Die sardische Hochzeit
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Description
Der große zeitgeschichtliche Familienroman mit viel Italien-Flair und eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, die den Leser auf die Insel Sardinien führt, von Erfolgsautorin Grit Landau
Eine Schicksalswoche Italiens. Der Mythos einer uralten Insel. Eine unmögliche Liebe.
Sardinien 1922, kurz vor Mussolinis Machtergreifung:
Leo Lanteri, Kriegsveteran und Erbe einer ligurischen Olivenplantage, hat im Streit einen Faschisten getötet und muss untertauchen: Sein Vater schickt ihn nach Sassari auf Sardinien - für den smarten, jazzbegeisterten Leo das Ende der Welt.
Doch auf der »vergessenen Insel« brodelt es, Sardinien steht wie der Rest Italiens am Rand eines Umsturzes. Auch Leo gerät bald zwischen alle Fronten. Denn auf dem Landgut des Mussolini-Anhängers Soriga trifft er auf die Liebe seines Lebens: Gioia, die eigenwillige Tochter des Hauses.
Kein guter Zeitpunkt, um sich zu verlieben, denn die musikalisch begabte Gioia soll keine Woche später heiraten, den Spross eines ursardischen Clans von Pferdezüchtern - und die Traditionen dieser Familie sind mörderisch.
Book Information
Author Description
Grit Landau hat Geschichte studiert und danach als Kultur- und Musikjournalistin gearbeitet, bevor sie zu schreiben begann. Ihr Romandebüt „MARINA, MARINA", eine Familien- und Liebesgeschichte im Italien der 1960er Jahre, erschien bei Droemer im Frühjahrsprogramm 2019 und wurde von den LeserInnen geliebt. Weitere Informationen unter www.gritlandau.de
Posts
Im Jahr 1922 gerät Italien mehr und mehr in die Fänge Mussolinis. Leo, ein junger Mann aus Ligurien, erschlägt im Streit einen Anhänger des "Duce" und wird von seinem Vater nach Sardinien geschickt, um einer Bestrafung zu entgehen und gleichzeitig eine neue Olivensorte für die heimische Zucht ausfindig zu machen. Während seiner Suche trifft er auf Gioia und obwohl diese bereits in wenigen Tagen heiraten soll, verlieben die beiden sich. Die sardische Hochzeit ist ein wirklich feiner historischer Roman, denn obwohl die titelgebende Feier der Dreh- und Angelpunkt der Handlung ist, geht es in der Erzählung umso viel mehr als nur um eine Liebesgeschichte. Als Leser lernt man durch dieses Buch ganz nebenbei unfassbar viele Dinge. So hat sich die Autorin minutiös und umfassend in alles eingearbeitet, was mit Sardinien zu tun hat (Land, Leute, Kultur, Essen, Legenden, Brauchtum) und ihre große Zuneigung zu der Insel ist im gesamten Roman spürbar. Zusätzlich zeichnet sich Die sardische Hochzeit durch unglaublich viele Informationen zu der politischen Situation Italiens 1922 oder auch zur Jazzmusik der Zeit aus, die man ebenfalls en passant vermittelt bekommt. Der Kenntnisreichtum, der hier deutlich wird, führt zu einem authentischen historischen Kontext, der dem Leser ein völliges Abtauchen in das Sardinien der 20er ermöglicht. Das Beste für mich ist jedoch, dass die Autorin den Ersten Weltkrieg und die schrecklichen Erfahrungen der Soldaten während dieses verheerenden Ereignisses (meist durch Rückblicke) berücksichtigt - so etwas könnte in deutschsprachigen Romanen ruhig häufiger als Thema Einzug halten. Trotz all dieser Details und des vermittelten Wissens ist der Roman jedoch in keiner Weise überfrachtet, sondern unterhält den Leser bestens - aber eben mit historischer Tiefe. Die Figuren sind sehr gut konzipiert. Leo ist kein strahlend schöner Held, sondern ein Mann mit gebrochener Vergangenheit. Gioia ist eine junge Frau, die sich ein gewisses Maß an Unabhängigkeit wünscht, dieser Wunsch bleibt aber im stimmigen Rahmen mit dem Jahr 1922. Der Fokus des Romans liegt deutlich auf Leo; ich hätte mir vielleicht insgesamt mehr Gioia-Teile erhofft. Mehrere Perspektivenwechsel und Briefe sorgen für Abwechslung in der Erzählstruktur und ermöglichen Einblicke in die Denkweise der Figuren. So sind die "bösen" Figuren (und an diesen herrscht im Roman kein Mangel) zwar schon sehr böse, aber sie alle sind mit für den Leser verständlichen Motiven ausgestattet. Eine simple Schwarz-Weiß-Zeichnung wird so weitestgehend vermieden. Die Handlung an sich fesselt und weist verschiedene Stränge auf, die man als Leser gern weiterverfolgt. Ein ganz großes Plus ist, dass der Fortgang des Romans von einigen Überraschungsmomenten geprägt ist, die für den Leser nicht vorherzusehen sind (bis auf eine Ausnahme, mit der ich noch immer hadere, und die einen Bewertungsstern kostet). Insgesamt könnte man vielleicht feststellen, dass der Liebesgeschichte an sich noch etwas mehr Raum hätte gegeben werden können - sie wird zeitweise zu sehr zur Nebenhandlung. Die sardische Hochzeit ist ein gut geschriebener, historischer Roman der einen mit nach Sardinien nimmt und Lust auf Cocktails, Jazz und Oliven macht. der Lehrreich und unterhaltsam zugleich, bietet er sehr gut gezeichnete Figuren und einige überraschenden Wendungen.
