Der Mann meines Bruders 3
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Description
Der überraschende Besuch von Onkel Mike in dem beschaulichen japanischen Städtchen entzückt seine Nichte Kana, wirft den alleinerziehenden Vater Yaichi vollends aus den wohlgeordneten Bahnen seines Lebens. Denn der Kanadier Mike Flanagan ist der hinterbliebene Ehemann von Yaichis verstorbenen Zwillingsbruder Ryoji, der als Erwachsener die Akzeptanz seiner Sexualität im Ausland suchte. Mikes Besuch reißt alte Wunden auf und Yaichi sich eingestehen: er selbst hat oftmals feige in seinem Leben gehandelt und vieles hingenommen, weil es den gesellschaftlichen Normen entspricht! So begibt er sich auf eine eigene innere Reise und durchforscht seinen Erinnerungen an seinen Bruder und versucht, Kana ein guter Vater zu sein.
Book Information
Author Description
Der studierte Grafiker kam schon 1982 zum Manga zeichnen. In „Der Mann meines Bruders“ war es ihm als offen lebender Homosexueller ein Bedürfnis, seine Mitbürger für die Rechte von Schwulen und Lesen zu sensibilisieren. Dies ist seine erste All-Age-Serie, die einem breiten Publikum bekannt wurde.
Posts
Der Mann meines Bruders 03
Heute ist endlich der dritte Band von Der Mann meines Bruders erschienen, und ich habe ihn in einem Rutsch verschlungen. Wie schon in den vorigen Bänden gelingt es dem Mangaka meisterhaft, eine einfühlsame und zugleich tiefgründige Geschichte zu erzählen, die sich um Familie, Akzeptanz und Identität dreht. In diesem Band wird die emotionale Reise von Yaichi, Kana und Mike auf den Punkt gebracht. Yaichis innerer Wandel ist sehr berührend – von einem distanzierten, von Vorurteilen geprägten Mann hin zu jemandem, der aktiv versucht, seinen Horizont zu erweitern und ein besserer Mensch zu werden. Mike ist weiterhin der offen herzige und liebe Onkel. Seine offene Art und die Geschichten über seinen verstorbenen Mann Ryoji sind bittersüß und runden die Handlung perfekt ab. Auch Kana, mit ihrer kindlichen Offenheit und Neugier, trägt wesentlich zur Atmosphäre des Mangas bei. Sie zeigt, wie selbstverständlich Akzeptanz sein könnte, wenn wir die Welt mit den Augen eines Kindes sehen. Die Zeichnungen sind wie gewohnt wunderschön und schlicht, aber ausdrucksstark. Gengoroh Tagames Kunststil passt perfekt zur warmen und nachdenklichen Stimmung der Geschichte. Ich kann Band 3 – und die ganze Reihe – nur wärmstens empfehlen. Es ist eine Geschichte, die nicht nur LGBTQ+-Themen behandelt, sondern auch Werte wie Liebe und Familie in den Mittelpunkt stellt.

Rezension, zu allen 3 bisher erschienen Bänden
Der Juni ist #Pridemonth . Für mich Alass genug, mal zu dieser Reihe zu greifen. Einem japanischen Manga. Kana lebt mit ihrem Vater ohne Mutter in Tokio. Yaichi versorgt als Hausmann das Kind, nebenbei hat er ein paar Häuser vermietet, wovon er ganz gut leben kann. Da steht eines Tages Mike vor der Tür. Ein großer, haarige Kanadier, der mit Yaichis verstorbenen Bruder verheiratet war. Schwager und Nichte haben sich nie kennen gelernt und auch Yaichi ist Mike noch nie begegnet. Kana ist begeistert von ihrem neuen Onkel und ihrem Vater bleibt nichts anderes übrig, als ihn zu sich einzuladen. Die Reihe beschäftigt sich in erster Linie mit der Familiensituation, und den Reaktionen des Umfeld, aber auch den eigenen Vorbehalten und Gedanken. Kana wird erklärt, dass es möglich ist, dass auch Männer heiraten, zumindest in Kanada, denn in Japan ist es nicht erlaubt. Die kindliche Auseinandersetzung mit dem Thema ist genauso gut getroffen wie die Vorurteile, die der heterosexuelle Bruder gegenüber seinem Schwagers hat. Der Autor lässt uns teilhaben an den Mutmaßungen, die ihm im Kopf herum schwirren, und die deutlich machen, dass es nicht so einfach ist, mit so einer Situation offen umzugehen, wenn man kulturell vielleicht dazu neigt, diese Art von Liebe im Verborgenen zu leben. Man ist hauptsächlich im Kopf von Vater und Tochter, nur selten im Kopf von Mike. Die Mentalitätsunterschiede leuchten