Ein Herz aus Eis und Schnee: Märchenhafte Romantasy mit magischem Winter-Setting
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Farina lebt in der Wüstenprovinz Terra Sitienti. Einem Teil des Königreich Nascimur, welcher davon profitieren würde, wenn Prinz Elrik an seinem 17 Geburtstag sterben und das Land in Eis und Schnee versinken würde. Daher ist sie wenig begeistert in den Palast zu gehen, um ihm vielleicht als Auserwählte sein Schicksal zu ersparen. Sie hat den festen Vorsatz sich nicht zu verlieben, aber natürlich kommt es anders. Die junge Frau muss sich zwischen Elrik oder einer besseren Zukunft für die Menschen welche in ihrem Teil des Landes leben entscheiden. Wie wird ihre Entscheidung lauten? Dieses Buch hat mich von Anfang an einfangen können. Sowohl mit der Idee und dem Setting, als auch mit Charakteren. Weshalb ich es auch tatsächlich an einem Tag gelesen habe. Die Story an sich bzw. Teile deren Entwicklung sind dabei nicht mal überraschend. Also, dass sich Farina erst komplett gegen diese Auswahl sträubt und sich anschließend verliebt meine ich zum Beispiel. Das war mir eigentlich von Anfang an klar. Was aber damit einhergeht, unter anderem die Grausamkeit des Königs, welche Geheimnisse noch mit Elriks Fluch zusammenhängen, was den Mädchen so passiert und Farinas Stärke fand ich toll. Das Setting passte wunderbar und ich konnte es mir wirklich gut vorstellen. Sowohl Farinas Heimat, als auch den eisigen Teil wo das Schloss steht. Der Schreibstil war ebenfalls super und hat mich geradezu durch die Seiten fliegen lassen. Farina ist ein toller Charakter den ich sehr mochte. Auch weil sie versucht hat Lösungen zu finden und zu helfen. Noch besser hat mir gefallen, dass sie ehrlich zum Prinzen war und nicht mit ihm gespielt hat. Elrik schließt man eigentlich direkt ebenfalls ins Herz. Er wirkt zu Beginn natürlich etwas hochnäsig, aber das gibt sich mit der Zeit und ist vermutlich auch Teil seiner Fassade. Ich mochte die Gespräche zwischen ihm und Farina wirklich gern. Auch weil sie viel Ehrlichkeit enthielten. Sie wirkten wenig gestellt. Fazit Mir hat dieses Märchen richtig gut gefallen und es passte auch noch zum aktuellen Wetter. Eingekuschelt in eine warme Decke liest sich so eine „kalte“ Geschichte dann doch gleich viel besser. Seit langem wieder ein Buch, welches mich richtig in seinen Bann gezogen hat. Am Ende 4,5 Sterne von mir
»Farina?«, höre ich Eiriks schwache Stimme. »Ja?« Mein Herz klopft. »Hast du dich gerade selbst zur Königin ernannt?«
Schon der Einstieg in Ein Herz aus Eis und Schnee macht klar, dass Karolyn Ciseau weiß, was sie tut. Statt einen einfach ins Geschehen zu werfen, beginnt die Geschichte klassisch märchenhaft mit einer kleinen Vorgeschichte – und nein, das ist keines dieser Kapitel, die man überspringt, weil man „ja eh weiß, wie Märchen funktionieren“. Im Gegenteil: Dieser Auftakt zieht einen sanft hinein und legt genau die Grundlage, die man braucht, um sich später emotional maximal verheddern zu lassen. Danke auch dafür. Die eigentliche Handlung liest sich dann wie eine Mischung aus Märchen und höfischem Bachelor-Format – inklusive Auswahlverfahren, unterschwelliger Konkurrenz und der leisen Frage, wer hier eigentlich warum gewinnt oder verliert. Farina und Eirik sind dabei zwei Protagonisten, die sofort funktionieren. Farina ist keine zarte Schneeflocke, sondern ein pragmatisches Wüstenmädchen, das sehr genau weiß, was auf dem Spiel steht. Eirik hingegen ist zwar ein verfluchter Eisprinz, aber erfreulicherweise keiner dieser dramatischen „Ich leide still und alle müssen es ertragen“-Typen. Beide wachsen einem schnell ans Herz, vermutlich weil sie mehr können, als nur schön leiden. Besonders gelungen ist die Dynamik zwischen den beiden. Ihre Beziehung lebt nicht von großen kitschigen Gesten, sondern von kleinen, oft auch amüsanten Wortgefechten, Blicken und Momenten, in denen man genau merkt, dass Nähe