Der Menschen Hörigkeit
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"Der Menschen Hörigkeit" ist keine Autobiographie, sondern ein autobiographischer Roman; Wirklichkeit und Fiktion sind untrennbar verbunden; die Gefühle sind meine eigenen, aber nicht alle Vorfälle werden so erzählt, wie sie sich ereignet haben; anderes, das ich nicht selbst erlebte, sondern Menschen, mit denen ich eng befreundet war, wurde auf den Helden projiziert. Das Buch hat für mich seinen Zweck erfüllt. (Zitat aus dem Vorwort, Seite 8) Der vorliegende Roman ist das berühmteste Werk des britischen Erzählers, W. Somerset Maugham, der 1874 in Paris geboren wurde und der mit dem Lebenslauf seines Protagonisten Philip Carey viele Gemeinsamkeiten teilt. Wie aus dem launigen Vorwort ersichtlich, hatte der Anfang 20jährige bereits einen Versuch unternommen, den ersten Entwurf zu veröffentlichen und scheiterte. Doch nach Jahren des Feilens am eigenen Schreibstil, kam der Schriftsteller zu dem Schluss, dass "Einfachheit und Klarheit, brillanter Prosa und dem Schreiben ereignisreicher Texte" vorzuziehen wäre. Dies klingt wahrscheinlich doch ironisch, wenn man einen Roman von über 950 Seiten vor sich hat, aber wenn man sich schließlich durch die Lektüre gekämpft hat, ahnt man den Sinn dieser Worte. Ganz klar indes ist die Verehrung des Romanciers Charles Dickens, der im Roman des öfteren Erwähnung findet und die Hommage an die Entwicklungsromane des großen Schriftstellers, insbesondere "David Copperfield", ist unverkennbar. Auch Jane Austen scheint einen Einfluss auf das Werk zu nehmen, wobei die Figuren "Fanny Price" und "Miss Bennet" eher Karikaturen gleichen. Überhaupt wirken die Frauenfiguren für die Leserinnen ziemlich schräg und überzeichnet und der Protagonist scheint bei dem weiblichen Geschlecht vor einem unlösbaren Rätsel zu stehen. Das mag bei der ersten Liebelei des Helden noch ganz amüsant anzuschauen sein, aber die Beziehung zu der "grünhäutigen" Mildred, stellt die Geduld des Lesenden vor eine harte Geduldsprobe. Ganz ehrlich, das Verhalten des Helden ist hier eigentlich über der persönlichen Schmerzgrenze... Es lohnt sich dennoch durchzuhalten, denn die präzise Beobachtungsgabe des Autors kann dann wieder die reinste Freude sein. FAZIT Die Entwicklung des Protagonisten vom unsicheren Außenseiter zum selbstbewussten Freund ist zuweilen etwas holprig, mal auch tragisch-komisch oder amüsant und führt an verschiedene interessante Orte in England, Deutschland und Frankreich. Das eine oder andere Abenteuer hätte gerne etwas kürzer gefasst werden können, aber insgesamt kann man sich dem Sog der intensiv erzählten Geschichte mit den unterschiedlichsten Charakteren nur schwer entziehen. Daher von mir eine Leseempfehlung!
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"Der Menschen Hörigkeit" ist keine Autobiographie, sondern ein autobiographischer Roman; Wirklichkeit und Fiktion sind untrennbar verbunden; die Gefühle sind meine eigenen, aber nicht alle Vorfälle werden so erzählt, wie sie sich ereignet haben; anderes, das ich nicht selbst erlebte, sondern Menschen, mit denen ich eng befreundet war, wurde auf den Helden projiziert. Das Buch hat für mich seinen Zweck erfüllt. (Zitat aus dem Vorwort, Seite 8) Der vorliegende Roman ist das berühmteste Werk des britischen Erzählers, W. Somerset Maugham, der 1874 in Paris geboren wurde und der mit dem Lebenslauf seines Protagonisten Philip Carey viele Gemeinsamkeiten teilt. Wie aus dem launigen Vorwort ersichtlich, hatte der Anfang 20jährige bereits einen Versuch unternommen, den ersten Entwurf zu veröffentlichen und scheiterte. Doch nach Jahren des Feilens am eigenen Schreibstil, kam der Schriftsteller zu dem Schluss, dass "Einfachheit und Klarheit, brillanter Prosa und dem Schreiben ereignisreicher Texte" vorzuziehen wäre. Dies klingt wahrscheinlich doch ironisch, wenn man einen Roman von über 950 Seiten vor sich hat, aber wenn man sich schließlich durch die Lektüre gekämpft hat, ahnt man den Sinn dieser Worte. Ganz klar indes ist die Verehrung des Romanciers Charles Dickens, der im Roman des öfteren Erwähnung findet und die Hommage an die Entwicklungsromane des großen Schriftstellers, insbesondere "David Copperfield", ist unverkennbar. Auch Jane Austen scheint einen Einfluss auf das Werk zu nehmen, wobei die Figuren "Fanny Price" und "Miss Bennet" eher Karikaturen gleichen. Überhaupt wirken die Frauenfiguren für die Leserinnen ziemlich schräg und überzeichnet und der Protagonist scheint bei dem weiblichen Geschlecht vor einem unlösbaren Rätsel zu stehen. Das mag bei der ersten Liebelei des Helden noch ganz amüsant anzuschauen sein, aber die Beziehung zu der "grünhäutigen" Mildred, stellt die Geduld des Lesenden vor eine harte Geduldsprobe. Ganz ehrlich, das Verhalten des Helden ist hier eigentlich über der persönlichen Schmerzgrenze... Es lohnt sich dennoch durchzuhalten, denn die präzise Beobachtungsgabe des Autors kann dann wieder die reinste Freude sein. FAZIT Die Entwicklung des Protagonisten vom unsicheren Außenseiter zum selbstbewussten Freund ist zuweilen etwas holprig, mal auch tragisch-komisch oder amüsant und führt an verschiedene interessante Orte in England, Deutschland und Frankreich. Das eine oder andere Abenteuer hätte gerne etwas kürzer gefasst werden können, aber insgesamt kann man sich dem Sog der intensiv erzählten Geschichte mit den unterschiedlichsten Charakteren nur schwer entziehen. Daher von mir eine Leseempfehlung!




