepublik. Mit seiner jüdischen Herkunft hatte es Ernst Toller in den damaligen Zeiten nicht immer leicht gehabt. Bereits in der Schule wurde er beschimpft, doch hat ihn das nicht weiter gestört. Später in der Armee hat er sich einen hohen Dienstgrad angeeignet, der ihm leider später in seiner politischen Laufbahn auch nichts nutzte. Er war beteiligte sich in der Münchner Räterepublik und das kostete ihn fast das Leben. Typisch für dieses Werk ist der Schreibstil der damaligen Zeit. Auf der einen Seite wirklich schön, da man beim Lesen sich viel besser in diese Epoche hineinversetzen kann. Auf der anderen Seite hatte ich einige Probleme wirklich mitzukommen, da ich die Gedanken und auch Zeitsprünge nicht richtig verstanden habe. Doch wer sich für diese Zeit und die Person Ernst Toller interessiert, sollte dieses Buch lesen, da es viele Informationen liefert, die ich im Geschichtsunterricht nicht gelernt habe.
Ernst Toller liefert mit dieser Autobiographie einen - auch literarisch wertvollen - Einblick in die Münchener Räterepublik. Toller berichtet, wie er als begeisterter Kriegfreiwilliger zum Revolutionär wurde, und wie diese Revolution scheiterte. 1933 geschrieben, dem Jahr seiner Emigration, beschreibt er die Weimarer Republik als schon 1919 gescheitertes Projekt. 1933, so Toller, könne man nur verstehen, wenn man auch 1919 versteht. Nicht zu Unrecht. Ein wertvolles Zeugnis einer turbulenten Zeit.
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Ernst Toller, geboren am 1. Dezember 1893 in Samotschin (Bromberg), gestorben am 22. Mai 1939 in New York. Sein literarisches Schaffen steht in engem Zusammenhang mit seinem politischen Wirken. Als Pazifist mit revolutionär-sozialistischer Einstellung beteiligte er sich nach dem Krieg 1918 am Umsturz in Bayern und war an der Gründung der Münchner Räterepublik beteiligt. Besonders bedeutend sind sein Bühnenwerke. Wichtige Werke: "Die Wandlung" (1919), "Masse Mensch" (1921), "Der deutsche Hinkemann" (1923), "Hoppla, wir leben!" (1927).
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Diese Autobiographie von Ernst Hugo Toller - deutscher Schriftsteller jüdischer Herkunft ; Dramatiker, Politiker und linkssozialistischer Revolutionär - hat mir ein Thema näher gebracht, welches mir zwar im Ansatz bekannt aber in diesem Umfang nicht klar war: Die Zeit zwischen dem ersten Weltkrieg und der Weimarer Republik. Ja, ich wusste, dass die Monarchie abgeschafft wurde, dass es die Novemberrevolution gab und dass die Weimarer Republik ausgerufen wurde; das ganze Ausmaß war mir jedoch nicht bekannt. Ich wusste nichts über die Räterepublik, nichts von den Kämpfen die in Bayern stattfanden, nichts von hunderten von Toten, die friedlich ein gerechteres System in Deutschland einführen wollten - jenseits eines sinnlosen Krieges. Wer - wie ich - diesen Teil der deutschen Geschichte noch nicht oder nicht ausführlich genug kennt, dem empfehle ich diese Autobiographie, die - wie der Titel verrät - eine Kindheit und Jugend in Deutschland Anfang des 20. Jahrhunderts beschreibt; und einem die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe dieser Zeit näher bringt. Dem Leser fällt dabei auch auf, dass gewisse politische Strömungen lange im Hintergrund schwelen und zu einem Feuer werden können, welches sich dann nur noch schwer löschen lässt! Unterstützt wird die Lektüre durch die Artikel bei WIKIPEDIA, die man erhält, wenn man NOVEMBERREVOLUTION und/oder ERNST HUGO TOLLER eingibt. Von mir 5/5
Die Münchner Räterepublik aus Insidersicht. Dieser sehr dünne aber dichte Erfahrungsbericht Ernst Tollers ist zwar nicht frei von Schönfärberei und Parteinahme, dafür in der Beschreibung der Geschehnisse sehr interessant. Das ist dann der Unterschied zu einem Sachbuch zu dem Thema. Dessen muss man sich bewusst sein. Auch an Selbstreflexion mangelt es nicht. So weiß Toller um seinen privilegierten familiären Hintergrund genauso wie um die Parareligiösität des Kommunismus. Unterm Strich ein gutes Zeitdokument .
Zeitgeschichte
Ernst Toller, deutscher Schriftsteller und Politiker, beschriebt in „Eine Jugend in Deutschland“ sein Erwachsenwerden. In seinem autobiographischen Werk beschreibt Ernst Toller seine Kindheit, seinen Einsatz im ersten Weltkrieg sowie seine Zeit in der Münchner Räterepublik. Mit seiner jüdischen Herkunft hatte es Ernst Toller in den damaligen Zeiten nicht immer leicht gehabt. Bereits in der Schule wurde er beschimpft, doch hat ihn das nicht weiter gestört. Später in der Armee hat er sich einen hohen Dienstgrad angeeignet, der ihm leider später in seiner politischen Laufbahn auch nichts nutzte. Er war beteiligte sich in der Münchner Räterepublik und das kostete ihn fast das Leben. Typisch für dieses Werk ist der Schreibstil der damaligen Zeit. Auf der einen Seite wirklich schön, da man beim Lesen sich viel besser in diese Epoche hineinversetzen kann. Auf der anderen Seite hatte ich einige Probleme wirklich mitzukommen, da ich die Gedanken und auch Zeitsprünge nicht richtig verstanden habe. Doch wer sich für diese Zeit und die Person Ernst Toller interessiert, sollte dieses Buch lesen, da es viele Informationen liefert, die ich im Geschichtsunterricht nicht gelernt habe.
Ernst Toller liefert mit dieser Autobiographie einen - auch literarisch wertvollen - Einblick in die Münchener Räterepublik. Toller berichtet, wie er als begeisterter Kriegfreiwilliger zum Revolutionär wurde, und wie diese Revolution scheiterte. 1933 geschrieben, dem Jahr seiner Emigration, beschreibt er die Weimarer Republik als schon 1919 gescheitertes Projekt. 1933, so Toller, könne man nur verstehen, wenn man auch 1919 versteht. Nicht zu Unrecht. Ein wertvolles Zeugnis einer turbulenten Zeit.