gefährlich ist – nicht nur emotional, sondern politisch und moralisch. Farina will sich nicht verlieben, weil das Eis für ihre Heimat lebensrettend ist. Eirik hofft auf Erlösung, weil sein gesamtes Reich daran hängt. Romantik mit Nebenwirkungen, könnte man sagen. Das Setting unterstützt diesen Konflikt hervorragend. Der eisige Norden mit seinem prunkvollen, aber bedrückenden Palast steht im starken Kontrast zu Terra Sitienti, der heißen, von Hunger geplagten Wüstenregion. Dieser Gegensatz ist nicht nur hübsche Kulisse, sondern zentraler Bestandteil der Geschichte. Der Fluch ist kein klares „böse Magie weg, alles gut“, sondern ein moralisches Dilemma – und genau das hebt die Geschichte angenehm vom klassischen Märchen-Einerlei ab. Was den Plot angeht, zeigt sich Karolyn Ciseau angenehm gemein. Gerade dann, wenn man denkt, man wüsste jetzt ungefähr, wo die Reise hingeht, kommt der nächste kleine Plottwist um die Ecke und erinnert einen daran, nicht zu selbstsicher zu werden. Es sind nicht die riesigen Schockmomente, sondern viele kleinere Wendungen, die die Spannung hochhalten. Dieser Moment von „Was soll denn jetzt bitte noch kommen?“ wird mehrfach sehr effektiv genutzt – und ja, es kommt dann auch noch was. Der Schreibstil ist, wie man es von der Autorin kennt, flüssig, bildhaft und sehr angenehm zu lesen. Selbst emotionale oder düstere Passagen wirken nie schwerfällig, sondern tragen einen mühelos durch die Geschichte. Besonders die humorvollen Dialoge und kleinen Spitzen zwischen Farina und Eirik sorgen dafür, dass das Buch trotz Fluch, Zeitdruck und moralischer Abgründe nie erdrückend wird. Unterm Strich ist Ein Herz aus Eis und Schnee eine rundum gelungene Märchen-Fantasy, die vertraute Motive nimmt, sie clever variiert und mit starken Figuren füllt. Es ist romantisch, spannend, manchmal überraschend und genau ernst genug, um nicht kitschig zu werden. Für mich ganz klar ein 5-Sterne-Read – und wieder ein Beweis dafür, dass Karolyn Ciseau Märchen einfach kann.

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Farina lebt in der Wüstenprovinz Terra Sitienti. Einem Teil des Königreich Nascimur, welcher davon profitieren würde, wenn Prinz Elrik an seinem 17 Geburtstag sterben und das Land in Eis und Schnee versinken würde. Daher ist sie wenig begeistert in den Palast zu gehen, um ihm vielleicht als Auserwählte sein Schicksal zu ersparen. Sie hat den festen Vorsatz sich nicht zu verlieben, aber natürlich kommt es anders. Die junge Frau muss sich zwischen Elrik oder einer besseren Zukunft für die Menschen welche in ihrem Teil des Landes leben entscheiden. Wie wird ihre Entscheidung lauten? Dieses Buch hat mich von Anfang an einfangen können. Sowohl mit der Idee und dem Setting, als auch mit Charakteren. Weshalb ich es auch tatsächlich an einem Tag gelesen habe. Die Story an sich bzw. Teile deren Entwicklung sind dabei nicht mal überraschend. Also, dass sich Farina erst komplett gegen diese Auswahl sträubt und sich anschließend verliebt meine ich zum Beispiel. Das war mir eigentlich von Anfang an klar. Was aber damit einhergeht, unter anderem die Grausamkeit des Königs, welche Geheimnisse noch mit Elriks Fluch zusammenhängen, was den Mädchen so passiert und Farinas Stärke fand ich toll. Das Setting passte wunderbar und ich konnte es mir wirklich gut vorstellen. Sowohl Farinas Heimat, als auch den eisigen Teil wo das Schloss steht. Der Schreibstil war ebenfalls super und hat mich geradezu durch die Seiten fliegen lassen. Farina ist ein toller Charakter den ich sehr mochte. Auch weil sie versucht hat Lösungen zu finden und zu helfen. Noch besser hat mir gefallen, dass sie ehrlich zum Prinzen war und nicht mit ihm gespielt hat. Elrik schließt man eigentlich direkt ebenfalls ins Herz. Er wirkt zu Beginn natürlich etwas hochnäsig, aber das gibt sich mit der Zeit und ist vermutlich auch Teil seiner Fassade. Ich mochte die Gespräche zwischen ihm und Farina wirklich gern. Auch weil sie viel Ehrlichkeit enthielten. Sie wirkten wenig gestellt. Fazit Mir hat dieses Märchen richtig gut gefallen und es passte auch noch zum aktuellen Wetter. Eingekuschelt in eine warme Decke liest sich so eine „kalte“ Geschichte dann doch gleich viel besser. Seit langem wieder ein Buch, welches mich richtig in seinen Bann gezogen hat. Am Ende 4,5 Sterne von mir
