Death Valley
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Description
Book Information
Author Description
STEVEN UHLY, Jahrgang ’64, hat in Köln, Bonn, Valencia, Paris, Lissabon, Belém do Pará und Porto Alegre gelebt und reist, seit er sich mit seiner Familie in München niedergelassen hat, durch die Geschichten, die er uns erzählt. Er hat verrückte, epische, dramatische und sehr lustige Texte verfasst und überrascht mit jedem neuen Buch. Sein Erstling »Mein Leben in Aspik« wurde 2010 von Florian Illies als »fulminantes Debut« gefeiert, 2022 glänzte die Regisseurin Friederike Drews mit einer Inszenierung des Stoffes am Deutschen Theater Berlin. Sein zweiter Roman »Adams Fuge« wurde 2011 mit dem Tukan-Preis der Stadt München ausgezeichnet. »Glückskind« wurde 2012 erfolgreich von Michael Verhoeven verfilmt und ist seit Jahren fester Bestandteil des Vorweihnachtsprogramms von ARD und ARTE. »Königreich der Dämmerung« (2014) gilt als episches Meisterwerk. Für »Die Summe des Ganzen« (2022) erhielt er den Hermann-Hesse-Förderpreis der Stadt Karlsruhe. Und was vielleicht am wichtigsten ist: Er hat eine treue Fangemeinde, die auf alles gefasst ist.
Posts
"Meine Mutter beschließt: Jetzt wird gestorben, und Gerd springt hinterher, wie er es immer getan hat." Gestorben sind sie auch noch ausgerechnet im Death Valley, im Land Trumps und seinen Anhängern den MAGA's, make America great again. Die Mutter vom Pferd gestürzt in einen Canon, und Gerd stirbt bei dem Versuch sie zu retten. Also lässt der 60-jährige Steven seine schwangere Frau mit den Kindern in Deutschland zurück und fliegt nach Las Vegas um von da aus zur Unglücksstätte zu fahren um seine Mutter, ja, was mit ihr machen? Vor Ort beerdigen? Eigentlich auch nicht so wichtig. Hauptsache vor Hans, dem Sohn von Gerd, dem Lebensgefährten von seiner Mutter, wieder in Deutschland sein und die Antiquitäten aus dem Haus holen. "Aber so ist alles ein heimliches Wettrennen." Es ist eine verrückte Reise in und durch die heiße amerikanische Wüste. Der Protagonist mit Namen Steven Uhly ist ein zynischer, unsympathischer Misantrop, der sich für den tollsten Typen hält und ich frage mich, warum der namensgleiche Autor sich so darstellt. Es wird gelästert, sich über Übergewichtige Menschen hergemacht. Das hat mich richtig geärgert. Auch die Beurteilungen von Frauenkörpern ist mir richtig auf die Nerven gegangen und wieder frage ich mich, was der Autor damit bezweckt, denn ich halte ihn nicht für so unklug, dass er nicht etwas damit bezwecken möchte. Es gibt viele Parallelen zu dem "echten" Steven Uhly. Auch er ein Sohn einer deutschen Mutter und einem bengalischen Vater, das Aussehen nicht typisch deutsch. Am Ende fliegt Steven wieder zurück nach Deutschland. "Endlich wieder da wo ich hingehöre: im Niemandsland zwischen Heimat und Fremde. Die deutschen sehen mich als Ausländer, die Ausländer auch." Und so versöhnt mich das Ende mit einer schonungslosen Reflektion und einem Gefühl von Verständnis für einen Menschen, der sich zerrissenen fühlt.
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STEVEN UHLY, Jahrgang ’64, hat in Köln, Bonn, Valencia, Paris, Lissabon, Belém do Pará und Porto Alegre gelebt und reist, seit er sich mit seiner Familie in München niedergelassen hat, durch die Geschichten, die er uns erzählt. Er hat verrückte, epische, dramatische und sehr lustige Texte verfasst und überrascht mit jedem neuen Buch. Sein Erstling »Mein Leben in Aspik« wurde 2010 von Florian Illies als »fulminantes Debut« gefeiert, 2022 glänzte die Regisseurin Friederike Drews mit einer Inszenierung des Stoffes am Deutschen Theater Berlin. Sein zweiter Roman »Adams Fuge« wurde 2011 mit dem Tukan-Preis der Stadt München ausgezeichnet. »Glückskind« wurde 2012 erfolgreich von Michael Verhoeven verfilmt und ist seit Jahren fester Bestandteil des Vorweihnachtsprogramms von ARD und ARTE. »Königreich der Dämmerung« (2014) gilt als episches Meisterwerk. Für »Die Summe des Ganzen« (2022) erhielt er den Hermann-Hesse-Förderpreis der Stadt Karlsruhe. Und was vielleicht am wichtigsten ist: Er hat eine treue Fangemeinde, die auf alles gefasst ist.
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"Meine Mutter beschließt: Jetzt wird gestorben, und Gerd springt hinterher, wie er es immer getan hat." Gestorben sind sie auch noch ausgerechnet im Death Valley, im Land Trumps und seinen Anhängern den MAGA's, make America great again. Die Mutter vom Pferd gestürzt in einen Canon, und Gerd stirbt bei dem Versuch sie zu retten. Also lässt der 60-jährige Steven seine schwangere Frau mit den Kindern in Deutschland zurück und fliegt nach Las Vegas um von da aus zur Unglücksstätte zu fahren um seine Mutter, ja, was mit ihr machen? Vor Ort beerdigen? Eigentlich auch nicht so wichtig. Hauptsache vor Hans, dem Sohn von Gerd, dem Lebensgefährten von seiner Mutter, wieder in Deutschland sein und die Antiquitäten aus dem Haus holen. "Aber so ist alles ein heimliches Wettrennen." Es ist eine verrückte Reise in und durch die heiße amerikanische Wüste. Der Protagonist mit Namen Steven Uhly ist ein zynischer, unsympathischer Misantrop, der sich für den tollsten Typen hält und ich frage mich, warum der namensgleiche Autor sich so darstellt. Es wird gelästert, sich über Übergewichtige Menschen hergemacht. Das hat mich richtig geärgert. Auch die Beurteilungen von Frauenkörpern ist mir richtig auf die Nerven gegangen und wieder frage ich mich, was der Autor damit bezweckt, denn ich halte ihn nicht für so unklug, dass er nicht etwas damit bezwecken möchte. Es gibt viele Parallelen zu dem "echten" Steven Uhly. Auch er ein Sohn einer deutschen Mutter und einem bengalischen Vater, das Aussehen nicht typisch deutsch. Am Ende fliegt Steven wieder zurück nach Deutschland. "Endlich wieder da wo ich hingehöre: im Niemandsland zwischen Heimat und Fremde. Die deutschen sehen mich als Ausländer, die Ausländer auch." Und so versöhnt mich das Ende mit einer schonungslosen Reflektion und einem Gefühl von Verständnis für einen Menschen, der sich zerrissenen fühlt.




