Die große Stille
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Description
Book Information
Author Description
Ted Chiang ist studierter Informatiker. Er arbeitet als technischer Autor in der Software-Industrie und lebt in Bellevue in der Nähe von Seattle, Washington. Kein anderer Science-Fiction-Autor hat in den letzten zwanzig Jahren auch nur ansatzweise so viel Begeisterung ausgelöst wie er. Und kein anderer wurde für ein so schmales Werk mit mehr Preisen ausgezeichnet – u.a. mehrfach mit dem Hugo- und dem Nebula Award. 2020 wurde er in die »Science Fiction Hall of Fame« aufgenommen.
Posts
Ein Muss für diejenigen, die etwas am Unkonventionellen, Abwegigen haben, auf alles gefasst sein.
Sagenhafte, phantastische Erzählungen, englische Short Stories, was nicht dasselbe wie deutsche Kurzgeschichten ist. Sie machen aus alten Geschichten neue Plots und ab-wegige Denkmuster. Mal wie aus 1000 und einer Nacht, Der Kaufmann am Portal des Alchemisten, mal wie aus der Endzeit, Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes, und dann wieder biblisch, Der Turmbau zu Babel. Inhalt nicht ohne Form und Form nicht ohne Inhalt, bei Chiang lebt der Inhalt in der Form und umgekehrt. Nie konventionell, ab-wegig eben. Kleine Meisterwerke!
Gute Scifi-Kurzgeschichten
Es ist schwierig, einen Kurzgeschichtenband zu bewerten, denn dann müsste man jede einzelne bewerten. Für diesen fühlt sich 4 ganz gut an. Am besten haben mir die längeren Geschichten gefallen. So geht es in „Der Lebenszyklus von Softwareobjekten“ um digitale Lebewesen, die als Haustiere gehalten werden, aber dann unpopulär werden. Ich mochte die Nuancen zwischen Personen, die sie wie Kinder lieben und jenen, die nicht verstehen, wieso man sie am Laufen behält, obwohl sie nichts Praktisches können. „Die Wahrheit der Fakten, die Wahrheit des Empfindens“ hat mich so sehr an eine bestimme Black Mirror-Folge erinnert, dass ich mich frage, ob sie womöglich auf dieser Geschichte beruht. Es geht um faktische und gefühlte Wahrheiten und ob man sich an alles erinnern können sollte. „Angst ist der Taumel der Freiheit“ handelt von Geräten, mit denen man mit sich selbst in Paralleldimensionen sprechen kann, was zu einigen psychologischen Problemen führen kann. Zusätzlich interessant fand ich „Omphalos“ in dem es um eine Realität gibt, in dem die Wissenschaft der Schöpfung Gottes nicht widerspricht sondern sie sogar belegt. Ein interessantes Gedankenexperiment.
Sehr schöne Sammlung solider Sci-Fi Kurzgeschichten. Das Buch behandelt einige klassische Themen wie Zeitreisen oder Parallelwelten, aber in originellem, frischen Gewand. Teilweise könnten die Geschichten auch gut als Black Mirror Episoden verfilmt werden, obwohl sie vom Tenor her eigentlich eher positiv sind.
Insgesamt sehr ungewöhnliche Science Fiction. Ich kann mir vorstellen, dass einige die mit diesem Genre normalerweise nicht viel anfangen können, sich mit den Geschichten von Ted Chiang anfreunden können. Ich hatte das Gefühl, dass sich hier sehr viel auf der Metaebene abspielt und ich nicht alles greifen konnte. Letztendlich bin ich nicht sicher ob die Kurzgeschichten mochte oder nicht. Fasziniert haben sie mich auf jeden Fall. "Die Geschichte deines Lebens" hat als einzige vier Sterne bekommen. Eine wirklich interessante Idee, sich auf die Sprache und Schrift der Aliens zu fokussieren. Nicht umsonst gibt es in der Sprachforschung die Annahme, dass Sprache dein Denken und deine Warhnehmung formt. Diesen Aspekt hat Ted Chiang wirklich hervorragend aufgegriffen und umgesetzt. Da mein linguistisches Wissen leider rudimentär ist, habe ich vieles nicht recht verstanden und musste die vielen Fachbegriffe und Bedeutungen erst recherchieren. Es lohnt sich jedoch, da ich hier eine ganz andere Begegnung der dritten Art erleben durfte.