»Farina?«, höre ich Eiriks schwache Stimme. »Ja?« Mein Herz klopft. »Hast du dich gerade selbst zur Königin ernannt?«
Schon der Einstieg in Ein Herz aus Eis und Schnee macht klar, dass Karolyn Ciseau weiß, was sie tut. Statt einen einfach ins Geschehen zu werfen, beginnt die Geschichte klassisch märchenhaft mit einer kleinen Vorgeschichte – und nein, das ist keines dieser Kapitel, die man überspringt, weil man „ja eh weiß, wie Märchen funktionieren“. Im Gegenteil: Dieser Auftakt zieht einen sanft hinein und legt genau die Grundlage, die man braucht, um sich später emotional maximal verheddern zu lassen. Danke auch dafür. Die eigentliche Handlung liest sich dann wie eine Mischung aus Märchen und höfischem Bachelor-Format – inklusive Auswahlverfahren, unterschwelliger Konkurrenz und der leisen Frage, wer hier eigentlich warum gewinnt oder verliert. Farina und Eirik sind dabei zwei Protagonisten, die sofort funktionieren. Farina ist keine zarte Schneeflocke, sondern ein pragmatisches Wüstenmädchen, das sehr genau weiß, was auf dem Spiel steht. Eirik hingegen ist zwar ein verfluchter Eisprinz, aber erfreulicherweise keiner dieser dramatischen „Ich leide still und alle müssen es ertragen“-Typen. Beide wachsen einem schnell ans Herz, vermutlich weil sie mehr können, als nur schön leiden. Besonders gelungen ist die Dynamik zwischen den beiden. Ihre Beziehung lebt nicht von großen kitschigen Gesten, sondern von kleinen, oft auch amüsanten Wortgefechten, Blicken und Momenten, in denen man genau merkt, dass Nähe gefährlich ist – nicht nur emotional, sondern politisch und moralisch. Farina will sich nicht verlieben, weil das Eis für ihre Heimat lebensrettend ist. Eirik hofft auf Erlösung, weil sein gesamtes Reich daran hängt. Romantik mit Nebenwirkungen, könnte man sagen. Das Setting unterstützt diesen Konflikt hervorragend. Der eisige Norden mit seinem prunkvollen, aber bedrückenden Palast steht im starken Kontrast zu Terra Sitienti, der heißen, von Hunger geplagten Wüstenregion. Dieser Gegensatz ist nicht nur hübsche Kulisse, sondern zentraler Bestandteil der Geschichte. Der Fluch ist kein klares „böse Magie weg, alles gut“, sondern ein moralisches Dilemma – und genau das hebt die Geschichte angenehm vom klassischen Märchen-Einerlei ab. Was den Plot angeht, zeigt sich Karolyn Ciseau angenehm gemein. Gerade dann, wenn man denkt, man wüsste jetzt ungefähr, wo die Reise hingeht, kommt der nächste kleine Plottwist um die Ecke und erinnert einen daran, nicht zu selbstsicher zu werden. Es sind nicht die riesigen Schockmomente, sondern viele kleinere Wendungen, die die Spannung hochhalten. Dieser Moment von „Was soll denn jetzt bitte noch kommen?“ wird mehrfach sehr effektiv genutzt – und ja, es kommt dann auch noch was. Der Schreibstil ist, wie man es von der Autorin kennt, flüssig, bildhaft und sehr angenehm zu lesen. Selbst emotionale oder düstere Passagen wirken nie schwerfällig, sondern tragen einen mühelos durch die Geschichte. Besonders die humorvollen Dialoge und kleinen Spitzen zwischen Farina und Eirik sorgen dafür, dass das Buch trotz Fluch, Zeitdruck und moralischer Abgründe nie erdrückend wird. Unterm Strich ist Ein Herz aus Eis und Schnee eine rundum gelungene Märchen-Fantasy, die vertraute Motive nimmt, sie clever variiert und mit starken Figuren füllt. Es ist romantisch, spannend, manchmal überraschend und genau ernst genug, um nicht kitschig zu werden. Für mich ganz klar ein 5-Sterne-Read – und wieder ein Beweis dafür, dass Karolyn Ciseau Märchen einfach kann.








