Das verwinterte Herz

Das verwinterte Herz

Softcover
3.98

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Description

Paris, 1780er Jahre: Die junge Auftragsmörderin Germaine ist wenig begeistert, als sie auf eine Mission geschickt wird. Ausgerechnet mit dem Schlitzohr und Magier Miłosz Lepiński, den sie eigentlich nie wieder sehen wollte. Auf dem Schloss von Germaines Vater, das in der Bretagne liegt, sollen die beiden ein magisch begabtes Kind beschützen. Ein gefährliches Unterfangen, denn Magie wird in Frankreich verfolgt. Zwischen flackerndem Kaminfeuer und kargen Bauernhütten kommen die beiden einander langsam näher. Doch die Schicksale der Auftragsmörderin und des Magiers sind enger miteinander verknüpft als gedacht – und Miłosz spielt nicht mit offenen Karten ...

Book Information

Main Genre
Fantasy
Sub Genre
Romantasy
Format
Softcover
Pages
228
Price
12.99 €

Posts

5
All
4.5

Es begab sich vor langer Zeit, etwa um das Jahr 1780 herum. Da lebten in der Hauptstadt des französischen Reiches zwei Menschen, die einander spinnefeind waren. Zum einen der Junker Miłosz Lepiński, der die Profession eines Magiers unterhielt. Diese musste er im Untergrund ausüben, denn diejenigen, die der Magie mächtig waren, wurden von der französischen Polizei dazumal, der Maréchaussée, sträflich verfolgt. Miłosz war ein Vicomte aus den polnischen Königslanden. Zum anderen war da die Maid Germaine de Saint-Nazaire. Auch sie war von adeligem Geblüt, eine Comtesse gar. Sie zählte gerade einmal 23 Lenze, hatte aber schon viele arme Seelen auf dem Gewissen. Das lag an ihrem gar unüblichen Broterwerb - sie wurde bezahlt, um Menschen ins Jenseits zu befördern. Die beiden Leute hatten gar schon viel erlebt in ihrem jungen Leben, doch nun mussten sie miteinander eine Reise antreten, die ihrer beiden Dasein für immer verändern sollte. Diese wunderschöne winterliche Mär erzählt euch die ehrenwerte Schriftgelehrte Jennifer Pfalzgraf in ihrem Buche “Das verwinterte Herz”. Und ich erzähle euch jetzt, wie ich diese “Mär” so fand. Zuallererst muss ich sagen, dass in diesem kurzen Werk von 218 Seiten, das die Autorin als “Dark Fantasy Novelle” bezeichnet, kein Wort zu viel oder zu wenig ist. Eine eingängige Prosa, die das Wichtige erzählt, das Unwichtige ausspart und trotzdem nicht mit einem detaillierten Setting und einer einnehmenden winterlichen Atmosphäre geizt. “En point” könnte man passend zum französischen Handlungsort wahrheitsgemäß sagen. Neben der wirklich märchenhaften Liebesgeschichte, die den roten Faden der Erzählung bildet, lebt diese von ihren beiden hervorragend ausgearbeiteten Protagonist*innen Germaine und Miłosz. Ich habe selten “lebensechtere” Charaktere kennenlernen dürfen, die sich beim Lesen förmlich materialisieren und lebendig werden. Ich habe das Geplänkel und den gewitzten Schlagabtausch der beiden sehr genossen. Ebenso das Gefühl, wie langsam aber sicher die Liebe zwischen den Seiten emporsteigt wie der winterliche Morgennebel über dem Meer bei Nantes, dem letzten Schauplatz der Novelle. Der metaphorische Überbau und die literarischen Querverweise überzeugen auf ganzer Linie. Ich bin wirklich beeindruckt, wie viel schriftstellerische Könnerschaft im Selfpublishing möglich ist. Schön und wichtig finde ich auch die Content Notes/Triggerwarnungen am Ende des Buches. Ich habe dennoch zwei kleine Kritikpunkte: Erstens hätte ich mir gewünscht, dass das Buch tatsächlich noch länger gewesen wäre. Das Ende huschte etwas zu schnell herbei und ich hätte Germaine und Miłosz gerne noch viel ausführlicher begleitet. Ich weiß aber auch, dass die Autorin das Buch bewusst als Novelle konzipiert hat, um sich von Fantasy-Epen abzuheben und aus rein pragmatischen Gründen des Büchermachens und des Vertriebs. Zweitens fand ich es nicht allzu "dark". Ich hätte es vielleicht eher als eine “Historical Fantasy Novelle” statt “Dark Fantasy” bezeichnet. Die Autorin erklärt es aber damit, dass in Dark Fantasy eben Dinge vorkommen, die sensible Leser*innen abschrecken könnten wie z.B. Gewalt, Mord/Tod oder die Verfolgung von Andersdenkenden. Deshalb auch die Content Notes. Allen Leser*innen, die “aus ihrem Herzen keine Mördergrube machen”, sei dieses magische, warmherzige, aber stellenweise auch düstere Werk - trotz seiner Kürze und dem meiner Meinung nach nicht ganz so dunklen Dark - wärmstens an selbiges gelegt.

