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Das Buch versammelt teils ältere, teils neu geschriebene Aufsätze zum Thema „Goethe und die Jurisprudenz“. Dabei wird der Akzent nicht zu sehr auf die Behandlung der Probleme gelegt, die man traditionell mit dem Namen Goethe verbindet, sondern der Versuch gemacht, neue Fragestellungen zu entwickeln. Nicht zuletz die jetzt gut zugängliche Veröffentlichung der „Amtlichen Schriften“ gibt einen Begriff davon, daß Goethes Rechtsbegriff mit den klassischen Maßstäben nicht zu messen ist, daß vielmehr gerade aus seiner sich wechselseitig durchdringenden literarischen und politisch-verwaltenden Tätigkeit Annäherungen an das Recht hervorgehen, wie sie theoretisch eigentlich erst in unserer Zeit reflektiert werden: Recht als Medium wechselseitiger Anerkennung von Interessen, die keineswegs sozialethisch neu definiert sind und mehr Differenzierungen im Persönlichen aufnehmen, als der von der Rechtstheorie (nicht von der Rechtspraxis) ritualistisch weitergeschleppte Rechtsbegriff älterer Provinienz zuläßt.
ISBN9783830504191
PublisherBerliner Wissenschafts-Verlag
Publication Date10/23/00
Pages372
Main GenreSpecialized Books
Sub GenreLaw
FormatHardback
LanguageGerman
Price78.00 €
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