Der Inugami-Fluch: Kriminalroman (Kosuke Kindaichi ermittelt 4)
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Auch dieses Buch der Reihe rund um den Ermittler Kosuke Kindaichi kommt mit viel klassischer Ermittlungsarbeit daher. Ich find's toll ... man kann, wenn man will, wunderbar miträtseln. Dieses Mal habe ich sogar einige Punkte selbst lösen können. 😅 Die Morde sind schon recht brutal, durch das ruhige Setting und weil die Darstellungen der Mordopfer nicht ausgeschlachtet werden, kann man das gut hinnehmen. Der Fall an sich war sehr spannend, die Auflösung hat mich aber nur bedingt zufrieden gestellt. Besonders gestört hat mich, dass es für einen Teil der Opfer bzw Verwandten der Opfer keine Genugtuung gab.
Als das Oberhaupt der Familie Inugami, ein reicher Geschäftsmann und Besitzer eines Seidenimperiums, stirbt, wendet sich einer seiner Anwälte an Kosuke Kindaichi, denn er befürchtet, dass nun ein unerbittlicher Kampf zwischen den Verwandten ausbrechen wird. Und tatsächlich löst die Testamentseröffnung Konflikte innerhalb der Familie aus – genau wie Sahei Inugami es geplant hatte. Bald darauf geschieht ein erster Mord und Detektiv Kindaichi macht sich auf die Suche nach dem Täter. Dabei kommen auch jede Menge Geheimnisse ans Licht. „Der Inugami-Fluch“ von Seishi Yokomizo ist der vierte, im Deutschen erschienene Band der Reihe um den etwas seltsamen, aber brillanten Detektiv Kosuke Kindaichi. Das Original wurde bereits 1950 veröffentlicht, die deutsche Übersetzung stammt von der großartigen Ursula Gräfe. Erzählt wird die Geschichte in der dritten Person und der Vergangenheitsform vom Autor selbst, der auch immer wieder auf vorhergegangene Bände verweist und einen Überblick über das gesamte Material des Falls hat. Der Schreibstil ist daher eher berichtartig, eine sachliche Dokumentation der Verbrechen. Der Ausgangspunkt der Handlung ist recht klassisch; ein Mann ist verstorben und seine Familie streitet sich um das Erbe. Im Fall der Familie Inugami wird dieses durch drei Insignien repräsentiert: Chrysantheme, Koto und Axt. Wer sie besitzt, hat das Sagen und so ist es besonders grausam, dass diese Symbole bei der folgenden Mordserie aufgegriffen werden. Durch die Menge an Charakteren (für die es zum Glück ein Personenregister gibt) und zahlreiche plötzliche Wendungen bleibt es bis zuletzt spannend. Auch wenn Elemente wie der Streit um das Erbe, Familiengeheimnisse und aus dem Krieg zurückkehrende Söhne sich stets zu wiederholen scheinen, ist „Der Inugami-Fluch“ für mich absolut lesenswert und der bisher beste Band der Reihe. Das Setting hat mir gut gefallen und die Handlung war nicht so konstruiert, wie in manch einem der Vorgängerbände. Zusätzlich brachte das Einbeziehen der Familieninsignien noch einen zusätzlichen Spannungspunkt und eine Vorausdeutung darauf, was zwangsläufig noch passieren musste.
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Auch dieses Buch der Reihe rund um den Ermittler Kosuke Kindaichi kommt mit viel klassischer Ermittlungsarbeit daher. Ich find's toll ... man kann, wenn man will, wunderbar miträtseln. Dieses Mal habe ich sogar einige Punkte selbst lösen können. 😅 Die Morde sind schon recht brutal, durch das ruhige Setting und weil die Darstellungen der Mordopfer nicht ausgeschlachtet werden, kann man das gut hinnehmen. Der Fall an sich war sehr spannend, die Auflösung hat mich aber nur bedingt zufrieden gestellt. Besonders gestört hat mich, dass es für einen Teil der Opfer bzw Verwandten der Opfer keine Genugtuung gab.
Als das Oberhaupt der Familie Inugami, ein reicher Geschäftsmann und Besitzer eines Seidenimperiums, stirbt, wendet sich einer seiner Anwälte an Kosuke Kindaichi, denn er befürchtet, dass nun ein unerbittlicher Kampf zwischen den Verwandten ausbrechen wird. Und tatsächlich löst die Testamentseröffnung Konflikte innerhalb der Familie aus – genau wie Sahei Inugami es geplant hatte. Bald darauf geschieht ein erster Mord und Detektiv Kindaichi macht sich auf die Suche nach dem Täter. Dabei kommen auch jede Menge Geheimnisse ans Licht. „Der Inugami-Fluch“ von Seishi Yokomizo ist der vierte, im Deutschen erschienene Band der Reihe um den etwas seltsamen, aber brillanten Detektiv Kosuke Kindaichi. Das Original wurde bereits 1950 veröffentlicht, die deutsche Übersetzung stammt von der großartigen Ursula Gräfe. Erzählt wird die Geschichte in der dritten Person und der Vergangenheitsform vom Autor selbst, der auch immer wieder auf vorhergegangene Bände verweist und einen Überblick über das gesamte Material des Falls hat. Der Schreibstil ist daher eher berichtartig, eine sachliche Dokumentation der Verbrechen. Der Ausgangspunkt der Handlung ist recht klassisch; ein Mann ist verstorben und seine Familie streitet sich um das Erbe. Im Fall der Familie Inugami wird dieses durch drei Insignien repräsentiert: Chrysantheme, Koto und Axt. Wer sie besitzt, hat das Sagen und so ist es besonders grausam, dass diese Symbole bei der folgenden Mordserie aufgegriffen werden. Durch die Menge an Charakteren (für die es zum Glück ein Personenregister gibt) und zahlreiche plötzliche Wendungen bleibt es bis zuletzt spannend. Auch wenn Elemente wie der Streit um das Erbe, Familiengeheimnisse und aus dem Krieg zurückkehrende Söhne sich stets zu wiederholen scheinen, ist „Der Inugami-Fluch“ für mich absolut lesenswert und der bisher beste Band der Reihe. Das Setting hat mir gut gefallen und die Handlung war nicht so konstruiert, wie in manch einem der Vorgängerbände. Zusätzlich brachte das Einbeziehen der Familieninsignien noch einen zusätzlichen Spannungspunkt und eine Vorausdeutung darauf, was zwangsläufig noch passieren musste.