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5

Frankreich,1780er Jahre,eine Auftragsmörderin namens Germaine und der Magier Milosz auf einer Mission zu einem nächsten Auftrag, Die Geschichte hat mir gut gefallen,das gegenseitige necken und doch flammen Gefühle auf und am Ziel kommt vieles anders als Germaine dachte

3

Tja wo fange ich an. Das verwinterte Herz ist leider ganz anders als erwartet. Dark Fantasy mit RoadTrip, Enemies to Lovers und märchenvibes werden versprochen- am Ende war es für mich ne seichte Romantasy. Der RoadTrip umfasst 3 Tage und danach gibt es eine Menge Familiendrama ohne richtigen Höhepunkt. Emotional und charakterlich blieb die Geschichte leider eher flach. Wer aber eine seichte Romantasy mit dem Flair früherer Adelsfamilien und Intrigen sucht ist hier sicher glücklich mit.

3

„Das verwinterte Herz“ ist die jüngst erschienene Dark-Fantasy-Liebesgeschichte der Self-Publisherin Jennifer Pfalzgraf, deren Account ich schon eine ganze Weile auf Instagram folge. Somit war ich sehr neugierig, ihr zweites Buch und mein erstes von ihr zu lesen. Die 23-jährige Hauptprotagonistin und Auftragsmörderin Germaine de Saint-Nazaire wird auf eine Mission geschickt – ausgerechnet mit dem Vicomte und Magier Miłosz Lepiński, mit dem sie eine unschöne Vorgeschichte verbindet, und ebenfalls ausgerechnet auf das Schloss ihres Vaters nahe Nantes in der Bretagne. Sowohl das Genre als auch das historisch-französische Setting in den 1780ern, der Klappentext und meine Neugier auf Jennifers Schreiben haben mich zu dem Buch greifen lassen. Im Kontrast zum historischen Setting wird die gesamte Novelle über gegendert, was gut zu den inhaltlich feministischen Themen passt. Nicht zuletzt dank der verhältnismäßig großen Schrift lässt sie sich sehr schnell lesen. Sowohl die schönen sprachlichen Bilder/Metaphern als auch ein gewisser Humor und Schlagabtausch zwischen den beiden Hauptprotagonist*innen konnten mich abholen. Erzählt wird durchgehend aus Germaines Perspektive und der Fokus liegt auf dem Romance-Anteil, sodass der Untertitel „Eine Dark Fantasy Novelle“ womöglich irreführend ist. Es mag daran gelegen haben, dass mich dieses Buch zu einem ungünstigen Zeitpunkt erreichte. Denn leider muss ich für mich nach Beenden feststellen, dass hier neben all den durchaus positiven Aspekten zugleich viel Potential verschenkt wurde. Es tut mir so leid, dies schreiben zu müssen, insbesondere da ich um die vielen Rückschläge hinter den Kulissen weiß. Doch ich hoffe, meine Kritik ist primär hilfreich, statt demotivierend. So hätte ich wahnsinnig gern mehr erfahren über die politischen sowie historischen Hintergründe in Bezug auf dieses spezielle Worldbuilding, ebenso wie über das (erbliche) Magie-System und die magischen und juristischen Gesetze (Warum werden Magie-Begabte verfolgt, gab es einen bestimmten Auslöser bzw. sind die Verfolgten nicht mächtiger als die Verfolger*innen? Wie stark sind die Unterschiede zu unserer realen Historie? usw.). Die Regeln der Magie, die bereits im Buch erklärt werden, finde ich in jedem Fall sehr cool. Dasselbe gilt für ein relativ lineares Auftauchen und Lösen von Problemen; sie sind recht wenig ineinander verflochten, sodass