Der Pfad – Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit

Der Pfad – Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit

Softcover
3.722
Volker BruchNationalsozialismusZusatzmaterialFlucht

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Description

Die Buchvorlage zum Kinofilm über die Flucht zweier Jugendlicher vor den Nazis

Frankreich 1941: »Gut oder böse?« ist mehr als nur der Name eines Spiels, mit dem sich der zwölfjährige Rolf und sein Vater die Zeit auf der Flucht vertreiben. Wie so viele andere deutsche Flüchtlinge, die von der Gestapo gesucht werden, sitzen die beiden in Marseille fest, weil sie keine Ausreisegenehmigung erhalten. Ihr Ziel ist New York, wo Rolfs Mutter auf sie wartet, doch der einzige Weg in die Freiheit ist ein steiler Pfad über die Pyrenäen. Fluchthelfer Manuel, ein Hirtenjunge kaum älter als Rolf, soll sie über die Berge führen. Heimlich und gegen das Verbot seines Vaters, nimmt Rolf seinen geliebten Hund Adi mit, und so machen sie sich zu viert auf einen gefährlichen Weg in eine ungewisse Zukunft.

Die Romanvorlage zum Kinofilm enthält farbige Filmfotos und ein neues Nachwort des Autors.

Ausstattung: Mit Filmfotos

Book Information

Main Genre
Young Adult Books
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
240
Price
10.30 €

Author Description

Rüdiger Bertram wurde 1967 in Ratingen geboren und arbeitete nach seinem Studium (Geschichte, Volkswirtschaft und Germanistik) zunächst als freier Journalist. Heute schreibt er Drehbücher und hat zahlreiche erfolgreiche Bücher für Kinder veröffentlicht. Mit seiner Frau und seinen beiden Kindern lebt er in Köln.

Posts

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Über schmale, steile Pfade in die Freiheit - die zeitlose Flucht eines Jungen vor den Nazis

»Gut oder böse?« ist mehr als nur der Name eines Spiels, mit dem sich Rolf und sein Vater die Zeit auf der Flucht vertreiben. Als deutsche Flüchtlinge, die von der Gestapo gesucht werden, sind sie immer wieder auf die Hilfe anderer angewiesen. Ihr Ziel ist New York, doch der einzige Weg in die Freiheit ist ein steiler Pfad über die Pyrenäen. Hirtenjunge Manuel soll sie über die Berge führen. Als Rolfs Vater festgenommen wird, beginnt für die Jungen eine gefährliche und abenteuerliche Reise. „Der Pfad“ ist ein Jugendroman mit historischem Hintergrund, vor allem aber eine Abenteuer- und Freundschaftsgeschichte. Wie hier zwei Jungen aus verschiedenen Ländern mit so völlig unterschiedlicher Bildung und Erfahrung zu Freunden werden, weil sie erkennen, wie wichtig die Fähigkeiten des Anderen sind – das ist wunderbar erzählt. Darüberhinaus gelingt es dem Autor ohne erhobenen Zeigefinger so zentrale Themen wie Schuld, Familie, Krieg und Flucht zu thematisieren. Die Geschichte verweist so auf aktuelle Fluchterfahrungen unbegleiteter Jugendlicher und wirkt damit zeitlos. Empfehlenswert! Auch die Verfilmung, die 2022 den Deutschen Jugendfilmpreis gewonnen hat, ist wirklich sehenswert.

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Ein tolles Jugendbuch! Lässt sich super gut lesen und hat eine Sorgwirkung. Es erzählt die Geschichte von Rolf und seinem Vater Ludwig, die beide 1941 von Frankreich nach Spanien flüchten. Und das über die Pyrenäen. Es beschreibt sehr gut was für Anstrengungen und Strapazen sie überwinden müssen. Der Autor hat es abenteuerlich verpackt, aber auch gezeigt wie gefährlich der Flucht war. Es war nicht zu emotional oder brutal beschrieben, so dass Kinder ab ca. 12 Jahren es gut lesen können. Für mich als Erwachsene, hätte es gerne mehr in die Tiefe gehen können, aber für Jugendliche war es gut so.