immer wieder durch. Besonders gut hat mir gefallen, dass auch der Alltag einer japanischen Familie erlebbar gemacht wird auf ganz unaufdringliche Art und Weise. Sehenswerte, Orte, leckeres Essen und Gebräuche dieses mir unbekannten Landes waren für mich neue Entdeckungen. Kana und Mike sind ganz bezaubernde Persönlichkeiten, das ist schnell zu merken. Aber auch Yaichis Auseinandersetzung und Wandlung ist hervorragend umgesetzt. Zwischendurch gibt es kleine Lektionen, die im Hinblick auf LGBTQ Themen Zusammenhänge klären. Da ich ja im pädagogischen Bereich tätig bin, hab ich gedacht das muss ich mir die Bücher mal näher anschauen, vielleicht ist es ja was für Kinder? Aber das ist es nicht, auch wenn es auf den ersten Blick so wirkt. Es ist eine Reihe für Teenager und Erwachsene. Es wird keine uneingeschränkte Nacktheit dargestellt, aber die Muskel-Definierung der männlichen Körper ist ab und an schon etwas weit weg vom Kinderbuchcharakter! Und die angesprochenen Themen verlangen einem schon eine gewisse Reflexionsfähigkeit sowie Auseinandersetzung mit dem Thema im Vorfeld ab. Es ist schwer zu sagen, ab welchem Alter ich die Lektüre empfehlen würde. Die offizielle lautet ab 15, und damit liegt man nicht falsch. Gengoroh Tagame hat viele Gay Mangas verfasst und wurde in viele Sprachen übersetzt. Kana und Mike haben mein Herz erobert, und ich bin sehr gespannt auf den 4. Band, der im September
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Der überraschende Besuch von Onkel Mike in dem beschaulichen japanischen Städtchen entzückt seine Nichte Kana, wirft den alleinerziehenden Vater Yaichi vollends aus den wohlgeordneten Bahnen seines Lebens. Denn der Kanadier Mike Flanagan ist der hinterbliebene Ehemann von Yaichis verstorbenen Zwillingsbruder Ryoji, der als Erwachsener die Akzeptanz seiner Sexualität im Ausland suchte. Mikes Besuch reißt alte Wunden auf und Yaichi sich eingestehen: er selbst hat oftmals feige in seinem Leben gehandelt und vieles hingenommen, weil es den gesellschaftlichen Normen entspricht! So begibt er sich auf eine eigene innere Reise und durchforscht seinen Erinnerungen an seinen Bruder und versucht, Kana ein guter Vater zu sein.
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Author Description
Der studierte Grafiker kam schon 1982 zum Manga zeichnen. In „Der Mann meines Bruders“ war es ihm als offen lebender Homosexueller ein Bedürfnis, seine Mitbürger für die Rechte von Schwulen und Lesen zu sensibilisieren. Dies ist seine erste All-Age-Serie, die einem breiten Publikum bekannt wurde.
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Der Mann meines Bruders 03
Heute ist endlich der dritte Band von Der Mann meines Bruders erschienen, und ich habe ihn in einem Rutsch verschlungen. Wie schon in den vorigen Bänden gelingt es dem Mangaka meisterhaft, eine einfühlsame und zugleich tiefgründige Geschichte zu erzählen, die sich um Familie, Akzeptanz und Identität dreht. In diesem Band wird die emotionale Reise von Yaichi, Kana und Mike auf den Punkt gebracht. Yaichis innerer Wandel ist sehr berührend – von einem distanzierten, von Vorurteilen geprägten Mann hin zu jemandem, der aktiv versucht, seinen Horizont zu erweitern und ein besserer Mensch zu werden. Mike ist weiterhin der offen herzige und liebe Onkel. Seine offene Art und die Geschichten über seinen verstorbenen Mann Ryoji sind bittersüß und runden die Handlung perfekt ab. Auch Kana, mit ihrer kindlichen Offenheit und Neugier, trägt wesentlich zur Atmosphäre des Mangas bei. Sie zeigt, wie selbstverständlich Akzeptanz sein könnte, wenn wir die Welt mit den Augen eines Kindes sehen. Die Zeichnungen sind wie gewohnt wunderschön und schlicht, aber ausdrucksstark. Gengoroh Tagames Kunststil passt perfekt zur warmen und nachdenklichen Stimmung der Geschichte. Ich kann Band 3 – und die ganze Reihe – nur wärmstens empfehlen. Es ist eine Geschichte, die nicht nur LGBTQ+-Themen behandelt, sondern auch Werte wie Liebe und Familie in den Mittelpunkt stellt.