es einfacher wirkt als es den Problemen an sich gerecht wird – auch hier hätte ich es besser gefunden, sich beim Erzählen mehr Zeit und die Protagonist*innen mehr strugglen zu lassen. Eine bestimmte Idee (ich möchte nicht zu viel verraten) von Verwicklungen und etwas „Schicksalhaftem“ fand ich total gut gelungen und spiegelt darüber hinaus den Märchen-Charakter wider, den die Autorin im Nachwort anspricht. Zu guter Letzt hätte ich mir gewünscht, die Protagonist*innen noch ausführlicher und tiefergehender kennenzulernen, um deren Beweggründe besser nachzuvollziehen, insbesondere die des Antagonisten, dessen einziges Attribut „böse“ zu sein scheint. Bei der Liebesgeschichte, die die Tropes Grumpy-Sunshine und Enemies-to-Lovers in sich vereint, hätte ich noch mehr Slow-Burn präferiert, hier ist es aber eindeutig nur mein persönlicher Geschmack. Diejenigen unter euch, die ebenfalls etwas für die genannten Tropes, feministische Liebesgeschichten mit Fantasy-Anteil, Märchencharakter und/oder historisch-französischem Setting übrighaben, sollten dieser kurzweiligen Lektüre eine Chance geben! Herzlichen Dank an die Autorin für ihr Vertrauen und dieses Rezensionsexemplar! [Unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar] CN: (auch hinten im Buch angegeben) psychische Probleme, Tierleid (Pferd)/Töten eines Tiers, sexuelle Belästigung einer Minderjährigen (Rückblende), Gaslighting, Victim Blaming, Freiheitsberaubung, emotionale Vernachlässigung von Kindern/Liebesentzug, Sexismus, Mord, physische Gewalt, Tod (Erwähnung), Störung der Totenruhe, Wunden, Blut, scharfe Gegenstände, sexuell übertragbare Krankheit (Erwähnung)

4

Paris, 1780er Jahre: Die junge Auftragsmörderin Germaine de Saint-Nazaire wird auf eine Mission nach Nantes geschickt. Doch sie soll nicht alleine reisen, sondern in Begleitung von dem adligen Magier Miłosz Lepiński. Germaine ist alles andere als begeistert, denn Miłosz und sie verbindet eine gemeinsame Vergangenheit, die alles andere als harmonisch endete. Widerwillig akzeptiert sie die Bedingungen und macht sich gemeinsam mit Miłosz auf die Reise - je länger die Reise dauert, desto näher kommen sie sich. Jedoch weiß Germaine nicht, dass Miłosz eigene Ziele verfolgt ... Bei den Tropes Enemies-to-Lovers und Grumpy x Sunshine schlägt mein Herz einfach höher und Germaine und Miłosz verkörpern dieses Kombination perfekt. Ich habe jeden Schlagabtausch sehr geliebt, aber genauso auch, wie sich nach und nach echte Gefühle zwischen ihnen entwickelt haben. Mir ist bewusst, dass “Das verwinterte Herz” eine Novelle ist, die im Vergleich zu Romanen kürzer ist. Dennoch hätte ich mir die gemeinsame Reise der beiden oder die Zeit später auf dem Schloss an der ein oder anderen Stelle etwas ausführlicher gewünscht. Auch wenn in der Novelle Themen behandelt werden, die nicht ohne sind und manche Leser*innen abschrecken können (Content Notes unbedingt beachten!), hätte es für meinen Geschmack etwas darker ein können. Wer Lust auf eine Fantasy-Novelle mit Enemies-to-Lovers-Romance, starken Protagonisten und intensiven Themen hat, dem kann ich “Das verwinterte Herz” von Jennifer wärmstens empfehlen.

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