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Spannendes Jugendbuch, das Hauptthema wird aber leider nur oberflächlich behandelt. Mit „Der Pfad“ von Rüdiger Bertram zog das erste reine Jugendbuch seit langer Zeit bei mir ein. Ich wurde neugierig auf das Buch, als ich las, dass es um einen Weg quer durch die Berge geht – denn irgendwie zieht mich das Thema „Berge“ in letzter Zeit magisch an. Vielleicht wird es mal Zeit für einen Urlaub? 😉 Die Geschichte spielt zur Zeit des zweiten Weltkrieges, Hitler ist an der Macht und viele Deutsche flüchten aus Deutschland. So auch Rolf und sein Vater Ludwig. Die beiden sind vor einiger Zeit in Frankreich angekommen und warten auf den richtigen Moment und die richtigen Papiere einer Fälscherin, um über die Pyrenäen zu wandern und schließlich per Schiff in die USA zu gelangen, wo Rolfs Mutter bereits auf die beiden wartet. Doch dieses Vorhaben ist leichter gesagt als getan, und so müssen Vater und Sohn sich zahlreichen Herausforderungen stellen, bis sie erst einmal in die Nähe der Berge gelangen. Dort wartet der Hirtenjunge Manuel, der nur gebrochen Deutsch spricht, auf sie, um sie über die Berge zu führen. Ihren Hund Adi, der die Zwei die ganze Zeit begleitet, müssen sie zurücklassen. Doch das kommt für Rolf überhaupt nicht in Frage und so begeht er einen „kapitalen“ (ein Wort, das er gern gebraucht) Fehler, den sein Vater ins Gefängnis bringen wird… »Trifft Hitler auf Wahrsager, fragt Hitler: Wann werde sterben ich? Sagt Wahrsager: An Feiertag. Will Hitler wissen: An was für Feiertag? Antwortet Wahrsager: Egal, wenn sterben du, wird sein Feiertag.« Rüdiger Bertram erzählt hier von einer Flucht, wie sie in den 30er- und 40er-Jahren vermutlich unzählige Male vonstatten ging. Die Flucht aus Deutschland, das Wiedersehen mit alten Bekannten, die ebenfalls auf der Flucht sind und die ständige Angst vor Wachen und Polizisten sind starke Themen in „Der Pfad“. Rolf und Ludwig versuchen, mit ihrer Angst zurechtzukommen und spielen zum Zeitvertreib das erfundene Spiel „Gut oder Böse?“, um ihre Mitmenschen einzuschätzen. Dieses Spiel wird später harter Ernst, als die beiden sich Kontrolleuren und Beamten stellen und einschätzen müssen, ob sie ihnen trauen können oder nicht. Als Leser spürt man die ständige Anspannung der beiden am eigenen Leib und hofft inständig, dass sie es schaffen. Doch was ich von den letzten Kinderbüchern, die ich gelesen habe, gelernt habe, ist: Es gibt keine Happy Ends, die happy für jeden sind. Irgendwer zieht immer den Kürzeren und Opfer müssen gebracht werden. Und so ist auch dieses Jugendbuch nur eingeschränkt ein Buch mit einem Happy End – was natürlich auch an der Thematik liegen mag. Diesen Realismus habe ich bei der Lektüre der letzten vier Bücher bemerkt und finde es gut, dass er bereits bei Kinderbüchern Einzug gehalten hat. Tod, Krieg, Krankheit, Trennung — das sind wahnsinnig schwierige Themen, besonders für jüngere Leser. Umso besser, dass diese bereits in Büchern für die Kleinen eingeführt werden. Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: https://killmonotony.de

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Schöner Schmöker mit viel Traurigkeit und Hoffnung Das Buch: Marseille 1941. Rolf und sein Vater warten auf die Überfahrt nach Amerika. Denn sie sind auf der Flucht vor dem Nazi-Regiment. Doch die Zeit schwindet und Rolfs Vater entschließt sich, mit Rolf über die Pyrenäen in das sichere Spanien zu flüchten – und von dort nach Amerika zu Rolfs Mutter zu gelangen. Doch der Landweg über die Berge wird zusammen mit dem Schleuserjungen Manuel und dem Hund Adi ist doch gefährlicher als gedacht… Das Fazit: Beginnen wir mit dem Einstieg in das Thema dieses Jugendbuches. Dieser wurde in einem zweiseitigen Comic dargestellt, wie Rolf und sein Vater von Berlin über Paris nach Marseille flüchteten. Diese Kurzfassung der geschichtlichen Ereignisse ist klar und prägnant dargestellt. Gleiches gilt für das Ende. Hier erfährt man, wie es nach dem Ende weiterging in der Geschichte und den Protagonisten. Die Story selbst ist liebevoll geschrieben. Vater und Sohn sind zusammen mit dem Hund Adi ein eingespieltes Team. Für Rolf ist es Anfangs doch sehr ein Spiel als eine Gefahr. Beide erinnerten mich an E.O. Plauens Figuren „Vater und Sohn“. Vater groß und mit dickem Bauch. Der Sohn klein und verspielt. Seine Hoffnung auf das Gute verliert er nie in dem Buch. Auch wenn so einige tragische Momente passieren. Allen voran mit dem Vater. Aber es kann auch gut sein, dass Rolf es einfach noch nicht ganz verstanden hatte, was in der Welt geschieht. An Rolfs Seite steht der gleichaltrige Schleuserjunge Manuel. Sie werden sehr schnell Freunde, auch weil es nicht anders geht. Und bald verfolgt Manuel seine eigenen Ziele, die nicht über die Grenze Spaniens führen. Auch das ist sehr sensibel geschrieben, und man kann ihn gut verstehen. Hier stehen beide Seite an Seite. Für beide ist es ein geheimer Trip durch die Wälder Frankreichs. Der Spaß geht trotz allem Leid nicht verloren. Auch wenn dies alles sehr realitätsnah geschrieben wurde, gibt es doch eine Person, die den beiden Jungs mehrmals hilft. Und dabei Rolfs Vater aus Berlin und auch Manuels Eltern kennt (und auch weiß, was mit diesen passiert ist). Und das beim ersten Treffen mitten im Wald. Natürlich können in so einer Zeit viele Dinge, auch Zufälle passieren. Aber hier hatte man doch sehr das Gefühl, diese Person musste immer dann auftauchen, wenn der Autor nicht mehr weiterwusste. Immer nach den Gesprächen ging es voran in der Story. Der Weg bis zum Buchende ist natürlich geprägt von Traurigkeiten. Aber auch voll von Hoffnung. Und das macht das Buch bittersüß. Die Charaktere sind liebenswert. Die Flucht mit allen Gefahren ist mehr als traurig. Doch die Freundschaft der Jungen macht alles wett. Zusammenfassend ist es ein tolles Jugendbuch über die Zeit des 2. Weltkrieges. Es bringt dem Leser eindringlich die geschichtlichen Ereignisse näher, ohne als Moralapostel dazustehen. Rolf und Manuel begeben sich zusammen mit dem Leser auf eine Reise durch die Wälder. Das Ziel wird zwar wechseln, aber verlieren werden sie sich nie. https://commigratio.com/2018/02/07/ruediger-bertram-der-pfad/

