Die Briefeschreiberin: Roman
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Ein Buch in Briefform. So lesenswert, herzlich, bereichernd. Zu Beginn war mir die Protagonistin hart, kalt…typisch Juristin…wenig menschelnd. Aber mit jedem Brief lässt sie Lesende mehr in ihre Welt. Und ihre Geschichte ist besonders. Das ganze Buch ist wirklich besonders. Es entschleunigt, lässt innehalten, macht nachdenklich und zeigt wie viel ein Brief bedeuten kann. Für ein Debüt hat es mich überrascht und ich hoffe von der Autorin mehr lesen zu können.
Auf diesen Roman war ich wirklich gespannt und hatte tatsächlich auch leise Bedenken - ein komplettes Buch in Briefform, ob das funktioniert?! Was soll ich sagen ... Ja, funktioniert und das auch noch richtig, richtig gut. Die 73-jährige Sybil van Antwerp, geborene Stone, Juristin im Ruhestand und ehemalige Referentin und rechte Hand eines erfolgreichen Richters, 3-fach-Mutter, geschieden und, was ich besonders schön fand - begeisterte Buchliebhaberin. Sie begleiten wir durch ihre Vergangenheit und das Hier und Jetzt. Das geschriebene Wort ist ihre favorisierte Ausdrucksform, da kann sie vorher genau überlegen, was sie zu sagen hat, und Sybil hat viel zu sagen. Ich bin völlig eingetaucht in ihren Briefwechsel mit Freunden, Familie, Verehrern und Unbekannten. Ich fand ihre ehrliche Art äußerst erfrischend und habe oft geschmunzelt, aber auch mitgelitten oder mich über Sybil geärgert, wenn sie doch wieder mal überraschend kritisch über zwei ihrer Kinder spricht. Im hinteren Teil des Buches gibt es ein Verzeichnis der Menschen, mit denen sie schreibt, und nach und nach entwickelt sich eine Geschichte, ein Leben. Ein sehr schöner und kurzweiliger Roman, der mich komplett mitgenommen hat in Sybils Welt. Ich hatte viel Freude an dem Roman und habe immer gerne danach gegriffen. Überzeugt Euch gerne selbst.

Ein schönes Buch
In dem Buch geht es um Sybil, sie ist meiner Meinung nach eine unglaub vielseitig geschrieben Protagonistin. Ihre Gestaltung lässt Sie zu Beginn sehr stark wirken, mit dem Buch zeigen sich aber auch weitere Facetten. An sich mag ich den Schreibstil sehr gerne, dadurch das aus verschiedenen Prespektiven geschrieben wird ist er auch sehr vielseitig. Da das Buch nicht in Kapitel sondern in Briefe geteilt ist, kann man auch gut noch 1 Brief lesen statt ein 20 Seiten Kapitel ;) Leider ist mir aufgefallen das keine Triggerwarnnung in dem Buch vorliegt. Allerdings hier für alle, das Buch enthält für manche schwierige Themen. Das find ich sehr schwierig man weiß nie wer das Buch liest und was das Buch in einem Mensch auslösen kann! Das Cover ist ganz schick, aber eher nicht so mein Geschmack. All in all war es ein schönes Buch, man kann schmunzel, lachen oder eine Träne verdrücken. Eine klare Empfehlung!
"Die Briefeschreiberin" von Virgina Evans, übersetzt von Regina Rawlinson, enthält ausschließlich die Korrespondenz von Sybil von Antwerp, einer ehemaligen Juristin. Diese ist zu Beginn der Handlung 2012 in ihren 70ern. Das Spannende an dem Buch ist, dass er nur im kurzen Vorwort eine Beschreibung der Protagonistin enthält. Ansonsten lernt man die ältere Dame ausschließlich über die Briefwechsel und gelegentlich auch Mails kennen. Von der Idee war ich total begeister, von der Umsetzung überwiegend auch, denn es ergibt sich durch die vielschichtigen Korrespondenzen, von denen man auch ab und zu beide Seiten zu lesen bekommt, ein sehr genaues Bild von Sybil. Das Hauptthema der Protagonistin ist die bevorstehende Erblindung, die nur eine Frage der Zeit ist, zusammen mit einer schwierigen Beziehung zu einem ihrer Kinder. Fragen des Älterwerdens, wenn Zeitgenoss:innen versterben, sich deren Gesundheit dramatisch verschlechtert und wenn man selbst in der Rolle des "alten Eisens" angekommen ist. Zusätzlich beschäftigt sie auch noch die eigene Biografie, denn Sybil wurde als Kind adoptiert, ebenso wie ihr Bruder, mit dem sie sich auch nach all den Jahren und über den "großen Teich" hinweg verbunden fühlt. Briefe und Mails schreibe ich sehr gerne, auch Buchkritiken - und das alles schon seit meiner Kindheit. Ich hatte unzählige Brieffreund*innen in vielen verschiedenen Ländern und auch heute schreibe ich noch einer Verwandten regelmäßig Briefe statt zu telefonieren, denn die Briefe haben ihren besonderen Reiz für mich. Einen Stern ziehe ich ab, weil ich die Protagonistin nicht mag und dadurch einige Längen beim Lesen hatte. Die "knallharte" Juristin ist halt doch nicht ganz meine Welt, die Rollenbilder, die sich verändert haben, fand ich jedoch sehr faszinierend. Fazit: Ein sehr gelungener etwas anderer Roman, der auch der Leserin Lust darauf macht, auch selbst wieder Füller und Briefpapier auszupacken.