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Ted Chiang ist studierter Informatiker. Er arbeitet als technischer Autor in der Software-Industrie und lebt in Bellevue in der Nähe von Seattle, Washington. Kein anderer Science-Fiction-Autor hat in den letzten zwanzig Jahren auch nur ansatzweise so viel Begeisterung ausgelöst wie er. Und kein anderer wurde für ein so schmales Werk mit mehr Preisen ausgezeichnet – u.a. mehrfach mit dem Hugo- und dem Nebula Award. 2020 wurde er in die »Science Fiction Hall of Fame« aufgenommen.
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Ein Muss für diejenigen, die etwas am Unkonventionellen, Abwegigen haben, auf alles gefasst sein.
Sagenhafte, phantastische Erzählungen, englische Short Stories, was nicht dasselbe wie deutsche Kurzgeschichten ist. Sie machen aus alten Geschichten neue Plots und ab-wegige Denkmuster. Mal wie aus 1000 und einer Nacht, Der Kaufmann am Portal des Alchemisten, mal wie aus der Endzeit, Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes, und dann wieder biblisch, Der Turmbau zu Babel. Inhalt nicht ohne Form und Form nicht ohne Inhalt, bei Chiang lebt der Inhalt in der Form und umgekehrt. Nie konventionell, ab-wegig eben. Kleine Meisterwerke!
Gute Scifi-Kurzgeschichten
Es ist schwierig, einen Kurzgeschichtenband zu bewerten, denn dann müsste man jede einzelne bewerten. Für diesen fühlt sich 4 ganz gut an. Am besten haben mir die längeren Geschichten gefallen. So geht es in „Der Lebenszyklus von Softwareobjekten“ um digitale Lebewesen, die als Haustiere gehalten werden, aber dann unpopulär werden. Ich mochte die Nuancen zwischen Personen, die sie wie Kinder lieben und jenen, die nicht verstehen, wieso man sie am Laufen behält, obwohl sie nichts Praktisches können. „Die Wahrheit der Fakten, die Wahrheit des Empfindens“ hat mich so sehr an eine bestimme Black Mirror-Folge erinnert, dass ich mich frage, ob sie womöglich auf dieser Geschichte beruht. Es geht um faktische und gefühlte Wahrheiten und ob man sich an alles erinnern können sollte. „Angst ist der Taumel der Freiheit“ handelt von Geräten, mit denen man mit sich selbst in Paralleldimensionen sprechen kann, was zu einigen psychologischen Problemen führen kann. Zusätzlich interessant fand ich „Omphalos“ in dem es um eine Realität gibt, in dem die Wissenschaft der Schöpfung Gottes nicht widerspricht sondern sie sogar belegt. Ein interessantes Gedankenexperiment.
Sehr schöne Sammlung solider Sci-Fi Kurzgeschichten. Das Buch behandelt einige klassische Themen wie Zeitreisen oder Parallelwelten, aber in originellem, frischen Gewand. Teilweise könnten die Geschichten auch gut als Black Mirror Episoden verfilmt werden, obwohl sie vom Tenor her eigentlich eher positiv sind.
Insgesamt sehr ungewöhnliche Science Fiction. Ich kann mir vorstellen, dass einige die mit diesem Genre normalerweise nicht viel anfangen können, sich mit den Geschichten von Ted Chiang anfreunden können. Ich hatte das Gefühl, dass sich hier sehr viel auf der Metaebene abspielt und ich nicht alles greifen konnte. Letztendlich bin ich nicht sicher ob die Kurzgeschichten mochte oder nicht. Fasziniert haben sie mich auf jeden Fall. "Die Geschichte deines Lebens" hat als einzige vier Sterne bekommen. Eine wirklich interessante Idee, sich auf die Sprache und Schrift der Aliens zu fokussieren. Nicht umsonst gibt es in der Sprachforschung die Annahme, dass Sprache dein Denken und deine Warhnehmung formt. Diesen Aspekt hat Ted Chiang wirklich hervorragend aufgegriffen und umgesetzt. Da mein linguistisches Wissen leider rudimentär ist, habe ich vieles nicht recht verstanden und musste die vielen Fachbegriffe und Bedeutungen erst recherchieren. Es lohnt sich jedoch, da ich hier eine ganz andere Begegnung der dritten Art erleben durfte.