Rezension, zu allen 3 bisher erschienen Bänden
Der Juni ist #Pridemonth . Für mich Alass genug, mal zu dieser Reihe zu greifen. Einem japanischen Manga. Kana lebt mit ihrem Vater ohne Mutter in Tokio. Yaichi versorgt als Hausmann das Kind, nebenbei hat er ein paar Häuser vermietet, wovon er ganz gut leben kann. Da steht eines Tages Mike vor der Tür. Ein großer, haarige Kanadier, der mit Yaichis verstorbenen Bruder verheiratet war. Schwager und Nichte haben sich nie kennen gelernt und auch Yaichi ist Mike noch nie begegnet. Kana ist begeistert von ihrem neuen Onkel und ihrem Vater bleibt nichts anderes übrig, als ihn zu sich einzuladen. Die Reihe beschäftigt sich in erster Linie mit der Familiensituation, und den Reaktionen des Umfeld, aber auch den eigenen Vorbehalten und Gedanken. Kana wird erklärt, dass es möglich ist, dass auch Männer heiraten, zumindest in Kanada, denn in Japan ist es nicht erlaubt. Die kindliche Auseinandersetzung mit dem Thema ist genauso gut getroffen wie die Vorurteile, die der heterosexuelle Bruder gegenüber seinem Schwagers hat. Der Autor lässt uns teilhaben an den Mutmaßungen, die ihm im Kopf herum schwirren, und die deutlich machen, dass es nicht so einfach ist, mit so einer Situation offen umzugehen, wenn man kulturell vielleicht dazu neigt, diese Art von Liebe im Verborgenen zu leben. Man ist hauptsächlich im Kopf von Vater und Tochter, nur selten im Kopf von Mike. Die Mentalitätsunterschiede leuchten immer wieder durch. Besonders gut hat mir gefallen, dass auch der Alltag einer japanischen Familie erlebbar gemacht wird auf ganz unaufdringliche Art und Weise. Sehenswerte, Orte, leckeres Essen und Gebräuche dieses mir unbekannten Landes waren für mich neue Entdeckungen. Kana und Mike sind ganz bezaubernde Persönlichkeiten, das ist schnell zu merken. Aber auch Yaichis Auseinandersetzung und Wandlung ist hervorragend umgesetzt. Zwischendurch gibt es kleine Lektionen, die im Hinblick auf LGBTQ Themen Zusammenhänge klären. Da ich ja im pädagogischen Bereich tätig bin, hab ich gedacht das muss ich mir die Bücher mal näher anschauen, vielleicht ist es ja was für Kinder? Aber das ist es nicht, auch wenn es auf den ersten Blick so wirkt. Es ist eine Reihe für Teenager und Erwachsene. Es wird keine uneingeschränkte Nacktheit dargestellt, aber die Muskel-Definierung der männlichen Körper ist ab und an schon etwas weit weg vom Kinderbuchcharakter! Und die angesprochenen Themen verlangen einem schon eine gewisse Reflexionsfähigkeit sowie Auseinandersetzung mit dem Thema im Vorfeld ab. Es ist schwer zu sagen, ab welchem Alter ich die Lektüre empfehlen würde. Die offizielle lautet ab 15, und damit liegt man nicht falsch. Gengoroh Tagame hat viele Gay Mangas verfasst und wurde in viele Sprachen übersetzt. Kana und Mike haben mein Herz erobert, und ich bin sehr gespannt auf den 4. Band, der im September