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Ein Buch in Briefform. So lesenswert, herzlich, bereichernd. Zu Beginn war mir die Protagonistin hart, kalt…typisch Juristin…wenig menschelnd. Aber mit jedem Brief lässt sie Lesende mehr in ihre Welt. Und ihre Geschichte ist besonders. Das ganze Buch ist wirklich besonders. Es entschleunigt, lässt innehalten, macht nachdenklich und zeigt wie viel ein Brief bedeuten kann. Für ein Debüt hat es mich überrascht und ich hoffe von der Autorin mehr lesen zu können.
Auf diesen Roman war ich wirklich gespannt und hatte tatsächlich auch leise Bedenken - ein komplettes Buch in Briefform, ob das funktioniert?! Was soll ich sagen ... Ja, funktioniert und das auch noch richtig, richtig gut. Die 73-jährige Sybil van Antwerp, geborene Stone, Juristin im Ruhestand und ehemalige Referentin und rechte Hand eines erfolgreichen Richters, 3-fach-Mutter, geschieden und, was ich besonders schön fand - begeisterte Buchliebhaberin. Sie begleiten wir durch ihre Vergangenheit und das Hier und Jetzt. Das geschriebene Wort ist ihre favorisierte Ausdrucksform, da kann sie vorher genau überlegen, was sie zu sagen hat, und Sybil hat viel zu sagen. Ich bin völlig eingetaucht in ihren Briefwechsel mit Freunden, Familie, Verehrern und Unbekannten. Ich fand ihre ehrliche Art äußerst erfrischend und habe oft geschmunzelt, aber auch mitgelitten oder mich über Sybil geärgert, wenn sie doch wieder mal überraschend kritisch über zwei ihrer Kinder spricht. Im hinteren Teil des Buches gibt es ein Verzeichnis der Menschen, mit denen sie schreibt, und nach und nach entwickelt sich eine Geschichte, ein Leben. Ein sehr schöner und kurzweiliger Roman, der mich komplett mitgenommen hat in Sybils Welt. Ich hatte viel Freude an dem Roman und habe immer gerne danach gegriffen. Überzeugt Euch gerne selbst.

Ein schönes Buch
In dem Buch geht es um Sybil, sie ist meiner Meinung nach eine unglaub vielseitig geschrieben Protagonistin. Ihre Gestaltung lässt Sie zu Beginn sehr stark wirken, mit dem Buch zeigen sich aber auch weitere Facetten. An sich mag ich den Schreibstil sehr gerne, dadurch das aus verschiedenen Prespektiven geschrieben wird ist er auch sehr vielseitig. Da das Buch nicht in Kapitel sondern in Briefe geteilt ist, kann man auch gut noch 1 Brief lesen statt ein 20 Seiten Kapitel ;) Leider ist mir aufgefallen das keine Triggerwarnnung in dem Buch vorliegt. Allerdings hier für alle, das Buch enthält für manche schwierige Themen. Das find ich sehr schwierig man weiß nie wer das Buch liest und was das Buch in einem Mensch auslösen kann! Das Cover ist ganz schick, aber eher nicht so mein Geschmack. All in all war es ein schönes Buch, man kann schmunzel, lachen oder eine Träne verdrücken. Eine klare Empfehlung!
"Die Briefeschreiberin" von Virgina Evans, übersetzt von Regina Rawlinson, enthält ausschließlich die Korrespondenz von Sybil von Antwerp, einer ehemaligen Juristin. Diese ist zu Beginn der Handlung 2012 in ihren 70ern. Das Spannende an dem Buch ist, dass er nur im kurzen Vorwort eine Beschreibung der Protagonistin enthält. Ansonsten lernt man die ältere Dame ausschließlich über die Briefwechsel und gelegentlich auch Mails kennen. Von der Idee war ich total begeister, von der Umsetzung überwiegend auch, denn es ergibt sich durch die vielschichtigen Korrespondenzen, von denen man auch ab und zu beide Seiten zu lesen bekommt, ein sehr genaues Bild von Sybil. Das Hauptthema der Protagonistin ist die bevorstehende Erblindung, die nur eine Frage der Zeit ist, zusammen mit einer schwierigen Beziehung zu einem ihrer Kinder. Fragen des Älterwerdens, wenn Zeitgenoss:innen versterben, sich deren Gesundheit dramatisch verschlechtert und wenn man selbst in der Rolle des "alten Eisens" angekommen ist. Zusätzlich beschäftigt sie auch noch die eigene Biografie, denn Sybil wurde als Kind adoptiert, ebenso wie ihr Bruder, mit dem sie sich auch nach all den Jahren und über den "großen Teich" hinweg verbunden fühlt. Briefe und Mails schreibe ich sehr gerne, auch Buchkritiken - und das alles schon seit meiner Kindheit. Ich hatte unzählige Brieffreund*innen in vielen verschiedenen Ländern und auch heute schreibe ich noch einer Verwandten regelmäßig Briefe statt zu telefonieren, denn die Briefe haben ihren besonderen Reiz für mich. Einen Stern ziehe ich ab, weil ich die Protagonistin nicht mag und dadurch einige Längen beim Lesen hatte. Die "knallharte" Juristin ist halt doch nicht ganz meine Welt, die Rollenbilder, die sich verändert haben, fand ich jedoch sehr faszinierend. Fazit: Ein sehr gelungener etwas anderer Roman, der auch der Leserin Lust darauf macht, auch selbst wieder Füller und Briefpapier auszupacken.









