Die Farben des Sees
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Description
Book Information
Author Description
Rike Richstein, Jahrgang 1995, studierte Geschichte in Konstanz und in Tübingen. Mit ihren literarischen Arbeiten gewann sie mehrfach regionale Preise, darunter den »Kulturpreis Schwarzwald-Baar für Literatur und Drama« und 2025 den Förderpreis »Junge Kunst« der Stadt Konstanz in der Kategorie Literatur. Für die Arbeit an »Die Farben des Sees« erhielt sie ein Stipendium vom »Förderkreis der Schriftsteller:innen in Baden-Württemberg«. Seit einigen Jahren lebt sie wieder am Bodensee und hat in dieser Zeit bereits unzählige Seefarben beobachten können.
Posts
Genauso wechselhaft wie die Farben des Sees sind auch die Emotionen und Gefühle von Matilda, die die beendete Beziehung zu ihrem Freund Max verkraften muss und zusammen mit ihrer Schwester das Häuschen ihrer Oma Enni am Bodensee geerbt hat. Immer wieder tauchen blasse Erinnerungen an Oma Enni auf, ebenso wie wenige Erlebnisse an die Kindheit dort zusammen mit ihrer Schwester, Erinnerungen die wie Dias vor Matildas Augen vorüberziehen. Frustriert, einsam, ratlos, wie gefangen in einer leeren Hülle und ohne zu wissen, wie es weitergeht, macht sie sich auf die Suche nach Antworten und Erklärungen und versucht die Ungewissheit der Zukunft und die trüben Gedanken auszublenden. Ein kleines Medaillon zusammen mit einem Bild und einem unbekannten Namen verändert plötzlich alles und stellt sie vor die Frage, was Liebe eigentlich genau bedeutet? Wer oder was spielt dabei eine Rolle? Dieses Buch trägt eine gewisse Melancholie und in fast schon poetischer Form erfährt man mehr über Matildas Zerrissenheit zwischen Erinnerungen von Vergangenem und der Suche nach dem, was noch kommen mag. Die innere Unruhe treibt sie immer wieder an den See, um Antworten zu finden, mit der zeitgleichen Sehnsucht nach Wärme, Liebe und Geborgenheit. Jedes Kapitel beginnt mit der Beschreibung des Sees in beeindruckender Weise, die sofort Bilder im Kopf entstehen lässt und sämtliche Sinne anregt. Das Buch ist anders als erwartet, sanft, feinsinnig und doch gleichzeitig so unendlich traurig und emotionsgeladen. Gerade diese zauberhaften manchmal vielleicht auch etwas nüchtern wirkenden Wechsel machen das Buch so authentisch, zeigen eine verzweifelte Frau und ihre Sehnsucht nach Liebe mit einem regelrechten inneren Farbspektakel. Mit dem eindrucksvollen Cover erlebt man eine schöne Geschichte über die Verarbeitung von Verlusten, dem Loslassen und Ankommen und der Suche nach sich selbst und der Bedeutung von Liebe in jeglicher Form. So verschieden die Farben eines Sees sind, so steckt auch das Leben voller Veränderungen, in denen wir die Wahl haben, uns für die eine oder andere Richtung zu entscheiden.

Eine sprachliche Perle in meinem Bücherregal! „Fürchte dich nicht vor mir, sagt die Trauer, ich bin doch nur die Liebe“ Matilda ist frisch getrennt. Ihr Leben entwickelt sich gerade zu einem großen Fragezeichen. Sie trauert. Um sich und ihre verlorene Zukunft mit ihrem Freund, aber auch um die verpasste Beziehung zu Oma Enni, die sie nach einem Familienkrach 20 Jahre nicht gesehen hat und die nun kürzlich verstorben ist. Sie fährt in Ennis Haus am Bodensee und nimmt sich eine Auszeit. Wer hier einen spannenden Plot und ein großes Familiengeheimnis erwartet, ist fehl am Platz. In wunderschönen Bildern legt die Autorin uns die Farben und Stimmungen des Bodensees ins Herz. Ich liebe es, wie die verschiedensten Blautöne beschrieben sind und so auch Matildas Stimmung transportieren. Viele Formulierungen sind dabei so neu, so treffend und ich hab inne gehalten um sie wirklich wirken zu lassen. Ich bedanke mich sehr für das Reziexemplar und möchte mehr von Rike Richstein lesen!