Description
Der große zeitgeschichtliche Familienroman mit viel Italien-Flair und eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, die den Leser auf die Insel Sardinien führt, von Erfolgsautorin Grit Landau
Eine Schicksalswoche Italiens. Der Mythos einer uralten Insel. Eine unmögliche Liebe.
Sardinien 1922, kurz vor Mussolinis Machtergreifung:
Leo Lanteri, Kriegsveteran und Erbe einer ligurischen Olivenplantage, hat im Streit einen Faschisten getötet und muss untertauchen: Sein Vater schickt ihn nach Sassari auf Sardinien - für den smarten, jazzbegeisterten Leo das Ende der Welt.
Doch auf der »vergessenen Insel« brodelt es, Sardinien steht wie der Rest Italiens am Rand eines Umsturzes. Auch Leo gerät bald zwischen alle Fronten. Denn auf dem Landgut des Mussolini-Anhängers Soriga trifft er auf die Liebe seines Lebens: Gioia, die eigenwillige Tochter des Hauses.
Kein guter Zeitpunkt, um sich zu verlieben, denn die musikalisch begabte Gioia soll keine Woche später heiraten, den Spross eines ursardischen Clans von Pferdezüchtern - und die Traditionen dieser Familie sind mörderisch.
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Author Description
Grit Landau hat Geschichte studiert und danach als Kultur- und Musikjournalistin gearbeitet, bevor sie zu schreiben begann. Ihr Romandebüt „MARINA, MARINA", eine Familien- und Liebesgeschichte im Italien der 1960er Jahre, erschien bei Droemer im Frühjahrsprogramm 2019 und wurde von den LeserInnen geliebt. Weitere Informationen unter www.gritlandau.de
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Im Jahr 1922 gerät Italien mehr und mehr in die Fänge Mussolinis. Leo, ein junger Mann aus Ligurien, erschlägt im Streit einen Anhänger des "Duce" und wird von seinem Vater nach Sardinien geschickt, um einer Bestrafung zu entgehen und gleichzeitig eine neue Olivensorte für die heimische Zucht ausfindig zu machen. Während seiner Suche trifft er auf Gioia und obwohl diese bereits in wenigen Tagen heiraten soll, verlieben die beiden sich. Die sardische Hochzeit ist ein wirklich feiner historischer Roman, denn obwohl die titelgebende Feier der Dreh- und Angelpunkt der Handlung ist, geht es in der Erzählung umso viel mehr als nur um eine Liebesgeschichte. Als Leser lernt man durch dieses Buch ganz nebenbei unfassbar viele Dinge. So hat sich die Autorin minutiös und umfassend in alles eingearbeitet, was mit Sardinien zu tun hat (Land, Leute, Kultur, Essen, Legenden, Brauchtum) und ihre große Zuneigung zu der Insel ist im gesamten Roman spürbar. Zusätzlich zeichnet sich Die sardische Hochzeit durch unglaublich viele Informationen zu der politischen Situation Italiens 1922 oder auch zur Jazzmusik der Zeit aus, die man ebenfalls en passant vermittelt bekommt. Der Kenntnisreichtum, der hier deutlich wird, führt zu einem authentischen historischen Kontext, der dem Leser ein völliges Abtauchen in das Sardinien der 20er ermöglicht. Das Beste für mich ist jedoch, dass die Autorin den Ersten Weltkrieg und die schrecklichen Erfahrungen der Soldaten während dieses verheerenden Ereignisses (meist durch Rückblicke) berücksichtigt - so etwas könnte in deutschsprachigen Romanen ruhig häufiger als Thema Einzug halten. Trotz all dieser Details und des vermittelten Wissens ist der Roman jedoch in keiner Weise überfrachtet, sondern unterhält den Leser bestens - aber eben mit historischer Tiefe. Die Figuren sind sehr gut konzipiert. Leo ist kein strahlend schöner Held, sondern ein Mann mit gebrochener Vergangenheit. Gioia ist eine junge Frau, die sich ein gewisses Maß an Unabhängigkeit wünscht, dieser Wunsch bleibt aber im stimmigen Rahmen mit dem Jahr 1922. Der Fokus des Romans liegt deutlich auf Leo; ich hätte mir vielleicht insgesamt mehr Gioia-Teile erhofft. Mehrere Perspektivenwechsel und Briefe sorgen für Abwechslung in der Erzählstruktur und ermöglichen Einblicke in die Denkweise der Figuren. So sind die "bösen" Figuren (und an diesen herrscht im Roman kein Mangel) zwar schon sehr böse, aber sie alle sind mit für den Leser verständlichen Motiven ausgestattet. Eine simple Schwarz-Weiß-Zeichnung wird so weitestgehend vermieden. Die Handlung an sich fesselt und weist verschiedene Stränge auf, die man als Leser gern weiterverfolgt. Ein ganz großes Plus ist, dass der Fortgang des Romans von einigen Überraschungsmomenten geprägt ist, die für den Leser nicht vorherzusehen sind (bis auf eine Ausnahme, mit der ich noch immer hadere, und die einen Bewertungsstern kostet). Insgesamt könnte man vielleicht feststellen, dass der Liebesgeschichte an sich noch etwas mehr Raum hätte gegeben werden können - sie wird zeitweise zu sehr zur Nebenhandlung. Die sardische Hochzeit ist ein gut geschriebener, historischer Roman der einen mit nach Sardinien nimmt und Lust auf Cocktails, Jazz und Oliven macht. der Lehrreich und unterhaltsam zugleich, bietet er sehr gut gezeichnete Figuren und einige überraschenden Wendungen.




