Digitale Rationalität und das Ende des kommunikativen Handelns

Digitale Rationalität und das Ende des kommunikativen Handelns

Softcover

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Description

Das Internet manifestiert sich heute nicht als ein öffentlicher Raum, als ein Raum des gemeinsamen, kommunikativen Handelns. Es zerfällt vielmehr zu Privat- und Ausstellungsräumen des Ich. Der Digital Turn stellt Habermas Theorie des kommunikativen Handelns radikal in Frage. Auf Blogs und in den sozialen Medien findet kein Diskurs statt, sie bilden keine Öffentlichkeit, ja, sie verhindern gar die Bildung einer Gemeinschaft im emphatischen Sinne. Byung-Chul Han setzt mit ›Digitale Rationalität und das Ende des kommunikativen Handelns‹ genau an dieser Schnittstelle zwischen Öffentlichkeit und Subjektivität, zwischen Gemeinschaft und Meinung an und liefert eine Deutung der gesellschaftlichen Veränderungen, die gleichermaßen überraschend wie bezwingend ist: Er bleibt nicht bei einer bloßen Beschreibung der Umstände, sondern öffnet einen Blick auf die Möglichkeiten und Chancen, die in dieser Entwicklung liegen, die Möglichkeiten zu einer tiefgreifenden Umwälzung. Der Zerfall des öffentlichen Raumes wird als Krise der Demokratie interpretiert. Würde dieser Zerfall aber nicht einfach eine ganz andere Form der Demokratie erforderlich machen, die ohne Öffentlichkeit, ohne kommunikatives Handeln, ohne Wir auskäme? Wäre nicht eine Schwarmdemokratie denkbar, die die bisherige Form der Demokratie, nämlich die repräsentative Demokratie, radikal revidieren und erneuern würde und auch über die gewöhnliche direkte Demokratie hinauswiese?

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Philosophy
Format
Softcover
Pages
44
Price
5.20 €

Author Description

Byung-Chul Han, 1959 in Seoul geboren, studierte in Freiburg im Breisgau und München Philosophie, deutschsprachige Literatur und katholische Theologie. Er war Professor für Philosophie und Kulturwissenschaft an der Universität der Künste Berlin. Seine Publikationen, die sich u. a. mit der Kritik am Neoliberalismus beschäftigen, wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Ohne dass es in Deutschland zur Kenntnis genommen worden ist, hat sich Byung-Chul Han inzwischen zu einem Philosophen internationalen Ranges entwickelt: »Der meistgelesene lebende deutsche Philosoph der Gegenwart ist Koreaner: Byung-Chul Han.« (El Pais)