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Rike Richstein, Jahrgang 1995, studierte Geschichte in Konstanz und in Tübingen. Mit ihren literarischen Arbeiten gewann sie mehrfach regionale Preise, darunter den »Kulturpreis Schwarzwald-Baar für Literatur und Drama« und 2025 den Förderpreis »Junge Kunst« der Stadt Konstanz in der Kategorie Literatur. Für die Arbeit an »Die Farben des Sees« erhielt sie ein Stipendium vom »Förderkreis der Schriftsteller:innen in Baden-Württemberg«. Seit einigen Jahren lebt sie wieder am Bodensee und hat in dieser Zeit bereits unzählige Seefarben beobachten können.
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Genauso wechselhaft wie die Farben des Sees sind auch die Emotionen und Gefühle von Matilda, die die beendete Beziehung zu ihrem Freund Max verkraften muss und zusammen mit ihrer Schwester das Häuschen ihrer Oma Enni am Bodensee geerbt hat. Immer wieder tauchen blasse Erinnerungen an Oma Enni auf, ebenso wie wenige Erlebnisse an die Kindheit dort zusammen mit ihrer Schwester, Erinnerungen die wie Dias vor Matildas Augen vorüberziehen. Frustriert, einsam, ratlos, wie gefangen in einer leeren Hülle und ohne zu wissen, wie es weitergeht, macht sie sich auf die Suche nach Antworten und Erklärungen und versucht die Ungewissheit der Zukunft und die trüben Gedanken auszublenden. Ein kleines Medaillon zusammen mit einem Bild und einem unbekannten Namen verändert plötzlich alles und stellt sie vor die Frage, was Liebe eigentlich genau bedeutet? Wer oder was spielt dabei eine Rolle? Dieses Buch trägt eine gewisse Melancholie und in fast schon poetischer Form erfährt man mehr über Matildas Zerrissenheit zwischen Erinnerungen von Vergangenem und der Suche nach dem, was noch kommen mag. Die innere Unruhe treibt sie immer wieder an den See, um Antworten zu finden, mit der zeitgleichen Sehnsucht nach Wärme, Liebe und Geborgenheit. Jedes Kapitel beginnt mit der Beschreibung des Sees in beeindruckender Weise, die sofort Bilder im Kopf entstehen lässt und sämtliche Sinne anregt. Das Buch ist anders als erwartet, sanft, feinsinnig und doch gleichzeitig so unendlich traurig und emotionsgeladen. Gerade diese zauberhaften manchmal vielleicht auch etwas nüchtern wirkenden Wechsel machen das Buch so authentisch, zeigen eine verzweifelte Frau und ihre Sehnsucht nach Liebe mit einem regelrechten inneren Farbspektakel. Mit dem eindrucksvollen Cover erlebt man eine schöne Geschichte über die Verarbeitung von Verlusten, dem Loslassen und Ankommen und der Suche nach sich selbst und der Bedeutung von Liebe in jeglicher Form. So verschieden die Farben eines Sees sind, so steckt auch das Leben voller Veränderungen, in denen wir die Wahl haben, uns für die eine oder andere Richtung zu entscheiden.

Eine sprachliche Perle in meinem Bücherregal! „Fürchte dich nicht vor mir, sagt die Trauer, ich bin doch nur die Liebe“ Matilda ist frisch getrennt. Ihr Leben entwickelt sich gerade zu einem großen Fragezeichen. Sie trauert. Um sich und ihre verlorene Zukunft mit ihrem Freund, aber auch um die verpasste Beziehung zu Oma Enni, die sie nach einem Familienkrach 20 Jahre nicht gesehen hat und die nun kürzlich verstorben ist. Sie fährt in Ennis Haus am Bodensee und nimmt sich eine Auszeit. Wer hier einen spannenden Plot und ein großes Familiengeheimnis erwartet, ist fehl am Platz. In wunderschönen Bildern legt die Autorin uns die Farben und Stimmungen des Bodensees ins Herz. Ich liebe es, wie die verschiedensten Blautöne beschrieben sind und so auch Matildas Stimmung transportieren. Viele Formulierungen sind dabei so neu, so treffend und ich hab inne gehalten um sie wirklich wirken zu lassen. Ich bedanke mich sehr für das Reziexemplar und möchte mehr von Rike Richstein lesen!