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Spannendes Jugendbuch, das Hauptthema wird aber leider nur oberflächlich behandelt. Mit „Der Pfad“ von Rüdiger Bertram zog das erste reine Jugendbuch seit langer Zeit bei mir ein. Ich wurde neugierig auf das Buch, als ich las, dass es um einen Weg quer durch die Berge geht – denn irgendwie zieht mich das Thema „Berge“ in letzter Zeit magisch an. Vielleicht wird es mal Zeit für einen Urlaub? 😉 Die Geschichte spielt zur Zeit des zweiten Weltkrieges, Hitler ist an der Macht und viele Deutsche flüchten aus Deutschland. So auch Rolf und sein Vater Ludwig. Die beiden sind vor einiger Zeit in Frankreich angekommen und warten auf den richtigen Moment und die richtigen Papiere einer Fälscherin, um über die Pyrenäen zu wandern und schließlich per Schiff in die USA zu gelangen, wo Rolfs Mutter bereits auf die beiden wartet. Doch dieses Vorhaben ist leichter gesagt als getan, und so müssen Vater und Sohn sich zahlreichen Herausforderungen stellen, bis sie erst einmal in die Nähe der Berge gelangen. Dort wartet der Hirtenjunge Manuel, der nur gebrochen Deutsch spricht, auf sie, um sie über die Berge zu führen. Ihren Hund Adi, der die Zwei die ganze Zeit begleitet, müssen sie zurücklassen. Doch das kommt für Rolf überhaupt nicht in Frage und so begeht er einen „kapitalen“ (ein Wort, das er gern gebraucht) Fehler, den sein Vater ins Gefängnis bringen wird… »Trifft Hitler auf Wahrsager, fragt Hitler: Wann werde sterben ich? Sagt Wahrsager: An Feiertag. Will Hitler wissen: An was für Feiertag? Antwortet Wahrsager: Egal, wenn sterben du, wird sein Feiertag.« Rüdiger Bertram erzählt hier von einer Flucht, wie sie in den 30er- und 40er-Jahren vermutlich unzählige Male vonstatten ging. Die Flucht aus Deutschland, das Wiedersehen mit alten Bekannten, die ebenfalls auf der Flucht sind und die ständige Angst vor Wachen und Polizisten sind starke Themen in „Der Pfad“. Rolf und Ludwig versuchen, mit ihrer Angst zurechtzukommen und spielen zum Zeitvertreib das erfundene Spiel „Gut oder Böse?“, um ihre Mitmenschen einzuschätzen. Dieses Spiel wird später harter Ernst, als die beiden sich Kontrolleuren und Beamten stellen und einschätzen müssen, ob sie ihnen trauen können oder nicht. Als Leser spürt man die ständige Anspannung der beiden am eigenen Leib und hofft inständig, dass sie es schaffen. Doch was ich von den letzten Kinderbüchern, die ich gelesen habe, gelernt habe, ist: Es gibt keine Happy Ends, die happy für jeden sind. Irgendwer zieht immer den Kürzeren und Opfer müssen gebracht werden. Und so ist auch dieses Jugendbuch nur eingeschränkt ein Buch mit einem Happy End – was natürlich auch an der Thematik liegen mag. Diesen Realismus habe ich bei der Lektüre der letzten vier Bücher bemerkt und finde es gut, dass er bereits bei Kinderbüchern Einzug gehalten hat. Tod, Krieg, Krankheit, Trennung — das sind wahnsinnig schwierige Themen, besonders für jüngere Leser. Umso besser, dass diese bereits in Büchern für die Kleinen eingeführt werden. Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: https://killmonotony.de

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