Der magische Adventskalender
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Description
Book Information
Author Description
Jan Brandt, geboren 1974 in Leer (Ostfriesland). Sein Roman ›Gegen die Welt‹ (DuMont 2011) stand auf der Shortlist des Deutschen Buch-preises und wurde mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet. Bei DuMont erschienen außerdem ›Tod in Turin‹ (2015), ›Stadt ohne Engel‹ (2016), ›Der magische Adventskalender‹ (2018) und ›Ein Haus auf dem Land/Eine Wohnung in der Stadt‹ (2019).
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Ein Adventskalenderbuch, das jeden Tag ein kurzes Kapitel zum Lesen bereithält. Die tägliche Lektüre lässt sich wunderbar in den Alltag integrieren und steigert die Freude daran, jeden Tag ein weiteres Stück der Geschichte zu entdecken. Die Kapitel sind bewusst sehr kurz gehalten und können in etwa fünf Minuten gelesen werden. Dabei schreitet die Handlung kontinuierlich voran, doch das eigentliche Ziel der Geschichte wird erst in den letzten Tagen richtig greifbar. Für mich wirkte der Schreibstil etwas hölzern und steif, fast schon zu bemüht. Vielleicht liegt dieses Gefühl an der Kürze der Kapitel. Dennoch war ich gespannt, welchem Dorfbewohner Jonas am nächsten Tag einen Besuch abstattet. Die Charaktere waren mir größtenteils eher unsympathisch – viele erschienen recht negativ und griesgrämig. Insgesamt hinterlässt die Geschichte einen düsteren Eindruck, der durch die Illustrationen unterstrichen wird. Diese sind jedoch wirklich schön gestaltet und passen gut zur Atmosphäre des Buches. Die Auflösung im 24. Kapitel konnte mich leider nicht vollständig überzeugen. Sie wirkte auf mich teils unstimmig und nicht ganz rund. Insgesamt habe ich gemischte Gefühle zu diesem Buch. Es ist durchaus lesenswert, aber es bleibt Geschmackssache.

Die Idee, eine Adventskalender-Geschichte mit 24 Kapiteln zu schreiben mag vielleicht nicht neu sein (ich habe nicht recherchiert, ob es ähnliche Stories gibt), Jan Brandt hat sie aber zusammen mit den Illustrator Daniel Faller auf einzigartige und sehr lesenswerte Weise umgesetzt. Die Geschichte des Halbwaisen Jonas Klaasen, der mit seiner Schwester Sonja und seinem Vater im (fiktiven) Kleinstädtchen Ravenhagen wohnt, steckt voller Wärme und Phantasie und geht in jedem Fall ans Herz. An einem 1. Dezember findet Jonas einen Holzkasten vor seiner Haustür. Schnell stellt sich heraus, dass es sich dabei um einen Adventskalender handelt. Auf den einzelnen Türchen sind Symbole abgebildet, die Jonas auf eine magische Schnitzeljagd durch Ravenhagen führen, bei der er die Bewohner seiner Stadt besser kennenlernen wird - und irgendwie auch sich selbst… Dieses Buch ist am ehesten der Strömung "Magischer Realismus" zuzuordnen, denn hier existieren die Welten des Alltäglichen und Phantastischen nebeneinander. Ich mag die Symbolkraft und das Geheimnisvolle an diesem kleinen Büchlein. Es geht in erster Linie ums Teilen und damit um Menschlichkeit, die wir alle in diesen "modernen" Zeiten umso nötiger haben. Allzu viel möchte ich aber nicht verraten über das Buch, das sich am besten jeder - ob jung oder alt - selbst erschließen sollte. Meine Adventszeit hat es jedenfalls ein bisschen magischer gemacht!
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Jan Brandt, geboren 1974 in Leer (Ostfriesland). Sein Roman ›Gegen die Welt‹ (DuMont 2011) stand auf der Shortlist des Deutschen Buch-preises und wurde mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet. Bei DuMont erschienen außerdem ›Tod in Turin‹ (2015), ›Stadt ohne Engel‹ (2016), ›Der magische Adventskalender‹ (2018) und ›Ein Haus auf dem Land/Eine Wohnung in der Stadt‹ (2019).
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Ein Adventskalenderbuch, das jeden Tag ein kurzes Kapitel zum Lesen bereithält. Die tägliche Lektüre lässt sich wunderbar in den Alltag integrieren und steigert die Freude daran, jeden Tag ein weiteres Stück der Geschichte zu entdecken. Die Kapitel sind bewusst sehr kurz gehalten und können in etwa fünf Minuten gelesen werden. Dabei schreitet die Handlung kontinuierlich voran, doch das eigentliche Ziel der Geschichte wird erst in den letzten Tagen richtig greifbar. Für mich wirkte der Schreibstil etwas hölzern und steif, fast schon zu bemüht. Vielleicht liegt dieses Gefühl an der Kürze der Kapitel. Dennoch war ich gespannt, welchem Dorfbewohner Jonas am nächsten Tag einen Besuch abstattet. Die Charaktere waren mir größtenteils eher unsympathisch – viele erschienen recht negativ und griesgrämig. Insgesamt hinterlässt die Geschichte einen düsteren Eindruck, der durch die Illustrationen unterstrichen wird. Diese sind jedoch wirklich schön gestaltet und passen gut zur Atmosphäre des Buches. Die Auflösung im 24. Kapitel konnte mich leider nicht vollständig überzeugen. Sie wirkte auf mich teils unstimmig und nicht ganz rund. Insgesamt habe ich gemischte Gefühle zu diesem Buch. Es ist durchaus lesenswert, aber es bleibt Geschmackssache.

Die Idee, eine Adventskalender-Geschichte mit 24 Kapiteln zu schreiben mag vielleicht nicht neu sein (ich habe nicht recherchiert, ob es ähnliche Stories gibt), Jan Brandt hat sie aber zusammen mit den Illustrator Daniel Faller auf einzigartige und sehr lesenswerte Weise umgesetzt. Die Geschichte des Halbwaisen Jonas Klaasen, der mit seiner Schwester Sonja und seinem Vater im (fiktiven) Kleinstädtchen Ravenhagen wohnt, steckt voller Wärme und Phantasie und geht in jedem Fall ans Herz. An einem 1. Dezember findet Jonas einen Holzkasten vor seiner Haustür. Schnell stellt sich heraus, dass es sich dabei um einen Adventskalender handelt. Auf den einzelnen Türchen sind Symbole abgebildet, die Jonas auf eine magische Schnitzeljagd durch Ravenhagen führen, bei der er die Bewohner seiner Stadt besser kennenlernen wird - und irgendwie auch sich selbst… Dieses Buch ist am ehesten der Strömung "Magischer Realismus" zuzuordnen, denn hier existieren die Welten des Alltäglichen und Phantastischen nebeneinander. Ich mag die Symbolkraft und das Geheimnisvolle an diesem kleinen Büchlein. Es geht in erster Linie ums Teilen und damit um Menschlichkeit, die wir alle in diesen "modernen" Zeiten umso nötiger haben. Allzu viel möchte ich aber nicht verraten über das Buch, das sich am besten jeder - ob jung oder alt - selbst erschließen sollte. Meine Adventszeit hat es jedenfalls ein bisschen magischer gemacht!





